Wenn ich Angst hatte, dass mein Mann stirbt, dann habe ich den Krankenwagen gerufen.
Laura - Trennung oder bleiben
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Mir war mein Leben im nassen Zustand nicht so besonders wichtig, und aufhören war für mich, wie schon geschrieben, nicht interessant. Aufhören klang nach
Lieber LK , genau so ist es gerade bei ihm . Ihm ist alles Scheiß egal.
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Hallo Laura,
das Beste was du für ihn tun kannst ist fallen lassen und deine Sorgen bringen dir und ihm nichts. Ich weiß einfacher gesagt, als getan. Aber du quälst dich nur und es Bring keinem von euch was.
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Hast Du noch Querkontakte zu Ihm? Unterrichtet Dich jemand falls etwas passiert? Mir ist im Moment nicht ganz klar warum Du Dir alle 2 Tage seinen Zustand vor Augen führst.
Möchtest Du da sein wenn er um
Ja seine Eltern, aber er hat im Moment nur zu mir Kontakt, es weiß keiner wie heftig es um ihn steht. Schließen alle die Augen weil er sich auch nicht helfen lässt. Ich mische mich da aber auch nicht mehr ein.
Er ruft nicht um Hilfe, er möchte keine. Er redet nur einfach gerne mit mir aber selbst das geht nicht mehr weil er nur lallt. -
das Beste was du für ihn tun kannst ist fallen lassen und deine Sorgen bringen dir und ihm nichts. Ich weiß einfacher gesagt, als getan. Aber du quälst dich nur und es Bring keinem von euch was.
Ja ich muss ihn los lassen🙈 es ist aber keine Liebe mehr sondern Sorge und die muss ich ablegen
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Er ruft nicht um Hilfe, er möchte keine. Er redet nur einfach gerne mit mir aber selbst das geht nicht mehr weil er nur lallt.
Du hast übrigens auch das Recht zu sagen, dass du nicht mit ihm reden willst, falls du das nicht willst.
Und mal ganz ehrlich, wenn mich jemand, egal wer, völlig betrunken anruft und lallt, würde ich auch wieder auflegen, wenn nicht daraus hervorgeht, dass diese Person explizit um Hilfe bittet.
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Und mal ganz ehrlich, wenn mich jemand, egal wer, völlig betrunken anruft und lallt, würde ich auch wieder auflegen, wenn nicht daraus hervorgeht, dass diese Person explizit um Hilfe bittet.
Ja ich weiß, ich kenne ihn aber so gut das ich weiß das ich ihm schon dabei helfe wenn ich am Telefon bin. Aber ich muss damit aufhören, sonst kann ich nicht los lassen
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ich weiß das ich ihm schon dabei helfe wenn ich am Telefon bin
Liebe Laura,
Mir stellt sich bei deiner letzten Nachricht die Frage, wie Du ihm dabei hilfst, wenn Du am Telefon bist, obwohl er anscheinend nur noch total besoffen ist? Also wenn es ihm wirklich helfen würde mir dir zu telefonieren, dann würde er sich doch anders verhalten bzw. versuchen weniger zu trinken. Also ich verstehe gerade nicht, was ihm da hilft oder wie du ihm da hilfst.
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Da hast du völlig recht, es hilft ihm eigentlich nichts. Heute Mittag hat er gesagt danke fürs zuhören obwohl er mir eigentlich gar nichts erzählt hat, wirres Zeug von seinem Vater und einem Freund der heiratet.
Aber ich nehme jetzt Abstand, frage nicht mehr ob er schlafen konnte usw -
Ist meine Nachricht zu verwirrend? Wegen deinem Smiley dazu.
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Ist meine Nachricht zu verwirrend? Wegen deinem Smiley dazu.
