Beiträge von MaBee

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    Danke, dass ging halt auch wieder so schnell, aber ich hab meinem Kumpel jetzt gesagt, dass er ihn einfach gar nicht mehr erwähnen soll.

    Hoffe das klappt.

    Ablenkung ging bisher super. Ich verstehe nicht, warum es mich so aufwühlt, wenn ander von ihm erzählen, aber die Begegnung, vor der ich schon etwas Angst hatte, mich eher so ganz auf den Boden geholt und in meiner Entscheidung der Trennung bestärkt hat. Ich hoffe das Chaos legt sich schnell. Sonst hab ich ne unruhige Nacht und bin morgen entsprechend unfit, unkonzentriert etc.

    Hallo nochmal,

    falls es jmd. liest wäre ich über einen Rat dankbar.

    Mein trockener Kumpel mit dem ich häufig Konzerte besuche und auch telefoniere, insbesondere wenn wir auf verschiedenen Konzerten waren, hat mir von seiner Begegnung mit meinem Alkoholiker-Ex auf dem letzten Konzert erzählt. Ich war auf einem anderen Konzert.

    Auf dem Festival, bei dem mir mein Ex häufiger volltrunken begegnet ist hat mich das irgendwie nicht sonderlich berührt. Im Gegenteil, er hat durch sein Verhalten dazu beigetragen, dass ich mich eher in meiner Freiheit bestätigt gefühlt hatte. Aber wenn mir andere von ihm erzählen fährt mein Kopf irgendwie Karussell und ich fühle mich schlecht.

    Eine Mischung aus schlechtem Gewissen, Traurigkeit, Sehnsucht nach den schönen Zeiten wenn die guten Erinnerungen aufploppen...

    Kontakt bleibt abgebrochen und blockiert. Aber wie kriege ich Gedankenkarussell und Gefühlschaos wieder gestoppt?

    Hallo nochmal,

    bis Sonntag hab ich durchgehalten den Kontakt abzubrechen. Dann hat mir eine Freundin erzählt, wie sie ihn freitags auf einem Festival (auf das ich bewusst nicht ging) getroffen hatte. Wie er zunächst wohl Hemmungen hatte sie überhaupt zu Grüßen, sich dann doch länger mit ihr unterhielt, tatsächlich fragte, was er falsch gemacht hätte und zur späteren Stunde über mich UND MEINE KINDER hergezogen hätte (Was er alles mit uns mitgemacht hat... wie schlimm wir wären...). Sie äußerte bedenken, wie er wohl heimgekommen sei, da er wohl zu noch späterer Stunde Artikulationsprobleme hatte. Samstags war er dann nicht auf diesem Festival und Sorge machte sich wieder in mir breit.

    Hab ihm darauf eine SMS geschrieben, dass er aufhören soll schlecht über mich zu reden, sonst könnt ich auch mal aus dem Nähkästchen plaudern was ich mit ihm mitgemacht hatte. Er solle froh sein mich und meine Kids los zu sein. Dennoch würde ich mich über ein kurzes Lebenszeichen freuen.

    Das kam dann auch. Gefolgt von Entschuldigung und Liebesbekundung.

    Habe nicht weiter darauf reagiert.

    Nun habe ich Angst ihm in zwei Wochen auf einem anderen Festival zu begegnen. Das wird sich schwer vermeiden lassen, da ich dort arbeite und es recht klein und überschaubar ist, so dass man sich zwangsläufig über den Weg läuft.

    Außerdem ärgere ich mich, dass ich mir Sorgen gemacht hatte und meine Freundin überhaupt über ihn gesprochen hatte. Als sie anfing wollt ichs dann aber auch wissen...

    Was ich jetzt weiß: Kontakt und Informationen über ihn wühlt nur unnötig auf.

    hey ihr... im Grunde weiß ich gar net was ich gerade schreiben soll, es ist soviel was mir im Kopf umherschwirrt. Aber ich bin einfach nur am Ende und weiß nicht was ich tun kann...soll...muss...

    Erstmal zu mir...bin 41 und verheiratet mit (m)einem suffkopf seit 4 Jahren. Zusammen sind wir seit 2013. Gemeinsame Kinder haben wir nicht...nur ich hab eine Tochter mit gebracht.

    Es fällt mir so verdammt schwer, das Thema auszusprechen...geschweige denn darüber zu reden... aber ich weiß nicht mehr weiter...da ich schon selbst denke ich bin irre...

