Beiträge von Kintsugi

    Liebe 4fachmama,

    herzlich willkommen im Forum! Ich bin mittlerweile seit einem Jahr getrennt und bei uns gibt es begleitete Umgänge, dh. mein Ex sieht die Kinder nur unter Aufsicht. Das Jugendamt ist auch involviert und der Kontakt ist durch ein Gerichtsbeschluss festgelegt. Die Entscheidungen sind immer sehr stark danach ausgerichtet, wie die Betreuung während der Beziehung aufgeteilt war. Ich gehe mal davon aus, dass du hauptsächlich dafür verantwortlich bist, dann bleibt das auch so.

    Er hat sich immer um alles technische, die Autos und auch um handwerkliche Dinge gekümmert. Bei Sowas bin ich total aufgeschmissen, aber ja wahrscheinlich bekommt man das auch iwie hin auch wenn ich mir das grade nicht vorstellen kann.

    Ach, ich hab gleich mal ne Mitgliedschaft im Automobilclub gemacht und seitdem gehe ich halt dort hin und genieße den Service 😊 die Nachbarn sind genauso (oder noch viel eher) zuverlässige Helfer. Glaub mir, man muss sich nur trauen nach Hilfe zu fragen, und du wirst sie bekommen! Es gibt so viel Unterstützung, das hätte ich nicht gedacht. Also diese Ängste kann ich dir nehmen. Seit ich alleinerziehend bin, ist vieles einfacher geworden. Ich will nicht sagen, dass es nicht anstrengend ist. Aber in so einer kraftraubenden Beziehung zu sein, schadet einfach allen Beteiligten.

    LG,

    Kintsugi

    Liebe Marli,

    höre auf dein Bauchgefühl! Wenn du Zweifel an seiner Ernsthaftigkeit hast, dann sind sie berechtigt. Wenn ich deine Geschichte lese, dann sehe ich mich vor einem Jahr. Und ich kann dir sagen wo ich jetzt stehe: ich bin frei und glücklich und den Kindern geht es super! Wir haben eine gemütliche Wohnung und unsere Ruhe. Mein Ex säuft immer noch. Ja, die Trennung ist kein Zucker schlecken. Es gibt viel zu regeln. Jugendamt, Sorgerecht, Umgang, Unterhalt,...ABER es ist kein Vergleich zu der Beziehungshölle (das beschreibt es meiner Meinung nach am besten). Ich habe nicht alles auf einmal wissen oder lösen müssen. Habe mir Hilfe gesucht wo es nur ging. Therapeutische Unterstützung, Anwalt, Sozialarbeiter...

    Du bist auf dem Weg und ich möchte dir Mut machen weiterzugehen! Setze all deinen Mut, deine Hoffnung, dein Vertrauen auf genau eine Person: auf dich!

    LG,

    Kintsugi

    So einfach ist das nicht vor allem wenn Kinder im Spiel sind. Ich gebe mal aus eigener Erfahrung den Rat: sammelt Beweise nicht als Co, sondern als Mutter, die nachher eine Umgangsregelung im Sinne der Kinder finden muss. Und vor Gericht brauchts Beweise!

    für mich gehört das eine mit dem anderen zusammen.

    Für mich war das nur insofern zusammenhängend, dass ich irgendwann nicht mehr gefragt habe, warum mein Ex Alkoholiker ist, sondern warum ich mit ihm zusammen bin und mich nur schwer trennen kann. Mit Alkohol hatte das ganze erstaunlich wenig zu tun. Co Abhängigkeit besteht von Grund auf ist nicht auf einen Alkoholiker bezogen, sondern auf soziale Beziehungen insgesamt. Wenn du jetzt schaust keinen Alkoholiker auszusuchen, kannst du trotzdem in einer Abhängigkeitsbeziehung landen.

    Aus besserem Verständnis der Krankheit beabsichtigte ich mir für meine Zukunft ein sicheres Bewusstsein und Fähigkeit zum Erkennen des reifen Zeitpunkts zu schaffen. Denn ich will mich in meiner Art einer Beziehungsführung nicht wiederholen, und einen sicheren bzw. vorbeugenden Ausschluss von Alkoholkranken in puncto Partnerwahl traue ich mir nicht zu

    Um deine Beziehungsmuster nicht zu wiederholen musst du deine Co Abhängigkeit verstehen. Nicht die Alkoholsucht. Dich erkennen. Nicht dein Gegenüber.

    Du schaffst das orangeblau! Ich hab es geschafft, dann wirst du es auch schaffen!

    Denk dran: Schritt für Schritt! Den ersten hast du getan. Bleib dran und scheue dich nicht Hilfe anzunehmen.

    Jetzt ist es wichtig dich rechtlich beraten zu lassen und zu schauen, dass du nach einer Trennung den Lebensmittelpunkt der Kinder bei dir festlegen lässt. Sammel erst alle Dokumente und behalte die Pässe der Kinder bei dir.

    Wenn du bedenken hast, ob er das gemeinsame Haus verlassen wird: denke drüber nach ob du mit einem Verkauf nicht doch freier wärst.

