Ich frage mich oft, wieso ich so festhänge und mich nicht trennen „kann“. Soviele Leute lassen sich scheiden, fangen neu an. Wieso bin ich so feige? Jeder Freundin würde ich dazu raten. Wir sind seid fast 20 Jahren zusammen. Ich verstehe mich selbst nicht. Ich krieg den Mund nicht auf, kann nicht drüber reden. Ich verzweifle grad über mich selber.
Beiträge von Franzi
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Wenn du nichts änderst, wird sich nichts ändern.
Das ist ganz wichtig finde ich. Danke für die Erinnerung!
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nicht alle Alkoholiker sind eifersüchtig auf ihre Kinder. Es ist ein typisches Muster bei Narzissmus. Ich finde bei euch Parallelen zu meiner Erfahrung, daher möchte ich das kurz mit euch teilen. Also ich würde empfehlen euch dahingehend mal zu informieren, weil es in einer Trennungssituation hilfreich sein kann diese Muster zu kennen.
Hallo Kintsugi,
Danke für deinen Beitrag, ja da könntest du recht haben. Ich hab mal etwas gelesen und da finden sich einige Entsprechungen. Auch diese extreme Schuld- und Verantwortungsverschiebung nach außen zu anderen.
Trinkt dein Ex eigentlich noch/wieder/nicht mehr? -
Die Frage stelle ich mir natürlich auch, aber sie führt leider zu nichts. Du musst die Situation wohl annehmen, wie sie ist.
Ja da hast du vollkommen recht.
Ist das nicht eine Perspektive, die dich antreibt? Die Aussicht, dass es so werden kann, wenn du diesen Kampf gefochten hast?
An sich ja. Wenn da nicht die Furcht wäre, dass der Kampf dann zum Dauerzustand wird, weil er dann ja nix mehr zu verlieren hat. Momentan ist ja immer wieder mal Ruhe und Frieden - das ist ja das tückische an der Sache.
Trotzdem - die Aussicht, das wir als Familie nicht mehr so abhängig davon sind, in welcher Stimmung er sich befindet, dass man keine Angst vorm Nachhause kommen haben muss, das muss ein Antrieb sein. -
Ich war vor einiger Zeit mit den Kindern alleine im Urlaub. Das war so erholsam. Kein Streit, (fast) keine negative Stimmung. Als wir zurück gekommen sind habe ich den krassen Unterschied gemerkt in meinem befinden: Herzklopfen (nicht das gute), Unruhe, Anspannung.
Und er erwartet derweil von mir endlich wieder mal entgegenkommen, Zuneigung, Zeit. -
Ja, habe ich. Theoretisch könnte ich wohl beim familiengericht sogar einen Antrag auf Wohnungszuweisung stellen. Oder hätte Anspruch auf Zuschuss wenn ich gehen würde. Aber ich weiß es wäre definitiv ein Kampf und irgendwie habe ich davor noch zu viel Scheu
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Er steht mit seinem Beruf quasi in der Öffentlichkeit und das dann „auszubreiten“ vor anderen… blöd ich weiß. Warum kann das nicht friedlich und vernünftig gehen? -
Findet immer wieder neue Gründe und beschuldigt auch mich das er wegen mir trinkt weil ich mich mehr um meine Tochter kümmere als um ihn.
Hallo Nala, genau so ist es bei uns auch. Diese Eifersucht auf die Kinder und dass er ja trinken würde, weil er seine Frau nicht mehr habe. Und wirklich habe ich mich teils auch wegen der Kinder distanziert. Jetzt muss / müsste (!) er selber groß sein, Verantwortung übernehmen. Die Kinder sind wichtiger und haben Vorrang mit ihren Bedürfnissen- so sollte es doch auch sein, nicht wahr?
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Hallo zusammen.
Nach längerer Zeit schreibe ich hier mal wieder, mitgelesen habe ich die ganze Zeit mehr oder weniger regelmäßig. Ich bin grade in einem totalen Tief.
Die letzten Monate ging es mir eigentlich relativ gut, ich habe auf mich und die Kinder geschaut, Sport gemacht, mich mit Freundinnen getroffen und sogar das mit der Mutter-Kind-Kur hat geklappt.
Bei meinem Mann hat sich hingegen nichts verändert. Er hat bei der Blutentnahme relativ schlechte Leberwerte attestiert bekommen. Nochmal ein Kontrolltermin, das steht noch aus. Durch Zufall habe ich in den letzten Monaten auch vereinzelt Schnapsflaschen stehen sehen (keine Ahnung was und wieviel er tatsächlich trinkt, ich habe keinen Überblick). Nach wie funktioniert er was die Arbeit angeht, definitiv trinkt er aber täglich etwas.
