Beiträge von Api

    Unsere Große hat ihm vor Wochen einen Brief geschrieben, den er bis gestern noch nicht gelesen hatte, weil er Angst davor hat.

    Das ist bitter.

    Ich hatte vor ca 2 Jahren meinem Lebensgefährten auch mal einen langen Brief geschrieben und er hat ihn Monat lang nicht gelesen, weil er Angst hatte, dass dann alles nich schlimmer würde mit uns oder so . Das tat echt weh, aber ich bin erwachsen. Wie viel mehr muss es Deiner Tochter weh tun... Trotzdem toll, dass sie das gemacht hat - für sich! Kannst stolz auf sie sein!

    Ach eins fällt mir noch ein. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich hoffe es gibt bzw. passiert eine Situation die absolute Klarheit in mir auslösen würde.

    Das kenne ich gut, ist aber absolut fatal. Denn 1. Sollte die "absolute Klarheit" aus dem kommen, was Elly oben geschrieben hat. Und 2. Kann es sein, dass es einfach niemals DIE EINE Situation gibt, auf die man wartet, um sich und anderen zu beweisen, dass man das Opfer der Beziehung ist und gehen MUSS. Es gibt doch wirklich gut funktionierende Alkoholiker*innen. Da wird es vllt keine körperliche Gewalt geben, keine Exzesse, keinen Führerscheinentzug, keine Blamagen, keine Auffälligkeiten auf der Arbeit... und so leidet man /Frau Jahre und Jahrzehnte lang still und zweifelt an diesem Leid...überlegt immer wieder ob man selber einfach nur überempfindlich ist...

    Ich kann Dir nur den Tipp geben, nicht auf so eine Situation zu warten!

    Ich sehe mich nicht als süchtig an nach meinem Mann. Die Gründe, die mich halten sind andere. Es käme mir (mir!) wie eine Ausrede vor, das als Sucht zu bezeichnen. Es gibt viele, auch beschämende Gründe, weshalb ich geblieben bin. Aber ich war nicht krank.

    Ich bezeichne meinen Prozess auch nicht als nüchtern werden. Sondern durch das Forum habe ich Klarheit gewonnen. Darüber wie Sucht funktioniert. Was meine Rolle ist. Wie realistisch oder unrealistisch meine Gedanken und Hoffnungen sind.

    Ich habe das aber selbst auch lange miteinander verglichen. Vielleicht auch ein Versuch Gemeinsamkeit und Nähe zu konstruieren.

    Liebe Grüße, Jump! 🏵️

    "Süchtig nach meinem Mann/ Partner" hört sich auch tatsächlich anders an als das was glaube ich gemeint ist. Oder auf mich zutrifft. Es ist eher so, dass er zb sein "nasses Denken" wie es hier oft genannt wird hat und ich eben meins auch noch. Und beide passten ja Jahre oder jahrzehntelang wie Topf und Deckel. Haben sich gegenseitig befeuert.

    Auf das klare (nüchterne) Denken, was ich immer öfter habe, wenn ich meine Grenzen und die unseres Kindes verteidige, Entschlüsse fasse, die überfällig sind etc. muss ich noch sehr aufpassen. Das ist (noch) kein Selbstläufer. Und da mein (Ex-)Partner eben noch nass denkt, passen Topf und Deckel nicht mehr zusammen und dann fühlt es sich manchmal eben auch unpassend / falsch an. Aber zum Glück im er nur noch kurz. Aber das schmerzt trotzdem.

    ein Prozess der Abnabelung oder vielleicht des NÜCHTERN werden. Er ist mein Suchtmittel seit über 20 Jahren. Wir sind durch dick und dünn gegangen und haben viele Schicksalsschläge überstanden, die uns nur noch näher gebracht haben.

    Bei mir genau so, Sonnenschein CoA .

    Und genau dieses "Schauen Sie dass sie jetzt nüchtern bleiben!" Hat mir meine Therapeutin letzte Woche noch gesagt. Ich musste kurz überlegen, ob sie sich versprochen hat, dann habe ich verstanden. Für mich war das ein gute Bild.

    Hallo zusammen,

    ist grad jemand da, der mich auffangen oder mir den Kopf waschen kann?

    Ich habe gerade meinen Mann weggeschickt. Ich weiß, dass es richtig ist, aber nun bin ich und die Kinder sehr traurig. 😢

    Liebe Sonnenschein

    Warum möchtest Du denn den Kopf gewaschen bekommen?

    Du hast alles richtig gemacht.

    Warst sehr mutig!

