Beiträge von mollyfisch

    Gibts. Nennt sich Paargespräche oder später Paar Therapie.

    Hallo Bolle,

    als mein Mann zur Entgiftung war habe ich danach gefragt und es wurde dort wohl nicht angeboten. Lt. meinem Mann konnte die Dame von der Suchtberatung hier auch nicht weiterhelfen. Vielleicht hat mein Mann mir hier nicht die Wahrheit gesagt oder hat gar nicht nachgefragt? :/ Die klassische Paartherapie hätte man machen können ja, allerdings war mir das zu allgemein. Ich hätte mir schon Gespräche mit Therapeuten gewünscht die auch auf diesem Gebiet Erfahrung haben.

    LG

    Hallo Jasmin,

    herzlich willkommen hier.

    Es ist gut das Mann die Therapie macht.

    Es gibt ja hier auch einige Geschichten mit Happy End. Allerdings müssen beide bereit sein an sich zu arbeiten. Da bei mir der Fall anders ist kann ich hierzu speziell nicht viel beitragen.

    Was mich so ein wenig stört ist die Tatsache das bei diesen Entgiftungen oder auch Langzeittherapien die Partner nicht mit einbezogen werden. Die Leute kommen nach Hause und treffen auf ihren Partner. Und der hat nun relativ hohe Erwartungen. Der Euphorie folgt relativ schnell Ernüchterung das es wohl so einfach doch nicht ist und im schlechtesten Fall greift der andere wieder zu Alkohol weil er sich überfordert fühlt usw. usw.

    Nicht jeder ist ja in so einem Forum unterwegs. Mir war gar nicht klar das ich doch Co-Abhängig bin. Ich habe das immer nur verbunden mit (man schützt ihn, man verteidigt ihn usw.) Das habe ich ja nicht gemacht. Aber da gehört ja noch viel viel mehr dazu, und das wissen viele gar nicht. Von daher wäre es schön wenn es bei jeder Therapieform immer das Angebot gäbe auch als Partner beraten zu werden.

    LG

    kaffetante, ich glaube das diese auf die Persönlichkeit ankommt, also wie weit begreife ich selbst (Angehörige des Trinkenden) das es nicht mehr NORMAL ist. Und dann kommt es höchstwahrscheinlich auch noch darauf an, wer einem das sagt und wie?!

    Ich habe mir immer gewünscht, dass es Freunde, Bekannte, Kollegen oder Familienmittglieder IHM ganz klar gesagt hätten, dass mit dem Konsum was nicht mehr stimmt. Ich dachte immer, dass er evtl., dann aufgewacht wäre. Aber wie ich hier ja lernen durfte, wäre das wohl auch nicht so gewesen.

    Bei den meisten ist es ja so das die Außenstehenden es gar nicht mitbekommen wie es wirklich ist. Und die meisten erzählen es ja auch nicht wenn ihr Partner ein Alkoholproblem hat. Man will ihn ja nicht bloßstellen.

    Am Ende muss der Abhängige es sowieso selber wollen. Ob da Außenstehende mehr ausrichten können als der Partner ... ich glaube es nicht.

    LG

    Hallo Eldamadu,

    warte mal ab. Mein Mann war auch nie aggressiv. Weder nüchtern noch betrunken.

    Das Problem was viele hier haben ist einfach das im Umfeld es niemand mitbekommen hat. Oftmals haben sie sich gerade bei Feiern oder wenn Besuch da war von ihrer allerbesten Seite gezeigt.

    Mein Freunde können vieles auch nicht verstehen weil sie ihn kpl. anders kennen. Auch seine Geschwister und seine Mutter werden es irgendwann noch mitbekommen.

    Es ist schwer wenn dir momentan der schwarze Peter zugeschoben wird. Aber du allein weißt wie es wirklich war. Und das solltest du nicht vergessen.

    Er hat die Entscheidung getroffen zu trinken. Das hätte sich auch nicht geändert wenn du netter gewesen wärst.

    LG

    Hallo,

    manchmal stelle ich mir vor er bekommt seine Probleme in den Griff und ist wieder "normal" und lebt aber dann mit jemand anderem zusammen. Und ich habe ihn gehen lassen und 28 Jahre weggeworfen. Das ist vollkommen unsinnig und ich weiß das aber manchmal kommen eben solche Gedanken.

