Beiträge von Erna

    ; "Wer vergleicht, verliert

    Guter und richtiger Spruch und ein weiterer wichtiger Baustein den ich in meinem Denken endgültig verankern muss. Was nutzen Vergleiche? Wichtig ist mein persönlicher Maßstab, den ich an mich selbst anlege. Ein Problem ist da, wo ich eins sehe. Und es ist völlig egal, ob es anderen schlechter geht als mir. (Ich glaube, ich schaue darauf auch nur, um mich selbst nicht ganz so minderwertig zu fühlen.) ICH möchte für MICH (und den Zwerg) nicht mehr so ekelig sein.

    Ach Cadda....das war gut, dies nochmal von dir zu lesen. Ich setze gleich mal noch einen drauf.....in meiner Abwesenheit brach mal ein Gerichtsvollzieher die Wohnungstür auf. Er hatte mich mehrmals nicht angetroffen. So weit so gut. Beim nächsten Termin war ich dann zu Hause. Hatte vorher aufgeräumt. Er sagte mir dann, dass er kurz davor gewesen war, das Jugendamt zu informieren aufgrund des Zustandes meiner Wohnung. Dass er es nun aber doch nicht tut, weil es jetzt einigermaßen manierlich aussah.

    Soviel zum Thema Glück.

    Frage mich gerade selbst, wie ich das schön reden kann. Weshalb gelingt es mir so gut, sowas zu verdrängen und dann zu denken, so schlimm wars ja gar nicht. Dabei kann ich mich ja eigentlich in die Schublade zu den Klischeealkoholikern dazulegen.

    Dieses wieder Vergessen war ja die ganze Zeit mein Problem. Der Vorsatz nicht zu trinken und damit die negativen Begleiterscheinungen hinter mir zu lassen, hielt ja immer nur so lange an, wie die negativen Assoziationen. Waren die verblasst....schwups....Alk im Einkaufswagen.

    Dabei ist mir dieser Mechanismus bewusst, ich habe ordentlich dagegen gearbeitet und trotzdem verblassen sie langsam wieder. Kann mir also offensichtlich keine längere Pause beim arbeiten und erinnern erlauben.....

    ha....kaum 2 Wochen nicht selbst kasteit und schon weichen meine Gedanken wieder auf. Mir war schon klar, dass ich da in eine falsche Richtung denke, daher hab ich das mal aufgeschrieben.

    Man hört so viele Geschichten und sieht Menschen, die sich zugrunde gerichtet haben. Habe auch bei der Arbeit damit zu tun. Da ist dies typische Bild in meinem Kopf von einem Alkoholiker. Das er Job, Familie, Hof und Hirn versoffen hat. Im Gegensatz dazu war es bei mir tatsächlich nicht so schlimm.

    Aber das spielt keine Rolle. Ich muß von dem Vergleiche ziehen wegkommen. Ich bin ich.....und für mich war es schlimm....schlimm genug und so nicht mehr tragbar. Und da reicht mein Bewertungsmaßstab, den ich an mich selbst anlege.

    Und zack bum einfach......war scheinbar nur das Aufhören. Zumindest im Gegensatz zu dem, was ich mir vorgetellt und welche Angst ich anfangs hatte. Den Zustand beizubehalten, wird sich offensichtlich schwieriger gestalten. Denn, danke Cadda für das hervorholen meines Anfangsposts, wenn nach nicht mal 2 Wochen locker lassen, dies schon wieder verblasst.....

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ja Cadda, diese Gespräche bei der Suchtberatung habe ich auch. Und finde sie sehr hilfreich. die sind aber leider begrenzt auf Ca. 10 mal.

    Ich versuche es jetzt einfach mit dieser ambulanten Therapie. Ich befürchte, dass es sonst irgendwann wieder kippt. Ich trau dem Frieden noch nicht. Es ging alles zu leicht.

