Dankeschön für die Info!
Ich überlege mal.
LG
Dankeschön für die Info!
Ich überlege mal.
LG
Hallo Leonie,,
beim Lesen deines letzten Beitrages dachte ich gerade, dass deine Überschrift eigentlich nicht mehr passt, oder?
Liebe Grüße Aurora
Hallo Aurora,
stimmt! Passt so gar nicht mehr! Kann ich das ändern?
LG
Leonie
Tag 10. Heute trinke ich nicht.
Ich hatte heute ein „Wow-Erlebnis“. Ich saß draußen und plötzlich fiel mir auf, wie gestochen scharf ich die Bäume, Gräser und das Blätterrascheln sah. Ich fühlte mich, als hätte ich Adleraugen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das Alles zuletzt so wahrgenommen habe. Absolute Klarheit! Es war richtig schön und gleich hatte ich wieder ein Glücksgefühl und eine ganz tiefe Dankbarkeit.
Es sind ganz kleine Dinge, die plötzlich ein wahnsinnig positives Gefühl aufkommen lassen. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das laufen lernt und seine Umwelt entdeckt.
Spannend! 😊
Liebe Grüße und einen guten Abend euch. 🍀
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Danke Leonie,
ich hoffe das war nicht zu anstrengend, ist ein höllischer Trip ins Vergangene mit dem ganzen Erkärungen dazu.
So in Etwa hab ich das auch in Erinnerung
GlG WW
Es ist schon ganz schön krass, sich zu erinnern.
Andererseits schadet es nicht (da möchte man ja nie mehr hin) in Verbindung mit den Gegenmaßnahmen geht es aber. Alles ist besser (auch wenn nicht jeder Tag supi ist) OHNE Alkohol.
Liebe Grüße
Bei mir begann es im Kopf.
Abends hinsetzen und was trinken. Die Bilder und Gedanken wenn der Stress nachlässt und ich beschwingt auf meinem Saufstuhl sitze und abschalten kann.
Die Bilder im Kopf hatten nie was mit der Realität zu tun. Letzten Endes bin ich meist irgendwann ins Bett gekrochen. Hatte noch gekotzt oder war irgendwo in die Ecke geflogen. Merkte ich natürlich erst am nächsten Tag.
Da war auch immer vorher ein Kribbeln im Bauch. Ich hab s so empfunden: „Du machst was, das du nicht darfst aber du machst es trotzdem“. Was Verbotenes irgendwie. Kam wohl eher davon, hatte ich einmal angefangen und war beschwingt, dann wurde das Zeug reingeschüttet bis alles leer war oder ich nicht mehr konnte. Das wusste ich natürlich vorher und jederzeit. Widerstehen? Fehlanzeige!
Ich konnte abends schwer Nein sagen. Ich wollte/konnte mich nicht mit mir selbst beschäftigen und wusste nicht was ich sonst machen sollte. Der Teufel auf meiner Schulter wusste das, flüsterte mir immer intensiver ins Ohr. Komm schon. Trink was. Setz dich hin. Du bist so unter Druck. Lass los! Gib nach!
Ich wurde nervöser und zittrig. Soll ich, soll ich nicht? Ich sollte nicht!!! Ich muss doch mal Nein sagen! Ich kann und will aber irgendwie nicht Nein sagen! Bis ich fast immer nachgegeben habe und dann ging s los. Der Teufel auf der Schulter, meine inneren Dämonen und der Alkohol. Was haben die sich gefreut, als sie mich jedes Mal wieder gekriegt hatten. Schau sie an. Jetzt is sie wieder schwach geworden. Wir haben s wieder geschafft, sie ein Stück weit mehr in unsere Hölle zu ziehen.
Leichte Beute, das kaputte, sensible Ding. Uns macht sie nix vor. Wir kennen ihren Schwachpunkt.
Letzten Endes lag es nur bei mir, mich selbst endlich anzunehmen und die Gewohnheiten zu ändern. Ich mache Sport, lasse die Situationen einfach nicht mehr zu, tu mir was Gutes, lenke mich ab. Es funktioniert.
Sorry etwas ausführlich geworden. Ich möchte nicht nur den Saufdruck beschreiben sondern auch die Maßnahmen, die ich dagegen ergreife, sonst verstärkt sich meine Konzentration wieder so darauf.