    Bist für die Kinder und Dich eingestanden!

    Dein Mann nimmt Dich ernst!

    Ihr seid traurig, weil ihr liebende und liebenswerte Menschen mit Gefühlen seid - zum Glück!

    Ach je, unsere beiden Männer scheinen da ähnlich gestrickt zu sein...

    Erst mit der Pistole auf der Brust kommen solche Veränderungsideen, noch dazu welche, die allen seriösen Quellen nach nicht funktionieren. Was haben wir uns vorher alles einfallen lassen, um Veränderungen zu bewirken, oder?!? Jemand hier schrieb mir mal "jetzt schwimmen ihm die Fälle weg und auf einem sitzt Du"...

    Du kannst stolz auf Dich sein, bei Deinen und den Bedürfnissen Eures Kindes zu bleiben!

    Und wer weiß denn: vllt kann er ja ein ganz toller Papa bleiben oder werden mit Abstand / nach einem Entzug oder wann und wie auch immer! Aber DU unterbricht jetzt die Suchtspirale, die DICH auslaugt. So kannst DU 100%ig und JETZT für Eurer Kind da sein!

    Er hat mir heute erzählt, dass er etwas ändern will, und dass es sein kann, dass ich dann später bereue, dass ich ihn verlassen habe. Er will aber nicht komplett aufhören. Er braucht auch so keine psychologische Hilfe und er setzt jetzt Dinge um, wie auf seine Gesundheit zu achten

    Fast zu 100% die Worte meines Ex-Partners. Ausgesprochen hat er es zwar nicht, dass ich es später bereue, aber das musste er auch nicht, denn diese Angst bekam ich immer selber, wenn er glaubhaft versicherte, was er grade alles ändere.

    Ich glaube auch dass das in den Momenten aufrichtig so gemeint war! Aber es ist eine Scheiß Krankheit und funktioniert so nicht.

    MITTLERWEILE würde es mich freuen, denke ich. Ob es dann wirklich so wäre weiß ich natürlich nicht.

    Aber das ist noch recht neu. Vorher hat mich dieser Gedanke auch öfters mal zerfressen.

    Ich habe vor einiger Zeit auf voller Länge kapituliert. Ich lerne (auch mit therapeutischer Unterstützung), ihm sein Erwachsenenleben ohne mich zuzugestehen. Da gehören Szenarien wie "wenn er sich etwas antut" bis hin zu "wenn er in einer tollen anderen Beziehubg ist" gleichermaßen dazu.

    Als ich vor ein paar Monaten meiner Therapeutin genau diese Bedenken schilderte meinte sie nur "Ja das ist möglich.........Aber es sind genau 2 von ca 1000 Möglichkeiten, die nach einer Trennung eintreten könnten. Also warum beschäftigen sie sich nicht auch mit den anderen 998 Möglichkeiten?!"

    aber er steht ja nicht vor mir und sagt ich ändere was und trinke weniger. Das hat er anfangs gemacht. Jetzt ist er einfach maximal distanziert und zieht das weniger trinken durch, ist mir gegenüber aber maximal verschlossen, als wäre er ein Fremder.

    Solche Phasen hatten wir auch! Dann ging bei mir das Gedankenkarussell los wie zb "wer so klar und selbstsicher ist, muss doch alles im Griff haben" " ich bin viel unsicherer, vllt hab ja wirklich ich das größere Problem " "was ist, wenn er mit einer anderen Frau...s.o."

    Es gibt sooo viele Gedankenkarussells, da könnten wir bestimmt einen super Co- Freizeitpark aufmachen.. wow.. eine Geschäftsidee!

    Liebe SummerSun

    Wie ich diese Gedanken und Gefühle kenne!

    Ich habe grade nicht viel Zeit zu schreiben, wollte Dir aber da lassen, dass ich immer abgelehnt habe, wenn mir jemand hier im Forum oder sonst wo weismachen wollte, dass das oft Hinhaltetaktiken des trinkenden Partners sind. Es hört sich so gemein an und so erlebte ich meinen (Ex-) Lebensgefährten ja nicht. Ich glaube ihm auch, dass er immer wieder mal weniger oder auch mal nichts trinken möchte. Und trotzdem bewirkte genau dieses Handeln bei mir jahrelang, dass ich eine Weile mit genau solchen Gedanken und Zweifeln beschäftigt war und er Zeit hatte, in der ich nicht klar war. Das ist nicht weil er ein gemeiner Mensch ist, das ist DIE SUCHT!

    Alles liebe

    Hab Geduld mit dir und ließ gaaanz viel hier

    Api