    Schon schräg, da eiert man jahrelang um den Alk und ums Aufhören herum und dann zack bum.....ist es gar nicht so schwer. Was dann wiederum zu Gedanken führt, wie "so schlimm wars ja gar nicht". War es wahrscheinlich auch nicht, aber es war schlimm genug. Ich glaube, ich habe gerade noch im letzten Moment die Reißleine gezogen. Noch etwas länger und es hätte Auswirkungen auf meinen Job gehabt. Noch etwas länger, und mein Kind hätte mich vermutlich gar nicht mehr ernst genommen.

    Das Kind ist übrigens im Moment so entspannt, wie schon lange nicht mehr. Er verbringt plötzlich wieder gerne Zeit mit mir. Zickt nichtmal rum, wenn er mal den Müll raustragen oder mit mir etwas für die Schule machen soll. Ich glaube, er geniest das sogar :) ....Weil er weiß, ich flippe nicht gleich aus, oder bin genervt.

    Anni, ich hoffe, du kannst viel Kraft tanken nächste Woche.

    So, nun aber los....

    ich wünsche euch allen viel Kraft und Energie für den Tag

    LG Erna

    Guten Morgen liebe Anni,

    ich danke dir für den Buchtipp! Dann weiß ich ja gleich, was in meine Bucheinkaufsliste kommt. Geht mir ja bei den Lebenshilfebüchern so wie dir. Wäre das erste, was ich bewusst kaufe und nicht geschenkt bekomme :)

    Sonst gehts mir gut. Diese Woche ist bisher stressig aber schön. Letzte Woche war ja noch Schule, nun bin ich wieder zurück in meinem Ausbildungsbetrieb und ein paar Leute haben sich echt gefreut, dass ich wieder da bin. Das tat gut.

    Mache mir Gedanken, wie eine ambulante Therapie in meinen Terminplan passen soll. Meine Tage sind jetzt schon ausgefüllt. Job, Haushalt, den ich jetzt endlich mal erledige, und mit dem Kind ist auch immer was zu tun, jetzt wo die Schule wieder losgeht. Dann gerade noch einige andere Termine. Ist viel liegen geblieben.....und ich muß zwischendurch auch mal lernen.

    Prinzipiell passen zwei feste Termine in der Woche rein, aber wenn dann noch etwas außer der Reihe dazu kommt, gerät alles ins wanken.

    Na mal sehen....es wird sich alles zueinanderfügen.

    Zumindest erkenne ich gerade den Sinn dahinter, beruflich kürzer zu treten, wenn man eine Therapie anstrebt.

    Liebe Anni, wie geht es dir denn? Du hast ja im Alltag auch ordentlich zu tun.....

    LG Erna

    Ich glaube inzwischen auch, dass das Gefühl der Selbstwirksamkeit, also das Gefühl etwas schaffen und es selbst beeinflussen zu können, von enormer Wichtigkeit ist. Dann kann ich auch an mich glauben und muß keine Angst haben.

    Habe immer gesagt, dass ich Glück hatte im Leben. Irgendwie flog mir gefühlt alles zu, trotz meiner beachtlichen Drogenkarriere habe ich einiges geschafft. Natürlich auch mit Hilfe von außen.....aber vielleicht hat das ja doch auch etwas mit mir zu tun.

    Ja, ein klärendes Gespräch wäre sicher nicht schlecht. Aber da erstmal den Anfang finden.....

    Unser Kontakt war in den letzten zwei Jahren nicht mehr besonders eng. So richtig innig auch noch nie. Hätte mir das immer gewünscht....

    Mir fällt es schwer, wirklich vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.

    Im beruflichen Kontext z.B. ist alles gut. Ecke mit niemandem an, mich mögen auch alle.....aber es geht eben auch nicht weiter. Es entwickeln sich kaum private Gespräche, halte mich da eher bedeckt, und das will mit mir auch niemand. Ich bin nicht besonders lustig, habe nichts besonderes zu erzählen, bin nicht besonders intelligent.

    Andere Eltern im Kindergarten oder später in der Schule des Kindes haben Freundschaften geschlossen und miteinander vor der Schule oder auf dem Spielplatz palavert. Ich hab mich immer eher zurückgezogen. Es hat einige Kindergeburtstage gebraucht, bis ich zu den Zwei Muttis der Freunde meines Sohnes, soetwas wie eine Freundschaft aufbauen konnte.

