Beiträge von Alex_aufdemweg

    Ich rechne immer alles Mögliche aus. Irgendwie 8 Badewannen Bier, waren es im Jahr, wenn ich mich recht erinnere.

    Wenn ich jetzt täglich Schnitzel essen würde, würde ich mir ausrechnen, wie viel Schweine ich im Jahr gegessen hätte.

    Aus dem Grund haben solche Gedanken kein großes Gewicht für mich.

    ie waren auf einem kleinen in einer Nachbargemeinde.

    Da gehe ich heute auch hin. Das ist wirklich viel besser als ein "großer" Weihnachtsmarkt.

    auch wenn Mama am Ende an den Ständen öfter "Nein" sagen musste.

    Das klingt vollkommen normal ^^

    Weihnachten und Neujahr sind, besonders am Anfang, ein heißes Pflaster. Aber wie Du auch schreibst "aufmerksam bleiben" hilft. Und im Voraus überlegen wo ich hingehe. Wichtig ist, dass ich zu jeder Zeit dort wegkann, falls es anfängt zu triggern.

    Schöner Sonntag noch :thumbup:

    was mir jetzt auffällt ist das der Weihnachtsmarkt der denkbar dümmste Ort ist um einem Freund seine Alkoholsucht zu beichten, ich muss schon fast lachen so dumm war das.

    Oh manno. Jetzt habe ich alles durchgelesen und wollte die ganze Zeit dabei genau das (aber in netterer Form) Schreiben. Dann hast Du es hier mit dem letzten Satz raus. Ich bin froh, dass Du das erkannt hast.

    Wenn ich mir vorstelle, wie alle am Bechern sind und dann stehe ich mit einer Thermoskanne dazwischen. "Ich darf nicht, weil ich bin Alkoholiker."

    Das letzte, was ich gebrauchen könnte, ist von trinkenden Leuten auch noch bedauert zu werden.

    Ich kann und will mich nicht in eine Gruppe stellen, die nur zum Zweck des Glühwein-Trinkens da zusammen steht. Mehr im Mittelpunkt kann der Alkohol da ja nicht stehen.

    Bei mir startet nächsten Monat in das fünfte trockene Jahr und ich würde das nicht machen. Und Du hattest vor, das im ersten zu machen. Klar kannst Du machen was Du willst. Auch auf der Autobahn hin und her rennen. Ich fände es jedenfalls schlecht.

    Ich finde auch den Tipp alkoholfreien Punsch zu trinken gar nicht gut. Sag ich mal ganz ehrlich hier.

    Dieser Gedanke fühlt sich für mich an wie, ich will den Schein, dass ich Alkohol trinke aufrechterhalten. Außerdem kann es granatenmäßig triggern.

    Selbsthilfegruppe,

    Guten Abend. Hier möchte ich gerne einen Satz einbringen, der mir mal geschrieben wurde.

    "Zwei nasse Lappen machen sich nicht trocken".

    Direkt mit einer ebenfalls frisch nüchternen anbandeln kann schiefgehen. Beim Rückfall zieht ein Ertrinkender den anderen mit runter.

    Wenn beide schon länger stabil sind, hat es z. B. den Vorteil, dass beide nicht trinken und die Trigger des anderen verstehen. Also wäre in diesem Fall, sich Zeit lassen angesagt.

    Und an jetzt denken. Dein Plan, dieses Wochenende daheim zu bleiben, finde ich gut. Denn es weihnachtet sehr. Da ist leider Alkohol noch präsenter als sonst.

    Er beharrte so ein bisschen auf seinen 6 Wochen.

    Im Grunde gleiche ich immer alles was ich höre mit mir ab. Wahrscheinlich hat Deine Abstinenz bei ihm was klingeln lassen.

    Wenn ich jemandem davon erzählt habe (und das waren sehr viele) haben sich fast alle erst mal selbst hinterfragt. Sie haben mich ungefragt angefangen zu überzeugen, dass sie ja nicht so viel trinken und mich sogar um meine Meinung dazu gefragt.

