Beiträge von Eldamalu

    Das war (und ist wahrscheinlich noch) auch das trinkmuster meines Mannes. ‚Nur‘ 3 Bier. Jeden Tag. Jahr für Jahr. Manchmal auch vier. Bei Anlässen dann auch mehr.

    Und wie ich im Nachhinein herausgefunden habe, hatte er vor den 3 Bier Zuhause schon konsumiert gehabt.

    Wie du dachte ich lange: ist es denn soo schlimm? Ist er überhaupt Alkoholiker? Er hängt ja nicht täglich besoffen in der Ecke…. Etc..pp.

    Dennoch hat dieser ununterbrochene Konsum etwas mit der Familie gemacht.

    Ich habe mich einfach irgendwann zunehmend total alleine gefühlt, da stets der Alkohol zwischen uns stand. Das Gefühl, das etwas - der Alkohol - an erster Stelle steht.

    Die Kinder, die dann irgendwann ‚Papa und Bier‘ als eine Einheit wahrgenommen haben.

    Und ich habe ihn als zunehmend egoistisch empfunden. Obwohl er an sich ja überhaupt kein Egoist war/ ist.

    Aber es war irgendwie Egoismus und Härte da.

    Und es wurde einfach zunehmend schlimmer.

    Schon allein dass er an seinem Trinkverhalten nichts geändert hat, obwohl ich ihm irgendwann nicht nur einmal gesagt hatte, wie sehr es mich belastet.

    Liebe Violet,

    er braucht dir nicht leid zu tun!

    Habe mir dir selbst Mitgefühl, was du jetzt schon alles mitmachst. Die Gedanken, die deinerseits um den Alkohol und den Konsum kreisen, Anrufe die du getätigt, Gespräche, die du geführt hast - wegen des Konsums deines Mannes!

    All diese Zeit hättest du ohne dieses Problem in annehme Freizeitgestaltung, Entspannung und schöne Paar-Unternehmungen investieren können - wenn diese besch^***‘ (Sorry) Trinkerei nicht wäre!

    Die Schilderung seines Trinkverhaltens gleicht 1:1 der meines Mannes - nur wurde die Menge irgendwie so schleichend immer mehr - und die Probleme auch!

    Das Fiese ist, dass man dann noch irgendwann vorgeworfen bekommt man sei ja so schlecht drauf… abweisend…eine schlechte Partnerin..und dann irgendwann auch ja überhaupt und sowieso Schuld an seinem Konsum!

    Ich habe das alles durch, ebenfalls zwei Kinder (die übrigens schon von klein auf viel mehr mitbekommen, als man denkt!)

    Ich hatte die letzten zwei drei Jahre so oft gedacht ich sollte mich trennen - konnte es aber nicht durchziehen - Gründe waren ganz verschiedene.. emotionale, finanzielle, dann dachte ich auch, dass es ihm bestimmt auch den Boden unter den Füßen wegziehen würde und und und…

    Letztendlich hat er sich letztes Jahr getrennt weil wir uns nur noch gestritten haben und ich ja ‚nicht mehr die Frau bin, die ich früher mal war‘ und weißt du was?

    Er kommt ganz gut damit zurecht, hat er doch jetzt seine Freiheit.

    Einsicht war gering bis gar nicht vorhanden.

    Also wenn es dir zunehmend schlecht damit geht, keine Einsicht vorhanden ist und noch Kinder im Spiel sind, ist eine Trennung die bessere Wahl als zu bleiben.

    So dreht sich das Leben nämlich immer mehr um den Alkohol - bei ihm und leider auch bei dir.

    Ganz viel Kraft!!

    Liebe Junischnee

    Tatsächlich war er es, der gegangen ist.

    Eine Heldin bin ich vielleicht trotzdem, eine Heldin des Alltags.

    Die Kinder sehen ihm kaum, weil er beruflich sehr viel unterwegs ist und auch privat nicht so das beständigste und geregeltste Leben hat.

    Somit bin ich nun alleine mit den Kindern und regele und kümmere mich um alles von A-Z, der Papa ist weg!

    Der Kummer und der Verlust ist zuweilen sehr schlimm, wie könnte es anders sein. Man verliert eine ‚richtige‘ Familie, Träume, Hoffnungen, die guten Seiten eines Menschen.

    Aber man sollte auch auf den Gewinn schauen: Kein Alkohol mehr im Alltag!!

