Beiträge von NIKA.

    Ich sitze gerade im Wartezimmer von meinem Arzt und das schon sehr lange und dummerweise habe ich mein Buch vergessen und jetzt routieren meine Gedanken wieder….ich muss mich ablenken, deshalb schreibe ich hier.

    Ich bin heute aufgewacht, sah auf die Uhr und dachte, Bitte was? Ich habe tatsächlich 11 Stunden geschlafen. Ich fühle mich nicht ausgeruht, eher im Gegenteil. Und ich hatte gleich wieder Angstzustände und hab noch schlaftrunken sämtliche Arbeitsdokumentationen der letzten Tage durchgesehen, ob jemand was über mich schreibt, da stand nichts, dann gleich voller Panik meine Vertretung angerufen, der hatte nicht viel Zeit.
    Was mache ich da heute? Gestern war’s anders.

    Naja sitze jetzt im richtigen Zimmer, glaube ich bin gleich dran.

    Nein werde ich auch nicht, wird eine einvernehmliche werden. Aber jetzt noch nicht. Nächste Woche mehr zu dem Thema. Jetzt hat mein Gehirn was anderes zu tun, nämlich heilen. Ich will diese Woche einfach nicht daran denken. Hatte deswegen echt schlimme Panikattacken.

    Heute liege ich einfach mit einem Buch im Garten in der Sonne, habe sicher schon 2 Liter Wasser getrunken und viele kleine Snacks gegessen. Wird sicher noch mehr 😉.

    Habe mich auch seit langem wieder mal auf einen neuen Tag gefreut.

    Und eins möchte ich auch noch dalassen, es war ein komplett langer Kampf mit meinem Suchthirn, diesen Weg nochmal zu beginnen.

    Bono59 Danke dir. Wegen meiner Arbeitssituation mache ich mir gerade auch keinen Kopf. Ist mir diese Woche noch egal. Das kann ich jetzt mit klarem Kopf wieder fühlen. Ich muss niemanden etwas beweisen oder mich rechtfertigen, wenn’s nächste Woche beim Gespräch mit den Chefs so sein soll, dann ist es so. Ich bleibe erstmal krank und werde wieder gesund.

    Ach ja mit klarem Kopf kann ich wieder rechnen und dank dem Forum hier, ich war vier Jahre trocken und der Rückfall war November oder Dezember 2025, und ich war innerhalb von Tagen beim selben Limit wie früher. Nur die Entzugserscheinungen sind doppelt so schlimm, aber mit meinem Arzt und auch mit Hilfe meines Partners fühle ich mich gut unterstützt.

    Ich konnte 6 Stunden durchschlafen. Fühle mich besser, sämtliche Symptome sind weg, bin aber erschöpft. Morgen geht's wieder zum Arzt um weiteres zu besprechen.

    Ich habe auch beschlossen in eine reale shg zu gehen, die nächste ist am Mittwoch.

    Nayouk24 ja literweise Tee trinke ich jetzt auch wieder, essen klappt noch nicht so gut und schlafen naja. Aber ich weiß ja es wird besser und besser.

    Hab einige pflanzliche Sachen bekommen, ist bei meiner Krankheitsgeschichte auch nicht sehr leicht, fast das selbe wie beim ersten Mal. Der Arzt meinte auch dass das eh normal ist am 2 Tag. Blutdruck in Ordnung. Wenn’s schlimmer wird oder ich wieder so Panikattacke kriege, soll ich anrufen.

    Ich muss mich korrigieren ich werde erst ab Samstag zählen, also Tag 2. Ich hab Freitags früh Morgen Bier getrunken hab dann die Flasche weggestellt und bin zum Arzt gewankt.

    Vormittags war schlimm, jetzt mit den Tabletten besser würde ich sagen, ich lese gerade viel, mehr geht nicht.

    Viele Gedanken will ich mir jetzt auch nicht machen, sondern diese Tage jetzt überstehen.

    Vielen Dank von euch allen! Was ihr alle schreibt gibt mir Halt, gerade jetzt, wieder am Anfang. Hab heute mit den Aufräumarbeiten angefangen, Bier wegbringen, Reste auskippen, alles ein Deja vue. Mehr Kraft habe ich noch nicht.

    Und ja ich habe Entzugserscheinungen, heiß, kalt abwechselnd, mehr nicht wahrscheinlich dank der verordneten Medikamente...vor der Nacht graut es mir, aber auch das kenne ich, und ich weiß, daß es wieder besser wird, denn auch das kenne ich.

    Hartmut stimmt ich brauch das nicht, Gründe zu finden, die es immer bei mir als Alkoholikerin geben wird. Ich lasse das jetzt. Auch deine Worte über meine letzten drei Jahre, haben mir einfach nur gut getan.

