Beiträge von Kintsugi

    Es wäre das unwiederrufliche Eingeständnis, dass ich gescheitert bin.

    Es ist lediglich das Eingeständnis, dass du Hilfe von außen annimmst, wenn du erkannt hast, dass du sie benötigst. Das ist eine Stärke!

    Aber auch das ist ein alter Glaubenssatz von mir. Alles alleine schaffen zu müssen. Hilfe annehmen...ohje, dann stehe ich ja in der Schuld bei anderen. Etwas annehmen ohne Gegenleistung. Eine gute Übung 😉

    Guten Morgen Erna,

    was machst du, um deinen Selbstwert zu stärken? Tust du überhaupt bewusst etwas? Also irgendwelche Übungen oder so?

    Ich arbeite gerade vor allem mit alten Glaubenssätzen und mache daraus Affirmationen. Beispiel: ich darf mich anderen zumuten.

    Ich übe mit Kränkung umzugehen, zum Beispiel wenn ich hier im Forum Kommentare zu meinen Beiträgen lese und verärgert reagiere, dann schaue ich hin woher das kommt. Ich versuche aktiv Kritik zu äußern und mit den Reaktionen umzugehen.

    Ich versuche meine Gefühle und Gedanken nicht in gut und schlecht zu unterteilen, sondern sie anzunehmen. Vor allem Wut. Mein Ziel ist, mich mit allen Facetten zu lieben.

    ...und Therapie 😊

    LG,

    Anni

    Liebe Erna,

    schön, dass etwas Ruhe eingekehrt ist und du langsam in den Alltag startest! Dieses "jetzt ein Wein'chen'" (=ein Kanister) kommt mir auch in solchen bekannten Feierabend Situationen. Manchmal entgegne ich "haha, netter Versuch" und freue mich, dass ich gar keinen Alkohol brauche um einen entspannten Abend zu genießen.

    Das Thema Selbstwert ist für mich auch sehr zentral. Ich bin hier ins Forum gekommen, weil ich Co bin und eine ungesunde Beziehungsdynamik hatte.

    Immerhin habe ich da etwas, wo ich ansetzen kann auf dem Weg zu meiner inneren Zufriedenheit und damit auch auf dem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz.

    Genau. Ein trockenes Leben macht noch kein zufriedenes Leben. Ich bin grundsätzlich optimistisch und glaube, dass wir da hinkommen. Ich sage wir, weil ich dich sehr lebensfroh wahrnehme 😊

    LG,

    Anni

    Liebe Thalia,

    vielen Dank für das Zitat von Matthias. Da erkenne ich mich auch wieder. Zum Großteil habe ich mich selbst belogen, ohne mir dessen bewusst zu sein. Ich dachte auch von mir, ich sei ehrlich, zuverlässig, verantwortungsbewusst. War ich nach außen betrachtet bestimmt aber trotzdem war es nicht stimmig.

    Je mehr ich mich selbst zeigen kann, umso „heiler“ fühle ich mich

    Das kann ich gerade 1:1 nachvollziehen.

    LG,

    Anni

    Oder ist das eine nur naive Hoffnung?

    Leider ist auch meine Erfahrung, dass Gespräche nicht reichen. Und in meinem Fall auch nicht mal die Trennung.

    Herausfinden wirst du es aber nur, wenn du das Gespräch führst. Aufzählen, wie viel sie trinkt...das würde ich lassen. Oder was erhoffst du dir davon? Ich habe ähnliche Mengen getrunken. Ich wusste, dass es zu viel ist. Aber aufgehört habe ich erst, als ich selbst die Einsicht hatte.

    Es geht ja darum, dass es dich stört und du dir Sorgen machst. Da ist die Trinkmenge erstmal egal.

    Es wird nicht besser, warum nicht den Schritt wagen?

    Liebe Erna,

    ich habe mir den Entschluss gefasst, dass meine Trockenheit absolut nicht von der Trockenheit anderer abhängig ist.