Nein gar nicht, der Zustand ist verwirrend , weil du Recht hast. Ich helfe ihm damit nicht das denke ich nur, es verändert und bewirkt bei ihm gar nichts
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ich noch mal. dieses iass (ich arme sau syndrom) gehört auch zum alki. dieses versinken ins selbstmitleid, depressive verstimmungen. das ist der alk. dazu kommt die unfähigkeit die eigenen anteile daran zu sehen. ich mußte auch erst richtig auf der schnauze liege bis ich meine sucht in angriff nehmen konnte. in meinem nassen hirn war mir der gedanke an suizid nicht fremd, es war mir vieles völlig wurscht und mein leben war mir nichts wert denn ich war mir ja nichts wert.
wieso warum weshalb muß jeder für sich in einer therapie rausfinden, aber da muß man erst mal hinkommen. und das ist leider eben der knackpunkt. viele packen es nicht. ich hab die kurve bekommen, mein mann nicht. mein bruder ist auch seiner drogensucht erlegen. es ist eine heimtückische krankheit bei der nur geholfen werden kann wenn der kranke es von sich aus will. ein dilemma für alle. aber nicht zu ändern. und wenn der kranke nicht will dann muß man sich umdrehen und gehen um nicht auch mit kaputt zu gehen.
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das ich ihm schon dabei helfe wenn ich am Telefon bin
Wobei hilfst Du Ihm? Das ist ein Trugschluss.
Wir sagen hier : " Hilfe durch Nicht-Hilfe" Je mehr Du ihm vermeintlich hilfst in seiner nassen Phase , umso länger säuft er weiter. Du verlängerst also seinen Leidensweg.
Wenn Du Dir seine betrunkenen Gedanken anhörst, gibst Du der Sucht weiter dieses Futter, das es ja doch nicht so schlimm ist. Es hilft ihm nicht im betrunkenen Zustand, sich in dieser depressiven Spirale zu drehen. Er hört nicht auf zu trinken weil er plötzlich alles belastende losgeworden ist, es findet sich immer etwas neues, schlimmeres. Das Gehirn ist vergiftet.
Das einzige was als sinnvolle Hilfe in Deiner Situation gelten würde, wäre das wählen des Notrufs ( und das nach Möglichkeit nur aus der Ferne ohne anwesend zu sein ). Das war es dann aber auch schon.
lG WW
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Je mehr Du ihm vermeintlich hilfst in seiner nassen Phase , umso länger säuft er
So ist es! HILFE DURCH NICHTHILFE! Kann man nicht besser beschreiben! So schwer es auch fällt!
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Ich denke, selbst der Gedanke "Hilfe durch Nicht-Hilfe" ist in dem Fall falsch.
Ihn ernst nehmen, er will keine Hilfe. Selbst wenn er dran verreckt.
Unter Alkoholikern gab es mal die Weisheit, dass man einem Anderen nur so weit helfen kann, wie es einen selbst nicht runter zieht. Weil man sonst seine eigene Abstinenz gefährdet etc. Und auch eine Co kann nicht mehr helfen.
Und ich als trockener Alkoholiker weiss, dass ich keine Hilfe wollte und dass ich das ernst gemeint habe. Da braucht sich eine Co überhaupt keine Gedanken drum zu machen, ich hätte Hilfe selbst überhaupt nicht zugelassen. Ich hab dann selbst gesagt, wenn es Dir weh tut, mir zuzugucken, dann nimm Deine Nase aus meinen Angelegenheiten.
Es war auch für mich als Trinker einfacher, wenn ich wusste, das zieht sonst niemanden runter. Ich wusste, dass ich mich auf dem Highway to Hell bewege, und, ja, das wollte ich. Für mich war die Sauferei etwas, was ich nur mit mir selbst ausmachen wollte. Mitleid überflüssig, ich war mit mir im Reinen.
Als ich aufgehört hatte, hatte ich mal den Spruch, ich habe gesoffen, bis es für mich leichter war, aufzuhören, als weiter zu saufen. Ich könnte auch sagen, die Vorstellung davon, was passiert, wenn ich weitersaufe, war dann schlimmer als die Vorstellung davon, was passiert, wenn ich aufhöre. Ich hatte wohl wirklich Angst vor einem Leben ohne Alkohol, kein Spass mehr, keine Parties, kein gemütliches Wegdämmern zum Feierabend, der Verzichtsgedanke hatte bei mir eine gewaltige Macht. Nur noch freudlos malochen, bis ich den Löffel sowieso abgebe, so sah ich das.Und um da hin zu kommen, dass das Aufhören in meiner Vorstellung nicht schlimmer war als das Weitersaufen, musste ich erst mal genug gesoffen haben. Es musste mir reichen. Und dazu musste es mir schlecht genug gehen, damit es reichte. Und wenn ich nie genug gesoffen gehabt hätte, dann hätte es halt nie gereicht, siehe oben.
