Ich habe in der Zeit meiner Trockenheit gelernt, dass die Menschen da sehr unterschiedlich sind. Bei mir war es eher wie bei Nayouk24 . Den Alk morgens hätte ich zwar schon gebraucht, habe aber die Entzugserscheinungen jeden Tag aufs Neue ausgehalten. Gegen mittags war dann das Schlimmste vorbei und bevor es wieder am Abend los gehen konnte, habe ich was getrunken.
Ich habe gut 20 Jahre getrunken, bis es morgens immer schlimmer wurde. Immer kontrolliert, die Mindestmenge. Die aber langsam immer mehr wurde. Dann hat es nochmal gut fünf Jahre gedauert.
Habe dann als ich nüchtern war, andere Geschichten gehört. Und mich auch gefragt "Wie kann einem, dem es so schlecht geht, dass er bald ins Gras beißt, kein Licht aufgehen? Oder, wieso muss es erst soweit kommen?"
Tja, und wie kann ich 25 Jahre jeden Tag zu viel Alkohol trinken (und ich meine jeden Tag) und dabei erfolgreich verdrängen, dass ich ein Alkoholproblem habe?
Diese Frage deckt sich ein wenig mit der von Kopffuessler Wenn ich nicht so kontrolliert getrunken hätte, sondern mich richtig heftig abgeschossen und gleich körperlich richtig fertig gemacht hätte. Hätte ich mir schneller helfen können und helfen lassen können? Mir damit vielleicht 20 Jahre Saufen erspart?
"Nicht abhängig werden" kommt in dem Gedankengang schon gar nicht erst vor. Es geht um früher trocken werden.
Und damit sind wir wieder bei Iphigenie
was dahin geführt hat oder Ursache ist, muss für mich, was meine Abstinenz betrifft, egal sein.
Es "muss" nicht. Es "ist" egal.
Also, den Gedanken hatte ich am Anfang auch mal. So wie viele andere Gedanken. Und dann war er fertig gedacht.
Habe da mal einen guten Spruch gelesen "Wenn man wo hingeht, da ist man dann."