    Das Ende vom Lied ist, das ich nun ziemlich allein da stehe. Die Menschen, mit denen ich wirklich eng war im Leben (außerhalb der Familie) kann ich an 2 Händen abzählen.

    Ich war gestern einigermaßen pikiert aufgrund deiner Antwort, Hartmut.

    Habe dann aber doch nochmal überlegt. Hätte ich irgendetwas anders machen können?

    Ich glaube nicht viel. Evtl. wäre eine kurze Vorabinfo an die Freundin, dass ich nicht mehr trinken will, dass ich Alki bin, weiß sie, etwas ausgemacht. Ich denke nicht.

    Ich war einfach überhaupt nicht darauf eingestellt, dass dort Alkohol ausgeschenkt wird, und bin völlig unachtsam und unvorbereitet in die Situation hineingetappert. Dann noch die Kegelei, die ich sehr mit Trinken verbinde. Wären wir wie vorgeplant Minigolf spielen gegangen, hätte es mich glaube ich gar nicht gestört, weil ich das nicht mit Alk verbinde.

    Aber das sind alles Dinge, die kann man nie ganz genau vorraussehen. Man kann nicht wissen, ob und wann das Suchthirn die Kontrolle übernimmt (ich war definitiv kurzzeitig nicht Herr meiner Sinne), man kurzzeitig in den Autopilot schaltet, ob man es schafft, den Verstand wieder einzuschalten. Wenn es ganz doof kommt, drückt einem im Autopilotmodus jemand ein Bier in die Hand.

    Was für mich bedeutet, dass ich immer noch achtsamer unterwegs sein muß. Vielleicht auch offener.

    Aber ich merkte auch, dass das ganze "sinnieren" darüber, etwas gebracht hat. Es ist in meinem Verstand angekommen, dass ich nichts mehr Trinke. Und ich konnte darauf zugreifen. Ob das immer funktioniert, weiß ich natürlich nicht, daher weiter vorsicht.

    Puh......das war heute nichts mit dem alkoholfreien Geburtstag. Meine Freundin hat sich leider nen Säufer geangelt. :?

    Es war schon unangenehm als die nur von Bier und dem Wodka im Kühlfach geredet haben. Als sich der Typ dann beim Kegeln ein Bier bestellt hat, wurde es dann richtig mies. Eine Runde hielt ich tapfer durch um mich dann rasch zu verabschieden. Der Zwerg schläft dort, daher konnte ich weg.

    Aber auf dem Heimweg kaufte ich gedanklich schon etwas zu trinken, würde heute ja auch niemand mitbekommen, aber scheinbar ist inzwischen mein Ehrgeiz erwacht. Meine Gedanken endeten bei meiner schönen Zahl die dann hinüber wäre und vor mir selbst wollte ich mir keine Blöße geben.

    Natürlich sah ich dann überall Bierflaschen in irgendwelchen Händen, beim Späti wollte mich noch jemand auf ein Bier einladen und die Nachbarin hatte zu guter letzt auch noch ihren mit Bier und Sekt bestückten Einkauf auf der Treppe geparkt. :mrgreen:

    Gerade kann ich wieder lachen und bin mächtig stolz, aber unterwegs war es heftig.

    Eigentlich ist es ziemlich mies, auf Kinderpartys Alk zu trinken. Leider gabs früher auf unseren Party auch oft etwas für die Erwachsenen. Wir hatten sogar mal Wein in Kaffeebechern dabei.

    Außerdem ist es wirklich schade, dass ich dort nun auch nicht mehr unbeschwert hin kann. Früher gabs dort keinen Alk, weil sie mit einem Moslem verheiratet war und im letzten Jahr hatte sich das Trinken durch den neuen Mann wohl einfach noch nicht eingebürgert.

    Und es geht wieder los.....der Druck ist körperlich.....im Bauch.....aber ich habe gemerkt, dass er sich runteratmen lässt.