    Keine Flaschen, kein verstohlenes Abchecken wie viel getrunken wurde, sind Flaschen im Auto etv.., die Sorge wieviel die Kinder mitbekommen, das schlechte Vorbild ect. Keine Streitereien und Vorwürfe und auch nicht dieses diffuse, elende Gefühl, seinen Partner nicht wirklich richtig an seiner Seite zu haben. Es herrscht Ruhe, einfach nur Ruhe.

    Das Leben alleine mit den Kids ist manchmal stressig aber doch ruhiger.

    Ich mache dir Mut diesen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

    Liebe Junischnee

    Ja, ich spreche aus Erfahrung. Habe zwei Kinder im Grundschulalter mit meinem Mann und war 12 Jahre mit ihm zusammen- bis auf wenige Ausnahmen hat er jeden Tag all dieser Jahre getrunken.

    Es hat Jahre gedauert, bis ich es als Problem wahrgenommen habe, da es ‚nur‘ Bier war und er ansonsten völlig unauffällig war. Gepflegt, gesellig, ist stets arbeiten gegangen etc.

    Ich dachte lange wir seien eine ganz normale Familie.

    Sein Pensum belief sich durchschnittlich auf drei - vier 0,5 l Flaschen pro Tag, wobei das auch meist mehr wurde je nach Anlass (Grillen, Ausübung des Hobbys, Wochenende etc.) Ich bin mir sicher, dass er wesentlich mehr getrunken hat, als mir klar war und die 3 Flaschen wahrscheinlich sehr optimistisch sind. Konsumiert wurde dann irgendwann auch vor Autofahrten, bei Familienausflügen, am Wochenende ab Mittags…das war leider ganz ‚normal‘.

    Die Brüche in unserem Familienleben, unangenehmen Erlebnisse, belastenden Verhaltensweisen und meine Psyche, mit der es nach und nach immer schlechter stand, habe ich lange erfolgreich übersehen, verdrängt oder eben gar nicht als Problem wahrgenommen!

    Wahrscheinlich wollte ich es nicht, die Konsequenzen machten mir wahrscheinlich Angst, oder seine Mission mir die Schuld in die Schuhe zu schieben war einfach ziemlich erfolgreich gewesen.

    Nun bin ich mit den Kindern alleine und mit jedem Tag Abstand gelingt es mir mehr und mehr mich damit auseinandersetzen, mich wieder zu fangen und das Ganze aufzuarbeiten.

    Die Kinder haben leider schon mehr vom strittigen Thema ‚Alkohol‘ mitbekommen, als sie es in ihrem Alter sollten, aber ich hoffe, dass sie irgendwann eine gute und kritische Einstellung dazu bekommen. Ich selbst trinke gar keinen Alkohol mehr und habe ihnen auch erklärt warum.

    Hast du denn die Möglichkeit dir jetzt schon mal etwas eigenes zum Wohnen zu suchen?

    Ich würde schnellstmöglich aus der Situation heraus.

    Es wird immer schlimmer werden mit der Zeit, und jeder Tag zählt, besonders für deinen Sohn.

    Lass dich auch beraten bei einer Rechtsberatung, Caritas.. nehme jede Hilfe und Unterstützung an, die du finden kannst!

    PS

    Im Laufe der Zeit hat mein Mann es geschafft mich dahingehend so zu bearbeiten, zu verwirren, zu beeinflussen, dass ich immer noch immer mal wieder diese Zweifel und Schuldgefühle bekomme und denke, dass ich vielleicht ein schlechter Mensch bin.

    Soweit ist es gekommen!

    Ich kann mich nur mit Mühe und Not aus diesem Sumpf herausziehen - am eigenen Schopf.

    Sei froh, dass du aus dieser Nummer schon viel früher rausgekommen bist.

    Liebe Helene

    Sehr gerne, Helene.

    Hier sind viele tolle Leute, die dich verstehen und dir jeder Zeit mit Rat und Zuspruch bei Seite stehen. Das hat man auch bitter nötig in so einer Situation. Glaub mir, jeder der als Angehöriger an der Seite eines geliebten Menschen mit Alkoholkrankheit war oder ist, weiß, wie sich der Streit zwischen Herz und Kopf anfühlt.

    Ich bin ein Herzmensch. Sehr sogar.