    Bolle Ich habe darüber nachgedacht, diesmal einen stationären Entzug zu machen, ich werde beim Arzttermin ansprechen. Lange werde ich nicht im Krankenstand sein können, die Firma ist das was Alkohol betrifft rigoros, die werden mich kündigen, aber ehrlich gesagt ist mir das egal, ich will das sowieso nicht mehr.

    Ely oder dorothea ich glaube ihr habt mir damals gesagt, überleg dir das gut, ob du dort arbeiten willst. Ich hätte auf euch, auf eure Erfahrungen hören sollen, auch was für meinen neugepackten Notfallkoffer.

    LG

    Danke!

    Ich mache mir sehr viele Gedanken, wie es wieder dazukam.

    Ich stehe tatsächlich wieder am selben Punkt wie damals, nur zusätzlich mit dem Gefühl, eine totale Versagerin zu sein.

    Im Juni als ich dort anfing zu arbeiten, habe ich nach drei Tagen gesagt, ich kündige, das halte ich nicht aus, ich hab aber auf Freunde gehört, alle waren so stolz auf mich, und mich hats kaputt gemacht.

    Ich überlege tatsächlich ob dieses Verhalten von mir im Suff deshalb so schlimm war, dass ich es schaffe dort aufzuhören...und mir die Realität eingestehe, dass ich so ein Arbeitsmodell nicht mehr ertragen will und muss. Sollte diese Aufnahme von mir wo auftauchen, werde ich eine Anzeige machen, ist doch verboten, oder? Ich schäme mich aber fürchterlich. Ich habe vorhin einige Themen über diese Scham gelesen und dass hilft mir ungemein.

    Die letzten Tage habe ich so viel gesoffen, das ich dieses Gefühl loswerden, für den Moment gings, am nächsten Tag wars noch schlimmer, dieses Gefühl. Auch gegenüber meinen Kollegen und Vorgesetzten, am Liebsten würde ich weglaufen, aber ich habe mich gestern mit meiner direkten Vorgesetzten vernetzt, und haben einen Termin in 2 Wochen, bis dahin bleibe ich krank. Zugeben werde ich nichts, ich habe an dem Tag nur 3 Stunden geschlafen, weil die Dienste so schlimm sind. Nachtdienst, zusätzlich noch meine Medikamente...

    Die Betroffene Familie hat dass übrigens bei einer Exkollegin auch schon gemacht, sie haben überall behauptet, dass sie trinkt. Es sollte mir egal sein, wer jetzt über mich lästert, ist es aber NOCH nicht.

    Tja, aber um das geht's ja eigentlich nicht, das Problem ist meine Krankheit. Es ist erst Tag 2, das Kopfkarusell, wird noch öfter kommen, das kenne ich ja, aber auch das Gefühl, wenn es wieder ruhiger wird im Kopf.

    Meinen Vater habe ich übrigens wieder nach Hause zu ihm geschickt.

    Schlimme Zeiten sind hinter mir, wieder einmal....

    Ich war ca. 3 Jahre lang nüchtern, dann habe ich so viele falsche Entscheidungen getroffen, und die schlimmste, ich sauf mir die Welt wieder schön...

    Das Gegenteil tritt ein...ich bin für mich gesehen, wieder am Abgrund.

    Der Auslöser, alles was ein Alkoholiker vermeiden sollte.

    Ich fing einen neuen Job an, der ist so schrecklich, das Umfeld schlimm, ich wollte es aber jeden beweisen, so quasi ich schaffe dass. Die Arbeitszeiten ein Grauen, im internen habe ich es noch schön geschrieben und es gab viele warnungen von anderen deswegen. Ich habe/wollte es nicht wahrhaben.

    Mein Vater zog bei mir ein und er verlangte immer seine Nachmittagsbiere und ich trank mit.

    Mein geliebter Sohn zog aus...das tut mir heute noch sehr weh.

    Ich habe dann im Vollrausch schlimme Sachen gemacht. Telefoniert, getextet...Mit vorgesetzten, mit Klienten...ich schäme mich so derartig...

    Letzte Woche mein Zusammenbruch, scheinbar hat mich jemand aufgenommen als ich wieder mal vollbesoffen telefoniert habe. Ich weiß gar nicht wie ich das erklären soll, ohne mein Gesicht ganz zu verlieren.

    Ich hab dann alle Handys ausgemacht und mich 5 Tage lang weggeschossen.

    Heute ist erst wieder Tag zwei, gestern mit dem Arzt telefoniert, der hat mir was für die ersten Tage verschrieben und ich kann ihn jederzeit anrufen, wenns mir schlecht geht.

    Und ich bin krankgeschrieben, am Dienstag habe ich einen Termin dort.

    Mein Entschluss zu kündigen steht.

    Ich bin planlos, habe Angst, aber ich mache jetzt einen Schritt nach dem anderen.

    LG Nika