falls deine Kinder wirklich, und das hoffe ich sehr, ehrlich zu dir waren habe ihr wirklich Glück gehabt.
Davon gehe ich mal zu 100% aus. Wir befassen uns ja seit dem Vorfall (2018/2019) gemeinsam damit. Mit gemeinsam meine ich auch, Gespräche mit meinem Mann/Vater, also zu viert. Diese Gespräche waren schmerzlich und unsere Kinder haben ihren Vater das erst mal richtig Rotz und Wasser weinen sehen. Jeder hat seine Gefühle in den x Gesprächen geäußert. Diese sind von Kind zu Kind recht unterschiedlich. (unsere Sohn ist sensibler als seine Schwester) Dazu kommt, wie schon erwähnt, eine sehr, sehr starke Bindung zu mir. Wir sagen uns schon immer, auch wenn es schmerzt, die Wahrheit. Ich glaube, dass ich das recht gut einschätzen kann.
Klar ist mir auch bewusst, dass es nicht spurlos an ihnen vorbeizieht. Aber das meinte ich eben mit, wir können unsere Kinder nicht vor allen Geschehnissen in der Familie schützen. Und es ist auch nicht so, als würde ich das todschweigen oder beschönigen, denn optimaler wäre gewesen, es wäre nicht passiert. Ganz klar!
Also, nur mal als Beispiel, was ich aussagen möchte: unserem Sohn hat der Tod meines Bruders (da war unser Sohn 5 und hatte wie ich zu ihm eine sehr innige Beziehung) mehr mitgenommen als die Situation mit seinem Vater. Vieleicht weil er noch jünger war? Ich will damit sagen, dass wir diesen Tod auch nicht von unserem Sohn fernhalten konnten. Er sah seine Mutter leiden, er selbst musste den Schmerz durchleben. Wichtig war aber, dass wir darüber redeten, er seine Emotionen und Gefühle mitteilen konnte, zu jeder Zeit. Wir darauf achteten, ob und wie er das verarbeitet. Gegebenenfalls sogar psychologische Hilfe benötigt. Wir achteten auf Wesensveränderungen. Wir haben die Kita mit ins Boot geholt um auf evtl. Veränderungen mit zu achten. Und genau darauf kommt es auch an.
Es spielen ganz viel Faktoren eine Rolle und darum kann und will ich es nicht über einen Kamm scheren. (Und diese Weitsicht will ich nicht allen Co-Abhängigen absprechen oder es als schönreden abtun)
Ich/wir habe/n (und das muss ich meinem Mann halt auch hochrechnen) das Problem von meinem Mann sehr gut verstecken könne. Aber das lag sicherlich auch daran, dass er halt ein Quartaltrinker war/ist. Und trotzdem hat es sicherlich unsere Kinder beeinflusst, das habe ich auch nie abgestritten oder rede ich mir schön. Aber nicht mehr, als meiner besten Freundin ihren Sohn, der wiederum mit einem herzkranken Vater aufwuchs. Kann mich einer verstehen was ich damit aussagen möchte??
Mein Sinn, dass hier offen anzusprechen, war, dass wir Eltern genau hinschauen müssen, wir müssen unsere Kinder beobachten, wir müssen mit ihnen reden und dürfen sie mit ihren Gefühlen nicht alleine lassen. Ja, wir müssen sie schützen!!! Aber es gibt auch unterschiede, Kinder die das Ganze einigermaßen heil überstanden haben und dass war mir wichtig aufzuzeigen.
Hier lesen viele User (still mit), die noch in der Co- Abhängigkeit stecken, diese User machen sich bestimmt große Sorgen um ihre Kinder. Sie machen sich große Vorwürfe.
Vielleicht macht ihnen dass ein bisschen Mut!
Bitte nicht falsch verstehen, nicht Mut zu bleiben und die Kinder dem ganzen weiter aussetzten. Sondern ihnen das Gefühl geben, alleine das sie hier im Forum sind, versuchen sie etwas dagegen zu unternehmen, dagegenzuwirken, sie wollen was verändern. Sie sind auf dem Weg. Denn Vorwürfe und Sorgen machen sie sich schon selbst genügend. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle die hierhergefunden haben, ihre Kinder auch schützen.