Der Grund dafür, dass sie wissen soll, dass ich offen bin, ist übrigens nicht, dass ich unbedingt so schnell wie möglich mit ihr reden möchte. Das kann sie tun oder auch nicht, was auch immer für sie das Beste ist. Mir ist nur wichtig, dass sie sich nicht schon wieder im Stich gelassen fühlt. Und die Tatsache, dass ich sie so vollkommen in Ruhe lasse, als Desinteresse interpretieren könnte oder als ob ich froh wäre, mich nicht mit unserem Konflikt auseinandersetzen zu müssen.
Was mir da in den Sinn kommt, warum sagst du diese paar Sätze genau so wie du es uns hier schreibst nicht ihr? Dann hat sie es gehört und sie entscheidet wann sie mit dir reden will.
Ich muss mich nicht wie ein Fußabtreter behandeln lassen und meiner Tochter jeden Mist durchgehen lassen, weil ich Schuldgefühle habe. Damit kann ich es ja auch nicht wieder gut machen.>>>
Keiner sollte das müssen. Wir alle machen Fehler. Egal ob Co oder Süchtiger. Im Grunde kann man nie alles richtig machen in der Erziehung. Ein Kind prägt mehr als nur die Eltern oder die Familie. Klar, mit einem gutem Grundgerüst hat Kind es sicherlich leichter im Leben. Aber auch wir Eltern sind von unseren Eltern und Umständen geprägt. Wichtig ist doch, hinschauen, darüber sprechen, etwas verändern, an sich arbeiten, darüber reden und es ab dann besser machen. Das ist der erste Schritt.
Schuldgefühle bringen dir genauso wenig wie deiner Tochter. Reden....Reden und nochmals Reden. Wenn dies alleine nicht möglich ist dann mit einem Dritten (Mediator, Psychologe, oder wer auch immer)am Tisch!
Natürlich kann ich mich schwer in die Situation hineindenken/fühlen aber ich bin Mama und ich würde es zumindest so versuchen. ![]()