Mit den Sätzen meines Mannes im Ohr als und nachdem er gegangen ist, fühle ich mich halt so niedergeschlagen und traurig. Mein Mann war in der Hinsicht toll, dass er immer wieder auf mich zu kam und versöhnlich war, hat sich um mich bemüht auf seine Weise. Nach einem Streit war er derjenige, der wieder nach vorne geschaut hat.
Ich hab mich im Laufe der Zeit gar nicht mehr bemüht, war einfach nur so unfassbar verschlossen, dass ich das gar nicht mehr an mich rangelassen habe. Er hat sehr gelitten unter meiner abweisenden Art, hat das auch oft genug kommuniziert.
Mit diesem Teil der Geschichte komme ich ganz schlecht klar.
Ich fühle mich manchmal wie der letzte Mensch und bereue mein unfreundliches und liebloses Verhalten sehr.
Denn ich bin im Grunde meines Herzens genau das Gegenteil.
Auch dass er gesagt hatte, ich hätte ein Problem… das kann ich nicht vergessen und frage mich, ob er in Teilen auch einfach recht hat.
Da bei uns keine wirklich schlimmen Vorfälle waren (Handgreiflichkeiten, volltrunken in der Ecke, schlimme Beleidigungen und so was) schleicht sich bei mir das Gefühl ein, dass es so schlimm doch gar nicht war.
Ich fühle mich schlecht.
Ich verstehe nicht, warum ich manchmal denke: es war schlimm und dann wieder das Gefühl habe, so schlimm war es doch nicht.
Das ist so ein hin und her.