    Was bleibt ist die Angst

    Wie es sich liest, hast du mittlerweile mehr Angst davor zu bleiben. Und ich kann dir versichern, es wird besser. Du wirst mutiger und freier und die Kinder werden das merken.

    Liebe Sodala,

    herzlich willkommen im Forum! Ich hätte da tatsächlich einen Anstoß für dich.

    wie ich meine eigene Dummheit überwinden kann

    Das kloppst du erstmal in die Tonne! Wenn du es schaffst dich selbst wertzuschätzen, ist das dein Schlüssel in die Freiheit. Einer der ersten Tipps, die ich hier bekommen habe, war mich selbst in den Fokus zu rücken. Mich und meine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Was brauchst du, damit es dir gut geht?

    Alles Gute auf deinem Weg!

    LG,

    Kintsugi

    Du darfst dich abgrenzen und es darf dir gut gehen! Lass dir nix anderes einreden. Wenn er merkt, dass es ernst wird, solltest du mit allem rechnen. Überschwängliche Liebesschwüre und Besserungsbekundungen gefolgt von Abwertungen und Drohungen. Es ist nicht einfach sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Die beste Medizin ist Abstand!

    Ich habe vertraut, in all diejenigen, die es geschafft haben aus der Spirale auszusteigen. Anfangs entgegen meiner Gefühle und Widerstände. Und es hat sich gelohnt! Mein Leben ist wieder schön 😊 nur Mut, an alle, die in der Sucht gefangen sind (Alkoholiker und Angehörige). Der Blick von außen ist Gold wert und hier gibt es alles, was man für seinen (eigenen) Weg benötigt. Mir wurde hier nämlich nix ubergestülpt, das habe ich in meiner eigenen Blindheit zu Beginn nur so interpretiert.

    Lea ich unterschreibe deinen Text als Angehörige eines Ex mit Trinkpausen. Warum war die "trockene" Phase nie "mehr wert" als die Nasse? Ich habe hier gelernt, dass es nasses Denken gibt und dann hatte ich ein Wort für das Gefühl...welches sich dann auch immer und immer wieder bestätigt hat.

    Es ist übrigens auch gut daran zu erkennen, dass die Abwehrhaltung gegenüber dem Angehörigen oder jemandem der einen darauf hinweist besonders hoch ist. So jedenfalls meine Erfahrung damit.

    Absolut.

    Ich kann mit nassem und trockenen Denken mittlerweile viel anfangen. Und es auch als Warnhinweise sinnvoll anwenden. Bei mir und anderen.

    Liebe Yuna,

    wie mutig du bist! Du hast einen riesigen Schritt gemacht. Du warst schon öfter kurz vorm gehen, gestern bist du gegangen. Du fühlst dich trotzdem schlecht, ja das kennen viele hier. Ich auch. Aber es wird besser! Du schaffst das. Es ist dein Tempo, das was du gerade tragen kannst. Lass dich von deinen Eltern unterstützen und rücke den Fokus auf dich und dein Kind. Je besser es dir geht, desto besser geht es dem Kind 😘 es dauert seine Zeit. Wut, Trauer, alles gehört dazu.

    Und schäme dich nicht hier jederzeit zu schreiben. Es ist dein Raum um dir Hilfe zu holen. Ich höre dir zu.

    LG,

    Kintsugi

    Von daher alles gut und sorry für vorschnelles Teilen.

    Ich hab damit grundsätzlich kein Problem, es hat hier im Forum vor allem rechtliche Gründe, warum Links nicht gesetzt werden dürfen. Daher meine "Warnung", dass editiert werden wird.

    Das Thema kontrolliertes Trinken kommt hier natürlich immer wieder auf. Aber da gibt es hier eine Daumenregel: Wer kontrolliert trinken kann, ist nicht süchtig. Wer süchtig ist, kann nicht kontrolliert trinken.

    Wesen der Sucht ist: Kontrollverlust.

    Aber das finde ich hier immer noch nicht das Hauptthema. Mich interessiert wie es dir geht?

    werde mich dann aber vielleicht doch lieber an die offizielle Suchtberatung halten.

    Ich habe mir auch ein großes Hilfsnetzwerk geschaffen. Es ist eine wahnsinnige Belastung für die gesamte Familie und scheue dich nicht, Hilfe anzunehmen! Mir hat die Suchtberatung für Angehörige sehr geholfen.

    Schade, dass du für dich hier keinen Platz siehst. Du bist hier weiterhin willkommen und wenn du es dir anders überlegst, dann schreibe wann immer etwas drückt.

    Der Link wird vermutlich editiert. Mir schlägts gerade echt auf den Magen. Dieser Artikel ist sowas von gefährlich. Den habe ich schon bei Erscheinen kritisiert und nun findet er den Weg hier ins Forum...

    Aber auch hier braucht es ein wirkliches Problembewusstsein und das hat er meines Erachtens noch nicht

    Dein Bauchgefühl zeigt dir den Weg. Seine Strategie scheint zu sein "Wogen glätten"...bisschen was ändern. Gerade so viel, dass du Ruhe gibst. Bis zur nächsten Runde im Suchtkarussell.