    Eigentlich ist es schon arg traurig, dass man im Internet nach Hilfe suchen muss...um zu hinterfragen, was los ist...was passiert mit dem Partner...mit mir...unserer Ehe? Was alleine so eine scheiss Flasche anrichten kann... mein Mann trinkt täglich eine Flasche Wodka...manchmal auch mehr... er fängt we früh an...mischt es in den Kaffee...wacht nachts auf...muss wodka her.. um wieder einschlafen zu können...haben wir an dem Tag nix geplant geht es den ganzen Tag über so...Glas leer...wodka rein.... wodka alle... abend ab zur tanke... 12 Euro de Flasche...egal...Hauptsache er hat seine über alles geliebte freundin in der hand... ich könnte so kotzen... und da ist mein problem... meine frage.... wieso verliere ich gegen eine Flasche....eine beschissene gefüllte Flasche? Warum komme ich gegen diese nicht an? Warum? Warum reicht meine liebe nicht zu ihm aus...um ihn zu zeigen...hey, du brauchst den scheiss nicht....mit mir kannst du reden, lachen...weinen...! Ich bin immer für dich da...stehe dir zur Seite...Stütze dich wenn du mich brauchst....dafür sind wir ein Paar....aaaaber nein... ich bin der Verlierer...egal was ich tue...mache...gebe....es reicht ihm nicht...er sieht es nicht...oder sieht er es? Ich glaube kaum... sonst würde er nicht so ein Desinteresse an den Tag legen... wenn ich weine...kommt keine Hand...kein Arm...kein liebes Wort...keine Frage was los ist...

    Was soll ich tun?

    Hallo SaRaLa,

    ich fang von unten an: Geh und bring dich selbst in Sicherheit und wieder mit dir selbst ins Reine!

    Da kommt nix von ihm wenn es Dir schlecht geht? Geh, was willst Du dort?

    Er sieht nicht was Du tust? Vielleicht trübt der Alkohol seinen Blick. Der trübt den Blick auch wenn er nüchtern ist. Dann ist sein Blick ja darauf gerichtet, diesen Zustand möglichst schnell zu ändern.

    Und wie Cadda schon geschrieben hat; Du verlierst nicht gegen eine Flasche sondern gegen eine tükische Krankheit. Du kannst ihm nicht helfen. Nur Dir selbst!

    Alles Gute <3

    Hallo, bin aktuell auf dem Festival und war nur zwischendurch mal hier online. Hatte zwar ein paar emotionale Momente (bei einem Song und der Frage nach ihm von einer Bekannten), aber insgesamt fühle ich mich frei und ziemlich entspannt. Es tut gut niemanden im Nacken sitzen zu haben, der ausfallend etc. werden könnte. Keine Ängste, keine aufgezwungene Verantwortung, keine Eskalation die mich tangiert.

    Danke, dass du fragst.

    So, er kam tatsächlich zum Termin.

    Ich sollte mit rein. Für 15 Minuten. Ich war supernervös ihn wieder zu sehen. Da ich mir aber vorher alle Male die ich mich wegen ihm mies gefühlt hatte aufgeschrieben habe, fühlte ich mich zumindest in meiner Entscheidung gestärkt. Was er vom Beratungsgespräch mitgenommen hatte weiß ich nicht. Es scheint ihm zumindest zu denken zu geben.

    Auf der Heimfahrt hab ich auch meinen Standpunkt nochmal deutlich gemacht und er war ziemlich geknickt, hat aber auch nicht versucht mich "einzulullen". Ich denke ihm ist auch klar, wie kaputt die Beziehung ist.

    Ich fühle mich irgendwo zwischen frei und leer. Und er ist nun wieder auf allen Kanälen blockiert.

    ...ANDERE aber durchaus weiter möglich sind.

    ANDERE verbringe ich mit meinen Kindern. Also, jetzt wo es wieder möglich ist nehme ich alles an Konzert etc. mit, was möglich ist. Das ist mein Ventil für Alltagsstress. Das hatte uns ja auch so verbunden. Nachdem ich ihm nicht mehr vertrauen kann, Respekt und Achtung ebenfalls gelitten haben und hier schon die Basis einer gesunden Beziehung kaputt ist, fehlen damit ja auch Gemeinsamkeiten die zuvor einen großen Platz eingenommen haben.

    So ganz sachlich betrachtet.

    Ich leide immer noch und mir zerreißt es noch immer das Herz, wenn ich an "uns" denke und mich davon verabschieden muss, was so schön, authentisch, vertraut... war. Aber es wird weniger je mehr ich mir eben diese Tatsache bewusst mache, dass ich nie wieder mit ihm auf irgendein Event kann.

