Ich mache das ja nicht weil es gerade so langweilig ist oder weil ich lustig bin.. Vl hast du recht- es ist als würde ich von ihm die Erlaubnis haben wollen oder die Bestätigung, dass ich es beenden darf. Aber das wird nicht passieren. Denn er gibt nichts zu. Er hat ja jetzt alles geändert. Hätte nie gedacht, dass es so schwer ist sich zu trennen, obwohl man schon mehrere Wochen weg ist.
Liebe releaseme,
alles was du da schreibst, kenne ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Unsere Nochmänner sind wirklich absolute Brüder im Geiste.
Meine Gedanken und Erfahrungen dazu:
(Sorry für die Stichpunkte, aber ich habe grade nicht so viel Zeit)
1. Du darfst Dich trennen. Du hast sehr gute Gründe dafür. Du hast die absolute Notwendigkeit gesehen und gespürt - sonst flieht man nicht mit zwei Kindern im Gepäck aus dem eigenen Haus.
2. Lass ihn reden. Mach deine Entscheidung nicht davon abhängig was er sagt. Auch nicht von „wenn“ und „dann“. Du hast dich getrennt, weil das Zusammenleben untragbar war und er dich sehr verletzt hat. Das ist Konsequenz - und absolut ok. Auch hier bist du ein Vorbild für deine Kinder. Du handelst, wenn du merkst, die Situation ist schlecht für dich und für deine Kinder.
3. wenn er vor den Kindern versucht, dir die Schuld in die Schuhe zu schieben (ich kenne das zu gut, bis heute): lass ihn reden. Sag den Kindern: „ Das müssen wir Erwachsene klären. Du (das Kind) ist nicht schuld und du (es) kann auch nichts tun.“ Der Große hat sicher genug mitbekommen - du kannst ihm sagen, dass ihr so viel gestritten habt und der Papa dich auch verletzt hat (mit Worten) und du deshalb nicht mehr mit ihm zusammen sein kannst. Ohne ihn schlecht zu machen. Er wird was fürs Leben lernen (wenn es einem in einer Beziehung schlecht geht, darf man etwas ändern. Und als zukünftiger Mann: wenn ich meine Frau so behandle, zieht sie Konsequenzen)
4. Versuche eine Wohnungszuweisung zu bekommen. Du bist Hauptbetreuungsperson, du hast deine Arbeitsstelle im Haus, er ist Alkoholiker und hat mindestens psychische Gewalt ausgeübt. Das geht übers Familiengericht meine ich.
5. Die Frauenberatungsstelle kann ich sehr empfehlen, gerade weil bei euch nicht nur der Alkohol eine Rolle spielt. Ich konnte Telefontermine wahrnehmen, was sehr hilfreich und unkompliziert war.
Du schaffst das. Bleib klar und bei dir. Du hast keine Schuld. Du handelst, weil die Situation unaufhaltbar geworden ist. Lass dich nicht unterkriegen und nicht manipulieren.