    Einen Tag später frage ich mich was ich die letzten Jahre an diesem Menschen geliebt habe (eigentlich habe ich mich doch die meiste Zeit nur geärgert).

    Das schwankt ständig je nach Stimmung.

    LG

    Wenn der Partner es nicht sehen will, das er ein Problem hat, dieses aber auch nach langer Zeit des Austausches miteinander nicht sehen will, nicht in Angriff nimmt, ist der beste Weg zu gehen

    Genau so ist es. Fehler macht jeder Mensch. Aber wir sind nicht schuld das der andere trinkt. Wenn der Partner es nicht einsieht bist du machtlos.

    LG

    Guten Morgen,

    ich war die letzten Jahre/Monate auch oft sehr abweisend und verschlossen. So war ich früher auch nicht.

    Die immer wiederkehrenden Versprechungen, Hoffnung schöpfen usw. und dann wieder die Enttäuschungen. Das verändert uns natürlich. Ganz langsam ohne es meistens selbst zu merken. Jetzt im Nachhinein stelle ich bei mir auch ganz viele Dinge fest. Ich war die letzten Jahre nicht mehr unbeschwert, wir haben nur noch selten gelacht, irgendwie stand immer etwas zwischen uns (weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll). Dieses Gefühl wann kommt die nächste Enttäuschung. Das war unbewusst doch immer präsent.

    Mein Mann war auch immer derjenige der nach einem Streit wieder ankam. Klar er wollte mich ja nicht verlieren, "brauchte" mich ja um weitermachen zu können.

    Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Es geht mir und vielen anderen hier genauso. Dieses zweifeln an der eigenen Wahrnehmung.

    Ich rufe mir dann ganz bewusst bestimmte Vorfälle ins Gedächtnis, denke an die unzähligen schlaflosen Nächte und meistens hilft mir das die Zweifel aus dem Weg zu räumen.

    LG

    Ich weiß das ich auch allein klarkomme. Im Prinzip war man ja die letzten Jahre schon allein, hat viel zurückgesteckt und verzichtet.

    Viele hier trinken z.B keinen Alkohol mehr auf Grund der Erfahrung mit dem Partner. Das werde ich nicht tun. Wenn ich auf einer Feier eingeladen bin und nicht fahren muss werde ich auch weiterhin mein Glas Wein trinken. Warum auch nicht. Ich habe kein Problem damit. Bloß weil alle von mir erwarten dass ich nach den Erfahrungen jetzt keinen Alkohol mehr trinke? Ist das nicht auch schon wieder Co-Verhalten. Das tun was andere eventuell erwarten?

    Natürlich habe ich auch Angst die gleichen Fehler wieder zu machen. Aber wie lange wartet man für sich? Wann weiß ich das ich nicht wieder Gefahr laufe in diese Spirale zu rutschen?

    Mach bitte nicht den Fehler, dich direkt von einer Beziehung in die nächste zu stürzen. Vor allem, so lange du dich nicht etwas näher mit deiner Co-Abhängigkeit beschäftigt hast.

    Ja du hast Recht. Davor habe ich auch Sorge. Aber so weit ist ja noch nicht. Wie beschäftige ich mich denn damit? Ich habe gerade ein Buch über Co-Abhängigkeit gelesen. Im Prinzip weiß man ja auch was falsch lief und welche Fehler man nicht wiederholen möchte. Aber andererseits steht es ja niemandem auf die Stirn geschrieben. Alle sagen immer damit auseinandersetzen - wie sieht das aus? Was muss ich anders machen? Was muss ich überhaupt machen?

    Guten Morgen,

    gestern habe ich kurz mit meinem Mann gesprochen und ihm noch mal mitgeteilt das er sich keine Hoffnungen mehr machen soll, es ist definitiv vorbei.

    Ich hatte so das Gefühl dass er immer noch an ein Happy End glaubt. Aber er meinte er sieht es genauso, auch von seiner Seite gibt es kein zurück.

    Habe ihm noch mal nahegelegt über eine eigene Wohnung nachzudenken, damit wir uns nicht mehr permanent sehen.

    Gegen 18.00 meinte er er holt sich eine Pizza. Er kam nicht wieder. 21 Uhr habe ich dann doch mal versucht ihn anzurufen. Mailbox. 10 min später nochmal. Dann ging er ran. Er klang wie gerade geschlafen. Dann kam er irgendwann nach Hause. Den Rest könnt ihr euch denken. Natürlich angetrunken.

