Hallo liebes Forum,
ich bin jetzt 20 Wochen und einen Tag abstinent und es geht mir sehr gut. Ich halte mich weitestgehend von Orten fern, an denen Alkohol getrunken wird, und wenn ich essen gehe oder Ähnliches begebe ich mich dort nur mit Leuten hin, die keinen Alkohol trinken.
Ich genieße mein Leben, bin voller Tatendrang und Energie und entsprechend viel unterwegs. Saufdruck war die letzte Zeit kein Thema und ich merke, wie ich zunehmend auch innerlich immer mehr Abstand zum Alkohol bekomme: wenn ich einkaufen gehe , denke ich nur noch selten „Du hältst dich brav vom Alkoholregal fern“, wenn ich essen gehe schaue ich nicht mehr drauf, was am Nachbartisch getrunken wird.
In einem anderen Faden habe ich von diesem „Ach, wäre es jetzt schön ein Gläschen zu trinken“ gelesen… das hatte ich neulich auch einmal und ich konnte es für mich gut sortieren: Eigentlich ist es nicht der Alkohol, den ich will. Ich will dieses Gesamtpaket: Sonne, Entspannung, Lachen, gut unterhalten - die Wirkung will ich definitiv nicht mehr. Ich will meine echten Gefühle spüren, in jeder Situation - ich will kein verfälschtes Erleben mehr!
Über dieses Verfälschen habe ich auch mit einem Bekannten gesprochen - dem mit dem Rum im Tee - und habe ihm dazu meine Meinung gesagt - interessanterweise hat er in meiner Gegenwart seit dem keinen Alkohol mehr getrunken - ich hatte ihm auch gesagt, dass ich mein Gegenüber,auch lieber unverfälscht erleben will…
Zu Beginn meiner Abstinenz hatte ich keine Idee davon, wie es sich anfühlt „trocken“ zu sein. Mir war nur klar, dass ich mich so nicht bezeichnen würde. Inzwischen bekomme ich eine Idee, wie es sich anfühlen könnte… Ich mache weiter und komme bestimmt irgendwann im „Trockenen“ an.
Allen frohe Ostern!
Evelin