Beiträge von Evelin

    Hallo Happy,

    Aber die will ich jetzt gar nicht haben.

    😉ich glaube man bekommt nicht immer das was man gerade will🙃

    Mir wurde mal gesagt, dass JEDES Gefühl gesehen werden will, wie ein kleines Kind. Und wenn man ein Gefühl ignoriert, reagiert es wie ein kleines Kind: es schreit und tobt, bis es die angemessene Aufmerksamkeit bekommt…

    Wenn ich Gefühle habe, die ich nicht haben möchte, nehme ich sie innerlich in den Arm, sage ihnen, dass ich sie gesehen habe und respektiere (sie haben ja ihren Grund). Oft ist es dann schon besser, manchmal muss ich sie aber länger aussitzen - dann muss ich mich mehr zurückziehen, bis es besser wird.

    Wenn es so ist, hilft mir der Gedanke, dass es bald wieder besser wird…. Ich wehre mich nicht mehr so stark dagegen und sie kommen seltener.

    Grüße

    Evelin

    Liebe Miata,

    wenn ich den Faden so mitlese, habe ich das Gefühl, dass du sehr viel Gedanken, Zeit, Energie auf die unterschiedlichsten Wenn und Abers richtest…

    Ich glaub ich würde meinen Fokus viel mehr in Richtung Abstinentbleiben richten - das ist ja mein Ziel!

    Liebe Grüße

    Evelin

    Liebe Märchenfee 🧚,

    hoffentlich findest du bald etwas, was diese Leere auffüllen kann…. Vielleicht braucht deine Seele ersteinmal etwas Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen: Ich kann mir vorstellen, dass sowohl der Alkohol, als auch die Entgiftung nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Seele sehr beantsprucht haben.

    Mir hilft in solchen Situationen Sport zu machen, draußen zu sein und dabei auch unter die Leute zu kommen. (Natürlich im alkoholfreien Umfeld)

    Grüße

    Evelin

    Hallo Iphigenie,

    Ich bin Herr meiner Gedanken …und meines Handelns.
    Das ist keine theoretische Wahrheit

    Ich kann dass sehr gut nachvollziehen….. Gerade (ganz) am Anfang (ich stehe ja immer noch am Anfang) war es für mich (auf emotionaler Ebene) schwer vorstellbar. Was der Kopf dazu sagt, ist ja was anderes. Bei mir kommen und gehen die Gedanken wie sie wollen, genauso die Gefühle, und die Frage für mich ist, wie ich damit umgehe: bekommen sie viel Raum eingeräumt, oder werden sie wieder weggeschickt… und wer ständig weggeschickt wird kommt irgendwann nicht wieder 😂

    Ich habe, seit ich mich hier angemeldet habe, nie daran gezweifelt, dass ich das schaffen werde,

    Ich war eine ganze Weile fast in Panik, dass ich es nicht schaffen könnte. Erst mit der Zeit hat sich ein Gefühl der Sicherheit eingestellt, nachdem ich erfahren hatte, dass bestimmte Strategien, wie alkfreier Haushalt, Notfallkoffer, brav zuhause bleiben usw bei mir wirken.

    Liebe Grüße

    Evelin

    Wenn wir nach unserem größten Feind suchen, finden wir ihn soooo häufig in uns selbst…. eigentlich unglaublich….

    Das einzig Gute daran ist, dass wir uns selbst eher ändern können, als Menschen um uns rum!

    Ich musste mich mal im Rhamen einer Therapie in die Rolle meiner besten Freundin begeben und mir selbst einen Breif schreiben, so wie ich ihn einer Freundin schreiben würde. War eine interessante Erfahrung, weil das, was ich geschrieben habe natürlich ziemlich konträr zu meinem Umgang mit mir selbst war!

    Grüße

    Evelin

    Hallo Happy,


    puh… ich kann mir vorstellen, dass so ein Kommentar dich ganz, ganz tief trifft. Zumal du dich auf den Weg gemacht hast, dein Leben ohne Alkohol zu leben. Und jetzt wirkt das so als hätte deine Frau das nicht „gesehen“.

    Vermutlich wird es in nächster Zeit noch öfters zu solchen Situationen kommen. Wegen deines Flüchtens in den Alkohol habt ihr eure Themen ja nicht wirklich geklärt (und auch deine Frau wird ihre eigenen Mechanismen entwickelt haben mit euren Problemen umzugehen) und jetzt müsst ersteinmal eine neue Ebene der Kommunikation finden…

    Ich drücke dir die Daumen, dass es mit der Zeit klappt!

    Liebe Grüße

    Evelin

    Wow… schon so lange hier nicht mehr geschrieben…. Mein Leben ist gerade unheimlich voll - sowohl beruflich als auch privat!

