Beiträge von PetraPetra

    Hallo los,

    das was du da gerade leistest ist ganz schön anstrengend. Ich bin gerade ratlos um dir Tipps zu geben. Da ist so viel was gelöst werden müsste. Und dass geht nur, wenn deine Frau das möchte. Du bist gerade in einem Teufelskreis gefangen.

    Ich muss lernen damit umzugehen und für mich selber zu sorgen, dafür habe ich mich hier angemeldet.

    Wie willst du dass schaffen ohne dass euer Kind darunter leidet?

    Wäre evtl. eine Tagesklinik was für sie?

    Warum schützt du sie noch vor ihrer Familie? Könnten die dich dann nicht evtl. mitunterstützen in der Kinderbetreuung.

    Oje....sorry....irgendwie keine hilfreichen Tipps die ich dir geben kann.

    Aber gut dass du dich hier angemeldet hast.

    Hallo mollyfish,

    ich kann mich gerade sooooo sehr in dich hineinversetzten. Da rackert man sich ein lebenlang ab, um dann so viel Geld bei einer Trennung zu verlieren, dass man dann wieder fast von null beginnen muss. Und das Anfang 50. ABER, und darüber überlege ich in letzter Zeit auch immer mal wieder nach, bevor man selbst auch noch krank wird, ist das einfach der richtige Weg. Traurig aber wahr!

    Ich bin auch gerade da....ich kenne das Gefühl auch. Versuche dich etwas abzulenken. Lese hier Geschichten oder ziehe dich an und gehe einen Runde um den Block. Du solltest kurz aus dieser Trauer rauskommen. Oder schau einen lustigen Film. Hilft nur kurz...ist mir klar...aber die Seele und dein Körper

    braucht eine kurze Pause vom Weinen.

    Liebe Brightside,

    <3-lich Willkommen hier. Auch wenn der Grund mehr als traurig ist.

    Anekan und Saphira haben dir schon sehr gut die Sichtweiße geschrieben, die ich auch so teilen würde.

    Also, ich würde das Thema Alkohol, auf jeden Fall ansprechen. Ob gleich in der ersten Sitzung, bin ich noch unsicher. Aber auf jeden Fall bei der zweiten. Und sollte es sich ergeben, dann auch bei der ersten Sitzung.

    Ich vermute, dass, wenn ihr die Praxis verlassen habt, wird er dich gleich damit konfrontieren und er wird bestimmt wütend. Es kann auch passieren, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, dass er nicht mehr mit kommt. Was auch okay wäre, denn dann weißt du ganz genau wo du stehst. Ob er was verändern möchte oder nicht. Überlege dir aber auch ganz genau, ob du dann deine evtl. Drohung (nicht in die neue Wohnung ziehen) dann auch durchhältst. Wenn du dir nicht sicher bist, erwähne es nicht. Oder formuliere es anders. Du darfst dich auf keinen Fall unglaubwürdig machen.

    Dann zu deinem/euren Verlust, es tut mir sehr leid für dich/euch. Ich hoffe dein Mann konnte dir eine Stütze in der schwierigen Zeit sein. Meiner war es damals nicht. Er hat seinen Kummer im Alkohol ertränkt.

    Einmehr der da oben leuchtet, vielleicht neben dem meinigen.

    Aber was wäre jetzt zu viel Unterstützung, Einmischung oder wie auch immer man das nennt?

    Nach meiner Meinung nach nicht. Ich darf doch meinen Partner unterstützen, vor allem wenn er selbst den Weg zu dir findet. Macht man doch auch bei nicht Trinkenden Partner so. Er hat dir von deinem Ärger erzählt, du hast ihm einen Rat gegeben, alles ganz einfach. Alles kann man auch nicht auf die Co- Abhängigkeit schieben, oder? Ich höre da auf mein Gefühl. Wenn es mir nicht schadet und ich es gerne mache, ist es ein normaler Freundschaftsdienst.

    Das mit dem Essen gehen, sehen ja die Trockenen hier etwas kritisch. Die können dazu bestimmt auch besser ihre Meinung dazu äußern. Aber auch das finde ich persönlich in Ordnung. Das Leben sollte ja irgendwie wieder weitergehen.

