Beiträge von Evelin

    Heißt aber für mich, da ist noch Ungeklärtes,

    Ja…. Ich habe mehrere Baustellen, die ich auch schon seit Jahren bearbeite und es hat sich viel zum Positiven geändert… Ich frage mich allerdings manchmal, ob ich es irgendwann schaffe alles „aufgeräumt“ zu haben 🫣

    Hallo MrKuchen,

    so wie es sich bei dir liest, habe ich den Eindruck, dass du regelmäßig im familiären Umkreis von Menschen umgeben bist, die Alkohol trinken, und deinFreundeskreis besteht weitgehend aus Menschen die regelmäßig Alkohol trinken…

    Mir würde es unter diesen Umständen äußerst schwerfallen dauerhaft abstinent zu bleiben. Ich bräuchte vor alle zu Beginn in meine privaten Umfeld so eine Art Schutzraum, in dem ich mich sicher fühlen kann und nicht ständig mit Alkohol konfrontiert bin. Ich bräuchte soziale Kontakte / Freundschaften mit denen ich mich treffen kann, ohne das Alkohol getrunken wird…

    Ich müsste mir an deiner Stelle „sichere Inseln“ schaffen, die es mir erleichtern abstinent zu bleiben - das mein ich mit Veränderung!

    Liebe Grüße

    Evelin

    Hallo Schmidtty,

    man ein Elternteil mit 80 Jahren und diversen Gebrechen nicht einfach sich selbst überlassen kann. Sie haben einen ja schließlich großgezogen und vieles ermöglicht.

    Zu dieser Aussage von dir habe ich eine vielleicht etwas krasse Einstellung, aber DICH hat niemand gefragt, ob du in diese Welt willst. Deine Eltern wollten ein Kind. Ich finde im Grunde genommen bist du zu nichts verpflichtet. Und wenn das Verhalten deiner Mutter dir momentan schadet, finde ich hast du das absolute Recht auf maximale Distanz zu gehen. Das heißt ja nicht, dass sich das auch wieder ändern kann, aber momentan geht es für dich ja ums eigene „seelische“ überleben.

    Liebe Grüße

    Evelin

    Dann kam aufeinander was dazwischen und er konnte nicht mehr. Fühle mich deswegen echt doof

    Hallo MrKuchen,

    so wird es dir in nächster Zeit vermutlich öfter gehen….

    Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen beim Durchstarten ohne Alkohol - ich habe den Eindruck, du wirst sehr viel in deinem Leben ändern müssen, um langfristig abstinent zu bleiben…

    Liebe Grüße

    Evelin

    Wow…. Es ist schon über einen Monat her, dass ich geschrieben habe. Die Zeit verfliegt so schnell.

    Und ich habe ein halbes Jahr Abstinenz geschafft!

    Alkohol spielt in meinen Gedanken, in meinem Leben, in meinem Umfeld keine Rolle. Und wenn mal jemand mit in einer Runde ist und Alkohol trinkt, macht es nichts mit mir, auch später nicht. Wobei ich mich nach wie vor weitestgehend von solchen Situationen fernhalte. Aber ich bin nicht mehr voller Angst in eine solche Situation zu geraten.

    Ich genieße mein Leben in vollen Zügen und liebe es frei zu sein, ich muss nicht trinken! Was für ein Segen. Wobei ich schon eine leichte Suchtverlagerung auf eine andere Sucht, die in den letzten Jahren eher in den Hintergrund getreten ist, merke… Ich muss gut auf mich aufpassen und achtsam bleiben. In jeder Hinsicht!

    Ich bleibe weiter dran und lese hier fleißig mit. Nicht mehr so viel, aber regelmäßig! Es lohnt sich wirklich. Danke an euch, dass ich so viel von euch mitnehmen kann.


    Allen einen schöne Feiertag!

    Evelin

    Lieber Hartmut,

    ich geh mal zu mir damit:

    Oder doch was ganz anderes?

    Ja, bei mir ist es tatsächlich ganz anders gelagert… aber das ist nichts, was ich hier kundtun will und es kommt auch vermutlich nicht so oft vor…

    Und ich stimme dir voll zu: was hört wann auf, wann beginnt man womit…. nicht klar bestimmbar. Und ich denke auch, dass man sehr achtsam sein muss welche Baustelle man gerade bearbeitet: Trockenwerden an sich braucht eine ganz andere Unterstützung als das Aufarbeiten von Altem.

    Grüße

    Evelin

    Was für ein toller Vergleich mit dem Flugzeugabsturz👍

    War zwei Tage offline und habe gerade diese ganzen Beiträge gelesen! Ich kann mich dem Vergleich sehr gut anschließen! Für mich war / ist es absolut notwendig gewesen, zu wissen was war, damit ch nach vorne schauen und mein Leben gestalten konnte…. (Der Therapieprozess geht schon ein paar Jährchen…) und auch wenn es von euch kaum jemand nachvollziehen kann: es gibt psychische Erkrankungen / Erlebnisse, die so eng mit dem Alkoholmissbrauch verbunden sind, dass man die Dinge kaum separat betrachten bzw. isoliert angehen kann.

