Danke, das gibt mir zu denken
Beiträge von Maeron
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Mich macht es fast ein bißchen euphorisch. Ich fühle mich unbesiegbar. Obwohl genau das dass Gefährliche ist. Vllt ist es jetzt auch so, weil mein Körper gestern Alkohol bekommen hat. Das wäre natürlich scheiße.
Also: ich suche mir wieder Sport. Ich beschäftige mich wieder mit Abstinenz Literatur. Ich gehe zur Gruppe. Ich bin hier.
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Ich will nicht mehr trinken.
Mich ekelt es an. Vorallem jetzt nach gestern.
Es gehört nicht in meinen Körper und es tut meiner Seele nicht gut.
Der anfängliche Verzichtsgedanke ist nicht mehr. Gerade auch nach gestern habe ich kein Bedürfnis mehr nach "Feier gehen = saufen gehen". Eine Zeitlang hatte ich den Gedanken, das ich das in der Menge feiern, tanzen, trinken, vermisse. Doch gestern in der Bar habe ich gemerkt, dass ich es nicht will. Es stank. Die Leute sind zum Saufen hingekommen. Ein scheiß Ort. Ich will das nicht. Nie wieder
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Hallo Alexa,
Ich glaube auch, die Sucht - Mechanismen sind gleich. Egal welche Substanz. Nur das glaube ich das Verlangen je nach Substanz stärker sein kann.
Ich war auch von Cannabis abhängig. Aber da bin ich gut von weg gekommen. Gar kein bock mehr drauf.
I ch wünsche dir, dass du weiter dran bleibst. Ich kann deine Schilderungen sehr gut nachempfinden. Sucht ist Sucht. Da hast du recht.
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Einen Motivationsschub (der negativen Art) hast Du ja jetzt erhalten.
Ja!
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Durch "Kontrolle" ist noch keiner nüchtern geblieben. Entweder Du willst es für Dich, oder nicht.
Das, stimmt. Ich tu es ja für mich.
Aber eine Verpflichtung nicht trinken zu dürfen, wegen der Reha, die wegfällt, kann trotzdem Auswirkungen haben. Sie ist ja wie eine zusätzliche Schranke gewesen.
Im Laufe der Zeit ging es mir immer besser in der Abstinenz. Deswegen soll es so bleiben!
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Du hast in der Vergangenheit ab und zu mal von kritischen Situationen und Suchtdruck geschrieben (zum Beispiel kürzlich hier #483 am 8.3.), aber nicht wirklich etwas geändert.
Wie siehst du das?
Ja, das hatte ich ab und zu. Ich wüsste nicht was ich verändern könnte. Es hatte ja ansich immer geklappt.
Also geplant hatte ich das nicht. Aber vielleicht war es unbewusst schon länger so, dass es sich so entwickelt hat, in diese Richtung.
Glaube es ist einiges zusammen gekommen:
- Zufriedenheit im Job hat sich eingestellt
- ich habe nicht regelmäßig eine reale Gruppe besucht und war hier eher weniger, zeitweise
- Ende der ambulanten Reha. Das heißt, seit ein paar Wochen plötzlich keine Gruppen- und Einzelsitzungen mehr. Dadurch aber auch weniger "Kontrolle".
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Danke euch.
Wir hatten jetzt geschrieben, nur hat sie nicht auf das Thema Bezug genommen. Denke wir reden später drüber wenn sie da ist.
Also sie meinte mal, sie will es wissen, sollte ich trinken. Mehr haben wir nicht darüber gesprochen.
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Meine Frau hat mir auf meine Schilderu g bislang nicht geantwortet.
Vllt gibt's hier auch die Sicht von Angehörigen. War es falsch es ihr zu berichten?
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dass dann die soziale Kontrolle wegfällt, weil nicht da sind und du quasi tun und lassen kannst, was du möchtest?
Das ist ein Punkt der für meine Suchtgedanken eine Rolle spielen. Wenn keine Kontrolle, kann ich es tun. Und warum tu ich es dann? Weil ich Verlangen danach habe.
Oder magst du das alleine sein generell nicht? Fühlst du dich dann unwohl und möchtest du dann dieses Unwohlsein irgendwie weg haben, und war das dann eventuell die Motivation, die schlechten Gefühle mit Alkohol zu betäuben?
Das auch. Einsamkeit erinnert mich an meine Konsumzeit. Da war ich auch einsam.
Und gestern scheint dann beides zusammen gekommen zu sein.
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Den Gedanken kann ich nachvollziehen. Und tritzden, nein auf keinen Fall. Ich habe ja gemerkt, das es sehr schwer war nach Hause zu gehen und es mir auch scheiße dabei ging.
Es gibt keine einzigen Grund das nochmal zu machen.
Ich will nicht alles aufs Spiel setzten.
Mir geht es ohne Alkohol gut.