    Im Großen und Ganzen genieße ich mein Leben sehr - habe viel Energie, mache viel Sport, bin viel draußen unterwegs und muss zumeist keine Gedanken an Alkohol verschwenden. Ich bin wunderbar frei! Vollkommen ohne Saufdruck!

    Neulich bin ich in eine Situation geraten, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte: ich bin mit einem Bekannten zusammen in die Berge gefahren, unterwegs hat er angehalten um sich noch etwas zu essen und Rum für den Tee zu kaufen. Damit wir am Gipfel was ordentliches zu trinken haben… Ich habe gleich klargestellt, dass ich keinen Alkohol trinke …. Er war etwas irritiert (ich habe aber noch nie mit ihm Alkohol getrunken…) und hat dann keinen Rum in den Tee ….

    Morgen bin ich vier Monate abstinent und ich freue mich jeden Tag über mein nüchternes Leben!

    Liebe GrüßE

    Evelin

    Liebe Miata,

    ich bin noch nicht lange abstinent und ich kenne es auch, dass dieses „nie wieder“ negativ wirkt…

    Bei mir hat diese Phase relativ kurz gedauert.. ich war sehr bald froh darüber NIE WIEDER trinken zu müssen, diesem Zwang entkommen zu sein, diese Freiheit zu spüren…

    Halte durch, es lohnt sich!

    Liebe Grüße

    Evelin

    Hallo Iphigenie,

    herzlich willkommen hier im Forum! Super, dass du dich auf den Weg in die dauerhafte Abstinenz gemacht hast!

    Es fällt mir, da schambesetzt und gesellschaftlich stigmatisiert, schwer, mich als Alkoholkerin zu bezeichnen.

    Zunächst ist es doch nur wichtig, dass du es dir selber eingestehst, dich vor den Spiegel stellen und dir ins Gesicht sagen kannst, dass du eben Alkoholikerin bist! Die „Umwelt“ kannst du ja dann in Kenntnis setzen, wenn es nötig ist, oder du den Wunsch hast mit bestimmten Personen darüber zu sprechen.

    Und deiner Hausärztin /deinem Hausarzt gegenüber musst du dir glaub gar nichts denken- ich gehe mal davon aus, dass du nicht die erste Alkoholikerin bist die dort aufläuft!


    Liebe Grüße und alles gute!

    Evelin

    Vielen Dank, liebe Martha,

    jetzt habe ich verstanden, was du meinst! Ja, so etwas steckt ein Stück weit dahinter… Wobei es sich für mich eher so anfühlt, dass ich als abstinente Person gerne hören würde, dass es schon ok ist, wenn ich mich ab und zu in solche Situationen begebe.

    Wobei ich mich da im inneren Konflikt befinde: Berichte ich ehrlich, kann auch obiger Wunsch dahinter stecken, lasse ich solche Dinge weg und erzähle nur das, was gut läuft, betreibe ich ja „fishing for compliments“ …

    Vermutlich sollte ich mich nicht verkopfen, was ich schreibe, sondern auf mein Gefühl hören und schreiben, wonach mir ist.

    Grüße

    Evelin

    Liebe Rennschnecke,

    das hört sich nach einer Menge innerer und äußerer Arbeit und ganz viel Herausforderung an!

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du tapfer so weiter machen kannst, und drücke dir die Daumen, dass du weiterhin positiv in die Zukunft schauen kannst!

    Alles Liebe

    Evelin

    Guten Abend liebes Forum,

    insgesamt läuft es bei mir relativ rund mit der Abstinenz. Bis auf ein Mal hatte ich keine Begegnung mit Alkohol trinkenden Menschen und ich fühle mich sehr wohl mit meiner Abstinenz.

    Ich hatte diese Woche frei und Besuch mit Kindern, so dass ganz schön viel Leben in der Bude war. Es war schön und auch anstrengend. Mit dem Besuch (ein Herzensmensch von mir) hatte ich letzte Woche schon wegen dem Thema Alkohol telefoniert, weil diese Person sich Sorgen macht wegen ihres Trinkverhaltens. Während des Telefonats habe ich ganz viele Sätze gesagt, die ich von hier kenne, zum Abschluss noch, dass sie sich Gift zuführen würde. Ich war erstaunt, was ich von hier schon alles verinnerlicht habe und weitergeben konnte. Der Satz mit dem Gift hat bei der Person bewirkt, dass sie seit unserem Telefonat nichts mehr getrunken hat und den abstinenten Weg einschlagen will… Mal sehen, was daraus wird…

