Ich habe am Anfang immer gedacht, ich müsse mich rechtfertigen. Etwas Schlimmes erzählen. Je reumütiger ich das erzählt habe, umso dramatischer hat mein Gegenüber das aufgefasst.
Inzwischen berichte ich sowas, wenn ich es für nötig und sinnvoll erachte, ganz nebenbei, als wäre es das Normalste auf der Welt, dass sowas passieren kann (ist es ja irgendwie auch fast).
Und siehe da: Je unbedeutender die „Beichte“, umso unerschrockener und unaufgeregter die Reaktion.
Hallo Hera,
Cadda bringt es genau auf den Punkt.
Mir ging es ähnlich, auch ich dachte immer ich müsse mich rechtfertigen bzw, irgend etwas beichten. Sehr schnell bemerkte ich, daß es niemanden wirklich interessiert, ob ich nun Alkohol trinke oder nicht. Anfangs hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, völlig unbegründet.
Wurde mir Alkohol angeboten, lehnte ich höflich ab, wurde mir keiner (direkt) angeboten und ich griff zu Alkoholfreiem, bemerkte es auch keiner oder wunderte sich.
Als ich meinem Arzt „beichtete“ das ich bedenklich viel soff und nun nicht mehr, fragte er nur, ob es mir Probleme bereite und als ich es verneinte, kam: „Na dann ist ja alles gut.“
Ich bauschte ein Problem auf, wo keines war. Das hat schon ein paar Wochen gedauert, bis ich das aus dem Kopf bekam und so völlig weg, ist das nach über einem Jahr immer noch nicht.
Mache dich nicht verrückt. Wenn du das Gefühl hast, die Krankenkasse könne dir helfen, nutze das Angebot.
Nimm den Termin bei der TK wahr, dann kannst du immer noch entscheiden.
Auch meine Leberwerte verbesserten sich zusehends , das erfüllte mich sogar mit Stolz.
MfG