    Also mir helfen diese Vorfälle natürlich, machen Sie mir doch klar das meine Wahrnehmung richtig ist, aber sie tun auch weh weil du mit ansehen musst wir jemand sein Leben und seine Zukunft wegwirft und du bist eben machtlos.

    LG

    Er berichtete nach seinem Termin bei der Suchtberatung,das er in eine Langzeit Therapie so schnell wie möglich möchte,geht wohl über einen Eilantrag.

    Meine Gefühle spielten verrückt innerlich... "Warum jetzt auf einmal?"

    Naja,er ist noch nicht dort.

    Hatte mir immer den Mund fusselig reden können, während unserer Beziehung und jetzt auf einmal will er das alles,unbegreiflich.

    Auf der anderen Seite freue ich mich für ihn wenn das klappt.Der Mensch ist einem ja nicht völlig egal.

    Ja, warum gerade jetzt. Vielleicht erhofft er sich durch diese Versprechen und scheinbaren Bemühungen das du deine Entscheidung rückgängig machst. Wie du schon geschrieben hast im Moment sind es erstmal nur Worte. Taten müssen folgen.

    Bleib dran es wird nach und nach besser.

    Kaum hab ich vorhin geschrieben,kam mein Tief😔

    Konnte die ganze Zeit nicht weinen,weil die Wut so groß war.

    Mich zerreißt es innerlich gerade.

    Wollte ihm gegenüber auch keine Schwäche zeigen,sonst hätte er mich wahrscheinlich nicht ernst genommen.

    Nun muss ich lernen damit umzugehen,einen Menschen ziehen zu lassen, für den ich mal alles gegeben hätte 😭

    Guten Morgen Pusteblume,

    das kennen wir hier fast alle. Mit einmal überrollt es einen. Aber es wird auch wieder besser. Man hat den Menschen verloren den man mal geliebt hat. Das sollte man halt nicht vergessen. Und das tut weh. Weine wenn es dir gut tut.

    Aber triff in genau diesen Momenten keine Entscheidungen. Das sind die Phasen wo man sehr empfänglich ist für die "Versöhnungsversuche" des anderen.

    Wichtig ist, finde ich, trotzdem weiter zu gehen. Dem nicht wieder nachzugeben. Und da bist du gut dabei das zu tun :)

    So ist es. In den Momenten wo ich wieder an allem zweifle rufe ich mir verschiedene Situationen ins Gedächtnis. Ich weiß auch das ich mit diesen ständigen Gedanken was ist heute wieder usw. nicht mehr klarkäme. Für mich ist das Thema durch, leider ist das Thema "was wird aus ihm" doch sehr schwierig. Aber letzten Endes war es ihm die letzten Jahre auch egal wie es mir bzw. uns damit ging (ob bewusst oder unbewusst) spielt keine Rolle. Er hätte es ändern können.

    LG

    Hallo Eldamalu,

    mein Sohn trinkt so gut wir keinen Alkohol. Höchstens mal ein Radler und das äußerst selten.

    Er hat mir Vorfälle mit meinem Mann erzählt (Alkohol) von denen ich nichts wusste, mit nicht mehr erinnern kann, sie verdrängt habe, keine Ahnung. Ich war so blind.

    Mein Mann war kein Vaterersatz, diese Rolle hat er nicht eingenommen, aber das mein Sohn mehr darunter gelitten hat als mir klar war macht mir zu schaffen. Ich kann es leider nicht mehr ändern, ich kann es jetzt nur beenden auch für meinen Sohn.

    LG

    PetraPetra : auf Feiern trank mein Mann, nicht wenig aber auch nicht so viel dass man behaupten könnte er wäre besinnungslos besoffen. Er war lustig, alle um ihn herum hatten mit ihm Spaß. Ich saß da und wurde immer ruhiger. Mir gefiel es von Bier zu Bier immer weniger.

    Auch das kenne ich nur zu gut. Ich war eigentlich nur damit beschäftigt zu schauen das er nicht zu viel trinkt und habe geschaut das ich ihm Zeichen gebe aufzuhören ohne das die anderen etwas mitbekommen.

