Beiträge von Emily13

    Hallo Elly,

    Danke für deine ehrlichen Worte, mein Verstand weiß genau, dass du recht hast. Mein Herz ist fürs Reißleine Ziehen im Moment zumindest noch nicht bereit. Auch wenn wir nicht lange zusammen sind und keine gemeinsamen Kinder oder Wohnung haben. Das mag vllt naiv oder dumm sein, gerade weil ich im Moment mit der Situation alles andere als glücklich bin.

    Ich versuche so gut es geht auf mich aufzupassen und werden versuchen mich auf mich zu konzentrieren.

    Danke für die ehrlichen Worte und den Austausch.

    Gruß, Emily

    Mal ganz böse gesagt: mit deiner "Fürsorge", ständigen Anwesenheit/ Aufmerksamkeit gibst du deiner Freundin immer wieder die Möglichkeit von sich, ihrem Problem abzulenken, dir irgendwelche Schuld einzureden, dich für ihr Desaster verantwortlich zu machen.

    Wohnt ihr zusammen?

    Wenn nicht, mache dich mal eine oder zwei Wochen völlig rar, kein Kontakt per Telefon, kein Besuch, nichts.

    Rede mit ihr, so oft und so lange du es kannst, immer wieder, bis du (!) es nicht mehr ertragen kannst - mehr kannst du nicht tun.

    Man kann vom Alkohol loskommen, aber nur wenn man es will!

    Hallo Achelias,

    Danke für deine ausführliche Antwort.

    Ich hab mal ein paar Punkte Dauerausstellung zitiert auf die ich eingehen möchte.

    Danke, erstmal ich weiß, dass ich für ihr trinken nicht verantwortlich oder Schuld bin.

    Ich ziehe mich nun seit 3 Wochen zurück,

    Und versuche ihr auf übers Telefon kaum Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn Die mir die Schuld geben möchte weise ich die ganz klar ab.

    Nein, wir wohnen nicht zusammen, und im Moment muss ich dazu auch echt sagen, dass ich darüber auch grad sehr froh bin. Denn das ermöglicht mir ihr aus dem Weg zu gehen, wenn Sie getrunken hat und gleichzeitig auch etwas auf mich selbst zu achten.

    Ich habe vor zwei Tagen mit Ihr mal einigermaßen vernünftig reden können, sie kann das ganze auch verstehen und meint Sie möchte aufhören.

    Allerdings bin ich im Moment an dem Punkt angekommen, dass ich das auch sehen möchte und nicht nur hören.

    Im Moment habe ich durchaus noch sehr viel Hoffnung, dass sie es schaffen kann, wenn sie es dann auch wirklich will.

    Ich werde einfach noch eine Weile hoffen, dass sie es wirklich will und dabei auf mich selbst schauen wie es mir geht.

    Der Austausch hier hat mir durchaus schon ein wenig geholfen. Also Danke an alle hier.

    Gruß, Emily

    Hallo Mexico,

    Danke für deine Rückmeldung und für das darstellen deiner Sichtweise.

    Ich glaube die Gefahr der Co-Abhängigkeit ist wirklich immer da und ich gehe auch inzwischen davon aus, dass ich es schon bin.

    Ich versuche die Verantwortung abzugeben indem ich nichts für sie rechtfertige und keine Schuld annehme die sie mir geben möchte.

    Im Moment scheitert gerade sehr viel an einem nüchternen Gespräch, da sie wohl seit ca. 2 Wochen jeden Tag durchgehend betrunken ist. Denn ja ich würde gerne ehrlich mit ihr reden.

    Ich habe ihr inzwischen schon mehrmals gesagt, dass sie sich professionelle Hilfe holen sollte damit sie das schaffen kann. Denn ich denke selbst, wenn man es alleine schaffen könnte wäre es mit professioneller Hilfe besser.

    Wenn Sie das schafft und den Weg geht wird es sicherlich alles andere als leicht, wie du es auch kurz beschrieben hast.

    Ich hoffe Sie kann sich wirklich dazu entscheiden und einen ähnlichen Weg wie du gehen.

    Danke

    Gruß, Emily

    Danke für das mitteilen deiner Erfahrung.

    Ich weiß nicht wieso ich so sehr hoffe, dass sie es schafft. Vermutlich weil ich mir es für Sie so sehr wünschen würde und natürlich auch für mich.

    Weil es unfassbar weh tut der Person die man liebt dabei zuzusehen wie sie daran kaputt geht…

    Reden scheint im Moment zwecklos zu sein. Ich werde versuchen, dass es mir besser geht, dass ich auf mich achte.

    Ich denke was anderes bleibt mir wohl eh nicht übrig.

    So gesehen ist derzeit, solange sie trinkt, es völlig nutzlos, mit ihr über irgendetwas

    zu sprechen.

    Sie hat es im nächsten Moment schon wieder vergessen oder dreht alles so wie sie es braucht.

    Im Grunde hat sie immer einen gewissen Pegel. Auch wenn sie nüchtern wirkt. So ist es leider!