Liebe Grüße
Leonie
Das finde ich richtig gut!
Und zum Schluss in den letzten Monaten schaffte ich eigentlich nix mehr. Nur noch arbeiten, trinken, schlafen. Das war’s. Gruselig!
Bleib dran. Es lohnt sich wirklich!
Grüße
Oh ja das kenne ich auch zu gut. Arbeiten, saufen (sorry ich mag es nicht freundlicher betiteln). Kater bekämpfen, ein Tag Pause und am nächsten Abend das gleiche, elende Spiel von vorne.
Widerlich! Das ganze Leben zieht vorbei, man kämpft sich im Delirium da durch. Das kann s und darf s nicht sein.
So will ich das nie mehr haben.
Ich bleibe dran! So wie es jetzt ist (ohne Alk), ist es ganz anders und so schön.
Liebe Grüße
Hallo Leonie,
Ich habe auch einen Notfallplan in der Geldbörse, für den schlimmsten Fall. Den habe ich, speziell auf mich zugeschnitten, mit meiner Therapeutin in der Reha ausgearbeitet. Das ähnelt dem Notfallkoffer hier im Forum, aber ist auf mich angepasst.
Ja, so sollte ich das auch machen. Im Geldbeutel bei mir haben.
Finde ich gut. Sollte es zum Notfall kommen, kann man nicht mehr normal denken und man hat was, woran man sich orientieren kann.
Für einen Nichtbetroffenen kann sich das evtl. bekloppt anhören aber uns rettet es ggf. vor einem Rückfall!
Ich hoffe, dass ich den Plan nie brauchen werde aber er gibt ein Stück Sicherheit.
LG
Leonie
Dass Alkohol bei nix hilft und nix einfacher macht, weiß ich ja schon lange. Du weißt da ja auch.
Letztendlich war das auch gar nicht mehr der Grund, warum ich gesoffen habe. Ich habe nur noch gesoffen, weil ich saufen musste….weil ich alkoholabhängig geworden bin.
Ich wünsche dir einen schönen Tag 9. 😀
Das saufen „müssen“ kenn ich auch zu gut. Ich war ganz nervös wenn ich nichts oder nicht genug im Haus hatte. Ne halbe Flasche (z. B. Wein oder Sekt) noch…. Da musste ich aber nochmal los. Lieber n bisschen mehr, dass es für nächstes Mal noch reicht. Für das nächste Mal war fast nie was übrig weil ich meist alles am selben Tag vernichtet habe. Teilweise (über ein paar Wochen) trank ich auch nur ein Glas und da war der Gedanke „ich kann kontrolliert“ trinken! Nein! Ein Alkoholiker kann niemals kontrolliert trinken! Geht ein paar Mal gut und der nächste Abschuss bzw. Absturz ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es funktioniert nicht! Basta!
Finger weg! Komplett! Kein vielleicht etwas weniger, mal Pause machen, nur am Wochenende usw.! Alles Trugschlüsse!
Ich bin aus dem nassen Sumpf rausgekrabbelt! Ich bin froh, jetzt trockene Füße zu haben! Ein geistiges Warnschild vor dem Sumpf (im übertragenen Sinne) und bloß nie wieder auch nur ansatzweise in die Richtung der nassen, dreckigen, stinkenden Brühe kommen!!!
Hallo ihr Lieben,
Tag 9. Heute trinke ich nicht.
Ich war bei der Therapie.
Es hat wieder sehr gut getan.
Meinen Notfallplan ausgearbeitet, sollte es brenzlig werden.
Es ist schön, sich selbst wieder finden und sich Zeit für sich nehmen zu dürfen.
Die eigene Geschichte und Traumata aufzuarbeiten. Darüber zu sprechen und Lösungsansätze zu finden. Bei klarem Geist und klaren Gedanken.
Ich realisiere jeden Tag mehr, wie ich mit meinen Saufgelagen die Situation, mein Leben usw. immer mehr verschlimmert habe. Wie viele Lücken es gab in den ganzen Jahren weil ich mich so dermaßen abgeschossen habe und vernebelt durch s Leben gestrauchelt bin.
Ich hab zwar viel geschafft. Geschafft, ja, mehr auch nicht. Von Lebensqualität keine Spur. Es war eine Lebensquälerei!
Ich bin so dankbar, wieder klar und bewusst am Leben teilnehmen zu können.
