Livingthedream90, Zwangsouting im trockenen Zustand

  • Livingthedream90 Hallo und willkommen. Du lächelst seit 6 Jahren der häßlichen Fratze Alkohol ins Gesicht. 👍 Also wo ist das Problem? Ich sehe da keins. Wenn jemand in Deinem Umfeld erst jetzt von Deiner Abstinenz erfährt, dann ist es halt so. Meiner kurzen Erfahrungszeit nach, kann nur eine Fraktion mit Alkoholsucht und Abstinenz nichts anfangen. Nämlich genau diejenigen, welche selbst abhängig sind und sich dieser Problematik nicht stellen können bzw wollen.

    Wer trocken ist oder nie abhängig war, der wird es zu schätzen wissen, was ein klarer Kopf auf Arbeit oder im Privaten wert ist. Ich bin der Überzeugung, dass Du das selbst weißt und da keine Gedanken-Schubser benötigst.

    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • hallo Livingthedream90

    erst einmal, hut ab zu 6 jahren abstinenz;) und das du weiter am ball bleibst. nun der auslöser für deinen besuch im forum war /ist kein schöner, dein vertrauen wurde missbraucht, was ich voll und ganz nachvollziehen kann.

    jetzt kommt das aber, sieh es doch mal so, die katze ist aus dem sack. du musst dir keine vorwürfe machen, hast alles richtig gemacht, wie sonst wären da 6 jahre abstinenz drin. mach dir um die anderen keine kopf, auch wenn es dir jetzt vielleicht vorkommt als wenn du mit argusaugen beobachtet werden würdest, sei es drum. ich würde auch nicht soweit gehen, den anderen einen vorwurf zu machen, denn es kostet dich nur unnötig energie die du zweifelsfrei sinnvoller einsetzen kannst. denn der alkehol scheint nicht deine einzigste baustelle zu sein, also warum nerven und zeit vergeuden;)ich halte es da wie KaDett , setz ein erhabenes lächeln auf und warte auf den inneren vorbeimarsch, dass ist wesentlich sinnstiftender als sich daran aufzureiben. ich freue mich das du da bist, trotz der umstände und auf einen gehaltvollen austausch. in diesem sinne...

    gruss eternal

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Das ist soooo übergriffig und ich wär sooooo sauer....

    Hallo erstmal und schön, dass du dabei und schon so lange abstinent bist.

    Bei mir kam da beim Lesen ein altes Gefühl hoch. Mein Mann ist (als ich noch getrunken habe) in seiner Verzweiflung zu einem meiner Familienmitglieder gegangen, um sich auszusprechen und hat mich da geoutet. Seitdem hab ich zu dieser, mir früher wichtigen Person, ein gestörtes Verhältnis.

    Es ist nicht fair gewesen. Er hätte einfach mit jemandem aus seinem Kreis reden können.

    Wollt ich hierlassen,

    Grüße, Hera

  • Ein Teil der Familie sind fundamentalistische, erzkonservative Christen und bekannt dafür öffentlich Ihre Urteile über Menschen zu verbreiten.

    Na ja, dann passt es doch, sie meiden Alkohol, und du hast den Absprung geschafft. Und nichts ist ihnen lieber als euer reuiger Sünder.

    Was wäre denn der Worst Case? Ein paar spitze Kommentare von Leuten, die sowieso jeden verurteilen, der nicht in ihr Weltbild passt. Stigmatisierung gibt es immer, aber in meinen 18 Jahren hat mich nie jemand direkt darauf angesprochen.

    Im Gegenteil – ich habe eher Schulterklopfer bekommen. Übrigens die selbst saufen, sind genauso bekannt, und über die wird genauso getratscht. Das läuft in beide Richtungen.

    Menschen, die andere öffentlich moralisch abfackeln, tun das immer , egal, ob du säufst, trocken bist, meditierst oder deinen Bonsai streichelst. Solche Leute finden immer etwas, nicht weil es um dich geht, sondern weil sie ihre Urteile brauchen.

    Das sagt aber mehr über sie aus als über dich. Und jedem im Dorf ist klar, wer zu den Tratschleuten gehört. So etwas passiert nicht spontan, das ist ein Muster.Da reiht sich deine Schwiegermutter mit ein.

    Rückgängig machen kannst du es nicht, aber du kannst es für dich drehen. Wer fragt, bekommt eine klare Antwort. Wer nicht fragt, bekommt auch keine Rechtfertigung.

    Das Wichtigste bist aber erstmal du. Fühlst du dich stabil? Hast du Gedanken ans Saufen ?

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ganz so einfach ist das leider nicht. Diese Leute haben ein gutes Standing in der Gemeinde und sind quasi Meinungsmacher. Das bedroht meinen Job, der einen repräsentativen Teil hat, auf den Sie leicht Einfluss nehmen können. Sie wollten mir schon öfter Schaden, weil ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ich kann mich nur noch rechtfertigen, den für Erklärungenn ist es längst zu spät.

    Aber nein, ich hab keinen Sichtdruck. Dafür sind das Grübeln und die Unsicherheit zurück. Worst Case Szenarien will ich mir nicht ausmalen.

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