Ich glaube wirklich das etztendlich jetzt mein Abstinenz Entschluss noch stärker ist. Ich hätte darauf verzichten können. Aber nun ist es so. Und vielleicht wäre ich sonst nachlässig und es wäre dann irgendwann passiert, mit schlimmeren Folgen.
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jetzt ist sowieso alles egal" in
Ja, das wäre denkbar gewesen und nach weiteren Getränken 100 Prozent eingetreten
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Also: zum Werkzeugkasten gehört auch, sich bei Suchtdruck mitzuteilen. Mir hilft das zumindest sehr. Und auch wie hier schon geschrieben wurde: Sich vorzustellen, wie man dann den Rückfall hier beichtet und wie schrecklich man sich dabei fühlt.
Ich werde meinen Werkzeugkasten nochmal besser gestalten und das auch mit aufnehmen.
Du bist nicht alleine, diese Erfahrung kann dir helfen die Krankheit sehr ernst zu nehmen und auch wenns dir gutgeht äußerst achtsam zu bleiben.
Danke und ja das stimmt.
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Ich hatte den Gedanken früher hier zu schreiben. Warum habe ich es nicht getan? Weiß ich nicht. Ich hätte gewusst, das ihr mich abhaltet und ij dem Moment wollte ich nicht mehr abgehalten werden, denke ich. Zumindest nicht von anderen.
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Oder vielleicht war es ganz schlicht und einfach die alte Gewohnheit, die Sucht, die sich einen Weg gebahnt hat
Vielleicht ging es darum, einfach mal auszuprobieren, wie es wäre?
Dein (Sucht) Hirn hat nur auf den Moment gewartet.
Das was ihr beide schreibt ist es glaube ich. Eine Mischung aus beiden. Der festgesetzte Gedanke, das es irgendwann passiert und ich es irgendwann ausprobieren will. Dann die Sucht die mich nicht von dem Gedanken lösen lassen konnte.
Die Reha ist vorbei. Ich war alleine. Ich habe mich dann einfach zu sehr von der Idee leiten lassen. Und als ich dann im Supermarkt war, dann ging es nicht mehr zurück. Vorher hätte ich noch umkehren können. Aber ab dem Zeitpunkt war es für mich im Rückblick zu starkes Verlangen.
Jetzt hast Du es ausgetestet und wie ist Deine Erkenntnis, brauchst Du nochmal so einen Abend?
Um Gottes Willen, nein.
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Gute Morgen,
ich konnte lange nicht einschlafen und dann habe ich wild geträumt.
Jetzt jedenfalls gehts mir besser.
Habe meiner Frau geschrieben, dass ich ihr was berichten muss, Suchtdruck hatte es aber quasie noch mal gut gegangen ist (damit sie sich nicht sorgt). Und das ich es ihr später in Ruhe erklären kann.
Ich bin noch entsetzt über das, was passiert ist. Ich glaube es musste passieren, damit ich verstehe, das ich wirklich nicht trinken kann. Es war ja total scheiße dabei, hatte nur negative Gedanken und wollte immer mehr. Hatte gestern dabei den Gedanken richtig los zu ziehen. Ein Glück nicht gemacht. Es wäre im Desaster geendet.
Ich kann keinen Auslöser finden. Mir ging es gut, hatte alles geschafft an dem Tag was ich wollte. Und sogar kurz Mittagsschlaf gemacht. Ich glaube es war einfach a) das Alleine sein. Ich hatte mir vorgenommen spazieren zu gehen und wollte dann Lesen. Also eigentlich hatte ich einen Plan für den Abend. Der Mittagsschlaf war nicht eingeplant. Aber ich war so erschöpft. Vllt hatte ich mir zu wenig Pausen gegönnt. Ich weiß es nicht. Der Gedanke, das es irgendwann passieren wird, hatte sich in meinem Kopf festgesetzt. Ich konnte ihn eigentlich immer gut wegschicken. Gestern dann nicht.
Ich war ja nicht Lebensmittel einkaufen. Sondern bin einfach wie ferngesteuert in den Supermarkt. Dort habe ich dann ein Getränk gesehen, was mich einen Urlaub erinnert hatte. Danach nach Hause. Zu Hause Skills ausgeholt. Es ging nicht weg irgendwann aufgegeben und zur Tanke. Und dann das heimlich getrunken. Bescheuert, wollte das mich keiner dabei sieht, als wäre es eine illegale Droge. Und nach dem 0,5 Bier dann los in die Bar. Usw. Nach einem kleinen Bier dort zurück gegangen und die Kurve gekriegt.
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Falls jemand jetzt was schreiben will trotzdem gerne.
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Ich hatte nach dem ersten Bier die Seelsorge angerufen aber alle Berater waren im Gespräch
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Wenn Du das weißt, wäre z. B. ohne Geldbeutel spazieren gehen
Bin nach Hause und habe noch einen Geldschein gefunden in einer Geburtstagskarte.