    Ich schaffe es nicht ihm abzusagen. Denke auch, dass es jetzt seine Chance ist sich mit sich selbst auseinander zu setzen.

    :roll:

    Im schlimmsten Fall hab ich halt Sprit verfahren und musste ihn sehen und mich nochmal persönlich mit ihm auseinandersetzen. Vielleicht auch nicht verkehrt im ins Gesicht zu sagen, dass ich nie wieder mit ihm zusammen auf ein Konzert, Festival oder ähnliches gehen kann...

    Hallo Lulu,


    Das es sich jemand der ständig darauf aus ist bei jeder Gelegenheit Party zu machen schön redet, dass viel zu trinken "cool" wäre und man sich brüstet mit hohen Mengen kenne ich zum einen aus der Musikszene und von meinem Ex. Das scheint in manchen Kreisen tatsächlich als "normal" zu gelten und Menschen die nix vertragen sind Spaßbremsen etc.

    Was viel wichtiger ist, ist aber die Tatsache, dass dich das stört und du dich damit nicht wohl fühlst. Du hast ein recht darauf dich wohl zu fühlen.

    Tatsache, dass du dich nicht traust etwas bei deinem Partner anzusprechen zeigt ja auch wie unwohl du dich damit fühlst. Warum bist du mit jemandem zusammen und bezeichnest denjenigen als Partner, wenn du ihm offenbar nicht vertraust und mit ihm nicht über alles sprechen kannst?

    Du hast doch wie jeder Mensch einen Partner verdient, dem du vertrauen und auch alles anvertrauen kannst.

    Wenn man sich in einer Beziehung unwohl fühlt wegen dem Verhalten des Partners, egal welches Verhalten, hat das natürlich seine Berechtigung. Es ist dein Gefühl. Es wird durch ein Verhalten eines anderen ausgelöst.

    Mein Gefühl war neben der Angst vor Eskalation (da waren die Folgen dann nicht mehr erträglich) auch die Angst und Sorge um seine Gesundheit. Und das Gefühl/Gedanke - da stimmt was nicht mit seinem Trinkverhalten. Das ist nicht mehr gesund. Die Heimlichtuerei um sein Trinkverhalten seiner Mutter gegenüber haben mich genervt und unter Druck gesetzt, weil ich nicht lügen will bzw. das nicht kann. Das fühlte sich falsch an. Gegen Ende hab ich mich immer schlecht gefühlt, wenn ich ihm nicht so richtig vertraut hatte wenn er behauptete abends eingeschlafen zu sein. Das hat sich falsch angefühlt.

    Ich will einen Partner dem ich vertrauen kann. Vertrauen ist ja bekanntlich eine existenzielle Basis für eine Beziehung.

    Je mehr ich hier gelesen habe, überwiegend bei Angehörigen, desto lieber würde ich ihm mittlerweile für Montag absagen. Weil ich weiß, dass er zu hören bekommt, dass er Alkoholiker ist. Und wie er da "rauskommt" und das es nur mit Abstinenz funktionieren kann ist mir mittlerweile auch klar.

    Vielleicht ist das böse, aber das traue ich ihm nicht zu. Warum also mindestens 70 km durch die Gegend fahren?

    Danach müsste er ja tatsächlich selbst tätig werden und Anlaufstellen die ihm der Suchtberater nennt aufsuchen... wenn ich an diesen Weg denke mit all den Stolpersteinen werd ich müd und es leid ihm "den Arsch nachzutragen". Zumal ich weiß, dass die Liebe die wir hatten nie wieder so wird. Mein Vertrauen ist weg. Durch seine Respektlosigkeit habe ich auch Respekt und Achtung vor ihm verloren.

    Aber, und das ist für mich tatsächlich ein Dilemma, weil ich meine Versprechen halte, ich habe angeboten ihn zu fahren.

    Ihr seid echt hart und das ist gut so. Ich werde mich nicht mehr auf eine Beziehung einlassen wenn XXX keine Einsicht zeigt, weil ich weiß, dass ich das gar nicht kann und will. Außerdem würde ich jedem nahestehenden Menschen den ich mag helfen wenn er das wünscht und sich alleine nicht traut (aufs Amt, zur Suchtberatung, sonstige öffentliche Anlaufstelle für egal was...). Das ist jetzt seine Chance sich mit seiner Problematik nochmal intensiver auseinander zu setzen. Was er draus macht ist seine Sache.

