Liebe Releaseme,
das mit der Veränderung habe ich auch zu hören bekommen. Das sind die Suchtmechanismen. Ich habe auch sehr lange Zeit gebraucht, bia ich das alles verstanden habe. Lass dir nichts einreden, du machst alles genau richtig 💚
Liebe Releaseme,
das mit der Veränderung habe ich auch zu hören bekommen. Das sind die Suchtmechanismen. Ich habe auch sehr lange Zeit gebraucht, bia ich das alles verstanden habe. Lass dir nichts einreden, du machst alles genau richtig 💚
Ehrlich gesagt kämpfe ich gerade heftig mit mir selbst. Was ist richtig, was ist falsch. Ich fühle mich unfassbar schuldig und ich will doch nur endlich in Frieden leben. Ich habe oft Angst, dass alles wieder rückgängig gemacht wird. Dass der Druck von Außen so stark wird, dass ich wieder mit ihm zusammen leben muss, nur damit gewisse Menschen um mich herum mich nicht weiter bedrängen. Ich fühle mich schlecht und ich fühle mich undankbar für all das, was er in den guten Jahren für mich getan hat. Tut mir leid für den Schwall.
Du musst gar nichts machen und ganz bestimmt nicht zurück zu ihm, er hat sich selbst dazu entschieden, dass er sich ruinieren möchte. Da es seine Schwester ist, die verstehen möchte, was mit ihm los ist, würde ich ihr sagen, was los ist und dann vielleicht auch einfach klar machen, warum du dich getrennt hast. Und sie kann dann auch selbst entscheiden, ob sie ihm auf dieser Basis tatsächlich helfen möchte.
Liebe Marliese,
Vielleicht ist es doch mal besser mir einen Therapeuten zu suchen. Jedoch habe ich wirklich Angst, dass es gegen mich verwendet werden kann...
ich bin der festen Überzeugung, dass niemand vom Jugendamt es gegen dich verwendet, wenn du dir therapeutische Hilfe holst. Das ist ja auch im Sinne der Kinder. Informier dich doch einfach mal bei einer Beratungsstelle. Das Jugendamt hat das Kindeswohl im Blick und eine Mutter, die in Therapie ist, schadet damit nicht ihren Kindern.
Liebe releaseme,
nachdem er ja diese Nacht in einem anderen Zimmer geschlafen hat - Auslöser war ja gestern, weil der große zur kleinen Schwester im Streit gesagt hat "ich mag dich nicht mehr als Schwester " und mein Mann da völlig ausgetickt ist und ich dazwischen bin, ich meine es sind Kinder!!!!- Ist er heute früh auf und so hab ich ihn noch nie gesehen. Eiskalt, emotionslos. Dann is er zu den Kindern zum Frühsrtücktisch, hat die kleine gedrückt und Küsschen verteilt, den großen (7J) hat er nicht mal angesehen, kein Wort gesagt. Der hat dann schrecklich geweint obwohl er dann gleich zur Schule musst. Dann bin ich hinterher und er is völlig ausgetickt, dass der Junge mal nachdenken soll was er sagt etc.. dann is er nochmal zurück hat sich was geholt und gesagt "behalte dein blödes Haus ich bin weg".
Vielleicht mal zur Einschätzung, das, was dein Sohn sagt, ist etwas, was unter Geschwistern passiert. Meine Kinder sind schon größer und ich kenne das auch aus anderen Familien, da fallen manchmal solche Worte und in der Ausdrucksweise kann das mitunter bei älteren Kindern noch ganz anders klingen. Dein Mann reagiert völlig überzogen.
Und mir kam gerade der Gedanke, nimm gerade den Drive mit, den du hast, es ist jetzt ausgesprochen, lass dich nicht bei nächster Gelegenheit einlullen, sondern es ist jetzt ausgesprochen. Du schaffst das und das, was du beschreibst, ist ja unerträglich. Es kann doch nur besser werden!
Liebe Wichtelmama,
ich kann das nachvollziehen, was du schreibst, aber die Trennung und der Auszug waren richtig. Es braucht nur alles Zeit, es ist nicht von heute auf morgen dann alles gut.
Dieses ambivalente Gefühl in den Kindern wird auch noch länger bestehen bleiben, jedes Kind geht auf seine Art damit um, nimmt auch eine andere Rolle im Familiensystem ein.