Deinem Partner reicht es eben noch nicht. Für den ist Saufen immer noch schöner als aufhören. Und wenn das für Dich noch so unverständlich ist. -
Ich denke, selbst der Gedanke "Hilfe durch Nicht-Hilfe" ist in dem Fall falsch.
Was du schreibst,irritiert mich , Obiger Satz (Hilfe durch Nichthilfe,sei falsch!).Darunter schreibst du dann aber....Ihn ernst nehmen,er will keine Hilfe,selbst wenn er verreckt! Wo siehst du da einen Unterschied? Nicht-Hilfe bedeutet ja, das er selbst entscheidet ob er sich helfen läst.Schlussendlich kann ein Außenstehender an der Entscheidung des Betroffenen nichts ändern! Jeder hat das Recht,zu verwahrlosen und/oder sich totzusaufen.Es geht dann nur darum, wie der Co-Abhängige damit klar kommt.Also Hilfe durch Nichthilfe!! Das ist das generelle Problem der Co-Abhängigen.Sie können oder wollen nicht loslassen, in der Hoffnung, das doch noch alles gut wird! Das verlängert nur das Leiden des Co-Abhängigen und mitunter, das des Abhängigen auch! Ich bin der Überzeugung,(sieht man auch hier im Forum), das dies zum größten Teil, ein Frauenproblem ist!
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Ich sehe den Unterschied darin, ob man den Gedanken an Nicht-Hilfe damit verknüpft, ob man mit der Nicht-Hilfe trotzdem (indirekt) helfen will. Das sagt der Satz Hilfe durch Nicht-Hilfe für mich aus. Bei Cos lese ich öfter, dass sie hoffen, ihren Süchtigen durchs Verlassen, also die Nicht-Hilfe, doch noch irgendwie zu "erwecken".
Und ich sehe das eher so, ein Arzt darf mir auch nicht helfen, wenn ich dem nicht zustimme. Der muss mich auf mein eigenes Risiko hin machen lassen, was ich will. -
Genau das ist es doch, die Nicht-Hilfe gibt dem Abhängigen doch die Entscheidung in die Hand! Entweder er will leben und sich ernsthaft helfen lassen, oder er will sich totsaufen und zieht den Co-Abhängige mit runter, weil er dann nicht einsam sterben muss! Rette sich wer kann!! Genau deshalb kann die Nicht-Hilfe zur Selbsthilfe führen.Für beide Seiten!!
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Und um da hin zu kommen, dass das Aufhören in meiner Vorstellung nicht schlimmer war als das Weitersaufen, musste ich erst mal genug gesoffen haben. Es musste mir reichen. Und dazu musste es mir schlecht genug gehen, damit es reichte. Und wenn ich nie genug gesoffen gehabt hätte, dann hätte es halt nie gereicht, siehe oben.
Lieber LK,
Wenn ich dich lese , sprichst du mir aus der Seele genau so ist er. Er möchte keine Hilfe weder vom Arzt noch von mir oder sonst jemanden. Er möchte mich auch nicht mit runter ziehen und deshalb soll ich gehen. (Was ich ja schon bin) Bei ihm kommt es wellenartig. Wenn es ihm ganz schlecht geht möchte er nur für sich sein und ist im nassen Zustand „glücklich „ bzw. im reinen.
Er säuft so viel ( hat er zu mir gesagt , und ich habe es an den Flaschen gesehen) wie es sich ein normaler Mensch nicht vorstellen kann , mehr als ein alkoholiker trinken kann. Aber du hast Recht für ihn ist es noch nicht genug, und das obwohl sein Körper sich immer wieder erbricht.
Ich möchte mich aber nicht mehr Sorgen, und es macht mich traurig das er keine Hilfe annimmt 🤷🏻♀️ er soll sein Weg gehen, ich gehe meinen. -
Hallo Laura,
er soll sein Weg gehen, ich gehe meinen.
So ist es.
Und um dir das Ganze zu erleichtern ist ein totaler Kontaktabbruch am besten. Es ist einfach so. Denn bei jedem Kontakt, egal welcher Art, wird bei dir nur immer wieder eine Wunde aufgerissen.
Ich habe es selbst so erlebt. Erstmal ist es richtig schwierig, konsequent zu bleiben. Aber es wird leichter.
Liebe Grüße Aurora
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