Wenn ich lese, dass andere ihren Mann vor die Wahl stellen, Familie oder Saufen und der Mann geht, dann bin ich - erschreckend! Fast ein bisschen neidisch. Mein Mann würde mich auslachen fürchte ich. Mir wahrscheinlich drohen. Sagen, dass ich ihn nur mit den Füßen voraus hier rauskriege. Oder er vorher alles in Schutt und Asche legt.
Ich weiß nicht was grade mit mir los ist. In den letzten Monaten habe ich mich meistens gut gefühlt, gestärkt, und jetzt gerade einfach kraftlos und desillusioniert.
Sorry fürs Auskotzen.
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IUnd ich, aus EKA Sicht und als Mutter, kann gar nicht verstehen, wie man sich nicht entlieben kann und warum man es nicht möchte.
Ich glaube, und das klingt jetzt vielleicht blöd und ist definitiv keine gesunde, normale Sichtweise (aber wohl passend zur co Abhängigkeit) weil man sich irgendwie für den Partner verantwortlich fühlt (und er das evtl sogar so fordert),… und man nicht fähig ist gesunde Grenzen zu setzen. Ein Gefühl man dürfte den anderen nicht im Stich lassen. Man hätte Verantwortung für den anderen - wie für ein kind. Was natürlich falsch ist in jeder Hinsicht.
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Wie kann mann sich abgrenzen ohne sich zu entlieben?
Diese Frage stelle ich mir momentan auch extrem.
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Stelle ich mir schwer vor: Abstand zu nehmen/haben und gleichzeitig so nah/im gleichen Haus zu sein
Ich mir auch, bzw weiß ich dass es schwer ist, weil hier bei uns ja eine ähnliche Situation herrscht.
Bei mir ist es so, dass ich Unternehmungen mit den Kindern unabhängig von ihm plane. Ich frage zwar teilweise, ob er mitkommt / mitmachen mag, aber das ist eigentlich eh nie der Fall. Zuhause gibt er sich schon immer wieder mit den Kindern ab, aber belastbar ist er da wenig. Also bin ich da meistens trotzdem in der Nähe bzw. nicht lange weg.
Abends, wenn die Kinder im Bett sind, finde ich am schwierigsten. Er hat da ja immer schon was getrunken. Und die Stimmung sehr unterschiedlich. Manchmal verziehe ich mich in andere Räume oder ins Bett, aber das will ich eigentlich auch nicht. Als Paar hat man sowieso kaum was voneinander mit Kindern.
Wie sieht das bei dir zuhause aus Marli, gibt es noch Familienzeit, Paarzeit? Wir leben teilweise irgendwie völlig aneinander vorbei, so kommt es mir vor. Halb bewusst, halb unbewusst.
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Du kannst ihm nicht helfen und wie es aussieht, will er weder Hilfe, noch sich ändern. Mein Ex meinte auch immer "wenn erstmal xy, dann wird alles gut". Aber immer wenn xy eingetroffen ist, blieb alles wie es war und er hat weiter getrunken und gelogen. Sei froh, dass ihr keine Kinder habt.
Dieses Zitat von dir, Kintsugi, aus einem Thread habe ich jetzt einfach mal zu mir geholt, weil es auch zu uns passt wie die Faust aufs Auge. Außer auf den letzten Satz

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Ich habe gestern mit meiner Schwester über meinen Mann und die Situation zuhause - in Teilen - gesprochen. Auch mein Vater war teilweise mit dabei. Hmm. Direkt danach fühlte ich mich teilweise leichter (sie wussten aber ja eh ansatzweise Bescheid, aber nicht in welchem Ausmaß) aber irgendwie fand ich es auch sehr sehr unangenehm, bemitleidet zu werden.
trotzdem war es gut denke ich, weil ich mir schon alleine keine Ausreden mehr einfallen lassen muss, wenn ich mal wieder alleine wo aufkreuze.
Allerdings habe ich ich dann heute meinem Mann erzählt, dass ich mit meiner Schwester gesprochen habe… er war natürlich ganz und gar nicht begeistert. Da er sie eh nicht sonderlich gern mag, gehe ich davon aus, dass da in Zukunft noch viel Geschimpfe und Gelästere von ihm kommen wird und es noch schwieriger wird, gemeinsame Treffen oder Ähnliches hinzubekommen.
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Habe mir vorgenommen, dass ich morgen oder übermorgen mal mit meinen Eltern bzw meiner Schwester über meine Situation spreche. Wenn ich tatsächlich einen Auszug in Betracht ziehe, brauche ich ohnehin Unterstützung von außen.
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Ja das habe ich, Termin voraussichtlich im Spätsommer/Frühherbst. Da bin ich schon sehr gespannt.