Gib dir und den Kindern Zeit. Und ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn ihr als Eltern gemeinsam Aktivitäten mit den Kindern macht. Da keimt dann ja auch immer mal wieder Hoffnung bei den Kindern auf, dass es noch mal was mit euch als Eltern wird. Bei uns sind Aktivitäten nur dann gemeinsam, wenn es erforderlich ist, also, von außen vorgegeben.
Liebe Grüße
Matilda
Guten Morgen,
Ich musste mir auch erst klar machen, was genau man erwartet, wenn man denkt zu zweit ist es besser. Vieles davon ist die außensicht.
da stimme ich vollkommen zu. Und das, was man von anderen Paaren sieht, wenn man allein etwas unternimmt, ist ja auch nur eine Außensicht.
Ich habe vor Kurzem eine Familie gesehen, samstags gemütlich in der Stadt, auf dem Markt. Gleiche Kinderkonstellation, etwa gleiche Altersabstände, etwa 7-8 Jahre jünger als meine. Manchmal sticht so etwas ein bisschen und dann erinnere ich mich, wie furchtbar das alles auch schon damals war. Der Mann, der einfach immer nur genervt von uns war und nur mitkam, weil ich ihn quasi genötigt habe. Und wie es in der Familie wirklich aussieht, die ich da gesehen habe, weiß ich auch nicht.
Bei meinem aktuellen Problem bin ich noch nicht weiter gekommen. Sie trinkt jetzt auch wieder wenn ich dabei bin. Allerdings weniger, auch wenn ich nicht da bin. Das würden mir meine Kinder sagen.
Viele Grüße aus dem
Und woher willst du wissen, dass deine Kinder wissen, wieviel sie trinkt? Mein Ex-Mann hat den Alkohol an Orten versteckt, auf die ich im Leben nicht gekommen wäre. Das waren dann Zufallsfunde, als ich ganz andere Dinge gesucht habe.
Du vermittelst mir das Gefühl, dass Du sehr wohl weißt, was da zu Hause passiert, du aber gerade nicht handeln willst oder dich nicht in der Lage fühlst zu handeln aufgrund deiner auswärtig stattfindenden Arbeit.
Ich bekomme von meinen Kindern Fragen und Vorwürfe, warum ich nicht eher gegangen bin (ich spreche da von Kindern im Grundschulalter bis Beginn Pubertät). Sie reden jetzt, aber in der Situation haben sie damals nicht geredet. Kinder fressen Dinge in sich hinein, um nicht zur Last zu fallen.
Ob dir deine Kinder alles erzählen, was unter der Woche passiert, wage ich mal - ganz dreist - zu bezweifeln. Vielleicht klingt das jetzt hart, aber aus Kindersicht bist du derjenige, der sie unter der Woche mit der saufenden Mutter allein lässt.
Viele Grüße
Matilda
Hier kommt ja häufiger die Frage auf, ob es Literatur gibt, um Kindern die Alkoholkrankheit zu erklären. Ich habe von einer Freundin die Tage einen Tipp bekommen und finde das Buch sehr gut:
"Flaschenpost nach Irgendwo - ein Kinderfachbuch für Kinder suchtkranken Eltern" von Schirin Homeier und Andreas Schrappe
Übrigens , das mit dem Kontollzwang und dem genauen Analysieren muss im Erwachsenenalter kein Nachteil sein. Es ist aber nicht nur bei EKA's so.
Wie kommst du darauf, dass einem Kontrollzwang etwas Positives abzugewinnen ist?
Sie trinkt nun nichts mehr, wenn ich dabei bin. Erst wenn ich ins Bett gehe oder über die Woche auf Arbeit bin.🫤
Heißt es, dass du unter der Woche meistens gar nicht da bist und die Kinder dann mit ihr allein sind?
Wenn ich allerdings merke daß unsere Kinder es nicht mehr schaffen, werde ich schon die Notbremse ziehen.
Dann ist es zu spät, meine Kinder sind alle diagnostiziert bzw. noch in der Diagnostik und ich bin auch in Therapie. Ich hätte viel eher gehen müssen! Aber ich hatte Angst und habe mich geschämt, über die Krankheit des Vaters zu sprechen.
Hallo Luffi,
du hast das Schweigen gebrochen, das ist ganz großartig ❤️
Dieser Schritt ist soooo schwer und ich weiß noch, wie erschöpft ich mich danach gefühlt habe. Das ist jetzt der Anfang und mit der Zeit fällt es dir leichter, die Wahrheit auszusprechen, Grenzen zu setzen und auch familiäre Muster ablegen. Die letzten Beiden kosten mich immer noch Kraft und danach muss ich oft auch weinen vor Erschöpfung, aber es lohnt sich.