    Hallo simsala,

    ich habe deine Zeilen erst eben gelesene, in Gedanken sende ich dir noch ganz viel Kraft, diesen Tag zu überstehen. Als mein Bruder starb, nahm ich meinen 5 Jährigen Sohn auch mit auf die Beerdigung. Ich habe das mit einem Psychologen und dem Kindergarten besprochen. Auf der Beerdigung war ich nicht fähig mich um ihn zu kümmern, zu groß war meine eigene Trauer. Aber auch ich hatte meinen Mann und meine Freundin die auf die Kinder achteten. Mein Sohn redet noch heute ab und zu über diesen Tag. Ob es richtig oder falsch war, ich weiß es bis heute nicht. Du hörst auf dein Gefühl und das ist der richtige Weg. So wie du auch auf dein Gefühl von 11 Monaten gehört hast. Du hast dich und die Kinder geschützt. DAS WAR genau RICHTIG!!!!

    Ich verstehe aber deine Gedanken bezüglich deines Auszugs, ich verstehe, dass du dir die Frage stellst WAS WÄRE WENN.......! ABER das gehört nun zum Trauern dazu. Du konntest nur dich und die Kinder retten, ihn leider nicht. Alles richtig gemacht.

    Für den hinterlassenen Scherbenhaufen (sowohl Sachbezogen wie auch Emotional) wünsche ich dir ganz viel Kraft und liebe Wegbegleiter die dich in dieser dunklen und schweren Zeit begleiten.

    Ganz lieb gemeinte Grüße sendet dir Petra


    Und wenn man dem Partner fragt und er immer betont er möchte aufhören?

    Ich glaube, dass es sehr individuell ist. Denn jeder Fall ist unterschiedlich. Es ist schwer hierfür eine richtige Lösung vorzugeben. Denn nach meiner Ansicht gibt es die nicht.

    Wo finde ich das Tagebuch? PetraPetra?

    Hier.....

    PetraPetra - Erste Schritte für Angehörige und Co Abhängige - Alkoholiker Forum (alkoholiker-forum.de)


    Dieses Desinteresse kennen ich auch in den Phasen wenn er täglich trank. Ich kann mir gut vorstellen dass es evtl. eine Folge des Trinkens ist. Da er ja nur mit sich und seinem Problem beschäftigt ist. Zumindest ist es in der Zeit wo er nicht trinkt nicht vorhanden gewesen.

    Deshalb habe ich in den letzten Jahren alles, aber auch wirklich alles gegeben, das wieder gut zu machen, indem ich daran gemeinsam mit meinen Kindern gearbeitet habe. Das hat funktioniert, wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander. Ich bin sicher, wenn ich sie noch länger in der Situation gelassen hätte, dann hätten sie sich irgendwann von mir abgewendet oder mir nicht mehr vertraut.

    :love:  :thumbup:

    Wenn ich mich mal da kurz einmischen darf.


    In allen Dingen hast Du recht, jedoch betrachte ich das nicht einzeln auf die Alkoholkrankheit. Jedes Erlebnis, jeder Eindruck in der Kindheit tragen zur Psyche bei. Der eine kann es besser, der andere weniger verarbeiten.

    Sehr gerne.....genau das war meine Intension.

    Liebe Petra, ich mache Dich darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen auf die Psyche der Menschen, die in so einem Umfeld aufwachsen, enorm sind.

    Das habe ich auch in keiner Weise abgestritten. Und ich weiß, hier im Forum gibt es einige EKA`s die heute noch sehr darunter leiden. Die nun selbst Co-Abhängig oder Alkoholiker/innen geworden sind. Die richtig kämpfen um das Erlebte zu verarbeiten. Ich lese sowohl sehr ausführlich bei den EKA, bei den TA und bei den Co`s. Nur deswegen erlaubte ich mir überhaupt meine Sichtweise dazulegen.

    Und wie oben in Text, Antwort auf mollyfisch schon beschrieben, kommt es auf ganz viele Faktoren an. Mir geht es nur um die Verallgemeinerung!

    Aber das funktioniert nicht und neutralisiert auch nicht die Traumen, die entstehen, wenn man als Kind Zeuge von Szenen wird, wie auch du sie beschreibst.

    Trauma ist ein sehr starkes Wort!!!