Ich empfinde wieder richtige Freude. Ich bin klar, wie lange nicht mehr. Ich habe Hunger auf s Leben. Ich freue mich auf jeden neuen Tag. Einer ist besser, einer schlechter. Trotzdem ein neuer Tag, an dem ich nüchtern aufwachen und auch nüchtern einschlafen darf.
Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Sie gehört zu mir und meinem Leben dazu. Ich bin nicht stolz darauf aber ich lerne, das Vergangene anzunehmen.
Das Beste was ich für mich tun konnte, war, mir endlich Hilfe zu suchen. Es war für mich 5 vor 12!
Ich verspüre gerade eine sehr große Dankbarkeit.
Habt alle einen guten Tag!
Vielen Dank für diese Worte.
Für andere mag das ja ‚nur‘ eine Feststellung zu deinem Erlebten sein, aber mich berührt das gerade so sehr, dass ich weinen muss. Da kommt gerade ganz viel hoch bei mir und trotzdem empfinde ich gerade eine tiefe Dankbarkeit.
Hallo Stern. Fühl dich ganz fest gedrückt. Ich empfinde das Weinen mittlerweile als Befreiung. Lass es raus. Das gehört dazu.
Ich hab letzte Woche nach langer Zeit, nach meinem letzten Saufabend den ganzen Tag geweint. Es hat gut getan.
Da kam alles hoch und da wusste ich, JETZT ist Schluss mit der Selbstzerstörung.
Ich tu mir das nicht mehr an. Die eigene Vernichtung allein im stillen Kämmerlein.
Ich bin um jeden Tag dankbar ohne Alkohol.
Auf auf in ein neues Leben!
Guten Morgen,
die Sache mit dem Zitieren muss ich nochmal üben 🙈
Die Nacht war nicht so gut. Mein Hund hat sich übergeben. Aaaber ich bin nicht mehr so gerädert als an den Tagen zuvor.
Als ich gestern Abend heimfuhr, bemerkte ich wieder den Automatismus in meinem Hirn. Daheim setze ich mich hin und trinke was! Ich erschrecke jedes Mal wenn der Gedanke mich erwischt! Ich spreche dann mit meinem Gehirn gedanklich. „Nein, liebes Gehirn, wir setzen uns nicht hin und trinken was! Es ist kein Alkohol mehr im Haus und wir brauchen den auch nicht und auch nie wieder“. Schräg irgendwie aber es hilft. Ich habe dann etwas Leckeres gegessen und bin ins Bett gegangen.
Es ist schön, nüchtern einzuschlafen und ohne Kater aufzuwachen. Die Tage geben mir wieder neue Perspektiven. Ich kann klar entscheiden wie ich den neuen Tag gestalte.
Tag 8 ohne Alkohol. Heute trinke ich nicht.
Habt alle einen guten Tag 😊
Liebe Leonie,
die geistige und körperliche Erschöpfung habe ich auch in der Anfangszeit meiner Nüchternheit erlebt. Ich hatte den Eindruck, dass dies Teil der Entgiftung, Erholung, und Umstellung ist. Ich habe nicht dagegen angekämpft, sondern es akzeptiert und dem nachgegeben. Ich empfand mich als rekonvaleszent, also in der Erholung nach schwerer Krankheit. Ruhe, Entspannung und Schlaf waren hilfreich.
Mach weiter so
Herzliche Grüße
MieLa
Das muss ich auch so sehen. Ich brauche das für mich, um gesund zu werden.
Ruhe und Erholung. Das muss ich mir einfach gönnen. Es zulassen und abschalten.
Nicht einfach
Alles anzeigenHallo Leonie,
schön, dass du hier bist.
Ich war auch so eine, die ausschließlich alleine zu Hause gesoffen hat. Verzeih meine Wortwahl, aber für mich zeigt dieses Wort ‚saufen‘ mit aller Deutlichkeit, wie schlimm das war.
Ich dachte auch immer, dass mir das nix ausmacht, wenn wir weg waren und dort dann Alkohol getrunken. Hat es für den Moment auch nicht. Aber, wenn ich dann wieder alleine zu Hause war, habe ich so viel Alkohol in mich reingeschüttet, als würde morgen ein Verkaufsverbot verhängt werden. Rückblickend sage ich deshalb: Und sehr wohl hat es mir was ausgemacht.
