Als ich hier ins Forum kam, habe ich viel gelesen. Mit der Co-Sache konnte ich mich nicht identifizieren?
Ich, die die sehr selbstständig, selbstbewusst und diejenige ist, die alles in die Hand nimmt und alles rockt, wie soll das zu mir passen?
Ich doch nicht!!!
Auch die hier meist genannten Eigenschaften, passten ganz und gar nicht zu mir oder zu meinem Leben.
Mein Mann ging in die Arbeit, ich musste ihn nicht decken.
Sein Trinkverhalten war kaum anders als die unserer Freunde.
Keine Ausfälle oder Eskapaden.
Tja, das glaubte ich tatsächlich selbst. Bis ich genauer hin sah und ich zu mir selbst ehrlich war.
Nicht umsonst habe ich mich hier angemeldet. Denn es wurde in den letzten Jahren immer schlimmer!!!
Ich fing an, ehrlich zu mir selbst zu sein. Habe nichts mehr verharmlost oder klein geredet.So wie es war, war es.
Ich zählte keine Flaschen mehr, schüttete Bier aus wenn er kurz raus ging, markierte keine Bierflaschen im Träger mehr, oder füllte aus Wut in leere Flaschen Bier, Wasser und freute mich auf sein doofes Gesicht.
Und genau dass ist Co. Im Grunde drehte sich doch immer wieder alles um das sch…. Bier…😡
Ich hörte auf damit. Ich weiß genau wenn er trank. Ich machte einen Schlussstrich. Ich trennte mich zwar nicht räumlich aber emotional. Wir hatten getrennt Räume im Haus, getrennte Schlafzimmerund unser näherers Umfeld wusste, wir leben zwar noch zusammen, sind aber im Grunde ein getrenntes Ehepaar, und der Grund dafür war sein Alkoholkonsum. Ganz klar und deutlich kommunizierte ich dies.
Ab da, löste sich meine Co- Abhängigkeit.
Keine Hoffnung mehr, dass sich er ändert. Ich war raus aus dem Hamsterrad!!!!
Egal wie jemand Cohabhängigkeit definiert, welche Dynamik vorhanden sind, wenn derjenige nicht ehrlich zu sich selbst ist, ist das für mich ein Coverhalten.
Wichtig ist nur, dass ich bemerke, dass es mir schadet … egal wie es benannt wird!