    Und da haben wir wieder die Verallgemeinerung!!! Nicht alle EKA´s haben ein Trauma erlitten. Diese Aussage trifft nicht auf alle Fälle zu. Es gibt da sehr viele Unterschiede.

    Welche Szenen meinst du in unserem Fall? Also, wenn du die eine Szene meinst, wovon ich jetzt mal ausgehe, waren unsere Kinder erwachsen, was natürlich nicht heißen soll, dass es an ihnen deswegen Spurlos vorbeizog. Aber auch das habe ich versucht zu erklären.

    Ich will hier nochmal ganz klar differenzieren, es kommt immer darauf an, wie stark die Kinder mit involviert sind. Und wenn ein Kind dem ausgesetzt ist, muss reagiert werden, das steht außer Frage.

    Rückblickend sagt auch meine Mutter: Ich hab das, was du von deinem Vater nicht bekommen hast, doch ausgeglichen.

    Diese Aussage habe ich nicht getroffen. Denn ich kann nicht ausgleichen was sie von ihren Vater (aber da bin ich wieder bei dem Thema, herzkranker Vater, usw.) nicht bekommen konnten. Aber was ich konnte, ich schenkte ihnen meine ganze Liebe, meine Aufmerksamkeit, ich behütete sie und gab ihnen Geborgenheit. Und das hat geholfen und anscheinend ausgereicht. BEI UNS!!!!!

    Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Und ich glaube Dir, dass Du versucht hast das Beste zu tun und selbst überfordert warst mit der Situation. Nachträglich ein Etikett drauf zu kleben: „Bei uns haben die Kinder keinen Schaden“ genommen finde ich aber - für alle die mitlesen, ein fatales Signal, weil du das gar nicht beurteilen kannst!!! Deshalb habe ich mir erlaubt, das zu kommentieren.

    Ich finde es gut dass du es kommentiert hast, das war ja auch beabsichtigt! Aber ich bitte dich auch, nicht alles zu verallgemeinern.

    Unsere Kinder haben kein Traume und ich klebe auch kein Etikett drauf.

    Ich/wir beschäftigen uns bis heute immer mal wieder sehr ausführlich damit und wir werden uns auch noch Jahre damit beschäftige. Das liegt in unsere Natur. Wir werden das Thema mit Sicherheit nicht todschweigen

    (ala Etikett).

    Und wenn ich hier beschreibe, was meine Kinder dazu gesagt haben, kann, muss man mir nicht glauben. Jedem selbstüberlassen, ob man mir glaubt, ob ich es mir schön rede oder nicht. Wichtig ist, dass ich es weiß und mir es ein Bedürfnis war es hier mitzuteilen. Und das ich mich nochmals ausführlich mit dem Thema befasst habe, verdanke ich hier dem Forum. Und wer mein Tagebuch/Berichte/Antworten liest, dürfte mich ein wenig kennen gelernt haben, um zu wissen, dass ich nicht einfach leichtfertig hier schreibe.

    Und den Vorwurf, ein fatales Signal gesetzt zu haben, weiße ich von mir.

    Aber ich akzeptiere deine/andere Meinung/en. Jeder hat aus bestimmten Gründen eine andere Sichtweise und das macht ja genau so einen Austausch aus.

    Danke dafür!

    falls deine Kinder wirklich, und das hoffe ich sehr, ehrlich zu dir waren habe ihr wirklich Glück gehabt.

    Davon gehe ich mal zu 100% aus. Wir befassen uns ja seit dem Vorfall (2018/2019) gemeinsam damit. Mit gemeinsam meine ich auch, Gespräche mit meinem Mann/Vater, also zu viert. Diese Gespräche waren schmerzlich und unsere Kinder haben ihren Vater das erst mal richtig Rotz und Wasser weinen sehen. Jeder hat seine Gefühle in den x Gesprächen geäußert. Diese sind von Kind zu Kind recht unterschiedlich. (unsere Sohn ist sensibler als seine Schwester) Dazu kommt, wie schon erwähnt, eine sehr, sehr starke Bindung zu mir. Wir sagen uns schon immer, auch wenn es schmerzt, die Wahrheit. Ich glaube, dass ich das recht gut einschätzen kann.

    Klar ist mir auch bewusst, dass es nicht spurlos an ihnen vorbeizieht. Aber das meinte ich eben mit, wir können unsere Kinder nicht vor allen Geschehnissen in der Familie schützen. Und es ist auch nicht so, als würde ich das todschweigen oder beschönigen, denn optimaler wäre gewesen, es wäre nicht passiert. Ganz klar!