    Heute Abend musste ich noch kurz was einkaufen - das war die letzten Wochen unproblematisch - heute hat mich dann der Saufdruck voll erwischt, als ich an einem Ständer mit alkoholischen Angeboten vorbeigegangen bin - ganz schön heftig, wie ein Welle, die mich überschwemmt, zum Glück nur kurz. Ich konnte die Situation gleich analysieren und da ist mir die HALT-Regel eingefallen: ich hatte gegen H verstoßen: hatte den ganzen Tag kaum etwas gegessen, Angry oder Lonly war ok, aber ich war sehr erschöpft und müde….Vielleicht war das ja tatsächlich ein Teil der Ursache… (ja, das Suchtgedächtnis 🙃)

    Ich werde das Wochenende nutzen um viel zu schlafen und zum Ausgleich Sport machen… ich denke so komme ich gut durch!

    dient diese Ehrlichkeit nicht auch dazu, dass die Sucht sich dadurch eine Absolution erteilen will?

    Liebe Matha,

    könntest du mir bitte erklären, wie du das genau gemeint hast. Ich weiß nicht, ob ich es richtig einordne…


    Ein schönes Wochenende euch allen!

    Evelin

    Hallo zusammen,

    ich lese hier gerade sehr interessiert mit, weil mich das Thema auch immer wieder beschäftig. Ich weiß, ich stehe ganz am Anfang und habe noch einen weiten Weg vor mir..

    Weil es sich hier gerade anbietet schreibe ich hier, was ich gestern erlebt habe …. Ich habe lange überlegt, ob ich es überhaupt schreibe, weil ich es nicht gut aushalte, wenn Urteile über mich gefällt werden… das hatte ich ja schon in meine Thread angesprochen.

    Ich habe gestern eine organisierte Skitour gemacht - super toll, 1550 HM, Pulver, Sonne - hauptsächlich Männer dabei. Nach der Tour einkehren - kommt regelmäßig vor. Normal wird dann Kaffe, Kaiserschmarrn etc. konsumiert. Gestern fand ich mich auf einmal mitten unter 7 Leuten, die alle Bier tranken, nur eine andere Frau hat ein alkoholfreies Bier getrunken. Ich hab mein Spezi genossen, wie immer nach solchen Touren….

    Es war ok, ich hatte keinen Saufdruck, ich war total klar, habe überhaupt nicht mit dem Gedanken gespielt mir auch was Alkoholisches zu bestellen. Bevor ich in die Wirtschaft rein bin, hatte ich auch überhaupt nicht darüber nachgedacht, wer was trinken wird.

    Trotzdem war ich einen Moment total geschockt, als ich da dann so saß… Ich hatte einfach nicht weiter gedacht, warum auch immer (Interpretation 1: Ich gehe leichtfertig mit meiner Nüchternheit um, Interpretation 2: ich lasse mir Hintertürchen auf, Interpretation 3: Alk hat an dem Tag überhaupt keine Rolle gespielt…… und noch viele mehr) Und ich war tatsächlich auch so erschrocken, weil ein solches Verhalten hier so „abgeurteilt“ wird, ich aber doch eigentlich offen hier schreiben will…

    Wann und wie letztendlich der richtige Zeitpunkt ist und was die richtige Veranstaltung ist, muss denke ich jeder für sich selbst entscheiden

    Darauf muss ich lernen zu vertrauen….die Aussage fühlt sich für mich gut an!

    Wenn ich meine Nüchternheit an oberster Stelle im Leben priorisiere, dann lasse ich von jeglichen Gelegenheiten, wo Alkohol konsumiert wird, die Finger. Und halte größtmöglichen Abstand.

    Das hätte für mich gestern bedeutet, ich könnte meinem Hobby, dass mir sehr wichtig ist, nicht mehr nachgehen - sollte ich mich nicht sicher fühlen, würde ich auch eine Skitour absagen, aber für mich ist der Weg immer schön in mich reinhorchen, gut hinhören und auf mich vertrauen.
    Ich lag gestern Abend im Bett und war glückselig, weil der Tag so schön war, die netten Leute, die Umstände, den Spaß, den wir zusammen hatten - ich habe keinen Gedanken an Alkohol verschwendet.
    Meine Nüchternheit steht an erster Stelle - mit dieser Klarheit kann ich auch mal eine solche “Veranstaltung“ besuchen.

    Gute Nacht alle zusammen!

    Evelin

    Liebe Lavendelfuchs,

    ich finde mich in so vielem, was du schreibst wieder. Angefangen bei Medis, über zu viel soziale Kontakte, Gleichgewicht finden, organisieren und Pläne machen, um mich am Laufen zu halten…..

    Es ist so verflixt schwer da ein Gleichgewicht zu finden! Zumal bei dir ja auch noch die Umstellung durch die Abstinenz hinzukommet!

    Ich schicke dir ganz viel Kraft! Ich habe mal so einen Kühlschrankmagnet geschenkt bekommen auf dem stand: If you are going through hell keep on going! Schritt für Schritt! Immer weiter!

