Beiträge von PetraPetra

    auch im Forum hier gelesen und ich habe gemerkt, dass es mir hier manchmal zu "doll" wird. Es gibt viele schlechte Erfahrungen, viele Warnungen und viele schlimme Schicksale zu lesen und ich merke, dass mich das zu sehr beeinflusst. Ich nehm es mir sehr zu Herzen und anstatt dass es mir hilft,

    Ging mir am Anfang auch so. Da wurde mir empfohlen eine Auszeit im Forum zu machen.

    Ich habe darauf gehört.

    Aber ich habe auch gespürt, dass mir das lesen hier mehr half. Es hat mich angeregt, vieles zu überdenken. Ich versuchte bei mir zu bleiben! Was für mich stimmig war, nahm ich an, was sich falsch anfühlte, habe ich so stehen lassen.

    Ich musste mir von Seiten der EKA ganz schön viel anhören, teilweise fühlte ich mich angegriffen. Aber ich vertraute meiner eigenen Wahrnehmung und wusste, dass diese Vorwürfe nicht auf mich zutreffen.

    Vielleicht hilft dir meine Erfahrung etwas weiter.

    4. Mittlerweile sehe ich mein Co-Verhalten schlicht als Reaktion auf das Zusammenleben mit einem Süchtigen. Ich sehe es bei mir nicht als Wesenszug. Auch nicht als Verhaltensstörung. Und schon gar nicht als Sucht

    Fühle ich genauso!

    Die wichtigste Erkenntnis war für mich, dass ich kein Sisyphos mehr bin, sondern aufgebe.

    Aufgeben ist für mich in fast allen Lebenslagen sehr schwer. Ich kämpfe bis zum letzten Atemzug.
    Aber genau dieses Aufgeben war dann meine Befreiung. Heute bin ich mir auch sicher, das ich zwar noch ein oder zwei Jährchen gebraucht hätte aber der Tag, wo ich mich dann endgültig getrennt hätte, wäre gekommen!

    Zu sehen wie ein Mensch, mit dem ich mein halbes Leben verbracht habe, sich in rohen Mengen Nervengift rein schüttet, und nicht zu versuchen das zu stoppen, wäre aus meiner Sicht ebenfalls schräg

    So sah ich dass auch immer. Wichtig dabei ist nur, dass ich irgendwann aufhöre (aussteige)wenn wir uns im Kreis bewegen. Und genau da liegt dann meiner Meinung nach die Schwierigkeit bei mir (bei den meisten).

    Wäre mein Mann so ekelhaft wie es hier teilweise bei den Alkoholikern rüber kommt, dann wäre es "leicht" einen emotionalen Schlusstrich zu ziehen.

    Und genau darin lag meine Schwierigkeit. Hätte er mich oder unsere Kinder geschlagen, wäre er jeden Tag Stockbesoffen, Glaube ich, wäre mir eine Trennung wesentlich leichter gefallen.

    Echt jetzt, wenn ich den Futterverbrauch der Tiere kontrolliere ist das CO Verhalten? Das wird ja echt abenteuerlich hier. Ich überwache auch mein Konto stand und Tankanzeige am Auto, gibts da auch ne Diagnose für? Mann Mann Mann

    Hey du, ich Antworte dir hier in deinem Faden.

    Also, den Kontostand überwachst du, damit du deine Finanzen im Blick hast. Die Tankanzeige beobachtest du, um nicht mit dem Auto liegen zu bleiben.
    ABER das Fressen hast du nur aus einem Grund gewogen, damit du dir sicher bist, ob dich deine Frau belügt, was ja im Grunde nicht Co wäre, jedoch schreibst du, du hättest es als Spass gemacht, und meiner Meinung nach, belügst du dich in diesem Punkt selbst.

    Du wolltest sie überwachen!!! Darum ging es dir.

    Also dein Vergleich hinkt.

    Deine Motivation war, zu Kontrollieren.

    Meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger.

    ich hatte vorher spaßeshalber das fressen gewogen.

    Na ja, also spaßeshalber, ist nicht der richtige Ausdruck… es ist ein ganz typisches Coverhalten… sorry…. Sorry Co-Pilot… für meine ehrliche Meinung.

    Hallo Releasme, leider ist genau das der Machtkampf…. er will testen wie weit du gehst, wie ernst es dir ist!
    Typisches Verhalten… ich glaub dass kennen die meisten von uns.

    Hallo Findus, ich weiß nicht ob du meinen Faden liest, ich habe auch getrennt im Haus gelebt!

    Anfangs, beim ersten Versuch habe ich es auch so wie du gehalten. Das ging nicht gut.