    Hallo Elly,

    Ja, dass es sinnlos ist mir ihr über etwas zu sprechen, wenn sie getrunken hat habe ich inzwischen auch schon auf die harte Tour feststellen müssen.

    Gerade dieses „im nächsten Moment schon wieder vergessen“ oder „es sich so drehen wie sie es braucht“ ist mir schon aufgefallen.

    Das würde im Moment als Konzequenz dann bedeuten mit ihr eigentlich keinen Kontakt mehr zu haben. Denn von Ihren Verhalten her wirkt sie eigentlich seit ca. 2 Wochen dauernd betrunken.

    Mit vllt mal kurzen Momenten nach dem Aufstehen in denen sie zwar noch nen Pegel hat aber noch nicht komplett „weg“ ist.

    Also sollte ich mich um mich kümmern und hoffen, dass sie „aufwacht“?

    In ihren Augen alles.

    Die Alkoholsucht beeinflusst jede einzelne Sekunde des Alkoholikerlebens und das Verhalten des Süchtigen. Jeden Tag, manchmal Jahrzehnte oder sogar ein ganzes Leben lang.

    Der Alk kommt IMMER an erster Stelle.

    Das bedeutet diese Krankheit.

    Nur, damit du diese Sichtweise für's Verständnis hast.

    Hallo Hera,

    Danke für das darstellen der Sichtweise.

    Das klingt für mich gerade sehr hart vermutlich genau deshalb, weil ich weiß dass du recht hast.

    Darf ich nach deiner Meinung fragen, ob du es für sinnvoll halten würdest mit ihr im Moment darüber zu reden? Bzw. Ihr zu sagen, dass man gerne mit ihr Reden würde, wenn sie nüchtern ist?

    Danke nochmal fürs darstellen der Sichtweise.

    Gruß, Emily

    Alkoholiker nutzen Absichtserklärungen, um den Angehörigen wieder auf Spur zu bringen. Da wird alles mögliche versprochen, da werden Schuldzuweisungen gemacht, da werden Verantwortlichkeiten auf den Angehörigen abgewälzt und es wird gelogen, daß sich die Balken biegen.

    Das habe ich auch schon feststellen müssen.

    Erst gestern hat sie mir geschrieben, dass sie aufhören wird zu trinken.

    Denn sie möchte durchaus beruflich weiterkommen und mich nicht verlieren.

    Ich kann in dem Moment leider nur vermuten, dass sie direkt danach wieder getrunken hat. Denn einige Stunden später kam eine Sprachnachricht in der sie mir weinend erklärte, dass sie es ihrer Mutter geschrieben hat und Angst vor der Reaktion hat.

    Ich habe ihr gesagt, dass ich den Schritt gut finde, denn das Thema zu verschweigen bringt meiner Ansicht nach nichts und dass es vermutlich nicht leicht war/ ist es aber vermutlich so besser ist.

    Kurz darauf kamen mir gegenüber wieder Vorwürfe ich hätte ihr doch am Dienstag den sehr guten Tag versaut. Kurz dazu: mir ging es am Dienstag nicht gut und hatte sehr schwer mit meinen Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen. Das führte dazu, dass ich nicht so auf ihren guten Tag reagiert habe, wie sie es gerne gehabt hätte.

    Das hat sie mir gestern erneut in einer Nachricht vorgeworfen.

    Außerdem meinte Sie ich würde es nicht verstehen, denn der Alkohol ist überall, sie könne ja nichteinmal einkaufen gehen oder zur Tankstelle gehen ohne dort mit Alkohol konfrontiert zu werden. Auch sonst sagt sie sehr oft „du verstehst es einfach nicht, du wirst es nie verstehen“.

    Darauf kommt mir jedoch der Gedanke, dass ich sehr wohl weiß wie viel Platz Alkohol in unserer Gesellschaft hat, wie leicht es ist an diese Droge zu kommen oder auch wie sehr Alkohol in unserer Gesellschaft akzeptiert wird.

    Ja ich kann nicht zu 100% nachvollziehen, wie es ist Alkoholkrank zu sein, weil ich selbst es nicht bin. Aber was hat das denn mit der Situation zu tun?

    Ich würde ihr gerne sagen, dass ich sehr wohl weiß dass Alkohol überall ist und das ganze nicht gerade leichter macht. Ich jedoch gerade über ihr Thema mit ihrer Mutter mit ihr geredet habe um da auf sie einzugehen, das aber schwierig ist, wenn Sie mir dann Vorwürfe über ein ganz anderes Thema macht.

    Allerdings habe ich auf so vielen Seiten inzwischen gelesen, dass man alkoholkranken keine Vorwürfe machen soll da dies das ganze natürlich nochmal erschweren würde und traue mich deshalb nicht ihr zu Antworten und habe bis jetzt nicht drauf reagiert.

    Vor allem weil ich auch denke, dass es zusätzlich keinen Sinn macht, wenn sie eventuell noch oder wieder betrunken ist…

    Es ist wirklich nicht leicht.

