Elly Danke dir. Ja, es ist so. Ich leide darunter und sollte die Konsequenzen daraus ziehen. Wenn mein Herz das doch nur auch so sehen würde.
Beiträge von Coco
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Momo2006 Ja, du hast recht. Mein Verstand weiß das auch. Nur mein Herz muss das auch noch verstehen.
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Hallo zusammen, vor einem Jahr habe ich mich von meinem damaligen (extrem Alkoholabhängigem) Freund nach längerer Beziehung getrennt. Das war alles sehr unschön und heftig. Endete mit stalking seinerseits und einem gerichtlichen Kontaktvebot meinerseits. War also sehr viel Stress. Aber nachdem er Ärger von der Polizei bekommen hat und auch endlich an einen anderen Ort gezogen ist, habe ich da meine Ruhe.
Natürlich hat es Spuren in meiner Psyche hinterlassen, weswegen ich mich jetzt frage, ob ich überreagiere.
Seit ein paar Monaten habe ich einen neuen Freund. Es ging mir zwar etwas schnell, aber es hat mich glücklich gemacht und wir verstehen uns auch gut.
Aber: er trinkt auch sehr gerne das ein oder andere Bier und fährt teilweise mit 3-4 Bier noch Auto. Lügt mich dann aber an, es wäre nur eins gewesen.
Dann gab es schon an manchen Wochenende den ein oder anderen komplett Absturz, bei dem er so betrunken war, dass er nichts mehr wahrgenommen hat und nur noch sofort geschlafen hat.
Deswegen haben wir auch leider viel Streit. Jetzt glaube ich, dass er mich auch anlügt, um eben Stress zu vermeiden.
Was ist normal? Wir leben auf dem Land und hier wird schon etwas mehr getrunken. Auf Festen oder bei Freunden ist es normal ein Bier zu trinken, wer nichts trinkt, so wie ich, ist die Ausnahme.
Was kann ich tun? Er ist genervt, ich komme aus dem Thema nicht raus. Ich fände es normal, nichts zu trinken und nur ab und zu etwas. Für ihn ist es normal, immer ein Feierabendbier zu trinken und nur ganz selten nichts.
Er ist auch leider dann oft wenn er getrunken hat, weil er noch jemanden getroffen hat, sehr unzuverlässig und unpünktlich. Ich nehme es dann so wahr, dass das Biertrinken wichtiger ist, als pünktlich beim Essen mit mir zu sein.
Dadurch, dass es mich durch meine vorausgegangenen Erfahrungen so triggert, rege ich mich dann auch sehr schnell auf. Ich leide darunter, und er kann oder will es wohl nicht ändern.
Gibt es da noch Hoffnung? Kommt für mich also nur noch ein Partner in Frage, der so wie ich, so gut wie nichts trinkt?
Was kann ich tun, um aus meinem eigenen Stress da raus zu kommen?
Habe ich das Alte noch nicht verarbeitet? Er gibt auch meiner letzten Beziehung die Schuld an meinem Verhalten, aber das macht es für ihn natürlich einfach, weil er seinen Alkoholkonsum nicht in Frage stellen muss.
Entschuldigung für den langen Text und die Verwirrung. Vielen Dank fürs Lesen! -
Mein herzliches Beileid. Auch wenn du es ja schon hast kommen sehen und ihr getrennt wart, ist es bestimmt sehr schwer für dich. Wünsche dir viel Kraft für diesen endgültigen Abschied.
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Danke Whitewolf Abstand halte ich jetzt sowieso. Wir haben uns getrennt und er spielt auch ein ganz falsches Spiel. Dabei verleugnet er jetzt auch den Alkoholismus. Da ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann der Rückfall kommt, sobald er aus der Reha ist.
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Aurora Danke für deinen aktuellen Beitrag und deine Beschreibung der Beziehung mit Dante. Das macht Hoffnung, dass neue Beziehungen, selbst in deinem Fall mit einem trockenen Alkoholiker, möglich sind. Das soll nicht negativ klingen- für mich selbst bezweifle ich, dass ich mich je wieder auf jemanden einlassen kann- da ich mir nicht vorstellen kann, wieder zu vertrauen. Ein trockener Alkoholiker würde vermutlich viel zu viele Ängste schüren. Aber ich weiß auch, dass ich noch viel an mir arbeiten muss. Du bist da schon viel weiter wie es klingt, auch wenn es wohl eine Aufgabe „für immer“ ist, nicht mehr Co zu werden, bzw. zu sein.
Toll, dass es bei euch klappt und ihr euch auch gegenseitig unterstützt.