    Erst als ich wirklich alles getrennt habe, also, keine gemeinsamen Besuche, keine gemeinsamen Essen, nichts mehr zusammen gemacht, usw. hat es funktioniert.

    Unser Umkreis wusste und akzeptierte es!

    Emotional und Sozial getrennt nannte ich es.

    Sobald er nicht mehr trinkt, mir zeigt, dass er sich ernsthaft darum kümmert, er es für sich macht. Können wir dass, wenn’s nicht zu spät ist (für die Liebe)wieder ändern!

    Ich glaube, du musst noch klarere Grenzen setzen, damit dies so funktionieren kann.

    Als ich hier ins Forum kam, habe ich viel gelesen. Mit der Co-Sache konnte ich mich nicht identifizieren?
    Ich, die die sehr selbstständig, selbstbewusst und diejenige ist, die alles in die Hand nimmt und alles rockt, wie soll das zu mir passen?

    Ich doch nicht!!!

    Auch die hier meist genannten Eigenschaften, passten ganz und gar nicht zu mir oder zu meinem Leben.

    Mein Mann ging in die Arbeit, ich musste ihn nicht decken.
    Sein Trinkverhalten war kaum anders als die unserer Freunde.

    Keine Ausfälle oder Eskapaden.

    Tja, das glaubte ich tatsächlich selbst. Bis ich genauer hin sah und ich zu mir selbst ehrlich war.

    Nicht umsonst habe ich mich hier angemeldet. Denn es wurde in den letzten Jahren immer schlimmer!!!

    Ich fing an, ehrlich zu mir selbst zu sein. Habe nichts mehr verharmlost oder klein geredet.So wie es war, war es.

    Ich zählte keine Flaschen mehr, schüttete Bier aus wenn er kurz raus ging, markierte keine Bierflaschen im Träger mehr, oder füllte aus Wut in leere Flaschen Bier, Wasser und freute mich auf sein doofes Gesicht.

    Und genau dass ist Co. Im Grunde drehte sich doch immer wieder alles um das sch…. Bier…😡

    Ich hörte auf damit. Ich weiß genau wenn er trank. Ich machte einen Schlussstrich. Ich trennte mich zwar nicht räumlich aber emotional. Wir hatten getrennt Räume im Haus, getrennte Schlafzimmerund unser näherers Umfeld wusste, wir leben zwar noch zusammen, sind aber im Grunde ein getrenntes Ehepaar, und der Grund dafür war sein Alkoholkonsum. Ganz klar und deutlich kommunizierte ich dies.
    Ab da, löste sich meine Co- Abhängigkeit.
    Keine Hoffnung mehr, dass sich er ändert. Ich war raus aus dem Hamsterrad!!!!

    Egal wie jemand Cohabhängigkeit definiert, welche Dynamik vorhanden sind, wenn derjenige nicht ehrlich zu sich selbst ist, ist das für mich ein Coverhalten.

    Wichtig ist nur, dass ich bemerke, dass es mir schadet … egal wie es benannt wird!

    Aber kann ich ihn jetzt wirklich einfach so sich selbst überlassen? Was wenn er sich wirklich was antut? Wenn er noch tiefer fällt? Freunde hat er keine..seine Familie ist so mittelmäßig...

    Dann wäre es nicht deine Schuld!!!!!

    Er hat „sein Lenen “ in der Hand!!! Er hat immer eine Wahl.
    Er könnte sich endlich Hilfe holen!

    Er könnte endlich aufwachen.
    Er ist dafür verantwortlich!

    Bleib Stark, er sollte was verändern!

    Hallo, ich kenne deine Geschichte nicht und hab grad wenig Zeit zu lesen!

    Aber dein Beitrag sticht mir gerade in die Augen und passt so ein bisschen zu meiner Thematik. Mein Mann hat sein Leben vor einem halben Jahr geändert und ist jetzt schwer krank.

    ABER du/wir dürfen jeder Zeit gehen…. Bitte denke nicht darüber nach, was andere über dich denken könnten. Du bist nicht die Böse. Gehe wenn du dich dazu entschlossen hast, ohne schlechtes Gewissen.

    Meine Güte, 2 1/2 Jahre ist das schon her. Ich kann mir vorstellen, dass dir die jugendliche Frische fehlen wird. Aber die Ruhe wird euch sicher gut tun und die einhergehende Verantwortung wieder abgeben zu dürfen, macht auch sicherlich wieder freier! Jetzt dürft ihr wieder NUR Großeltern sein…❤️

    Ich wünsche euch ein gutes und klärendes Gespräch.