    Heute werde ich nicht umkippen ! :)

    Soooo.......endlcih Feierabend und die Woche ist geschafft. Normalerweise hätte ich jetzt schon den Wein am Hals. Stattdessen gibts Cappucino, draußen regnet es, drinnen ist es gemütlich und ich freu mich sehr :)

    Morgen gibts Kindergeburtstag bei einer meiner wenigen Freundinnen. Dort gibts definitiv keinen Alkohol für die Erwachsenen, also eine gute Möglichkeit, zum ersten Mal wieder richtig unter Leute zu gehen. Morgen wird sicher kein ruhiger Moment da sein zum Quatschen. Aber vielleicht Sonntag zum Kind wieder abholen. Dann werde ich mal versuchen das Alkthema auf den Tisch zu bringen.

    Außerdem kannst du dort immer wieder nachschauen z.b.in vier oder sechs Monaten was du heute reingeschrieben hast.Deine Sorgen, Zweifel, Unsicherheit und alles was dich bedrückt kannst du dort lassen.

    Das könnte ich ja hier auch.....dachte nur daran, dass es vielleicht für manch einen etwas irritierend wirken könnte, was ich so von mir gebe und es daher evtl. besser wäre, hier alles etwas geordneter reinzuschreiben.

    Vieles gehört wahrscheinlich auch eher in eine Art Tagebuch.

    Habe mal angefangen analog zu schreiben, aber das hatte nicht den selben Effekt, wie wenn ich es hier lasse. Brauche nicht auf alles eine Reaktion, aber eine wenig Interaktion gehört scheinbar für mich dazu, um eine gewisse Befriedigung aus dem Mitteilen zu ziehen.

    Bei euch habe ich auch nicht so ein großes Problem, euch das "zuzumuten" :lol:

    Stelle fest, dass es, seitdem der Alk weg ist, für meine Gedanken kein Halten mehr gibt. Hab vorher schon vieles durchdacht bis ins Kleinste und mich an für andere unnötigen Details festgebissen. Jetzt ist es noch extremer. Hatte mal mit Achtsamkeitsübungen begonnen. Soll ja dabei helfen, die Gedanken zu fokussieren. Ich werde versuchen, das weiter zu machen und in meinen Tagesablauf zu integrieren.

    Vielleicht bringt es ja wirklich etwas.

    Schaue mal, das steht alles in den Regeln. Einfach mal nachschauen.

    eben....da steht was von stabiler Abstinenz.....aber was das ist, sieht evtl. jeder etwas anders. Ich empfinde mich gerade als relativ stabil. Jemand anders wird mich aber vielleicht anders einschätzen.

    Da kommt gleich noch eine Frage auf.....engagierte Mitwirkung im Forum......muß ich mich dafür auch bei anderen engagieren? Soweit fühle ich mich nämlich meist noch nicht.

    Nützt mir der Zugang überhaupt etwas? Oder will ich nur meine Neugier über deinen Werdegang befriedigen, Hartmut? :lol:

    Ist es besser, wenn ich im geschützten Bereich einen Thread mit meinen sinnlosen Gedanken vollstopfe um diesen hier etwas geordneter zu halten? Kann ich im geschützen Bereich mehr ins Detail gehen?

    Fragen über Fragen deren für und wieder für mich und von mir abgewogen sein wollen. :lol:

    So muß nun schnell los.....bis später :)

    Guten Morgen ihr Lieben,

    heute Nacht war ich mal wieder feiern. :lol: Aber ich war im Traum ganz bewusst ohne Konsum unterwegs. Das ist doch schonmal ein Fortschritt. :lol:

    Wird in euren SHG über Politik geredet? Eigentlich sind in Meiner politische Sachen tabu. Gestern ging das trotzdem los. Bin dann aufgestanden und hab mich verabschiedet. War mir viel du blöde und machte mir innerlich Wut. Und am Ende saß ich mit Frust und Suchtdruck zu Hause.

    Leider sehe ich jetzt jemanden mit anderen Augen. Mal schauen, ob ich darüber wegsehen kann, oder ob ich mir eine andere Gruppe suche. Hab dort über Rückfälle ein paar Aussgen gehört, da stellten sich selbst mir die Nackenhaare auf.