    Ich für mich habe meine nahe Zukunft (Konzerte, Festivals, sonstige Aktivitäten) komplett ohne ihn geplant. So selbstständig, unabhängig und selbstbewusst bin ich ja glücklicherweise. Ob da in ferner Zukunft ein zusammen kommen entstehen kann wird sich zeigen. Durch Vertrauensmissbrauch und Respektlosigkeit ist ja einiges kaputt gegangen was sich nicht durch leere Worte, Charme und halbherzige Eingeständnisse kitten lässt. Und es ist wahrlich nicht so, als hätte ich das Gefühl ohne ihn nicht existieren zu können etc. Ich konnte ihn bis Februar einfach bedingungslos lieben... bis ich geschnallt habe, dass er ein viel ernsthafteres Problem hat als er sich selbst und allen um ihn rum eingestehen wollte. Und ich habe bis Juni gebraucht, auch für mich zu realisieren, dass ich so nicht weitermachen kann und will. Natürlich habe ich geheult, gehofft etc. weil ich mit ihm Erfahrungen in der Liebe sammeln konnte, die ich zuvor so nicht erlebt hatte. Und ich meine wirklich positive. Dem habe ich in den letzten Wochen intensiv nachgetrauert.

    Eure Erfahrungen und Ratschläge nehme ich sehr ernst. Deshalb habe ich ja auch für mich den Termin bei der Suchtberatung ausgemacht. Das Ergebnis daraus hat mich ja selbst überrascht und mit Sicherheit zurückgeworfen ihm helfen zu wollen mit der Intention eine kaputte Beziehung zu retten. Momentan seh ich es eher so, dass ich einem geliebten, ängstlichen Menschen beim Behördengang helfe.

    Je länger ich Abstand zu allem habe desto reflektierter und sachlicher seh ich das. 20 Monate, in denen sehr viel schöne Erinnerungen zusammen kamen, in grad mal 4 Wochen gänzlich zu begraben ist jetzt auch nicht so einfach möglich.

    Also, er wollte, dass ich einen Termin bei der Beratung für ihn ausmache und ihm helfe hinzukommen.

    Seine Mutter weiß davon nix, die hält nix von Psychologen!!! Der Kontakt ist beschränkt auf sein "Guten Morgen Schatz " auf das ich nicht weiter reagiere und mir klar mache, dass ich höchstvermutlich nach dem Termin wieder blockieren kann-wenn ihr alle recht habt. Innerlich hab ich immer weiter Abstand genommen, Fotos etc sind weggepackt, seine Sachen habe ich ihm geschickt. Achja, seine Mutter war "sauer", dass ich im Brief an sie und seinen Bruder geschrieben habe, dass ich nicht mehr kann weil er so respektlos wird und ich angst hab es geht wieder ins Bett wenn er säuft, dass ich ihn trotzdem liebe, aber ihm nicht helfen kann. Hab ihr noch ihren Lieblingskaffee ins Paket gelegt und geschrieben, dass ich auch die gemeinsame Zeit bei ihr vermissen werde und alles gute gewünscht.

    Mittwoch hatte ich mit XXX lange telefoniert und das mit dem Termin per Mail angeleiert. Donnerstag ihm dann einen Screenshot mit der Antwort des Suchtberaters gesendet. Da ich seit Freitag auch mit Fieber und Erkältung richtig flach liege komme ich erst jetzt dazu mich zum Schreiben aufzuraffen.

    Dass ich ohne ihn bei den letzten Konzerten so viel mehr Spaß hatte, weil eben niemand im Nacken hockt wo man sich ständig Sorgen macht obs gut geht, er net zu viel trinkt uns sich und andere blamiert, rumpöpelt oder schlimmer tat unglaublich gut. Ich hab mich frei gefühlt.

    Ehrlich bezweifle ich, dass ich ihn jemals wieder auf ein Konzert o.ä. mitnehmen kann. Allem anderen was so schön war-und das war nicht wenig- hab ich ja nun quasi 3 Wochen intensiv nachgetrauert. So wies mal war (ohne Suff), was ja auch nüchterne Paare nach längerer Beziehung oft denken, kann es nie wieder werden.

    Danke für eure oft harten aber dafür ehrlichen Meinungen und Tipps. Hab mich nicht an alles halten können, aber für mich einen guten Weg gefunden.

    Mein Gewissen fordert, ihn zu der Suchtberatung zu begleiten weil er sich das wünscht und ich ihn ja trotz allem gern und geliebt hab. Was er damit tatsächlich macht wird sich zeigen. Innerlich fühlt es sich an, als könnte ich mich mittlerweile besser abgrenzen. Außerdem brauche ich ihn nicht, hatte ohne ihn das tolle freie Gefühl, was ich an der Musik so liebe und finde seine Familie mittlerweile noch viel merkwürdiger.