    Meine "nassen" Freund haben nichts dazu gesagt, sondern waren wohl auch froh, als ich mich ausgeklinkt habe. Wie sich herausstellte, für immer.

    Ich habe den Eindruck gewonnen, dass sich manche an den Pranger gestellt fühlen, nur weil ich nichts trinke.

    seit 3 Monaten trocken, möchte mein Leben lang abstinent bleiben und bin in einer SHG“ (das hier ist meine SHG), dann klingt das einfach besser

    Das sehe ich auch so. Ich habe auch einige Zeit gewartet. Nicht bei den engsten Freunden, aber im Geschäft. Ich habe das große Glück, dass ich die Möglichkeit hatte da offen zu sein, ohne Nachteile zu erleiden. Das muss gut überlegt sein. Weiß nicht mehr genau. Aber so nach mindestens einem halben Jahr dann. Als die Kolleginnen anfingen es ständig auf sich zu beziehen, wenn ich nicht mit wollte, usw.
    Ich bin sehr froh, dass das bei mir ging. Ich kann bei jeder Feier abdampfen, oder gar nicht erst auftauchen, ohne dass es mir jemand übel nimmt. Außerdem bekomme ich immer sofort (ungefragt) einen O-Saft in die Hand gedrückt.

    Dass Du die Tage gerade noch nicht so feierst, kann ich nachvollziehen. Aber warte mal auf die 100, oder das ganze Jahr. Beim ersten Jahr war das ein ganz großes Ding für mich. Das hätte ich ja schon nie für möglich gehalten. Ich feiere ja an Silvester dann mein viertes. Hm, immer noch ein großes Ding. ^^

    Das Einzige, was mich noch stört, sind Bierflaschen, die ich noch wegbringen muss.

    :shock: Schmeiß die Dinger raus. Hast Du jemanden der da dabei sein kann. Da ist sicher viel Geruch dabei. Nicht jeder hat (so wie ich) daheim nur aus PET Flaschen gesoffen. Also, das würde ich in der Prio-Liste mal ganz nach oben setzten. Danach kannst Du Dir Gedanken über Deine Gitarre machen.

    Ja, die Prokrastinationirerei (was für eine tolle Wortkreation ;) ) geht jetzt wirklich schlechter.

    Ich muss jetzt Dinge machen, weil mir sonst mein Hirn keine Ruhe lässt. Habe da aber auch ein besonders hartnäckiges Exemplar oben drin.

    Tja. Ich habe wirklich viel in Angriff genommen. Und bewältigt. Mein Leben hat sich von Grund auf gewandelt. Dabei dachte ich anfangs nur, dass ich einfach nicht mehr trinke. Aber ich bin ins Handeln gekommen.

    Irgendwer hat hier den Satz unten stehen "Tun muss man tun". ;)

    Zu Rewe oder Tanke fahren ist wohl der leichte Weg.

    Nein. Das ist kein Weg. Nachdem mir wirklich klar war, dass es diese Option nicht gibt, gab es da nicht mehr viel zu denken.

    Ich denke auch, dafür muss ich erkennen, dass ich Alkoholiker bin.

    Für mich gibt es kein Trinken. Genauso, wie es für mich kein Weg ist, aus dem Fenster zu springen. Darüber denke ich ja auch nicht nach.

    Und wenn da was kommt. Dann ist es die Suchtstimme. Das Beispiel dafür schrieb ich schon mal. Wie unlogisch sie ist. Im übertragenen Sinne.

    "Heute ist doch so ein schöner Tag. Tu Dir was Gutes und springe aus dem Fenster."

    Und mit sowas soll ich diskutieren? Argumentieren? Nöpp.

    Lasst uns wieder zum Thema Sucht zurückkehren,

    Oh cool. Dann kann ich mein gespeichertes Zitat ja doch noch auspacken.