    Ich habe hier einmal einen Satz gelesen, den ich nicht vergessen habe: ‚Herz aus, Kopf an.‘

    Mir widerstrebt es sehr so zu denken, aber es kann die Rettung sein. Es ist die Rettung. Gerade als empathischer Mensch gerät man ansonsten unter die Räder.

    sehr.


    Ich weiß nicht, was passiert ist. Vielleicht habe ich jemanden einfach zu sehr verletzt. Ich habe mich für falsche Verdächtigungen und Missverständnisse bei ihm entschuldigt. Er war ganze Zeit ganz ruhig und sachlich, ich auch, aber Alkohol gehört für ihn "in seinen Kreisen" dazu. Ich kenne ihn gut genug, um zu wissen, dass es, egal, was ich sage oder tue, kein Zurück für ihn geben wird. Ich fühle mich hundeelend

    Das zu lesen kommt mir sehr bekannt vor - leider! Ich weiß genau wie sich diese Schuldgefühle anfühlen, diese Trauer, die Überlegung hätte ich besser so oder so gehandelt.

    Bei mir sind es 12 Jahre, die damit ein Ende finden. Eine große Liebe. Mein Mann war ja auch sehr ruhig als er sich trennte, sehr ‚vernünftig’ und auch für ihn ist gab es kein zurück mehr. Seine Argumentationslinie war so glasklar und bestechend nachzuvollziehen.

    Was habe ich für bittere Tränen vergossen, WhatsApp Texte geschrieben, Gespräche gesucht, immer wieder die Tür offen gehalten.

    Ich sag dir mal was - das ist keine Ruhe und Vernunft, keine glasklarer Durchblick, der aus diesen Worten spricht sondern der knallharte Egoismus eines Trinkers der erst an sich und die Flasche denkt und nochmal an sich und die Flasche und dann vielleicht irgendwann an den Partner - wenn überhaupt! Wenn überhaupt.

    Ich kann dir das so deutlich sagen, weil nach der Trennung fast ein Jahr vergangen ist, und ich seitdem so unfassbare Dinge in Zusammenhang mit ihm erlebt habe, die mir einfach so allmählich dämmern lassen, was eigentlich dahintersteckt.

    Die ‚Schuld‘ wird auf den anderen abgewälzt, das beherrschen alkoholabhängige Menschen in allen nur erdenklichen Variationen und Nuancen - was damit endet, dass man sich den Kopf zerbricht, ohne Ende Trauert, Schuldgefühle hat etv.. - kannst du dir alles sparen!!

    Ich wollte das vor einem Jahr überhaupt nicht hören, aber mittlerweile kann ich es mit doppeltem Rotstift unterstreichen.

    Du hast nichts falsch gemacht - nichts!

    Trinker sind dahingehend knallhart in ihrem Verhalten - egal wie toll und lieb sie ja eigentlich ansonsten nüchtern sind.

    Man kann das alles nicht voneinander trennen.

    Also Kopf hoch, trauere und weine aber blicke dann nach vorne.

    Liebe Helene,

    Ich habe diesen Konsum bei meinem Mann, der mich irgendwann im Laufe der Jahre einfach gestört hat, die Abwiegelungen, es sei alles gar nicht so schlimm, die Konflikte, durch. Mich hat es ebenfalls sehr gestört ihn nicht klar im Kopf an meiner Seite zu haben. Die Ehe hat sehr darunter gelitten, am Ende hat er sich getrennt, was für mich sehr sehr schlimm war und immer noch ist.

    Ich weiß wie schwer es ist, wenn man auf die vielen tollen Seiten eines Menschen schaut. Tatsache ist aber auch, dass du an seiner Seite ebenfalls nicht wirklich glücklich warst! Du hattest das Gefühl kämpfen, diskutieren und einfordern zu müssen, um ihn ‚ganz‘ zu haben, ohne Flasche. Eigentlich sollte das der normal Zustand sein, ohne dass man sich darüber Gedanken machen sollte. Und das kostet wahnsinnig viel Kraft, macht einen auf Dauer kaputt, schleichend, jeden Tag ein bisschen mehr, bis man eines tages dasteht, und sich fragt, wie es so weit hatte kommen können.