    Alles Liebe

    Evelin

    Liebe Martha, liebe Elly, liebes Forum,

    danke für eure Worte! Ich will sie natürlich hören, sonst würde ich ja nicht hier schreiben! Sie sind die stetige Erinnerung aufmerksam zu bleiben und immer gut abzuwägen, was ich mache oder was nicht!

    wissen Deine Freundinnen mit den Du Bowlen willst, das Du ein Alkoholproblem hast und nicht mehr trinkst?

    Zwei wissen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, weil ich die Kontrolle über den Alkohol verloren habe (das Wort,Alkoholikerin habe ich nicht gesagt) Die anderen wissen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, weil ich ihn nicht mehr vertrage und die Kombination mit meinen Medis ungut ist (für mehr bin ich noch zu feige)

    Fühlst Du Dich wirklich schon so stabil, in so einer ausgelassenen Stimmung ein Glas abzulehnen?

    Ja, eindeutig - sonst würde ich gar nicht überlegen hinzugehen. Ich habe überhaupt nicht das Bedürfnis zu trinken und wenn Saufdruck kommen sollte, würde ich sofort gehen. Meine Sorge ist eher, was es später mit mir macht… das kann ich absolut nicht einschätzen.
    Und ja Elly, du hast natürlich recht: drei Monate sind noch gar nichts…..

    Es war wirklich ein sehr schöner Abend. Ich bin eine Stunde später hin, da war das Anstoßen schon abgeschlossen. Im Vordergrund stand das Bowlen, getrunken wurde dabei kaum was (weder mit noch ohne Alkohol). Anschließend haben wir gemeinsam gegessen und um mich rum habe alle Wasser bestellt, am Ende des Tisches hat eine Person ein Bier getrunken. Ich habe mich sicher und sehr gut aufgehoben gefühlt und es hat mir sehr gut getan in gelassener Stimmung mit meinen Freundinnen zusammen zu sein. Das ist ja auch immer etwas, was ich abwägen muss: Bedürfnis nach Gesellschaft, gemeinsamen Lachen, schönem Beisammensein versus Risiko, dass ich Saufdruck bekomme….

    Und auf mich muss weder jemand Rücksicht nehmen noch erwarte ich, dass die Welt trockener wird. Ich bin für mich selbst verantwortlich, bin meines Glückes (und Unglückes) Schmied - aber ich hoffe, dass ich zunehmend stabiler werde und es mir egal sein wird, ob die Welt um mich rum trocken oder nass ist, weil ich für mich entschieden habe abstinent und irgendwann auch trocken zu sein!

    Allen eine gute Nacht!

    Eure Evelin

    Hallo liebes Forum,

    nun auch mal wieder was von mir. Mir geht es gut, ich halte mich so gut es geht fern vom Alkohol an sich, von Orten an denen getrunken wird und von Menschen die trinken. Habe keinen Saufdruck und komme auch beim Einkaufen usw sehr gut klar.
    Am Wochenende war ich auf einem Kurs - ich hatte schon geschrieben, dass ich nicht über Nacht bleibe, sondern lieber heim fahren um auf der sicheren Seite zu sein. Ich bin dann gar nicht mehr hingefahren am zweiten Tag, weil es mir körperlich zu anstrengend war… Es war ok für mich.


    Momentan stehe ich vor einem kleinen Konflikt: Morgen feiert eine Freundin einen runden Geburtstag. Unsere Mädelstruppe trifft sich zum Bowlen - das steht im Mittelpunkt, es wir sicher kein Besäufnis, zumal wir auch alle am Donnerstag arbeiten müssen. Zwei trinken nie Alkohol, eine schlägt regelmäßig über die Stränge und der Rest wird anstoßen.

    Ich war jetzt seit drei Monaten nicht mit der Truppe unterwegs, habe mich zwar mit einzelnen zum Kaffee, Spazierengehen, Bouldern usw getroffen, aber halt nicht bei einem solchen Ereignis.

    Deshalb horche ich auch immer sehr bewusst in mich rein. Passiert da was? Bewegt sich da was?

    Das tue ich auch gerade. Und ich habe auch keine Sorge, dass ich was trinke, ich habe eher Angst vor dem, was ich halt nicht berechnen kann

    gefeit ist man für künftige Anlässe oder generell dadurch natürlich nicht.

    Ich bin nie gefeit, ja…. Und ich weiß, was ihr mir alle raten werdet 🙈 und will es gar nicht hören - ich kenne eure Worte ja inzwischen 🫣

    Jetzt schlafe ich erst nochmal eine Nacht drüber und fühle morgen in mich rein!


    Gute Nacht!

    Evelin