Beiträge von Hera

    Das hatte ich mir nämlich auch überlegt. Ob er denn selbstständig genug ist, sich den zu besorgen. Als Alkoholikerin kann ich nur sagen, dass deine Söhne von sich aus aufhören müssen. Und du und dein Mann solltet nach euch schauen. Als ich noch getrunken habe, hab ich nämlich auf niemanden Rücksicht genommen.

    Trotz allem schöne Feiertage

    Gedankenblitze, meine Alkoholvergangenheit betreffend, kamen und kommen immer wieder mal auf. Nur dann setz ich mich damit auseinander. Und auch nur kurz. Mich damit systematisch auseinanderzusetzen, wäre bei mir eher kontraproduktiv gewesen und hätte mich runtergezogen. Weil viel mit Scham und Schuldgefühl verbunden ist. Und das sind Gefühle, die ich nicht mehr fühlen will.

    Perspektivwechsel:

    Für mich war es stressiger, abhängig zu sein. In welchem Laden kauf ich heute was und welches andere Zeug dazu, damit es nicht auffällt, dass ich schon wieder Wein kaufe...leere Flaschen verstecken, damit es meinem Mann nicht auffällt, umschütten, dass keiner merkt, dass es schon die zweite Flasche ist, Leergut unauffällig entsorgen, tanken gehen, obwohl der Tank noch halbvoll war, um dort was zu holen usw..

    Ich bin viel entspannter, weil ich nicht mehr so getrieben bin. Ganz schlimm war es, wenn ich nichts mehr im Haus hatte. Da bin ich schon gestresst aufgewacht. Die "Entspannung" war das alles am Ende echt nicht mehr wert.

    LG

    mag sein das es moralisch nicht in ordnung ist, doch hier prallen wieder zwei welten aufeinander. die eine die mit der sucht, die alles mit sich reißt und verschlingt und die andere die alles ertragen muss/musste. ich persönlich glaube, dass es mit zu dem prozess der aufarbeitung gehört, wie gesagt meine meinung. alle haben darunter gelitten und jeder geht damit anders um...

    gruss eternal

    Da geh ich nicht mit. Überhaupt nicht. Aber wie du sagst, verschiedene Sichtweisen.

    Gruß zurück!

    Das ist soooo übergriffig und ich wär sooooo sauer....

    Hallo erstmal und schön, dass du dabei und schon so lange abstinent bist.

    Bei mir kam da beim Lesen ein altes Gefühl hoch. Mein Mann ist (als ich noch getrunken habe) in seiner Verzweiflung zu einem meiner Familienmitglieder gegangen, um sich auszusprechen und hat mich da geoutet. Seitdem hab ich zu dieser, mir früher wichtigen Person, ein gestörtes Verhältnis.

    Es ist nicht fair gewesen. Er hätte einfach mit jemandem aus seinem Kreis reden können.

    Wollt ich hierlassen,

    Grüße, Hera

    Auf das Jobding wollt ich nicht eingehen. (Ich hab nach einem Jahr und drei Monaten eine neue Ausbildung gemacht, die nicht ohne war. Da war ich einfach soweit. Das aber nur am Rande.) Nach 4 Wochen Nüchternheit, wäre ich halt noch nicht auf ein Konzert gegangen, weil ich nicht gewußt habe, was das in mir vielleicht auslöst.

    Hab jetzt mal gegoogelt. Abstinent sein bedeutet, sich freiwillig und bewusst zu enthalten. Hauptsächlich in Bezug auf Rauschmittel. Ergo ist man dann trocken, wenn ?? sich keine Suchtstimme mehr meldet ? man mit diesem Zustand dauerhaft zufrieden ist? Und dann braucht man eh keine Pille mehr.

    Meine kurze Auszeit hier hatte wirklich was gutes, ich hab über mich nachgedacht und bin darauf gekommen das ich mich zu sehr mit anderen Fäden beschäftige bzw. meinen Senf dazugebe, meinen aber komplett vernachlässigt habe.

    Ich hab fast nichts über mich erzählt, über meine Entwicklung und was mir so durch den Kopf geht.

    Genau, du bist für dich hier.

    Wenn du mal weg bist, kräht irgendwann nämlich kein Hahn mehr nach dir. So würde es auch bei mir sein. Ich lese fast alle Beiträge, antworte aber nur dann, wenn ich was sinnvolles aus meinem Erlebten beitragen kann oder wenn es mich persönlich weiterbringt. Bei sich bleiben ist ne ganz wichtige Erkenntnis. Man muss auch nicht immer auf jeden Misthaufen sch.... hat mein Opa immer gesagt. (Entschuldige die Ausdrucksweise.)

    Sich nur mit anderen und deren Problematik zu beschäftigen, aber von sich nichts preisgeben oder nie in seinem Faden schreiben, wäre für mich keine Selbsthilfe. Auch alle Mods kümmern sich trotz ihrer vielen Arbeit weiterhin um sich.

    Ich wünsch dir viel Erfolg für dich,

    Hera

    Also ich hab mich hier vor über 3 Jahren angemeldet, weil ich Alkoholikerin bin. Das ist Fakt. Ich schäme mich nicht für meine Krankheit, für Dinge, die ich im Rausch veranstaltet habe, schon. Wenn ich Hilfe will, weil es um mein Leben geht, ist es mir mal sowas von egal, wie ich mich nennen soll. Du hast in deinem Faden nicht ein einziges Mal das Wort Alkoholiker benutzt, also hast DU wohl ein Problem mit dieser Bezeichnung, könnte das sein? Die meisten hier haben das nicht. Und die, die gehen, weil sie es (vor sich) nicht zugeben können, drehen eben noch ein paar Runden. Manche schlagen später wieder auf. Und andere sind vielleicht wirklich keine und brauchen das Forum doch nicht. Hierher kommen Menschen, die Hilfe brauchen und wenn das an einem Begriff scheitert, dann versteh ich das nicht. Mir hat es sogar gut getan, das endlich auszusprechen.

    Grüße, Hera