    Dass dein Freund aufgrund deiner geäußerten Sorgen, Nöte und Verdächtigungen sich getrennt hat, ist doch ein klares Zeichen, dass du richtig lagst. Die Sucht war stärker. Höre auf, an deiner Wahrnehmung zu zweifeln. Das ist eines der vielen Dinge, die im Zusammensein mit einem alkoholkranken Menschen, kaputt geht.

    Der Schmerz ist jetzt groß, aber der andere Weg wäre stetig bergab gegangen, das ist leider so.

    Das Mitgefühl bringt man besser sich selbst und seinen Kindern entgegen. Da ist es definitiv besser investiert.

    Das wirkt erstmal wahrscheinlich ‚hart‘ und ungewohnt, den Fokus auf sich selbst, sein eigenes Wohlergehen und die eigene Rettung aus der Situation zu legen, aber glaub mir, alles andere ist eine abschüssige Straße, in der das Drama immer schnellere Fahrt aufnimmt.

    Ich war so lange total entgegenkommend, verständnisvoll, hab mir alle Mühe gegeben und an das Gute geglaubt - mit dem Resultat, dass es mir im Nachhinein noch schlecht ausgelegt und Lügen über mich verbreitet wurden. Hätte ich mir alles sparen können.

    Konzentriere dich auf sich selbst und dein Kind, das dich braucht.

    Alles Liebe!

    Hallo all ihr aus dem Forum,

    in meinem Thread war es jetzt lange Zeit sehr ruhig, aber ich habe viel mitgelesen und bin dabei geblieben.

    Nach dieser langen Zeit möchte ich mal ein Update geben wobei ich mich versuche kurz zu fassen (schwierig) und hoffe auf eure Einschätzung, Unterstützung, Rat und Meinungen - egal wie auch immer.

    Im Juli hatte sich ja mein Mann getrennt und ich litt all die Monate sehr unter der Trennung.

    Wobei mir auch klar wurde, wie mich und die ganze Familie sein täglicher Bierkonsum belastet hatte. Auf eine Art ging es mir wirklich besser, ich fühlte mich wieder mehr ich selbst und stärker.

    Andererseits vermisste ich meinen Mann unfassbar und sah natürlich dann in der Trennung all seine tollen und guten Eigenschaften.

    Er selbst kam immer wieder an und wollte Dinge mit uns unternehmen. Frühstücken, mal essen gehen, manchmal auch ein Gespräch unter vier Augen, bei dem ich aber nicht so recht schlau daraus wurde, was er wollte.

    Bei den Unternehmungen und treffen trank er Bier, ich traute mich nichts zu sagen.

    Letztendlich machte ich mir monatelang Hoffnungen, jedes Treffen bemühte ich mich und war sozusagen immer auf Abruf für ihn da. Er verbrachte auf seinen Wunsch sogar Heiligabend bei uns, wobei die Situation mich innerlich oft beinahe zerriss, weil er mich dennoch stets auf Abstand hielt und keine Gefühle mehr zeigte.

    Jeder Ansatz das ganze für mich zu unterbrechen klappte einfach nicht. Ich schaffte es einfach nicht!

    Eine Umgangsregelung für die Kinder hatten wir nicht, man kann sagen er tauchte auf wann es ihm gerade passte, und wir waren halt immer da.

    Die Kinder litten sehr sehr unter dieser Situation und verschlossen sich auch immer mehr, wurden härter.

    Wenn sie ihn nach einem Nachmittag oder Abend bei uns mal wieder anbettelten zu bleiben, hieß es immer nur nein, hier gibt es einfach keinen Platz für mich (wir schliefen jahrelang getrennt, worunter er sehr litt) die Kinder und ich in einem Bett, auch wegen Platzmangel.

    Anfang des Jahres wurde die Wohnung verkauft und Eigenbedarf angemeldet, das heißt ich musste mich auch nach einer neuen Wohnung umsehen.

    Über einen privaten Kontakt wurde mir ein schönes Häuschen angeboten - allerdings richtig auf dem Land, (wir wohnten in der Vorstadt) was in vielen Bereichen eine große Umstellung bedeutet -soziale Kontakte, Pendeln, komplett anderes Umfeld.

    Mir war klar, dass ich da alleine nicht hinziehen würde, mein Mann erwärmte sich von anfang an aber für diese Idee, und nachdem er sich im Februar ganz überraschend mir wieder angenähert hatte und in den Wochen danach aufhörte zu trinken, sah ich einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Ich dachte, dass wir alles wieder hinbekommen könnten, in einer völlig neuen Umgebung, mit mehr Platz, wo die Kinder auch ein eigenes Zimmer haben würden.

