Beiträge von NudelTante

    Ich finde diese Aussage schiebt euch beiden eine Schuld zu, die nicht eure sein sollte! Was gibt es denn an der Wahrheit aus zu plappern, soll dein Kind etwas nach wie vor den Mund halten über seine persönlichen Lebensumstände, darüber was ihn beschäftigt und belastet? Wenn er etwas erzählt, dann hat das nichts mit ausplappern zu tun.

    Und auch du als Mutter musst nicht dafür Sorge tragen, dass dies nicht passiert.

    Will ich auch nicht... ich werde dann aber wieder als die böse da stehen, die "schlecht" über ihren Sohn redet. Ich sag ja, eine sehr schwierige Person... irgendwie wie ein Zwilling, mit 2 Gesichtern

    Es ist genau DAS, was ich NICHT möchte!

    Auf der einen Art soll er sich selber outen und bestimmen können, wer Bescheid weiss, aber ich bin der Auffassung, das wenn ein Kind im spiel ist, MUSS bzw. SOLLTE er offen mit umgehen, alleine auch dem kleinen Gegenüber, denn ich könnte mir gut vorstellen, das entsetzen aufkommt, wenn der KLEINE das irgendwas outet.

    SEINE Mutter findet das alles peinlich und unangenehm und möchte lieber, das alle schweigen, denn es könnte ja geredet werden... und wenn ich das jetzt z.b ausspreche, obwohl die sehr regelmässig bei der Oma ist, zwecks einkaufen usw. steht sie ja blöd da, weil sie nix gesagt hat!

    Der weiss Bescheid. Das Papa zuviel Alkohol trinkt, weil sein "Drehwurm" ( so nennt unser Sohn das immer ) im Kopf ihm immer sagt, das er den trinken muss, damit seine Gefühle sich besser anfühlen und das Papa manchmal so komisch ist, weil sein Drehwurm im Kopf durchdreht und das kommt vom zu vielen trinken. Und Papa hat oft komisch gesprochen, so das er ihn nicht verstehen konnte.

    Als die Oma den Tag mal anrief, da war mein Mann aktuell im Krankenhaus zum entgiften, da fragte die Oma auch, wies uns geht, da wollte der kleine gerade sagen.. Papa geht es nicht so gut, weil.. und dann meinte ich.... ja, ist etwas turbulent gerade... fand die Situation aber sehr blöd, weil ich dem kleinen ja über den Mund gefahren bin, obwohl ich das ja genau nicht will

    Ich will es ja gar nicht für ihn übernehmen, darum geht es mir ja nicht. Wenn ich aber z.b. alleine irgendwo auftauche und er nicht dabei ist, bin ich ja gezwungen zu lügen, oder wieso erscheine ich alleine... oder soll ich dann lieber gar nicht erscheinen um für mich unangenehmen fragen auszuweichen... also unangenehm ist vielleicht falsch ausgedrückt, denn ich habe mich mit der Situation und Krankheit auseinandergesetzt und auch MEIN Klischeebild aus meinen Hirn radiert, denn die Realität sieht ja nun wirklich anders aus und nicht jeder Suchtabhängige ist einer der unter der Brücke liegt.

    So war mein Bild aber auch erstmal... im Nachhinein finde ich das selber richtig schlimm, wie ich so ein Bild im Kopf haben konnte, ich schäme mich fast dafür... aber, ich habe mich ja eines besseren belehrt :)

    Z.b. wieso ist mein Mann nicht an meinem Geburtstag und an dem unseres Sohnes anwesend , die Frage wird kommen... und meine Antwort??

    Sowas meine ich...

    Mein Mann hat auch seinen Führerschein verloren, zum 2. mal. Als er glücklicherweise erwischt wurde... ich schreibe das weils wirklich gluck im Unglück war, waren die Kinder mit im Auto.... schlimm genug, das es so einen "knall" geben musste, damit er wach wird... aber leider ist Alkohol ja so ein großes Arschloch, das manche es auf die harte Tour brauchen - leider!

    Wir hatten wirklich gluck mit einem Platz, da hat das bearbeiten des Antrages länger gedauert, wie einen freien Therapieplatz zu bekommen.

    Wisst ihr denn schon ungefähr, wann es starten könnte? Wurde Euch bzw. Deinem Mann eine Klinik empfohlen???

