Jetzt ist der Kollege langfristig krank, wird aber natürlich nicht ersetzt.
Das kennen wohl viele, deren Team vermutlich vorher schon nicht zu üppig besetzt war. ..
Wenn Du jetzt langfristig für 2 ider 3 arbeitest, muss der Arbeitgeber ja auch nichts ändern. Und das macht auf Dauer jeden krank.
Deswegen finde ich Folgendes bedenklich:
Ich habe mich mittlerweile meinem Chef gegenüber geoutet, dass ich diese Arbeitsbelastung aufgrund meiner Erkrankung nicht stemmen kann.
Damit entschuldigst Du Dich am Ende dafür, dass Du wegen Deiner Alkoholkrankheit nicht längerfristig 150% oder noch mehr geben kannst...und begibst Dich in die Defensive, schlechtes Gewissen inklusive?
Ein anderer Ansatz: Ok, der Ausfall dauert länger, und eine Vertretung gibt es nicht? Was kann also liegenbleiben? Es ist ja auch in Deinem Interesse, lieber Arbeitgeber, wenn ich auf meine Arbeitskraft gut achtgebe...
Denn durch meine chronische Krankheit ( welche das ist, geht dich gar nichts an) habe ich gelernt, meine Gesundheit an erster Stelle zu setzen .
Und egal, wie viel ich arbeite: Es ist nie genug, aber immer selbstverständlich - und wird das Unternehmen trotzdem nicht retten, wenn das nötig sein sollte ...Also sorge ich für mich, weil es nämlich sonst keiner macht.
(Hat bei mir sehr viele Jahre gedauert, bis ich annähernd dahin gekommen bin - weil ich auch den Spaß an der Arbeit behalten möchte.)