    Auf die anderen Kommentare will ich gerade nicht nochmal eingehen. Sonst nehme ich das Thema wieder mit in den Tag.

    Bin ich eigentlich schon jemand für den geschützten Bereich? Ich vermute mal, dass ihr meine Trockenheit alles andere als stabil bezeichnen würdet.

    LG Erna

    Wie weiß ich denn ob ichs alleine schaffe oder eben eine ambulante Therapie von nöten ist?

    Gerade denke ich, ich sollte eine machen, wenn ich mir nicht sicher bin, dass ichs ohne schaffe. Und das bin ich eben nicht.

    Wenn ich die ganzen sinnlosen und irren Gedanken und Ausflüchte mal außen vor lasse, würde ich am liebsten alle Geschütze gegen die Abhängigkeit auffahren, die im Moment möglich sind. Und mal wieder aber, das ist auch meinen Selbstzweifeln geschuldet. :lol:

    Ach, das bringt doch alles nichts, drehe mich zu diesem Thema ja gedanklich nur im Kreis. Naja.....ab und zu ein minischritt nach vorn dazwischen....mag gerade auch nichts mehr dazu lesen und muss das jetzt mit mir ausmachen.

    Ich danke euch sehr, für eure Anregungen, eure Zeit und dafür, dass ihr euch mit meinem Quatsch befasst. :)

    Lieber Hartmut,

    der Klassiker hier. ;) Unabhängig von dir. Die

    ich beziehe deine Antwort einfach mal aufgrund dieser Aussage nicht direkt auf mich.

    Grundsätzlich muss ich dir zustimmen. Die Mechanismen im Kopf sind bei jedem die Selben. Das Grundgerüst (grundbausteine)ist gleich. Aber beim Drumherum beginnt dann die Individualität.

    Guten Morgen Rattenschwanz,

    grundsätzlich gebe ich dir recht. Ausreden müssen aufhören. Ich bemühe mich auch sehr darum, die "Ausreden" von wirklichen Gründen die gegen etwas sprechen zu unterscheiden.

    Jeder ist individuell, es gibt verschiedene Wege.

    Fakt ist, das ich keine Stationäre Therapie machen werde und das mein Arbeitgeber nichts erfahren wird. Ich habe hart für meine momentane Ausbildung gearbeitet und sie gibt mir Halt und Struktur. Sie aufs Spiel zu setzen, wäre ein paar Schritte zurück.

    Ich fühle mich gerade gut und werde in Ruhe mein Möglichkeiten ausloten. Diese sind dort, wo ich wohne, sehr vielfältig. Und eine für mich passende Einrichtung für eine ambulante Therapie wird dabei sein, falls ich mich für eine entscheide.

    LG Erna

    mh....nun wurden beide Stimmen in meinem Kopf bedient. Bin also genauso schlau wie vorher. :lol:

    Fazit: Ich muss selbst meinen Weg finden. Seltsam, dass ich da keine Entscheidung treffen kann.

    Nun bist du hier, in einer realen SHG (wenn ich es richtig verstanden habe), in der Suchtberatung, informierst dich. Alles Hilfe.

    Bist du bis jetzt auch „gescheitert“?

    Ja, ich bin kläglich am Leben gescheitert. Das ist natürlich übertrieben.....ohne Therapie könnte ich mir noch sagen, ich hätte mich am eigenen Schopf gepackt und mich da rausgeholt. Auch wenn ich gedankliche Anregungen und mentale Unterstützung erhielt. Das fänd ich besser, als wenn ich schon wieder die Allgemeinheit, sprich die Rentenkasse, wegen der ganzen Kosten bemühen müsste. Wenn es nicht ohne professionelle Hilfe geht, wäre ich mehr am Leben gescheitert als ohne. Klingt schräg.....ich weiß.

    Wenn du Blinddarm, ein gebrochenes Bein oder eine eitrige Mandelentzündung hättest, würdest du dich dann auch als gescheitert sehen, wenn du zum Arzt oder ins Kh zur Op gehst und dir dort helfen lässt?

    Das ist etwas anderes und wie ich finde, nicht miteinander zu vergleichen.