    Hallöchen!!!!

    Aus seiner Sicht hat er kein Problem? Und wieso wartet er dann stationär auf einen Termin?

    Mein Mann ist selber aktuell gerade in einer stationären Einrichtung.

    Nicht ganz im selben Alter, aber das alter spielt ja gerade nicht die Rolle!

    Ich selber kann Deine Gefühle auch so sehr nachvollziehen ...

    Traurigkeit, Wut, Verletzlichkeit aufkommen......auf der anderen Seite wieder einmal einen Hoffnungsschimmer!

    Ich kenne es zu gut und natürlich hoffe ich gerade auch, das die Therapie mir meinen Mann zurück bringt.

    Ich hatte ihn heute besucht und war sehr positiv überrascht über seine Erkenntnise, was er allgemein so sagte. Das ich mich heute ganz gut fühle, wieder voller Hoffnung.

    Meine Gefühle fahren aber gerade auch Achterbahn... auf und ab... viel angst!

    Sicherlich kann man nicht in die Zukunft schauen, aber ich bin der Meinung stationär kann er es noch mal bzw. Du als letzte Chance sehen?!

    Ich drücke ihm und Dir ganz doll die Daumen :)

    Stimmt, das mit dem nicht äußern könnte ich machen! Wenn ich wiederum das Bedürfnis habe doch offen zu reden und das wäre in Ordnung, dann würde ich ihn ja outen.

    Ich finde es einfach so nervig von der Mutter. Ich bin so stolz, das er den Weg geht, auch wenns nicht einfach ist, aber das ist es für uns ja auch nicht.

    Ich selber bin da auch an anderer Typ, denn wie du schon sagst... die Leute reden immer... mich tangiert das 0, denn wichtig ist ja, das er wieder gesund wird.

    Wir haben ja auch einen Sohn 7, der weiß Bescheid, der wurde von einer Psychologin begleitet und ihm wurde alles erklärt!

    Der wollte den Tag auch sagen, nach der Frage, wie es uns geht, nicht so, weil papa nicht da ist.. wir haben beide jetzt Geburtstag, wieso ist denn mein Mann nicht da?

    Irgendwann wird es der kleine dann sagen.. ich sag’s ihm nicht, das er es verstecken muss, er musste leider schon viel miterleben

    Ich will ihn ja auch nicht selber outen, aber dadurch, das er ja noch einige Monate in der Klinik ist, kommen doch fragen auf, wo er ist.. und somit geht das Gelüge ja dann wieder los!

    Ich will damit sagen, das ich denke, das seine Mutter ihn beeinflusst es lieber für sich zu behalten und das ist nicht ok!

    Ich sehe sie nicht täglich, aber mehrmals im Monat , alleine schon wegen der Kinder !

    Ich denke auch, das sie ein großes Problem damit hat ! Ich bin auch der Meinung, sie sollte sich Hilfe holen!

    Das es wirklich jetzt so ein Ausmaß angenommen hat, wusste ich selber auch nicht… fand sein trinkverhalten immer mal wieder nicht normal, dann ging es wieder und wieder nicht…

    Ich selber bin das andere extrem.. ich rauche nicht, trinke nicht, keine Drogen.. und da werde ICH schnell abgestempelt.. du trinkst nicht? Komisch.. oder.. ach, weil du nicht trinkst, gönnst du es deinem Mann nicht.. ich wäre empfindlich, übertreibe usw.


    Für mich ist es gerade ätzend.. die Vorstellung.. man sitzt irgendwann mal als Familie zusammen und meine Schwiegermutter erzählt schöne Geschichten und ich MUSS mir das dann anhören, nur weil SIE nicht klar kommt?

    Ich denke auch, das es für meinen Mann und sein Vorhaben eher kontraproduktiv ist ..

    Klar bin ich wichtig, aber ich denke seine Mutter ist da auch nicht unwichtig!

    Sehr nervig auf jeden Fall …

    Das Problem ist.. und das Beispiel knalle ich jedem an den Kopf, der das Thema Alkohol und Krankheit abwinkt, mit selber schuld usw.

    KEINER würde jemanden der an Krebs erkrankt ist einen Tritt geben! Natürlich kann man das nicht zu 100% vergleichen, aber ich möchte gerne Chancen und Unterstützung geben.. bevor alle, bzw. ziemlich viele sagen.. puh nee, Renn lieber, wenn er nicht EINFACH aufhört !