    Und wenn er einfach nur deinen XXX gerne kennen lernen würde, ganz unabhängig von dir und deiner Problematik mit ihm.


    Hast du da vielleicht selbst den ganzen anderen Rattenschwanz draus gemacht 🤔

    Welchen Rattenschwanz hätte ich woraus machen sollen?

    DEIN Suchtberater sollte dich beraten für DEINE Co-Abhängigkeit.

    Andererseits hättest du nicht auf sein Angebot anspringen müssen.

    Du kannst es dir ja nochmal überlegen, also ob du deinen Noch/Ex wirklich dabeihaben willst bzw. ob du dir einen anderen Suchtberater suchst.

    Liebe Grüße, Linde

    Ganz ehrlich sagt mein Verstand ja noch immer, dass XXX doch eigentlich nicht will. Der Suchtberater hat ja angefangen mich über XXX auszufragen.

    Das ich Kontakt zu XXX aufgenommen und ihm das Angebot des Suchtberaters unterbreitet hatte war getrieben von den Hoffnungen die der Suchtberater geschürt hatte. Als ich den Termin am Telefon ausmachte war ganz klar, dass ich Angehörige bin. Am Anfang des Gesprächs ging es auch nur darum, wie ich da reingeraten bin. Mich auf ihn einlassen konnte und lange? nicht wahrhatte, dass da ne Sucht vorliegt. Aber weil ich mich getrennt habe meinte er, ich hätte alles richtig gemacht. Im Gespräch, als es um die Respektlosigkeit ging fragte er warum er trinkt und dass er ihn gerne kennenlernen würde...

    Das klang für mich dann nach "Hey der kann ihm helfen, wachrütteln..."

    Jetzt bin ich wieder im Zweifel gefangen. Will und kann ich das überhaupt? Eigentlich ist doch schon soviel Respekt und Vertrauen verloren gegangen...Konzerte ohne ihn sind viel entspannter... aber wenn es ihm doch hilft? Was wäre ich für ein Mensch, der einem geliebten Menschen nicht hilft?

    Ich habe keine Ahnung. Bin seit gestern halt wieder mächtig aus der Bahn.

    so, Suchtberater sagt zu mir, ich hätte alles richtig gemacht. Dann reden wir über XXX den er gerne mal kennenlernen würde. Ich könne gerne nochmal mit XXX kommen.

    Habe das obwohl ich Schluss gemacht habe dann XXX am Telefon kurz mitgeteilt. Er würde mitkommen.

    Heute wollen wir nochmal in Ruhe per Telefon darüber sprechen.

    Bevor ich zur Suchtberatung ging fühlte ich mich entschlossener. Das hat mich jetzt irgendwie zurück geworfen. Jetzt kreisen die Gedanken wieder. Ich fühle mich so verdammt hin und her gerissen und immer noch traurig.

    Ehrlich gesagt frag ich nicht mal nach ihm. Zwischendurch wünsche ich mir, dass er ne neue hat damit ich einfach wütend sein kann oder so.

    Ich frag mich momentan eher was mit mir verkehrt ist, dass ich mich auf ihn einlassen konnte. Wie ich so naiv sein konnte...

    Zwischendurch halt alles was mir so imponiert hatte. Die Leidenschaft für Musik, der ungezwungene freie Umgang, das ich mich bei ihm so jung und geliebt und angenommen gefühlt hab. Wir hatten selten Streit. Außer er hatte zuviel getrunken... 13 x in 20 Monaten. Aber eben so exzessiv. Hatte ja wie hier empfohlen meine Texte x Mal gelesen und auch alte Tagebucheinträge. Im Tagebuch schreibe ich eigentlich immer nur negative Einträge, die ich loswerden muss, damit ich sie nicht mit mir rumtrage. Vermutlich hat die Corona-Zeit erheblich dazu beigetragen mich überhaupt auf ihn einzulassen. Allein ihn Sonntags heimgefahren hat sich angefühlt als würde man zu einem Festival fahren mit lauter Musik durch schöne Landschaft brettern, sich über Musik und Gott und die Welt unterhalten... dass das jetzt alles rum ist und ich in real ja keinen wirklichen Spaß mit ihm auf Festivals und Feiern habe muss ich noch richtig verinnerlichen. Fällt mir nicht so leicht wie erhofft. Loslassen!