Beiträge von Alex_aufdemweg

    Ich habe in der Zeit meiner Trockenheit gelernt, dass die Menschen da sehr unterschiedlich sind. Bei mir war es eher wie bei Nayouk24 . Den Alk morgens hätte ich zwar schon gebraucht, habe aber die Entzugserscheinungen jeden Tag aufs Neue ausgehalten. Gegen mittags war dann das Schlimmste vorbei und bevor es wieder am Abend los gehen konnte, habe ich was getrunken.

    Ich habe gut 20 Jahre getrunken, bis es morgens immer schlimmer wurde. Immer kontrolliert, die Mindestmenge. Die aber langsam immer mehr wurde. Dann hat es nochmal gut fünf Jahre gedauert.

    Habe dann als ich nüchtern war, andere Geschichten gehört. Und mich auch gefragt "Wie kann einem, dem es so schlecht geht, dass er bald ins Gras beißt, kein Licht aufgehen? Oder, wieso muss es erst soweit kommen?"

    Tja, und wie kann ich 25 Jahre jeden Tag zu viel Alkohol trinken (und ich meine jeden Tag) und dabei erfolgreich verdrängen, dass ich ein Alkoholproblem habe?

    Diese Frage deckt sich ein wenig mit der von Kopffuessler Wenn ich nicht so kontrolliert getrunken hätte, sondern mich richtig heftig abgeschossen und gleich körperlich richtig fertig gemacht hätte. Hätte ich mir schneller helfen können und helfen lassen können? Mir damit vielleicht 20 Jahre Saufen erspart?

    "Nicht abhängig werden" kommt in dem Gedankengang schon gar nicht erst vor. Es geht um früher trocken werden.

    Und damit sind wir wieder bei Iphigenie

    was dahin geführt hat oder Ursache ist, muss für mich, was meine Abstinenz betrifft, egal sein.

    Es "muss" nicht. Es "ist" egal.

    Also, den Gedanken hatte ich am Anfang auch mal. So wie viele andere Gedanken. Und dann war er fertig gedacht.

    Habe da mal einen guten Spruch gelesen "Wenn man wo hingeht, da ist man dann."

    Früher habe ich das tatsächlich immer in Bier umgerechnet. Weil ja für mich die Kalorien das größte Problem waren. Der Alkohol natürlich nicht. :roll:

    Inzwischen eher in Döner. Oder Eis.

    Denn jetzt sind es tatsächlich die Kalorien. (und der Zucker 🤫 )

    Infos über meinen Ex zu hören bekommen.

    Woher auch immer die Infos kommen. In seinem Kopf sitzt keiner. Der äußere Anschein kann stark abweichen.

    Bei mir hat anscheinend kein Mensch im Geschäft geglaubt, dass ich ein Alkoholproblem habe. Die sind aus allen Wolken gefallen. Von daher würde ich da mal nicht so viel drauf geben.

    Ansonsten ist Dir selbst ja schon klar, dass es eigentlich keine Auswirkungen auf Dich hat, wie er gerade denkt und fühlt. Ich weiß, das ist als Außenstehender leicht gesagt.

    Wenn sein Zustand so ist, wie ich vermute, dann ist die Erwartung, dass er ebenso emotional auf das Ganze blickt obsolet.

    Das kann gut sein. Was ich jetzt noch nicht verstehe ist, wenn er jetzt emotionaler auf eure Trennung schaut. Dann wäre doch nichts anders? Bzw. es wäre ja eher schlechter. Weil viel schwieriger. Er würde weiter trinken, Dich aber nicht gehen lassen wollen.

    Kann es sein, dass der Ärger über seine "Emotionslosigkeit" dann darin besteht, dass Du das so nicht hinbekommst?

    Dann kann die Lösung - als Außenstehender leicht gesagt - nur darin bestehen, dass Du Dich emotional vom ihm löst. Seine Emotionen kannst Du nicht ändern, nur Deine.

    Nach

    "Indizien"

    zu schauen, ist da sehr kontraproduktiv. "Überwachung" macht Dich gleichzeitig von ihm abhängig.

    Für das Finetuning, wie man das bewerkstelligt, überlasse ich das Feld gerne den anderen Angehörigen hier.

    Ziel irgendwann gestärkt in eine neue Beziehung

    Derzeit wäre es sicher gut, viele Dinge zu machen und zu erleben, die nicht mit "Beziehung" zusammenhängen. Z. B. die Aufgüsse genießen, ohne sich über den Beziehungsstatus der anderen Gedanken zu machen.

    Dass keine Kommunikation stattfindet, ist eigentlich eine gute Hilfe für Dich. Sonst wäre es doch viel schwerer, oder?

    das er kaum noch Musik über den gemeinsamen Spotify account hört.

    Phu. Genau solche Dinge halten Dich gefangen. Solange Du solche Sachen überprüfst. Je mehr Du solche Dinge tust, desto mehr hängst Du noch drinnen und umso schwerer wird alles.