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Ich komme auch immer mehr zu der Erkenntnis dass getrenntes Wohnen wirklich wirklich eine Erleichterung sein würde. Schon allein das ganze Leergut los sein. Aber was noch wichtiger ist: Ruhe. Ich habe mich in letzter Zeit etwas beobachtet. Das nervöse flaue Gefühl, wenn ich auf dem Heimweg bin. Ich erschrecke teilweise, wenn die Tür aufgeht. Wie gereizt ich plötzlich auf die Kinder reagiere wenn von ihm Vorwürfe oder Mittelfinger zeigen kommen und ich nicht groß drauf reagiere um vor den Kindern kein Drama zu machen (obwohl sie ja indirekt dann eh merken dass irgendwas ist).
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Das Wochenende war zweigeteilt - eigentlich ganz schön, in Bezug auf meinen Mann nicht schön.
Wir haben schon eine Zeit lang getrennte Betten. Ihm passt das eigentlich gar nicht. Ich habe ihm gesagt, dass ich es nicht mag neben einem Betrunkenen zu liegen. Ich habe ihm jetzt auch klar gemacht, dass es mir nicht reicht, wenn er mal einen Abend nichts (oder wahrscheinlich eher wenig) trinkt. Sondern dass ich ihn erst wieder ins Ehebett lasse, wenn er sein Suchtproblem ernsthaft angeht.
Ich glaube zwar nicht, dass aufgrund dessen etwas passiert. Und es gab auch schon wieder Vorwürfe, dass das doch keine Ehe dann ist. Und was ich denn alles… Aber immerhin ein Schritt für mich (ich schlafe allein deutlich besser).
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und dann wieder in „Spur“ zu laufen um wenigstens den Hauch von Normalität zu haben
Ja, genau das trifft es ganz gut. Auch irgendwie um sich von diesen argen Stress Situationen zu „erholen“.
Habe kommende Woche einen Termin für Angehörige bei einer anderen suchtberatung. Mal sehen wie das wird.
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Hallo,
Ich war immer der Meinung (und eigentlich bin ich es heute noch), dass ich eine tolle Kindheit hatte. Allerdings ist mein Vater ein sehr funktionierender Alkoholiker (was mir erst seit kurzem klar ist, ich hielt das alles immer für ganz normal). Er arbeitet erfolgreich, steht täglich früh auf, hat Hobbys und ist gern unterwegs. Und er trinkt täglich (bis auf 1 Tag, aber das nur auf Druck meiner Mutter) Bier und Wein. Es ist unvorstellbar, dass kein Alkoholvorrat im Haus ist. Im Urlaub gern schon ab mittags. Dadurch, dass ich so geprägt bin, habe ich lange nicht das missbräuchliche Verhalten meines eigenen Mannes gemerkt, habe gar kapiert dass es nicht normal ist, ständig Bier in sich reinzuschütten. Weggehen, natürlich mit Alkohol. Meine Eltern haben mir gern das Taxi bezahlt, denn die hätten ja eh nicht mehr fahren können - ganz normal. Es wundert mich nicht, warum so viele EKAs nicht entweder selbst süchtig werden oder selbst co abhängig.
Und was ich auch jetzt erst merke/vermute/realisiere: Diese verdammte Unfähigkeit, über die Zustände bei mir zuhause zu sprechen, meine Sorgen und Nöte mit mir selbst auszumachen, immer Rücksicht auf andere zu nehmen und so zu tun als wäre alles ok, all das habe ich mir in meiner Kindheit sowohl abgeschaut als auch erfolgreich antrainiert. In meiner doch so glücklichen, normalen Kindheit in einem alkoholikerhaushalt, den ich erst jetzt als solchen überhaupt erkannt habe. Ohne jegliche Gewalt oder Ausfälle. Aber trotzdem mit prägenden Folgen für mich.
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Ich fühle mich gerade so gefangen und voller Angst. Ich habe verstanden, dass es so nicht weiter gehen kann. Und dass ich vor allem so nicht weiter machen will. Aber ich fühle mich so hilflos. Ich habe Angst, vor dem was kommt. Wenn ich die Trennung ausspreche, wird er mich nicht ernst nehmen, es mir im Gegenteil zum Vorwurf machen und mich wahrscheinlich noch mehr terrorisieren, um mich wieder auf Spur zu bringen. Natürlich wird er nicht ausziehen. Wenn ich mit den Kindern dann eine Wohnung suche, wird er es mir so schwer machen wie möglich. Die Kinder manipulieren, meine/unsere Dinge zerstören und was weiß ich noch alles. Ich fühle mich wie gelähmt. Wie habt ihr es geschafft, da raus zu kommen?
Ich versuche gerade, eine neue suchtberatungstelle zu kontaktieren (die Erfahrungen mit der alten habe ich oben schon beschrieben).
Wieso fällt es mir so schwer, über die Zustände zu Hausemit irgendjemand zu sprechen? Ich habe immer das Gefühl ich dürfte ihn nicht schlecht machen. Ist das auch so ein Muster aus der eigenen Kindheit?