    Also, nur mal als Beispiel, was ich aussagen möchte: unserem Sohn hat der Tod meines Bruders (da war unser Sohn 5 und hatte wie ich zu ihm eine sehr innige Beziehung) mehr mitgenommen als die Situation mit seinem Vater. Vieleicht weil er noch jünger war? Ich will damit sagen, dass wir diesen Tod auch nicht von unserem Sohn fernhalten konnten. Er sah seine Mutter leiden, er selbst musste den Schmerz durchleben. Wichtig war aber, dass wir darüber redeten, er seine Emotionen und Gefühle mitteilen konnte, zu jeder Zeit. Wir darauf achteten, ob und wie er das verarbeitet. Gegebenenfalls sogar psychologische Hilfe benötigt. Wir achteten auf Wesensveränderungen. Wir haben die Kita mit ins Boot geholt um auf evtl. Veränderungen mit zu achten. Und genau darauf kommt es auch an.

    Es spielen ganz viel Faktoren eine Rolle und darum kann und will ich es nicht über einen Kamm scheren. (Und diese Weitsicht will ich nicht allen Co-Abhängigen absprechen oder es als schönreden abtun)

    Ich/wir habe/n (und das muss ich meinem Mann halt auch hochrechnen) das Problem von meinem Mann sehr gut verstecken könne. Aber das lag sicherlich auch daran, dass er halt ein Quartaltrinker war/ist. Und trotzdem hat es sicherlich unsere Kinder beeinflusst, das habe ich auch nie abgestritten oder rede ich mir schön. Aber nicht mehr, als meiner besten Freundin ihren Sohn, der wiederum mit einem herzkranken Vater aufwuchs. Kann mich einer verstehen was ich damit aussagen möchte??

    Mein Sinn, dass hier offen anzusprechen, war, dass wir Eltern genau hinschauen müssen, wir müssen unsere Kinder beobachten, wir müssen mit ihnen reden und dürfen sie mit ihren Gefühlen nicht alleine lassen. Ja, wir müssen sie schützen!!! Aber es gibt auch unterschiede, Kinder die das Ganze einigermaßen heil überstanden haben und dass war mir wichtig aufzuzeigen.

    Hier lesen viele User (still mit), die noch in der Co- Abhängigkeit stecken, diese User machen sich bestimmt große Sorgen um ihre Kinder. Sie machen sich große Vorwürfe.

    Vielleicht macht ihnen dass ein bisschen Mut!

    Bitte nicht falsch verstehen, nicht Mut zu bleiben und die Kinder dem ganzen weiter aussetzten. Sondern ihnen das Gefühl geben, alleine das sie hier im Forum sind, versuchen sie etwas dagegen zu unternehmen, dagegenzuwirken, sie wollen was verändern. Sie sind auf dem Weg. Denn Vorwürfe und Sorgen machen sie sich schon selbst genügend. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle die hierhergefunden haben, ihre Kinder auch schützen.

    Lanananana, also meine Kinder sind in diesem Fall...jemand und ich rede mir es schön? Habe ich dich da richtig verstanden? Gerne darfst du mir deine Sichtweise, 0ber meinen/unseren Fall erklären.

    Unser Sohn ist 32 und unsere Tochter wird in wenigen Wochen 26. Ich glaube, wenn wir uns ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, Gespräche führten, kann ich für mich sagen, unseren Kindern hat es nicht mehr belastet als....Punkt...Punkt...und da könnte ich jetzt x Beispiel aus unserm Freundes/Bekanntenkreis aufzählen.

    Und wie schon im Text zuvor von mir ganz deutlich darauf hingewiesen, in unserem Fall ist das so, dass möchte ich noch einmal betonen!

    Darum möchte ich darum bitten, wenn hier nicht verallgemeinert wird.

    Meine Absicht hier war nicht, diejenigen zu bestärken, um bei ihrem trinkendem Partner zu bleiben, obwohl die Kinder sichtlich und unsichtbar darunter leiden.

    Mir war es nur wichtig,auch einmal meine/ eine andere Sichtweise aufzuzeigen.

    Nicht mehr und nicht weniger.