    Ich bin heute echt froh, dass mich eine gute Freundin nachher abholen wird, damit wir was schönes gemeinsam Unternehmen.

    Hallo Elly,

    Vielen Dank für das schnelle bearbeiten und die schnelle Antwort.

    Mir ist bewusst, dass ich dagegen nichts tun kann und Sie das selbst wollen und machen muss.

    Ich kann nur hoffen, dass sie den Willen und die Kraft dafür findet sich selbst Hilfe zu suchen und dagegen anzukämpfen.

    Im Moment bin ich für mich noch nicht an meine Grenzen gestoßen, dass ich sage „Ich möchte da nicht weiterhin dabei zusehen“.

    Vllt ist das auch naiv von mir, aber im Moment möchte ich hoffen, dass Sie es schafft und sich selbst Hilfe holt um sich selbst zu helfen.

    Danke für deine Antwort

    LG, Emily

    Hallo Linde,

    Danke für die schnelle Antwort.

    Ich versuche sehr stark mit das nicht einreden zu lassen. Was ich damit sagen will, rational gesehen weiß ich das auch. Es von ihr zu hören ist leider trotzdem nicht schön.

    Mit Absichtserklärungen weiß ich leider nicht genau was gemeint ist. Meinst du damit ich muss für mich Grenzen setzen, damit es mir bei dem ganzen nicht immer schlechter geht?

    Danke für deine Antwort.

    LG, Emily

    Ich bin 28 und seit 9 Monaten mit meiner Freundin zusammen.

    Sie hat mir zu Beginn gesagt, dass sie ein Alkoholproblem hat (wohl schon seit bisschen über 2 Jahren)

    Ich habe ihr das geglaubt und ihr gesagt, dass ich für sie da sein möchte und sie unterstützen möchte.

    Um ganz ehrlich zu sein, hab ich die ersten Monate die schwere der Krankheit nicht ganz wahrgenommen. Der Alkohol wurde versteckt oder so konsumiert, dass es mir oft erst später aufgefallen ist, wenn sie spürbar betrunken war.

    Auch heute noch wird der Alkohol immer wieder versteckt oder sie lügt mich an, dass sie nichts getrunken hat.

    Wenn Sie trinkt macht sie mir oft Vorwürfe und möchte diskutieren, was meiner Meinung nach keinen Sinn macht. Da in diesem Zustand es meistens so endet, dass sie sich immer wieder wiederholt, mir Vorwürfe macht oder mich sogar beleidigt.

    Da ich auch nicht ganz frei von psychischen Problemen bin und gerade mit meinem Selbstwertgefühl zu kämpfen habe tut mir das natürlich auch extrem weh. Als Folge habe ich jetzt vor ca. 1,5 Wochen die Grenze gesetzt, dass ich mit ihr, wenn sie betrunken ist nicht diskutieren möchte.

    Diese Grenze wird nicht wirklich akzeptiert, da sie mir immer wieder schreibt wenn sie Betrunken ist und mir Vorwürfe macht. Heute kam erst wieder die Anschuldigung, dass ich an Ihrem Rückfall schuld bin…

    Ich weiß grundsätzlich, dass es nicht meine Schuld ist wenn sie trinkt. Das zu hören tut jedoch trotzdem nicht gerade gut.

    Ich bin mit der Situation im Moment sehr überfordert und weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

    Ich liebe sie und möchte sie nicht verlassen, da wir durchaus sehr viel schönes zusammen erlebt haben (wenn sie nüchtern war oder ich ihr trinken akzeptiert hatte bzw. Noch nicht ganz wahrgenommen hatte) und uns doch auch in vielen Dingen ähnlich sind.

    Seit dem das Thema offen von mir angesprochen worden ist streiten wir leider sehr oft. Sie sagt sie mochte für mich das trinken aufhören. Aber sollte sie nicht für sich selbst das trinken aufhören wollen? Darauf kam von ihr die Antwort, dass sie es versucht hatte aber das nicht ausreicht.

    Als ich ihr vorgeschlagen habe sich professionelle Hilfe zu suchen, da ich zwar für sie da sein kann, aber keine Erfahrung darin habe jemandem professionell zu Helfen. Hatte sie die Idee erst als positiv aufgenommen als sie nüchtern war, mir jedoch dann wieder geschrieben als sie betrunken war, dass ich aufhören soll ihr das zu sagen, denn sie weiß selbst dass sie ein Problem hat, sie macht sich selbst schon genug Vorwürfe, ich solle doch aufhören ihr Vorwürfe zu machen.

    Der Vorschlag war von mir absolut nicht als Vorwurf gemeint, ich mache ihr auch keinen Vorwurf, wenn sie einen Rückfall hat…

    Ich habe oft das Gefühl, dass sie garnicht wirklich damit aufhören möchte.

    Ich bin auf einfach so überfordert, ich hoffe ich kann mich hier ein wenig austauschen und eventuell auch das ein oder andere dazu lernen.

    Danke schonmal im vorraus.