    Was nicht heißt, dass irgendetwas entschuldigt werden soll. Und ich bin auch die Letzte, die sich tatenlos ins Eck setzt und vor sich hinjammert, dass die ganze Welt so böse zu mir ist.

    Was ich sagen will: ich kann es verstehen, wenn man Ursachen kennen will um sich selbst mit seinen Mechanismen zu verstehen!

    Grüße an alle!

    Evelin

    Danke für deinen Bericht! Er erhöht meine Vorsicht, weil er deutlich macht, wie schnell unser Suchtgedächtnis aktiviert wird!

    Hoffe du findest bald wieder deine „abstinente Mitte“😉

    Liebe Grüße

    Evelin

    Hallo liebes Forum,

    ich bin jetzt 20 Wochen und einen Tag abstinent und es geht mir sehr gut. Ich halte mich weitestgehend von Orten fern, an denen Alkohol getrunken wird, und wenn ich essen gehe oder Ähnliches begebe ich mich dort nur mit Leuten hin, die keinen Alkohol trinken.
    Ich genieße mein Leben, bin voller Tatendrang und Energie und entsprechend viel unterwegs. Saufdruck war die letzte Zeit kein Thema und ich merke, wie ich zunehmend auch innerlich immer mehr Abstand zum Alkohol bekomme: wenn ich einkaufen gehe , denke ich nur noch selten „Du hältst dich brav vom Alkoholregal fern“, wenn ich essen gehe schaue ich nicht mehr drauf, was am Nachbartisch getrunken wird.

    In einem anderen Faden habe ich von diesem „Ach, wäre es jetzt schön ein Gläschen zu trinken“ gelesen… das hatte ich neulich auch einmal und ich konnte es für mich gut sortieren: Eigentlich ist es nicht der Alkohol, den ich will. Ich will dieses Gesamtpaket: Sonne, Entspannung, Lachen, gut unterhalten - die Wirkung will ich definitiv nicht mehr. Ich will meine echten Gefühle spüren, in jeder Situation - ich will kein verfälschtes Erleben mehr!

    Über dieses Verfälschen habe ich auch mit einem Bekannten gesprochen - dem mit dem Rum im Tee - und habe ihm dazu meine Meinung gesagt - interessanterweise hat er in meiner Gegenwart seit dem keinen Alkohol mehr getrunken - ich hatte ihm auch gesagt, dass ich mein Gegenüber,auch lieber unverfälscht erleben will…

    Zu Beginn meiner Abstinenz hatte ich keine Idee davon, wie es sich anfühlt „trocken“ zu sein. Mir war nur klar, dass ich mich so nicht bezeichnen würde. Inzwischen bekomme ich eine Idee, wie es sich anfühlen könnte… Ich mache weiter und komme bestimmt irgendwann im „Trockenen“ an.

    Allen frohe Ostern!

    Evelin

    Respekt, wie klar du alles angehst!

    Ich hatte zu Beginn auch das Gefühl, dass sich alles nur um Alkohol dreht - ich musste ja vieles umstellen, Stolpersteine aus dem Weg räumen…. Inzwischen ist es einfacher ….

    Weiterhin viel Energie für deinen Weg ins „Trockene“

    Liebe Grüße

    Evelin

    Liebe Lycia,


    ich kann mir so gut vorstellen, wie du dich fühlst: du stehst in den Startlöcher, gibst gefühlt alles …. und trotzdem kommen ständig (natürlich gut gemeinte) Hinweise, was alles geht…. Ich bin auch erst knapp fünf Monate abstinent und kann mich sehr gut an dieses Gefühl erinnern…

    Ich wünsche dir sehr, dass du einen inneren Kompass hast, der dir deinen Weg zeigt - vielleicht auch immer nur für die nächsten 24 Stunden! Dein Kopf weiß die Dinge und vermutlich wir dein Gefühl und dein Handeln auch folgen…

    Bei mir war es anfangs auch so, dass ich glaubte Feiern müssten wie gewohnt ablaufen und ich habe mich anzupassen … neulich habe ich meinen Geburtstag bei mir gefeiert: es gab keinen Tropfen Alkohol weil ICH es so wollte und niemand hat ein Problem damit gehabt! Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht daran gedacht, Alkohol einzukaufen, es war schon selbstverständlich!

    Bleib dran! Viel Kraft dabei!


    Liebe Grüße

    Evelin

    Hallo Lycia,

    schön, dass du hier „gelandet“ bist!

    Für mich hört sich deine Aussage zur lebenslangen Abstinenz etwas schwammig an.

    Für mich war und IST diese Klarheit nie mehr Alkohol zu trinken eine unheimliche Erleichterung: ich muss keine innerenDiskussionen mehr führen - es ist viel einfacher als darum zu kämpfen das zweite, dritte, …. Glas stehen zu lassen…

    Ich wünsche dir viel Feeude an jedem abstinenten Tag!


    Liebe Grüße

    Evelin