    Ich bemerkte sehr positiv dass er keinen Alkohol mehr trank, er war ruhiger, zugänglicher, offener, er zeigte einfach auch mehr Gefühle.

    In dieser Phasen unterschrieben wir dann Anfang April zusammen den Mietvertrag.

    Danach entwickelte sich das Ganze aber einfach wieder zum Schlechteren.

    Die Wohnung räumte ich praktisch alleine aus, weil er nichts mehr mit den alten Räumlichkeiten zu tun haben wollte, auch körperlich kam ich echt an meine Grenzen. Ich erlebte ihn insgesamt auffällig zurückhaltend, sein altes Domizil hat er ebenso nicht aufgegeben.

    Nachdem wir uns beim Umzug gestritten haben, war für ihn der Ofen aus. Seitdem erlebe ich ihn eiskalt mir gegenüber und teilweise richtig hasserfüllt. Nach diesem

    Vorfall hatten wie weitere Streits, bei denen es schlimme Vorwürfe hagelte, warum alles in dem Jahren so schlecht gelaufen sei - natürlich weil ich mich in der Ehe so schlimm, abweisend und so fort verhalten hätte. Es fielen auch einige Beleidigung und teilweise fühlte mich mich von seiner Wortwahl und seinem Verhalten regelrecht bedroht. Wenn wir irgendwo zusammen hinfuhren, herrschte im Auto eisiges schweigen, die Stimmung war so geladen, dass ich jedes Mal in seiner Nähe schlimme Magenschmerzen hatte. Es war so fürchterlich.

    In der Nacht als wir hier final die letzten Umzugskartons in das neue Zuhause schleppten und ich nach 18 Stunden auf den Beinen und den anstrengendsten Tagen, die man sich vorstellen kann, total am Ende war, eröffnete er mir, dass er nicht mir hier einziehen würde.

    Er meinte er würde es mit mir nicht aushalten, es wäre so schlimm, er würde daran kaputt gehen, weitere Beleidigung wie ich wäre nicht mehr ganz dicht und so weiter folgten. Egal welches Thema - es liegt alles an mir, inklusive sein Konsum all die Jahre, weil er es eben nur mit Alkohol ausgehalten hätte! Auch dass er so wenig für die Kinder da war, alles alles meine Schuld. Nach dem Umzug bin ich hier völlig zusammengebrochen, weil ich einfach komplett körperlich und seelisch am

    Ende war.

    Seitdem ist er wieder etwas zurückgerudert und war wieder netter zu mir, aber ich glaube nicht dass er hier einziehen wird.

    Er ist am Tag danach auf Montage gefahren und ich sitze hier und räume alles nach und nach aus, und frage mich wie es weiterhehen soll. Ich kann einfach nicht mehr!

    Dieses Hin und Her von Hoffnung und dann

    wieder Zurückhaltung und Distanz macht mich kaputt.

    Soweit ich es mitbekomme trinkt er keinen Alkohol, allerdings in einigen Situationen, in denen er sonst getrunken hat 0,0 Bier.

    Dazu habe ich nichts gesagt.

    Liebe red flag

    Unterschätze nicht diese Dauerbelastung in so einer toxischen Situation.

    Man kann ja nie wirklich entspannen sondern ist immer auf der Hut.

    Trinkt er im Keller oder in der Garage?

    Hat er gelogen?

    Ist er alkoholisiert oder nur gut drauf?

    Gibt es wieder Streit und vorwürfe wenn ich das Thema anspreche?

    Wird er beleidigend oder reagiert eingeschnappt?

    Bekomme ich wieder die Schuld zugeschoben?

    Und so weiter und so fort.

    Ich kenne diese Facetten auch nur zu gut und kann dir nur sagen, dass ich nach etlichen Jahren Belastung starke psychosomatische Symptome entwickelt habe. Herzstolpern, Rhythmusstörungen, engegefühl der Brust, Schwäche, Angst zu sterben.

    Ich habe das merkwürdigerweise in diesem

    Moment nicht auf diese Belastung zurückgeführt.

    Natürlich konnte kein Kardiologe und Arzt etwas finden.