    Aber fokussieren wir uns mal auf die Person, um die es hier geht. Um dich! Wenn du mit seinem Alkoholkonsum ein Problem hast, auch wenn er es kontrollieren würde...was bedeutet das für dich? Was sind deine Bedürfnisse, deine Grenzen?

    Was brauchst du, dass es dir gut geht? Für mich war irgendwann klar: der Alkohol oder ich. Ein Miteinander war für mich nicht mehr möglich.

    Liebe doro,

    spannendes Thema. Ich würde sagen, da ist nichts zu machen. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, es liegt an mir ganz allein, wie ich mit Kränkung und meinem Weg hier im Forum und auch außerhalb umgehe.

    Mal von der Angehörigen Perspektive gesehen, wo es meiner Meinung nach ähnliche "gefährliche Freundschaften" gibt. Ich war für mich hier und wollte unbedingt etwas ändern, also habe ich angefangen meine Einstellung zu ändern anstatt beleidigt abzudampfen. Ich habe Freundschaften mit Neulingen geknüpft. Allerdings nur mit denen, die selbst bereit waren an sich zu arbeiten. Ich für mich, habe glaub einen guten Kompass, wer für meinen Weg förderlich ist und wer eher nicht. Abgrenzen kann ich mich nur selbst.

    Ich fand die Mischung auch hilfreich. Orientieren an denen, die es geschafft haben. Und die Verbundenheit mit denjenigen, die gerade im Moment das gleiche durchmachen. Ich profitiere von beidem. Weil ich mich dazu entschieden habe.

    Aber das macht es ja mit mir, vielleicht ist Dein Mann da ja toleranter

    Ehrlich gesagt ist es doch wurscht was es mit ihrem Mann macht. Es geht hier um sie und die Kinder. Auf die Reaktion des Mannes würde ich mich nicht konzentrieren. Es geht darum die Kinder zu schützen und dafür ist jetzt der Weg geebnet.

    Als ich herausgefunden hatte, dass mein Ex mit unserer Tochter betrunken gefahren ist, habe ich mit ihm geredet und auch gesagt, dass ich überlege ihn anzuzeigen (geht nachträglich übrigens nicht). Was er gemacht hat? Mir gedroht mich zu verlassen wenn ich das tue.

    Ich bin zur Polizei und habe seine Automarke genannt. Damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er kontrolliert wird. Sie müssen ihn halt auf frischer Tat ertappen. Daher könntest du die Polizei anrufen, wenn du weißt, dass er gerade betrunken ins Auto steigt und du zB das Ziel kennst.

    Ich bin mittlerweile getrennt und mische da nicht mehr mit. Es ist seine Verantwortung, ich kann weder ihn noch die anderen potentiell gefährdeten schützen. Aber schweigen muss ich auch nicht, wenn ich es mitbekomme.

    Alles Gute für deinen Weg!

    Liebe Paula,

    herzlich willkommen im Forum!

    Gibt es da gar keine Möglichkeiten

    Aus eigener Erfahrung: Nein, die gibt es nicht. Aber es gibt etwas viel wertvolleres. Die Möglichkeit zu dir selbst zu finden. Zu schauen, was du brauchst, damit es dir gut geht. Und warum du in einer Beziehung bist, die es eben nicht tut.

    Wenn ich deine Geschichte lese, erkenne ich einiges wieder. Und wenn ich mal ein paar Rückschlüsse aus deinen Zeilen ziehen darf: Alkohol ist nur ein kleiner Teil eurer Beziehungsprobleme.

    Als ich hier ankam, wollte ich auch erfahren, wie ich denn meinem (mittlerweile) Ex helfen kann. Und ich habe gelernt, dass es darum nicht geht. Sondern darum, wie ich mir selbst helfen kann. Mein Leben hat sich um 180 Grad geändert seit ich hier mit Hilfe der Rückmeldungen und Erfahrungen mich selbst reflektiert habe und so viel über mich gelernt habe.

    Was kannst du für dich und die Kinder tun? Das sollte im Mittelpunkt stehen. Ganz unabhängig von der Sucht: du kannst einen anderen Menschen nicht verändern, auch nicht gesund lieben.

    Ich wünsche dir viel Mut, deinen Weg zu gehen. Die Kraft kommt wieder, sobald du sie nicht mehr an ihn verlierst.

    LG,

    Kintsugi

    Wer ist für das Gendern?

    Mich stört es nicht und je nach Kontext mache ich das auch. Wenn ich mich hier persönlich austausche und die Pronomen bekannt sind, fange ich nicht an mich an eine "Allgemeinheit" zu richten.

    Ist alles eine Frage der Gewohnheit. Und in meinem Jahrgang und drunter, wirds halt je nach Kontext häufiger genutzt. Wenn es im Schriftbild manchmal wild ausschaut, dann kann ich da auch drüber lachen. Am Textverständnis fehlt es mir dabei nicht. Ich bin aber auch Generation denglisch. Und hier hätten bestimmt einige Probleme mit meinem Stil 😅 word!