Pass da besonders gut auf dich auf. Die Sucht bleibt ja.
Tag 7 ist eigentlich gar nichts?
Tag 7 ist eine ganze nüchterne Woche. Tag 7 ist der Anfang von für immer.
Herzlichen Glückwunsch zu einer ganzen nüchternen Woche. 💐
Ich habe auch erst gedacht, dass es ein schwerer Weg wird. Das war vor 27 Monaten.
Aber das ist nicht so.
Als ich für mich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin und mir bewusst gemacht habe, dass ich aus dieser Spirale nur aussteigen kann, wenn ich keinen Alkohol trinke ….. egal, was passiert….war es gar nicht mehr schwer.
Dein ‚Heute trinke ich nicht‘ gefällt mir.
Ist es nicht schön, abends ins Bett zu gehen und sagen zu können: Heute habe ich nicht getrunken und der Tag war gut und morgen trinke ich auch nicht.
Ich schenke mir regelmäßig eine ‚Belohnung‘ ….irgendetwas, woran ich mich erfreuen kann …ein schöner bunter Blumenstrauß, ein duftendes Schaumbad, ein leckeres Eis…. Und dann freue ich mich darüber, wie gut es mir geht und das ich das nüchtern erleben darf.
Es ist gut, dass du dir Hilfe gesucht hast.
Ich verwende auch gerne den Begriff „saufen“ bzw. „gesoffen“ weil ich s genau so betrieben habe. Es ist nichts Positives daran. Kein Genuss. Es schmeckte nicht. Es war reines Abschiessen.
Draußen immer schön den Kopf hochgehalten und alleine daheim gesoffen als gäbe es kein Morgen mehr.
Heute Tag 8 und es geht mir gut.
Das mit der kleinen Belohnung, Blumen etc. ist eine super Idee.
Sonst hab ich mich mit Alkohol belohnt. Der tat mir aber nicht gut.
Alles anzeigenHallo Leonie,
Das kenn ich auch. Ich hab immer geholfen und mich angestrengt, alles zu schaffen. Dabei hab ich mich selber total vergessen und das jahrelang. Da kam das "Ventil" Alkohol, was aber nicht hilft. Der Mist ist noch der Gleiche, wie vorher und wieder nichts für mich!
Ganz wichtig in deiner künftigen Zeit ist: Kümmere dich um DICH, tu was dir gut tut (natürlich kein Alkohol). Mach dich hübsch, geniesse den Tag und entspann mal richtig.
Nimm Sachen in Angriff, die du sonst nie gemacht hättest. Und wenn es nicht fertig wird, sei nicht enttäuscht. Mach es vielleicht nächsten Tag weiter.
Ich hab mein Wohnzimmer renoviert und hab fast alles allein gemacht. Es spornt an, wenn man sieht wie das wächst. Heute bin ich froh, das so gemacht zu haben und fühle mich wohl.
Das sind meine Erfahrungen, die ich gemacht habe. Vielleicht hilft es dir ja. Ich drück dir die Daumen.
LG
Eddi
Das mit dem Entspannen fällt mir echt noch schwer. Auch vom Kopf her. Habe aber gute Tipps bekommen wie ich das in Griff bekomme.
Ich hab angefangen, den Garten für den Herbst vorzubereiten. Das hilft auch ganz gut.
Danke für eure tollen Tipps.
Das tut gut und hilft ungemein.
Vielen lieben Dank.
Liebe Grüße
Vielen Dank.
Habe mich gerade beworben.
Und ja. Es ist wirklich schön, sich so viel besser zu fühlen. Ich bleibe dran!
Liebe Grüße
Leonie
Ja es ist echt spannend und ne Herausforderung. Wer bin ich? Wie geht es mir? Wie verbringe ich den Tag? Was brauche ich? Was tut mir gut? Was nicht?
Ich kann wieder Entscheidungen treffen, bestimmen was ich und wie ich es mache.
Keine qualvollen Tage mehr, an denen es das Hauptziel war, durchzuhalten und sich dann in einem andauernden Kreislauf wieder abzuschießen.
Es ist wahnsinnig schön aber auch anstrengend, die Tage neu zu ordnen und zu organisieren.
Positiv überwältigend würd ich es aber sehen.