    Hallo ihr Lieben!

    Ich wollte gleich mit meinem Anliegen durchstarten, da es mich sehr beschäftigt, ABER Ordnung muss sei und ich stelle mich kurz vor.

    Ich selber bin Angehörige, Mitte 30 und Mama. Mein Mann, Alkoholabhängig ist aktuell in einer Klinik, was mich sehr erleichtert, dennoch schwirren viele Sachen in meinen Kopf rum, manchmal überkommt mich die Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, das ich nicht weiss wohin mit meinen ganzen Gefühlen.

    Ich selber war bei der Suchtberatung für Angehörige, 2x bei einer Psychologin, was ganz grauenvoll war, also schlimm... ich merke aber selber für mich, das ich es glaube ohne Unterstützung nicht verarbeitet bekomme. Am 27.1 habe ich noch mal einen Termin bei einer anderen Psychologin ( irgendwie ist das mit den Terminen, wie ein 6er im Lotto ) Ich hoffe das sie mir helfen kann.


    Nun komme ich zu meinem eigentlichen Anliegen.. ich hoffe das ist hier in der Vorstellungsrunde nicht zu viel des guten :/

    Wie oben schon geschrieben, ist mein Mann in der Klinik, um sich mit allem auseinanderzusetzen , er hat mir auch gesagt, nachdem er selber sein Problem erkannt hat, KEINE GEHEIMNISSE mehr, KEINE LÜGEN, KEIN VERTUSCHEN ... was ich selber sehr begrüße.

    Für mich war es auch erstmal schwer, anzuerkennen das Alkoholabhängigkeit eine Krankheit ist, ich musste mir das immer wieder selber Sagen, auch Ärzte und Berater haben mir das alles noch mal erklärt. Ich lese Bücher, höre Podcasts , um das auch irgendwie verstehen zu können.

    Auf jeden Fall, möchte die MUTTER meines Mannes, das ganze lieber "vertuschen" die anderen könnten ja reden und es würde sowieso niemand verstehen.

    Ich dachte echt, ich höre nicht richtig, zumal sie mir sagte, das hätte mein Mann gesagt!

    Ich glaube das aber nicht, da ich schon mehrfach selber rausgehört habe, das es IHR unangenehm ist, das IHR Sohn ein Alkohol Problem hat.

    Ich kann verstehen, das es angenehmere Themen gibt, aber so ist es nun mal und er ist ja dabei, sich damit auseinanderzusetzen.

    Ich fand es ganz fürchterlich, das sie das so gesagt habe. Ich habe dann meinen Mann noch mal gefragt und er meinte dann, sehr zögerlich, er will es z.b erstmal nicht seiner Oma erzählen, erst wenn er soweit ist , was ich verstehe.

    Ich kenne ihn ja aber nicht erst seit gestern und ich habe echt gemerkt, das es eher die Worte seiner Mutter waren und er es vermutlich der Mutter zu liebe nicht sagt.

    Mich macht es sehr sauer :cursing: :thumbdown: Klar muss man es nicht an die große Glocken hängen und HunzUndKunz davon erzählen, aber im engeren Familienkreis finde ich das schon richtig und wichtig, denn durch dieses vertuschen, weiss man irgendwann nicht mehr, was man sagen soll, oder wem , man was erzählt hat.

    Bestes Beispiel ist: Wir waren ja Weihnachten getrennt, weil er schon in der Klinik ist, jetzt konnte die Oma nicht eingeladen werden, weil ja dann die Frage aufkommen würde, wo denn mein Mann ist.. versteht ihr, wie ich das meine?

    Da wird die Oma lieber nicht zum Kuchen verputzen eingeladen, weil es könnte ja geredet werden?

    Aber als er immer mal wieder einen im Tee hatte.. da soll nicht geredet worden sein? Oder das nimmt man dann eher hin? Ich verstehe es nicht und es enttäuscht mich sehr.

    Ich glaube zu meinem Thema können sich beide Seiten gut äußern, also Angehörige und Betroffene.

    Würde mich auf jeden fall sehr freuen.

    Habt ein schönes Wochenende,

    Eure NudelTante :S