    Die Symptome haben direkt aufgehört, als wir getrennt waren und ich mit den Kindern alleine gelebt habe.

    Ich glaube mein Körper war täglich nur von Stresshormonen überschüttet und in Daueranspannung.

    Es bringt ihm und dir nichts in der Situation zu verharren. Das hat auch nichts mit zusammenhalten in schlechten Zeiten zu tun.

    Den Kindern habe ich es kindgerecht erklärt.

    Sie sind 3. und 4. Klasse.

    Wir haben auch allgemein über das Thema Alkohol gesprochen.

    Das war alles sehr hilfreich.

    Liebe redflag

    Ich dachte auch lange: die Kinder bekommen doch gar nichts mit. Er hat keine Abstürze, wirkt nie betrunken. Alles funktioniert doch.

    ‚Nur‘ die angespannte Atmosphäre zwischen uns.

    Vor 9 Monaten ist mein Mann hier ausgezogen (und hat in der Zwischenzeit wenigstens erkannt dass sein Trinkverhalten problematisch ist!) und mir wird immer mehr klar, wie sehr sein Alkoholkonsum (er trank täglich Bier) uns alle belastet hat!

    Es ist eine kaputte, kranke Atmosphäre, nur man nimmt das leider nicht mehr so wahr, weil es traurigerweise irgendwann normal ist.

    Die Kinder tragen einfach Schaden davon.

    Die Tragweite wird erst klar, wenn man den Abstand hat!

    Hallo Mauri

    Gerade bei Zähnen lässt sich doch viel machen. Du musst das nicht einfach hinnehmen, wenn es dich stört.

    Mache einfach direkt eine Beratung beim Zahnarzt aus, und wenn die Überwindung/ Scham zu groß ist, denke an dein Ziel: wie du dich mit schönen Zähnen fühlen wirst!

    Dem Zahnarzt ist das egal, der sieht so viele Gebisse, das ist sein Job.

    Wenn ein bleaching nicht in Frage kommt, dann gibt es noch die Möglichkeit von Verneers. Das ist nicht ganz billig, aber es gibt auch gute super moderne Kliniken im Ausland. - eine Bekannte hat sich in der Türkei

    dort die Zähne machen lassen, für ein Drittel des Preises hier. Das Ergebnis ist mega.

    Liebe zoezoe

    Allein dass du ein ‚nächstes Mal‘ theoretisch und praktisch in Kauf nimmst, lässt alle Alarmglocken auf ein Mal schrillen.

    Willst du wirklich deine kostbare Lebenszeit damit verbringen, auszuprobieren ob es eventuell klappt (und die Chancen gehen gegen 0) ?

    Und das nächste Mal sind es dann keine gebrochenen Rippen sondern ein gebrochenes Bein oder Schlimmeres und du kannst nirgendwo mehr hin.

    Es gibt knapp 8 Milliarden Menschen auf der Erde - du kannst dir aussuchen, mit wem

    davon du die Zeit verbringst.

    Soll es wirklich ein versoffener Schläger sein, der dir außer einem Haus mit Pool und verlogenen ‚Umsorgen‘ nichts zu bieten hat?

    Wenn dir all unsere Beiträge hier nicht WIRKLICH die Augen geöffnet haben, dann bleibt mir nur noch dir viel Glück zu

    wünschen übrig.

    Liebe zoezoe

    Ihn verlassen und das möglichst schnell, ist die einzige Möglichkeit, um dir ein neues Leben ohne Ängste aufzubauen.

    Nicht wenige bleiben bei ihren trinkenden und / oder gewalttätigen ‚Partnern‘ wegen finanzieller Abhängigkeit oder Unsicherheiten, wegen des Hauses, das man ja zusammen hergerichtet hat oder in dem man schon so lange wohnt und das viele Annehmlichkeiten bietet und nicht zuletzt aufgrund der Hoffnung, dass der Partner alles einsieht und sich ändert.

    Wenn einmal eine Grenze überschritten wurden, und das ist bei körperlicher Gewalt einfach der Fall, gibt es kein Zurück mehr.

    Ich glaube du machst dir was vor, weil deine Ängste in ein für dich nicht gut auszuhaltenden Umfeld zu umzuziehen und das tolle Haus mit dem Pool etc.. zu verlassen zu groß sind.

    Aber kein Haus, Pool oder tolle Umgebung der Welt sind es wert, dafür in Angst, Gewalt und Erniedrigung zu leben.

