Beiträge von Rennschnecke

    Jetzt ist der Kollege langfristig krank, wird aber natürlich nicht ersetzt.

    Das kennen wohl viele, deren Team vermutlich vorher schon nicht zu üppig besetzt war. ..

    Wenn Du jetzt langfristig für 2 ider 3 arbeitest, muss der Arbeitgeber ja auch nichts ändern. Und das macht auf Dauer jeden krank.

    Deswegen finde ich Folgendes bedenklich:

    Ich habe mich mittlerweile meinem Chef gegenüber geoutet, dass ich diese Arbeitsbelastung aufgrund meiner Erkrankung nicht stemmen kann.

    Damit entschuldigst Du Dich am Ende dafür, dass Du wegen Deiner Alkoholkrankheit nicht längerfristig 150% oder noch mehr geben kannst...und begibst Dich in die Defensive, schlechtes Gewissen inklusive?

    Ein anderer Ansatz: Ok, der Ausfall dauert länger, und eine Vertretung gibt es nicht? Was kann also liegenbleiben? Es ist ja auch in Deinem Interesse, lieber Arbeitgeber, wenn ich auf meine Arbeitskraft gut achtgebe...

    Denn durch meine chronische Krankheit ( welche das ist, geht dich gar nichts an) habe ich gelernt, meine Gesundheit an erster Stelle zu setzen .

    Und egal, wie viel ich arbeite: Es ist nie genug, aber immer selbstverständlich - und wird das Unternehmen trotzdem nicht retten, wenn das nötig sein sollte ...Also sorge ich für mich, weil es nämlich sonst keiner macht.

    (Hat bei mir sehr viele Jahre gedauert, bis ich annähernd dahin gekommen bin - weil ich auch den Spaß an der Arbeit behalten möchte.)

    Zurück zu Dir: Du möchtest die Frage so gern verstehen, obwohl du es vom Kopf her verstanden hast, dass es nicht funktioniert, wenn jemand die Grenze zur Sucht überschritten hat

    Da spricht wohl die Co-Stimme aus dir, die dringend Nahrung für Hoffnung braucht, ähnlich wie die Suchtstimme beim Alkoholiker

    Ps: Auch bei seriösen Magazinen ist ( wie bei Ärzten)das Wissen um Suchtmechanismen nicht besonders ausgeprägt, dafür wissen sie umso besser, was die Leute lesen wollen, und nicht zuletzt darf man vermuten, dass es auch dort genügend ( noch) funktionierende Alkoholiker mit entsprechendem Eigeninteresse gibt.

    Also: zurück zu dir!

    Menschlich verständlich, Alvin, aber auch hilfreich? Das ( vorläufig) gute Ende ist doch in erster Linie auf Einsicht und entsprechende Taten des Süchtigen zurückzuführen.

    Nimms mir bitte nicht übel, mir kommt es so vor, wie wenn jemand mit Geldsorgen sich auf Biografien von Lottogewinnern stürzt, statt auf Biografien erfolgreicher Unternehmer.

    Dies nur als Denkanstoß.

    Ich bin selbst trockene Alkoholikerin, war sehr tief drin in der Sucht und ich habe meine Mitmenschen bzw. meinen Partner nicht ansatzweise so behandelt und manipuliert.

    Dito, eher war ich selbst noch nebenbei Co ...

    Bei der Frage: Liegts an der Sucht oder am Charakter oder an beidem? (wenn sich ein Alkoholiker so mies aufführt, wie es hier von nicht wenigen Cos beschrieben wird), sehe ich eine Parallele zur Depression: Die ist auch bei manchen (wie bei mir) eindeutig vor Missbrauch und Sucht dagewesen, bei anderen erst durch die Sucht entstanden.

    Außerdem habe ich den Eindruck gewonnen, dass eine ausgeprägte Opferhaltung ( bei Alkoholikern, aber auch bei Cos) alles noch schlimmer macht . .

    Ach Jump, dss tut mir so leid für Dich, das ist bestimmt sehr schmerzhaft.

    Nein, ich habe es nicht (so schnell) kommen sehen, hab aber ja auch noch nicht so viel Erfahrung mit meinesgleichen...

    Aber ich gebe Dir recht, besser gleich als später .. ich hoffe, Deine schöne Wohnung tut Dir jetzt gut. Alles Liebe!

    Liebe Landliebe,

    hier soll es doch um dich gehen. Deine Mutter ist endlich in der Klinik, und Du kannst Dich guten Gewissens auf Dich und deine kkeine Familie konzentrieren..

    Klar, geht ein Entzug nicht spurlos an einem vorüber, aber da haben die Profis schon ein Auge drauf. Wie geht es DIR?!

    Sonntag werde ich sie besuchen, ich denke das es ihr nochmal Kraft gibt auch wenn ich eigentlich auf Abstand gehen wollte. Sie tut mir leid.

    Das ist die Co-Stimme, die Dich noch fest im Griff hat. Lies doch am besten noch mal deinen Faden durch ... Alles Gute

    Trotz Kontaktabbruch ist mein Vater weiterhin zentraler Bestandteil meines Alltags.

    Kann es sein, Lara, dass der Kontaktabbruch noch nicht konsequent genug ist?

    Könntest Du Dir nicht eine neue E-Mail-Adresse zulegen? Und anonyme Anrufe gar nicht erst zulassen?

    Was machst Du außer Psychotherapie noch, um für Dich zu sorgen? Vielleicht würde es Dir guttun, Dich hier öfter auszutauschen oder zumindest hier zu lesen? Kennst du den Notfallkoffer für Cos?

    Ich muss sagen, dass mich folgende Aussage von Dir sehr erschreckt hat:

    Was mir durch diesen Kontaktabbruch in den letzten Wochen auch bewusst wurde ist, dass ich das Gefühl habe mich selbst nicht zu kennen. Ich bin 30 Jahre alt und habe eine Art Existenzkrise - ich habe keine Ahnung wer ich bin und ich weiß nicht, was ich im Leben möchte

    Den folgenden Hinweis von Linde finde ich (Alkoholikerin und in jungen Jahren selbst Co von einem suchtkranken Geschwister) überlebenswichtig:

    Dir darf es gut gehen, auch wenn es ihm schlecht geht.

    Gut, dass Du Dich gemeldet hast, bleib dran!

    Was hat ein frisch getrennter, noch völlig in seinem Liebeskummer und mehr gefangener Mensch bei einem Speeddating verloren?

    Finde ich unfair den ehrlich nach einem neuen Partner suchenden Menschen gegenüber und bringt dich selbst auch kein Stückchen weiter bei Deiner Loslösung.