    Weg mit der Hoffnungslosigkeit! Schlechte Tage gibt es. Glaub mir, ich lebe gerade in meiner persönlichen Hölle. Aber ich bin dankbar, dass ich nüchtern da rausklettere. Es kommen wieder gute Tage. Und irgendwann ist ohne Alkohol das neue normal. Egal ob es gerade gute oder schlechte Zeiten sind.

    LG,

    Anni

    Liebe Andrea,

    das kenne ich. Auf die Nachfrage wie denn der Weg aussehen soll, kam meist Schweigen oder "wir müssen uns einfach nur mehr lieb haben". Sei froh, dass er dir nichts vormacht und mal eben verspricht mit dem Trinken aufzuhören. Das hat bei mir immer ein Dilemma erzeugt. Aber ich hatte immer das Gefühl, er trinkt nur meinetwegen nicht mehr, damit ich wieder in die Spur komme. So war es auch. Zum Glück habe ich jetzt endlich emotional den Absprung geschafft. Ich lasse auch meinen Lebenstraum zurück, kann dich gut verstehen. Wir finden schon noch unser Glück!

    LG,

    Anni

    Lieber mexico,

    ich fange langsam an was zu verstehen....aber was, dass verstehe ich selbst noch nicht

    mir hat meine verkorkste Beziehung mit meinem Ex sehr viel über mich (und ihn) gelehrt. Es ist zeitweise schwer hinzuschauen und sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass der Schmerz vorbeigeht und die Heilung beginnt. Ja, es ist eben oft nicht nur der Alkohol, es sind Themen, die durch den Alkohol ausgeblendet werden. Bei mir war es wie ein Ablenkungsmanöver. Jetzt habe ich die Zeit auf mich zu schauen.

    Ich schicke dir Kraft für deinen Weg zu einem zufriedenen Leben ohne vorgaukeln 😊

    LG,

    Anni

    Liebe Andrea,

    Hm blöd...dann nur ein Rucksack mit dem nötigsten. Wenn du Abstand hast, dann kannst du ja einen Termin ausmachen an dem du die restlichen Sachen holst. In Begleitung einer Freundin/eines Freundes. Erstmal Abstand und durchatmen. Du hast dich ja schon gut vorbereitet.

    Ich schicke dir Kraft!

    LG

    Anni

    Liebe Andrea,

    lass dich ganz fest drücken! Die Trennung durchzuziehen, wenn ihr nicht alleine seid ist sinnvoll. Nicht, weil er dann Unterstützung hat (ja, ok, ist ja nett), sondern damit du mehr Sicherheit hast! Zur Not: mach alles bereit was du brauchst und gehe ohne Ankündigung (kannst ja einen Brief da lassen). Hör auf dein Bauchgefühl und lass lieber einmal zu viel Vorsicht walten als zu wenig.

    Hier ist immer jemand da!

    LG,

    Anni

    Für mich also herauszufinden, ob es MIR gelingt, mich auf Dauer mit der jetzigen Situation zu arrangieren, wird ein hartes Stück Arbeit.

    Verbiegen würde ich mich nicht. Arrangieren klingt bisschen danach. Steck die Energie lieber in die Suche danach, womit du zufrieden bist. Du darfst dich und deine Bedürfnisse gerne in den Mittelpunkt stellen! Daran übe ich gerade. Geht es mir gut, dann hat mein Umfeld automatisch was davon.

    Welche Grenzen darf ich ziehen?

    Die, die dir gut tun 😊 Erwartungen sind da komplizierter, die erfüllen sich nicht unbedingt 😀

    Wie wäre zum Beispiel: kein Alkohol in deinem Beisein. Also, du kannst dir ja schon einen nüchternen Partner wünschen. Wenn er das nicht will, dann müsst ihr schauen, ob es Kompromisse gibt, mit denen ihr beide gut leben könnt.