    Die Reaktion der beiden war auch nicht als wären sie abgestoßen von mir eher mitleidig und ich weiß sie mögen uns auch sehr.

    Als ich das gelesen habe, dachte ich mir, dass Du Dich als Alkoholiker zu negativ siehst. Von "nassen" Alkoholikern, oder betrunkenen fühle ich mich durchaus abgestoßen. Vielleicht auch weil sie meine Vergangenheit spiegeln.

    Aber doch nicht von trockenen Alkoholikern.

    Ich sage ja auch nicht "Der raucht gar nicht. Wie abstoßend." :)

    Ehemalige Raucher werden nicht verachtet. Als ich noch geraucht habe, habe ich mich gefragt "wie hat er es geschafft aufzuhören?". Und ich denke, das wird sich z. B. Dein Nachbar auch fragen. Und vielleicht findet er sich selbst ein wenig abstoßend, weil er das nicht kann. Aber davon hatte ich ja in meinem Beitrag gestern genug geschrieben.

    Kurz zusammengefasst. Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe und zu den 5 % Trockenen gehöre. Und das kannst Du auch sein.
    Bei mir gibt es beim Outen keinen reumütigen Blick. Ich habe das immer mit einem breiten Lächeln gemacht.

    und ich mich in einem unvorsichtigen Moment von der Sucht bequatschen lasse

    Glaube mir. Wenn Du hier regelmäßig liest, gibt es keine unvorsichtigen Momente mehr. ^^ Unvorhergesehene vielleicht.

    Aber das Forum hat sich so in meinem Kopf festgesetzt, dass ich automatisch sehr wachsam bin.

    Ach ja. Und genau darum ging es in meinem Dialog. NICHT bequatschen lassen. Egal, was für ein Moment. Es gibt keine Ausreden um sie reden zu lassen. Weil Du keine gelten lässt. Es ist Dein Kopf. Und da bist DU der Boss. 8)

    Guten Abend Boss,

    ich möchte gerne zu dieser Vorgehensweise etwas schreiben.

    Dann hole ich meine Liste mit den positiven Dingen hervor und die mit den Gründen, weshalb ich nicht mehr trinken will.

    Ich frage mich für wen? Willst Du damit Dein Suchthirn überzeugen? Das geht nicht, da es ja um seine Existenz geht.

    Dich selbst? Ich denke nicht. Denn Du hast das ganze schon längst durchdacht (spätestens als Du die Liste angefertigt hast).

    Als ich den Satz von Dir gelesen habe, dachte ich mir, dass das ein Grund sein könnte, wieso die Suchtgedanken noch öfters auftauchen.

    Beispiel. Wenn ich z. B. auf einer Verbrauchermesse bin und ich komme an einem Stand vorbei, wo ich vom Betreiber angesprochen werde.

    Er fragt:"Darf ich ihnen dies oder das zeigen?"

    Wenn ich sage "Nein".

    Er: "Aber wieso? Ich möchte doch nur..."

    Ich: "Nein. Einen schönen Tag noch."

    Gespräch (im übertragenen Sinn "Suchtgedanke") vorbei.

    Wenn ich aber sage:" Ich habe keine Zeit jetzt."

    Er: "Nur kurz, es geht nicht lange".

    Ich argumentiere: "Ich habe aber schon ein ähnliches Gerät."

    Er: "Aber dieses ist viel besser und ich machen einen guten Preis..." blablabla

    Wenn ich also eine Liste von Gründen auspacken würde und anfangen sie dieser Person vorzutragen, wird sie immer weiter einhaken und versuchen mich zu überzeugen.

    Zum Schluss legt sie mich dann auf Wiedervorlage, um immer wieder anzuklopfen und es weiter zu versuchen. (Wiederholte Suchtgedanken)

    Also. Langer Rede, kurzer Sinn. Spar Dir die Liste. "Nein. Ich trinke nicht und ich weiß wieso."