Vor einer Woche war ich noch in der Hölle von Suff, Kater, Verzweiflung und Depression gefangen. Jetzt eröffnen sich Tag für Tag neue schöne Dinge und Momente.
Klar gibt es gute und auch schlechte Tage.
Man muss trotzdem immer das Beste draus machen! Die Welt dreht sich deshalb auch weiter.
Vielen Dank für deine aufmunternden Zeilen. Das tut gut. Man fühlt sich zusätzlich unterstützt und nicht alleine.
Es ist für mich wichtig, jeden Tag ein paar Zeilen hier schreiben zu können. Mein kleines Tagebuch sozusagen. Hier findet man Verständnis, Akzeptanz und auch mal den nötigen Tritt in den Allerwertesten, wenn es vielleicht mal sein muss.
Danke euch 😊
Guten Morgen,
Tag 7 nüchtern. Ich bin ein wenig stolz. Heute trinke ich nicht.
Die körperliche und geistige Erschöpfung im Moment machen mir zu schaffen. Mir und meinem Körper Erholung zu gönnen fällt mir gerade extrem schwer. Ich kenne das nicht! Ich frage mich wie ich das mit Alkohol geschafft habe? Ich habe mich durch die Tage gezwungen und mich da (mental) irgendwie durchgeprügelt und perfekt funktioniert. Tag für Tag.
Erschreckend wie müde und ausgelaugt ich bin. Wie habe ich das so lange durchgehalten?
Ich neige schon wieder dazu, zu hart mit mir zu werden. Ich muss Leistung bringen, arbeiten, meine Sachen erledigen usw.
Vorher hatte man den Antrieb Alkohol, schön rödeln, abends gibts ja die Belohnung in Form von Promille.
Jetzt gibt es die Belohnung in Form von gesund werden, klar sein und keinen Alkohol mehr zu brauchen. Das müssen mein Gehirn und mein Körper noch lernen.
Tag 7 ist eigentlich gar nichts und doch zählt jeder Tag nüchtern.
Man muss sich jeden Tag vor Augen führen wo man stand, wie es jetzt ist und wo man hin möchte. Jeder Tag ohne Alkohol ist ein besserer Tag. Immer achtsam sein und keine Gelegenheit aufkommen lassen, schwach zu werden. Die Sucht hat so viele Facetten.
Es ist ein Kampf, der alles andere als leicht ist.
Ich bin froh, meinen Therapeuten und meinen Hausarzt zu haben. Das gibt Rückenwind und macht stark.
Es geht langsam voran aber jeder Tag bringt mich näher an ein gesundes, glückliches und freies Leben.
Habt einen guten Tag.
Ganz liebe Grüße
Leonie
Guten Morgen,
Tag 6. Heute trinke ich nicht.
Ich habe wieder schlecht geschlafen und wirres Zeug geträumt. Aber seit Langem weiß ich mal wieder, was ich geträumt habe.
Die Tage fühlen sich aktuell noch etwas dumpf an (wie unter einer Käseglocke).
Ich nehme aber trotzdem wieder viel mehr kleine Reize aus der Umwelt wahr.
Ich habe für die nächste Therapiesitzung eine Art Lebenslauf geschrieben.
Wahnsinn was mir alles wieder eingefallen ist und was ich bereits seit Kindheitstagen für einen großen Rucksack mit negativen Erfahrungen auf dem Buckel habe.
Noch dazu habe ich mir immer Partner mit schwierigen Familiensituationen und Alkoholproblemen gesucht. Ich wollte immer helfen. Das hab ich auch teilweise geschafft. Nur hat es bei mir nie geklappt, weil ich mich immer mit anderen Leuten beschäftigt habe und nie mit mir selbst. Ich bin immer vor mir selbst davongelaufen.
Meine Geschichte hatte ich mehr und mehr meinem schlimmsten Partner Alkohol überlassen.
Vor 6 Tagen habe ich ihn verlassen. Er tat mir nie gut. Er machte mir vor, mir gut zu tun und mir helfen zu wollen. Nein, er wollte mich zerstören, mich zu einem körperlichen und emotionalen Wrack machen. Er hat bereits gute Arbeit geleistet. Nun ist Schluss damit! Ich bin ein starker Mensch. Ich habe ein gutes Leben! Eine gute Familie!
Geht eine Tür zu, öffnet sich eine Neue! Es kann und wird „nur“ besser werden.
Habt einen guten Tag.