Meinst du, dass man keine Herausforderung braucht?
Ja, das meine ich. Es bringt nichts, außer Gefahr. Mit der Zeit veränderte sich mein Denken und dieser Belohnungsgedanke Alkohol verblasste. Manche "Herausforderung" ist heute keine mehr, weil ich inzwischen anders denke. Das braucht aber Zeit.
Und die Suchstimme war dann irgendwann stumm. Ich steuere jetzt auf das vierte trockene Jahr zu. Das habe ich nicht mit Herausforderungen geschafft. Sondern weil ich aufgepasst habe.
Wenn ich meine Suchstimme wecken wollte, bräuchte ich mir aber nur so ein komprimiertes, vom Alkohol geprägtes, Wochenende geben, wie es Dir bevorsteht. Es wäre, als würde ich sie extra wach schütteln wollen.
die Trockenheit zur obersten Priorität zu machen und diesen Weg diszipliniert geht,
Und das bedeutet für mich, nicht so ein Wochenende. Und wenn es nur einer von diesen Punkten wäre, dann müsste es eine Hintertür geben, durch die ich schnell verschwinden kann. Also, jederzeit alleine gehen können. Nicht andere fahren, oder so.
Und wenn es mir zu heiß ist. Dann muss ich eben, besonders anfangs, auf so etwas verzichten. Später wird es kein "verzichten" mehr sein. Weil dann wirst Du sowas auch gar nicht mehr wollen. Angetrunkene Leute stoßen mich inzwischen sowas von ab. Wahrscheinlich, weil ich mich rückwirkend schäme.
Das ist nichts mehr für mich.
ein zufriedenes Leben, in dem Alkohol nicht vermisst wird.
Ich würde dort nicht hingehen und wäre dabei sehr zufrieden. Weil ich nicht (mehr) das Gefühl hätte etwas zu verpassen. Oder etwas zu müssen. Was will ich denn da? Innerhalb kürzester Zeit wird es dort nass und eklig für mich. Ich muss nichts aushalten.
Ach ja. Weil Du diesen Satz ins Handy gespeichert hast... Ich habe auch einen guten Satz für mich gefunden. Der passt sehr gut, wenn ich z. B. denke, ich müsste wo hin, weil das so erwartet wird.
Ganz unverblümt heißt er: "Einen Scheiß muss ich".
Den sollte ich mir mal aufs T-Shirt drucken.
Hier geht es um mein Leben. Mein Leben hat Priorität.