    Danach nur noch "Nein". "Nein". "Verp... Dich." hilft auch ganz gut. Da es in meinem Kopf ist, kann ich auch ausfällig werden. Hat mir Spaß gemacht.

    Das hat bei mir sehr schnell geholfen.

    Morgen sind es 11 Monate in denen er obwohl er nur 200m entfernt wohnt nicht mehr vorbei kam, sein Sohn kommt gar nicht mehr zum spielen und das alles nur weil ich aufgehört hab zu trinken. Unglaublich mit so einem Freund brauch ich keine Feinde mehr,

    Bei mir sind es 3 1/2 Jahre. Das liegt daran, dass es keine "richtigen" Freunde waren. Es hat mir nichts ausgemacht, weil ich das schnell erkannt habe.

    Also brauchst Du Feinde. :/ Denn das ist kein Freund. War er nie. Du warst Beiwerk zum Alkohol trinken.

    Das waren meine "Freunde" für mich auch und andersherum. Auch wenn ich es nicht wusste. Ich wünsche Dir sehr, dass Dir das irgendwann klar wird. Denn erst dann wirst Du damit abschließen können. Und ich hoffe nicht, dass das jetzt 3 1/2 Jahre bei Dir dauert ;)

    Wieso er Dich meidet? Stell Dir vor, Du trinkst zu viel (oder wie es vor z. B. zwei Jahren war) und dann trinkt da Dein "Freund" gar keinen Alkohol mehr. Ich würde mich da echt blöd in dessen Gegenwart fühlen. Er weiß ja, dass das sch... ist, so viel zu trinken. Egal ob Du was sagst oder nicht.

    Eine Aussprache wird mit ziemlicher Sicherheit nichts bringen. Er trinkt, es passt nicht mehr. Einen Grund wird er Dir nicht nennen können (oder wollen) Was ihr aber besprechen könnt, ist wie das mit dem Garten weiter gehen soll. Z. B. verkaufen, o. ä.

    oder halt auf meiner fast Nigelnagelneuen Matratze im Schlafzimmer schlafen..

    Ein solider Plan. Denn, aus meiner persönlichen Sicht gehe ich davon aus, dass das auf Dauer nicht besser wird. Sondern immer mehr zu Normalität. Das nennt man dann wohl "sich voneinander entfernen".

    Ich weiß nur noch nicht, wie ich das meinen Kumpels verklickern soll, dass ich morgen nicht dabei sein kann. Und ich weiß auch noch nicht, ob ich ihnen tatsächlich von meiner Alkoholerkrankung erzählen soll.

    Wenn du viele "Freunde" brauchst und gerne auch viele oberflächliche Gespräche führst. Dann nicht. ^^

    Ich hatte sehr viele "trinkfeste" Freunde früher. Da bei ihnen aber Treffen nur in Verbindung mit viel Alkohol stattfinden, habe ich ihnen gesagt was Sache ist. In einer WhatsApp-Gruppe, als sie sich gerade zum Vorglühen, vor dem Besuch eines Brauhauses, verabredet haben.

    Sie haben sich fast alle einzeln gemeldet, dass sie sich melden, wenn sie etwas unternehmen, bei dem Alkohol nicht im Mittelpunkt steht.

    Das war vor über 3 1/2 Jahren. Wenn ich einen zufällig treffe, haben wir uns eigentlich nichts zu sagen. Ergo, es waren keine wirklichen Freundschaften. Nur Beigut zum Trinken. Die Freunde, die ich jetzt noch habe, sind wirkliche Freunde. Und so ist mir das auch viel lieber.

    An deiner Stelle würde ich da mal nichts überstürzen. Sonst argumentiert deine Suchtstimme vielleicht wieder auf der Verzicht-Schiene. Auch weiß ich nicht, was für ein Menschentyp du bist. Vielleicht bist du ja sehr extrovertiert. Ich bin es halt nicht.