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Danke Stern ich habe das heute auch gehört. Werde mich gleich nächste Woche mit dem Versicherungsberater meines Vertrauens treffen. Noch ist nichts passiert, wozu ich einen Anwalt brauche, die drei Monate habe ich also höchstwahrscheinlich noch Zeit- aber trotzdem muss ich mich schnell drum kümmern, dass ist mir auch klar geworden.
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Danke Kintsugi , heute habe ich schon über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung nachgedacht und werde mich auch darum kümmern. Ja, eigentlich sollte es logisch sein, dass er Alkoholiker ist, hat sich ja schon rumgesprochen, also wird ihm über kurz über lang niemand glauben.
Naja, ich fühle mich schon etwas ruhiger, abends und nachts wenn die Gedanken kreisen ist es halt manchmal schlimm.
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Danke Kintsugi , leider habe ich keinen Anwalt. Da ich noch nicht so lange auf einem kleinen Dorf wohne, wo er sich bisher mehr engagiert hat, als ich, ist meine Sorge, dass sie ihm glauben- weil sie mich weniger kennen. Für mich steht da auch berufliches auf dem Spiel, deswegen ist meine Sorge so groß. Aber ich werde abwarten und die Situation weiter beobachten.
Das Gute ist, es sollte sich im Dorf schon rumgesprochen haben, dass er Alkoholiker ist, also können es die Leute hoffentlich schon einordnen.
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Cadda ganz lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht. Und wieder ist es erstaunlich, wie sich die Geschichten ähneln. Ja, ein entscheidender Punkt ist:
ZitatDu kannst so einen Alkoholiker, der so tickt wie Dein Ex oder mein Ex (nicht alle sind ja so, das ist auch charakterabhängig) nicht zur Vernunft bringen, auch nicht mit einer einstweiligen Verfügung vom Anwalt (das wäre ja der Schritt).
Jemand, der so realitätsfremd ist, der wird dann da nicht sitzen mit einem Schreiben vom Gericht und sich denken "Ok, nun lass ich sie mal lieber in Ruhe".
Nee, der Zug ist abgefahren.
das denke ich auch. Abgesehen davon habe ich keinen Anwalt.
Macht man eine Anzeige zur Verleumdung, denn das ist es ja, was er macht, nicht bei der Polizei?
Du hast das gut ausgehalten, ohne dich zu wehren, ich weiß nicht, ob ich das kann.
Klar, die Leute wissen bestimmt schon Bescheid und können sich 1&1 zusammenrechnen, aber innerlich zerfrisst es mich jetzt schon. Abgesehen davon kann es mir beruflich schaden. Aber vielleicht glaubt man ihm ja nicht.
Bin so unsicher. Aber jetzt denke ich noch mal ein paar Tage in Ruhe nach und mache auf jeden Fall keine Kurzschlussreaktion. Das ist jetzt schon mal besser als vorher, deswegen DANKE!
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Hallo Zusammen, ich bräuchte ganz dringend euren Rat.
Mein Ex versucht auf der einen Seite mich für sich zurück zu gewinnen. Nach wie vor penetrant per WhatsApp.
Auf der anderen Seite habe ich herausgefunden, dass der ganz üble Dinge über mich erzählt, die schon in Richtung Verleumdung gehen- und mir nicht nur privat sondern auch in beruflicher Hinsicht schaden können.
Eine Freundin von mir meinte, ich könnte ihn anzeigen. Dazu müsste ich das aber alles natürlich beweisen.
Es ist unglaublich, was er alles erzählt, da könnte man meinen, dass er trinkt- aber das sollte ja nicht sein, da er sich ja momentan in der Rehaklinik befindet.
Was kann ich dagegen tun? Offen von meiner Seite die Leute ansprechen?
Ihn wirklich anzeigen?
Wie kann man erwirken, dass er sich mir nicht mehr nähern oder kontaktieren darf?
Mit ihm selbst zu sprechen scheint mir wenig sinnvoll….
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Elly sorry, alles klar! Danke
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Mo2015 danke dir für deine Rückmeldung. Ja, eigentlich bin ich schon recht weit, und wir haben zum Glück keine Kinder, dass ist für mich dann leichter.
Wünsche dir, dass bei dir alles gut klappt mit einer neuen Wohnung für dich und die Kinder!
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Habe mich ja kürzlich von meinem alkoholkranken Freund getrennt, der sich gerade noch für den Entzug in einer Rehaklinik befindet.
Wenn er da entlassen wird, muss er noch seine Sachen bekommen, um auch endgültig auszuziehen.
Leider ist es so, dass wir manchmal in beruflicher Hinsicht Rücksprache halten müssen, sowie für Organisatorisches.