    Dein Selbstwertgefühl und dein Selbstbewusstsein hat ja mittlerweile sicher auch sehr gelitten.

    Für dich sind aber, so wie für jeden Menschen, täglich alle Möglichkeiten offen.

    Jeder Tag kann ein Start in ein neues Leben sein.

    Selbst wenn du erstmal in eine mittelmäßige Zweizimmerwohnung ziehen solltest, so kannst du auch diese in eine kleine Traumwohnung verwandeln - nur für dich, und ein Leben ohne Angst und in Freiheit beginnen. Von dort aus kannst du deine Träume weiterverfolgen.

    Du wirst dich erholen und dich selbst wiederfinden!

    Wage es zu träumen.

    Hallo Yannik,

    Was ich dir noch unbedingt sagen möchte: bitte höre auf so negativ über dich zu sprechen. Du bist kein Versager.

    Du hast ein Problem mit Alkohol.

    Aber darüber hinaus bist du auch ein Kämpfer, sonst wärst du nicht hier.

    Und zuallererst bist du ein wertvoller Mensch, ganz unabhängig von allem. Das ist jeder Mensch, einfach aufgrund seines Menschseins.

    Bitte stärke dich darin.

    Liebe brightside,

    du hast nichts falsch gemacht, du bist nicht zu nervig!

    Dir geht es nicht gut, und du hast es ruhig angesprochen - ganz normal in einer Partnerschaft!

    Er hat einfach ein großes Problem mit dem

    Alkoholkonsum und fühlt sich in die Ecke gedrängt. Den schwarzen Peter sollst du jetzt zugeschoben bekommen. Das ist manipulativ, und du merkst ja jetzt schon, wie sehr dich das niederdrückt, wie bleischwer du dich damit fühlst.

    Die schlechte Nachricht: wenn er nichts ändert und mit dem trinken nicht aufhört, wird es immer schlimmer werden und du immer fertiger.

    Alle Geschichten von Angehörigen von Trinkern ähneln sich dahingehend sehr.

    Die gute Nachricht: noch kannst du relativ ‚unkompliziert‘ die Reißleine ziehen, weil ihr noch keine gemeinsamen Kinder habt. Dann wird es erst richtig schlimm.

    Liebe brightside

    dass er dich verhöhnt, es herunterspielt und deine Bedenken nicht ernst nimmt, sagt ja schon alles. Es gibt ein Problem, du legst den Finger in die Wunde, und dann reagiert er so, aus Abwehr.

    Das schlimme ist, dass man nämlich selbst irgendwann anfängt an seiner Wahrnehmung zu zweifeln und das Selbstbewusstsein mehr und mehr in den Keller geht - schließlich ‚macht man ja nur Probleme‘ , nicht wahr?

    Ich habe das auch alles gehört, bis zu der Schuldzuweisung die Trinkerei läge an mir, an unserer angespannten Ehe…bis hin zu der Behauptung, ich wäre diejenige, die ein Problem hätte und dringend Hilfe benötigte! (Kleine Anmerkung: ich trinke gar keinen Alkohol)

    Das sind alles Strategien um vom eigenen Problem abzulenken, und leider stumpft der Alkohol akut aber auch langfristig ab.

    Mich hat eine Sichtweise hier im Forum sehr nachdenklich gemacht: es ist so, dass der Partner eine Daueraffaire hat - die Flasche. Man hat ihn nie ganz für sich.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommenden Entscheidungen!

    Lg Eldamalu

    Ich fühle mich schlecht und schuldig.

    Lieber UweH

    Fühle dich nicht schlecht und schuldig - Alkoholsucht ist eine Krankheit, ein richtiges Teufelszeug dieser Alkohol.

    Du kannst stolz auf dich sein es jetzt für dich und deine Lieben anzugehen. Stolz darauf, es überhaupt erkannt und dir eingestanden zu haben.

    Das ist unfassbar stark, und du kannst dich jeden Tag loben.

    Was würde ich nur dafür geben, wenn mein Mann an diesem Punkt wäre, an dem du jetzt bist!

    Wir sind seit knapp 3 Monaten getrennt, haben zwei kleine Kinder.

    Einsicht hat er (noch) keine…

    Also bleib stark und sei stolz auf dich!

    Lg Eldamalu