Liebe Grüße
Matilda
Eine 2. Wohnung mieten und einrichten. Wie soll das gehen? Dann bleibt nicht mehr viel übrig zum Leben. Ich fühle mich einfach machtlos
Liebe Butterblume,
dann ist vielleicht nicht mehr so viel Geld übrig, aber ganz viel vom Leben.
Liebe Grüße
Matilda
Guten Morgen,
ich finde, ein alleinstehender Mann mit Job findet ohne Weiteres zumindest übergangsweise ein WG-Zimmer, kann bei Freunden unterkommen (ist er ja scheinbar auch schonmal). Ob die Freunde gut für ihn sind, das darf nicht deine Sorge sein. Frist setzen und danach Türschloss wechseln.
Klingt vielleicht knallhart, aber bitten und betteln, dass er sich einsichtig zeigt oder freiwillig geht, ist ja scheinbar nicht möglich.
Ich finde, dass gerade wir als Frauen viel zu oft viel zu lange ertragen. Das tut nicht gut, da leider nur unser Selbstwert drunter.
Liebe Grüße
Matilda
Liebe Wichtelmama,
ich bin vor mehr als einem Jahr mit meinen Kindern ausgezogen und mit mir in die neue Wohnung eingezogen sind mein zurückgekehrter Optimismus und meine Lebensfreude, die mir beide abhanden gekommen waren.
Es braucht Zeit, aber es wird ganz bestimmt gut.
Vor ein paar Tagen stand in meinem Kalender: und was, wenn es so viel besser wird als gedacht?
Ich schicke dir viel Kraft.
Liebe Grüße
Matilda
Ihr wohnt zusammen, ist das richtig? Auf wen läuft denn der Mietvertrag?
Noch als Ergänzung: als Co dissoziiere ich ja permanent, sonst könnte ich die Situation nicht mehr aushalten und würde daraus gehen.
Und natürlich wirkt es dann auf andere unverständlich und befremdlich, wenn das Handeln, wenn man den Absprung geschafft hat, sich so dermaßen wandelt.
In diesem Forum wird nicht über kontrolliertes Trinken diskutiert, da es lediglich ein Festhalten an der Sucht darstellt. Es führt langsam zu weiterem Leiden und endet letztendlich im Tod. Alkoholiker können nicht kontrollieren, da der Kontrollverlust bereits Teil der Diagnose eines Alkoholikers ist.
Ich wollte nicht darüber diskutieren, wollte nur sagen, dass es solche Programme gibt.
Entschuldigung, falls das falsch rübergekommen ist.
Ich weiß, dass es bei der Caritas Angebote fürs "Kontrollierte Trinken" gibt. Aber ich würde sagen, Nein, das ist nicht möglich. Berichten doch auch alle hier und mein Ex-Mann und ein guter Freund haben mir über Jahre erzählt, dass sie kontrolliert trinken wollen. Da sehe ich nichts davon. Mit dem Freund war ich vor einigen Monaten auf einem Konzert, da würde ich 4 halbe Liter Bier in 3 Stunden nicht als kontrolliert bezeichnen.
Guten Morgen,
ich habe eine Weile über dieses Thema nachgedacht.
Zuerst ja, ich habe den Vater meiner Kinder gedeckt und ihm Verantwortung abgenommen, gleichzeitig versucht, den Kindern so viel Liebe zu geben wie möglich und mich im Prinzip aufgeopfert, was er mir im Übrigen kurz nach unserer Trennung vorgehalten hat. Hätte ich es nicht getan, hätten die Kinder noch mehr Schaden genommen. Fängt bei einfachen Dingen an wie ein Baby bzw. Kleinkind ins Bett zu legen, Licht aus, Tür schließen und in den Schlaf schreien lassen (er) . Das hat dazu geführt, dass ich mein eigenes Leben auf Minimum zurückgeschraubt habe, damit solche Dinge nicht passieren.
Ich helikopter nicht, aber ich habe zur Zeit sehr im Blick, wie sich das bei den Kindern entwickelt, weil mir erst im Nachhinein bewusst geworden ist, wie schlimm die Situation bei uns zu Hause war und über wie viele Jahre das geschehen ist.