Nur hält er sich daran nicht, versucht immer wieder mich zu überreden, mir das mit der Trennung noch mal zu überlegen usw. Fragt, ob ich (privat) telefonieren will usw.
Anfangs war ich aufgrund seiner Lügerei usw. sehr sehr wütend. Das bin ich oft noch. Mittlerweile habe ich auch unglaubliches Mitleid mit ihm, weil er sich so vieles in seinem Leben mit dem Alkohol kaputt gemacht hat, vor allem sich selbst. Ich bin sicher, wenn er eine andere Frau findet, dann hört das Hinterherlaufen bei mir auf.
Das Berufliche muss ich schnell schnell trennen, damit es da keine Berührungspunkte mehr gibt. Ich muss auch noch sehr vorsichtig agieren, damit er mir nichts kaputt macht.
Und seine Sachen müssen aus dem Haus.
Leider will er sich unbedingt hier im Dorf eine Wohnung suchen- obwohl das weder privat noch beruflich für ihn nötig wäre. Ich glaube, er will einfach nur in meiner Nähe sein. Das nervt. Ich habe ein Haus gekauft und arbeite hier. Wenn ich dann in Zukunft auf seine Nachrichten nicht antworte, wird er wahrscheinlich zufällig am Haus vorbeilaufen.
Meine große Hoffnung ist einfach, dass er im Ort keine Wohnung findet oder bekommt.
Ich habe große Sorge, das da noch viel unangenehmes auf mich zu kommt. Und obwohl ich „froh“ bin, dass wir uns trennen, bin ich auch oft traurig, fühle mich kraftlos und verzweifelt.
Zudem fühle ich mich völlig „orientierungslos“ und weiß nicht mehr was ich will- also in meinem Leben, in meiner Zukunft. Wird das besser? Wenn die Trennung vollkommen vollzogen ist, also alles von ihm weg ist? Wer hat das alles schon hinter sich und kann mir Mut machen, dass sich dieser schwere Weg am Ende auszahlt? Bitte nicht falsch verstehen, ich will ihn und das „gemeinsame“ Leben auf keinen Fall zurück. Danke schon mal für‘s Lesen und eure Meinungen. -
Danke iwona-w für dein Feedback. Ich wünsche dir, dass die Krankheit für immer in der Vergangenheit bleibt. Das kann man jedem nur wünschen.
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ZitatHat bloss nie funktioniert, denn solche Sätze (mein subjektiver Eindruck) sind blosser Selbstbetrug. Sich die Dinge schön reden (was bei mir jahrelang funktioniert hat).
joschi018 genau so ist es. Dieses „Schönreden“ kann ich nicht mehr ertragen und macht mir auch den Eindruck, dass es nach der Therapie einfach weitergeht wie vorher. Es sind einige schlimme Dinge passiert, die mich sehr belastet haben. Deswegen trenne ich mich ja auch.
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Hartmut Ja, das scheint ein ganz entscheidender Punkt zu sein!
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Ganz lieben Dank für eure Antworten. Glückwunsch an euch, dass ihr es geschafft habt! Und für euch Strategien entwickelt habt.
Bei meinem Ex ist es halt so, dass er sich gerade noch in einer Rehaklinik befindet. Da finde ich eben solche Aussagen „ich bin gesund- damit meint er, nicht mehr süchtig“ schon etwas verfrüht. Das wird sich doch erst nach einer Weile nach Bewältigung des normalen Alltags zeigen, oder?
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Guten Morgen zusammen, habe mich kürzlich von meinem alkoholkranken Partner getrennt. Eigentlich dachte ich, mein Ex hätte die Trennung soweit akzeptiert, aber nun schreibt er mir, dass ich im Urlaub doch noch mal über einen Neuanfang nachdenken soll…
Er sei ja jetzt gesund, ganz klar im Kopf usw. Das hört sich für mich wieder nach, „naja ein Bier kann ich ja schon mal trinken“ an. So wie er das die letzten Jahre nach einem „Entzug“ gehandhabt hat.
Abgesehen davon, dass es für mich da nichts zu überlegen gibt.
Deswegen mal eine Frage an die trockenen Alkoholiker: empfindet ihr euch als ganz gesund, oder ist euch eure Krankheit ständig bewusst? Ich persönlich denke, dass es schon bewusst sein muss, um weiter trocken zu bleiben- und das es ein „ich bin jetzt vollkommen gesund“ nicht gibt. Das hört mich sehr nach Verdrängung an, und das Verdrängen von Problemen war auch immer das Problem…. Hoffe, man kann verstehen, was ich meine. Freue mich über eure Meinungen dazu. Dankeschön!