    So.....und nun Schluß.....komme nicht weiter und das zermartern des Hirns hat mir heute schon wieder miese Laune bereitet. Ich werde mir Zeit lassen mit der Entscheidung. Auch nochmal nach anderen Möglichkeiten schauen. Und erstmal hören, was der Suchtmediziner morgen sagt.

    Anni, ich glaube, du hast recht.....mein Bauch wird mir sagen, was richtig für mich ist. Vielleicht muß ich mir auch noch eine andere Einrichtung raussuchen. Mit der, wo ich jetzt eine Zusage habe, bin ich nicht ganz zufrieden. Aber dort, wo mein Gefühl gut war, passt es leider mit der Terminplanung überhaupt nicht.

    LG Erna

    Mir ist gerade noch etwas eingefallen, weshalb es sich bei der Therapie sträubt. Es wäre das unwiederrufliche Eingeständnis, dass ich gescheitert bin. Es allein nicht wieder raus schaffe. Hilfe brauche.

    Schrecklich!

    Jetzt hab ichs.....das ist mein Knackpunkt dabei.

    Ich weiß natürlich, dass ich das als Blödsinn abtun sollte.

    Liebe Anni,

    ich danke dir für die Anregungen. Und die Überzeugungsarbeit :)

    Das muss ich erstmal sacken lassen und durchdenken. Aber gerade denke ich, dass es mit Anleitung sicher leichter gehen würde.....also Therapie.

    Endlich mal etwas "greifbares", was ich nicht hier oder in den SHG lernen könnte.

    Vielleicht war das der letzte Anstoß.....mal sehen :)

    LG Erna

    Guten morgen liebes Forum,

    Kintsugi

    was machst du, um deinen Selbstwert zu stärken? Tust du überhaupt bewusst etwas? Also irgendwelche Übungen oder so?

    Ich glaube, der mangelnde Selbstwert könnte der Grund allen Übels sein.

    Lebensfroh :) Ja, da hast du recht.....das ist tatsächlich eine positive Eigenschaft, die ich mir irgendwann selbst zuschreiben konnte. Leider gepaart damit, das ich etwahige Probleme gut aus meinen Gedanken verbannen kann ^^

    Ansonsten eier ich immer noch um die ambulante Therapie herum. Kann mich einfach nicht voll dafür entscheiden. Mich schrecken die 2 festen Thermine ab. Urinproben abgeben finde ich albern. Und davor, dass die anderen Teilnehmer mich runterziehen, habe ich Angst.

    Ich kann gerade gut 3 mal die Woche in die Selbsthilfegruppe gehen, der Zeitfaktor ist also Quatsch. Aber dabei bin ich eben frei in meiner Entscheidung und Zeiteinteilung. Ah....der Zwang ist es, der mich stört.

    Andererseits, will ich aber auch nichts unversucht lassen, um jetzt wirklich den Absprung durchzuziehen. Vielleicht mach ichs, wenn ich rückfällig werde. Wenn ich es allein doch nicht schaffe.

    Und ich hätte gerne weiterhin Einzelgespräche. Die bei der Suchtberatung kann ich ja nicht ewig weiterführen.

    Ach verdammt! :lol:

    Die Maschienerie in Richtung Therapie läuft. Solange ich sie nicht abbreche, lande ich drin. Heute bei der Suchtberatung wird es weiter in diese Richtung gehen.

    Meine Hausärztin hat mir gestern meine Freiheit von Suchtmitteln attestiert. Wahrscheinlich hat sie meinen Anamnesbogen nicht angesehen. Der richtige Checkup ging auch unter. Wäre interessant zu wissen, ob sie ihn trotzdem bei der Kasse abrechnen. Naja, aber meine Werte sind in Ordnung,

    Morgen habe ich einen Termin bei einem auf Sucht spezialisierten Arzt. Brauche den sicher auch für die Anträge bei der Rentenkasse. Hoffe, dass ich evtl. dorthin wechseln kann, quasi als Hausarzt. Mit meiner jetzigen bin ich unzufrieden. Alles larifari in der Praxis.

    so, ich wünsche allseits einen schönen Tag

    LG Erna