    Wahrscheinlich macht er sich nicht mal halb so viel Gedanken....Unausgeglichen.

    Was erwartest Du? Was möchtest Du? Was für ein Wusch steckt hinter dieser Aussage?

    Aber es hilft mir gerade, wütend sein zu dürfen

    Das kommt bei mir gerade wie gerufen. Habe mich in den letzten Tagen gefragt, was da mit mir los ist.

    Beruhigend wenn das "normal" ist.

    Mir nahestehende Personen konnten immer nicht verstehen, wieso ich nicht "sauer" auf meine Mutter bin.

    Gerade ihre letzte Reaktion, auf eine für mich schwierige Situation, hat es wohl endlich aufgeweckt. Und ich bin jetzt soweit.

    Dann halt mal los 😬 (da ist er) Bremsen halt nicht vergessen. ;)

    Es ist auch so, dass ich jetzt mit viel weniger Schlaf auskomme.

    Wenn ich früher aufstehen musste, fühlte ich mich oft noch wie tot. Und mit der Nüchternheit bin ich dann eben schon aufgewacht, wenn ich mich nur "halbtot" gefühlt habe. Weil mein Körper dachte, dann muss ich ja verschlafen haben.

    Es dauert einige Zeit, bis sich das normalisiert. Oder Du brauchst einfach nicht mehr so viel.

    Jetzt finde ich es auch nicht gut, wenn ich mich platt fühle. Oder womöglich Kopfweh habe. Weil, das ist ja unfair. Mit Alk, hatte ich es ja "verdient". Aus dem Grund fällt es mir auch viel mehr auf.

    Aber Hauptsache, im Gesamten ist es besser. Und das ist es um Längen. Frage mich oft, wie ich das nur all die Jahre ausgehalten habe.

    merkt ja keiner

    Das war mal bei mir, nach ca. 1 1/2 Jahren fast genau der gleiche Gedanke.

    Mir hat besonders geholfen, das bereits in meinem Kopf für das Forum zu formulieren. Auch der Gedanke, "was würde mir da jetzt geantwortet werden"?

    Nicht aussitzen. Aufgestanden und kleiner Ortswechsel. Sofort den Bauch voll getrunken. Mit Wasser und Cola zero. Die Wut an der Suchtstimme ausgelassen. Gleich in die nächste Anwendung (war in der Sauna).

    Während der Anwendung war es dann schon weg. Als wäre es nie dagewesen.

    Hatte Angst, dass das jetzt öfters passiert. War unbegründet. Irgendwann wahrscheinlich. Das Jahr danach jedenfalls nicht mehr. Und wenn, dann wieder den Notfallkoffer auf :thumbup:

    Laufen war auf alle Fälle eine spitzen Idee.

    könnte im nachhinein fast bei jedem sagen, was für alkoholische getränke darauf standen

    Das war bei mir im ersten Jahr auch so. Und wehe einer hat sich noch eines, oder gar ein drittes bestellt...

    War genau wie bei Martha Irgendwann war es einfach weg.

    Wenn etwas weg ist, fällt das oft gar nicht gleich auf. Habe mich dann mal daheim gefragt, ob die "anderen" im Restaurant eigentlich auch etwas getrunken haben. Dann kam auch noch hinzu, dass ich auch nicht wusste, was dort ein Weizen gekostet hat. Oder was es überhaupt für Bier gab.

    Passiert also irgendwann von selbst.

    Du brauchst Dich da nicht zurechtzuweisen. Und Deine Einstellung hat sich eben, so wie meine, geändert. Und das ist gut so.

    Und es war nur in Deinem Kopf. Keinen hat es gestört. Wenn, dann nur Dich selbst. ;)

    Herzlichen Glückwunsch zum 8en Monat. 🎉

    alkohol zwingt dich den status quo zu halten

    Das kann ich sofort unterschreiben. Da hält man es auch gerne mal jahrelang in einer toxischen Beziehung aus.

    Habe viel "ausgehalten" oder "erduldet", weil ich in mir drin auch dachte "ich hab's ja auch verdient".

    Das Leben ohne Alkohol ist mehr, als nur nichts trinken. Und so soll es auch sein. :thumbup:

    Angst, dass ich dann wieder trinken würde, wenn ich meine Lebensgeister anfache

    Das habe ich jetzt wirklich noch nie gehört. Je mehr ich meine Lebensgeister anfache, desto weiter bin ich vom Alkohol weg.

    Der hat sie ja schließlich ständig ausgeblasen. Körperliche Aktivität ist für mich das absolute Gegenteil vom nass sein.

    Was es nicht alles gibt. Ich würde mal langsam starten. Dann wirst Du ja sehen. Schlimmer als Bier kaufen, kann es nicht werden.

    Was ich gehört habe ist, dass es auch zu viel werden kann. Das verstehe ich. Aus dem Grund würde ich einfach langsam hochfahren.

    Ich bin eigentlich ein sehr sportbedürftiger Mensch

    Dir fehlt etwas. Also leg los.