    Eldamalu : Ich war auch einfach oft so unfreundlich zu meinem Mann. Ich war eigentlich die mit den Launen, bzw. der schlechten Laune. Ich hab ihn abgewiesen…ich war auch keine gute Gesellschaft mehr :( ich habe mich in so eine schlechte Version meiner selbst verwandelt und mir einfach 0 Mühe mehr gegeben.

    Ja so war es bei uns auch. Deshalb mache ich mir oft auch Vorwürfe, ich war häufig ungerecht. Aber wenn am Vortag Stress war wegen Alkohol konnte ich am nächsten Tag nicht einfach wieder nett sein. Das war eben so und letzten Endes ein Ergebnis seiner Sucht.

    Guten Morgen,

    so es geht mir wieder besser, dieses Tal ist durchschritten. Ich hoffe es kommen nicht mehr so viele. Das komische daran ist ja, das es mir nur um ihn leid tut. Weil er nun allein klar kommen muss usw.. Aber das ist wahrscheinlich auch wieder ein Aspekt dieser Abhängigigkeit. Oft habe ich schon gedacht dass ich mich freuen würde wenn er jemanden kennenlernt. Dann könnte ich loslassen. In diesen Momenten wird mir auch bewusst das ich gefühlsmäßig tatsächlich durch bin. Was jetzt noch weh tut sind die Erinnerungen an die schönen Zeiten die es ja auch gab und das Unverständnis das er nichts unternommen hat und man selber eben so machtlos war. Und er ist eben auch nicht aggressiv o.ä. geworden. Er ist einfach ein netter Mensch und das macht es nicht wirklich einfacher.

    LG

    Guten Abend, das wirklich Gute an den einzelnen Geschichten ist das man merkt man bildet sich das alles nicht nur ein. Man fühlt sich verstanden und man kann sich alles von der Seele schreiben. Die meisten Menschen mit denen du sonst reden könntest haben ja gar keine Ahnung davon und verstehen das Ganze nicht. Da kommst du wieder an den Punkt wo du das Gefühl hast dich rechtfertigen zu müssen.

    Hallo in die Runde,

    gestern Nachmittag und Abend hat mich der Schmerz wieder überrollt. Mein Mann hatte mich einige Dinge bzgl. der Abwicklung der Finanzen gefragt. Er sah so traurig aus und ich habe mich so Sch.... gefühlt weil ich ihn ja verlasse. Ich habe dann nur noch geheult. So doll habe ich am Anfang nicht weinen müssen wie gestern. Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Heute geht es mir immer noch nicht gut.

    Dann hatte ich mich vor einiger Zeit auf einer Dating-Plattform angemeldet. Jetzt hat sich tatsächlich jemand gemeldet und wir schreiben gerade ein wenig hin und her. Ist ja noch nichts aber es fühlt sich an als ob ich meinen Mann hintergehe.

    LG

    Ich verstehe das auch alles……🙈 nur ich habe sehr lange in dieser Situation gesteckt…….und ich hinter frage erst mal alles und mir tun diese Antworten jetzt im Moment sehr helfen……..ich weiß das das es am Ende nichts bringt…….aber ich bin noch am Anfang und möchte halt langsam und für mich ist das so anfangen……..wenn mir doch das fragen gut tut…..ist das doch ok oder ?

    Wenn das hier nicht erwünscht ist wenn ich viele Fragen stelle über IHN dann bekomme ich hier auch nicht geholfen…….vielleicht bin ich hier auch nicht erwünscht mag sein……..ich denke mir nur das doch jeder ob nass oder trocken mit der Situation anderes umgeht…….das manche Aussagen nicht das ist was man genau jetzt braucht ist auch ok 👌🏼 aber ich bin sehr lange in der Co Abhängigkeit drin……..und mit dem Hammerschlag 🔨 und seh jetzt zu das du das abstellst…….ist keinem geholfen……..😘

    Liebe Grüße 😘

    Hallo Pamela,

    natürlich kannst du hier Fragen stellen und du sollst deine Entscheidungen ja auch gern in deinem Tempo treffen. Einige hier haben eben auch ihre Erfahrungen gemacht und jeder gibt dir Hinweise daraus. Manche sind vielleicht auch hart und man fühlt sich angegriffen. Aber manchmal regen sie auch zum Nachdenken an und erweisen sich als sehr nützlich. Also nimm es bitte nicht persönlich und gehe deinen Weg so wie du es für richtig hältst.

    LG