Beiträge von Marliese

    und nun behauptet er, ich wäre mit irgendeinem Typen unterwegs gewesen.

    So kann man wunderbar von seinem eigenen Problem ablenken.

    Ich war auch schwerst depressiv, habe die Kinder vernachlässigt, bin extrem narzisstisch und und und... Dass aber einzig und allein die Sucht meines XY unser Aus bedeuteten, das würde er niemals zugeben.

    Dann doch lieber schöne Storys über uns Co's erfinden...


    Ich weiß selbst, es ist nicht leicht ruhig zu bleiben, wenn man Dinge über sich hört, die nicht der Wahrheit entsprechen. Aber versuche bei dir zu bleiben. Du weißt ja selbst ganz genau, dass es nicht stimmt. Was er da sagt ist "nasses Geschwätz".

    Ich lache mittlerweile über all die Geschichten, die über mich von der Ex Familie erzählt werden. Ich muss nichts erfinden, denn ich bin klar in der Birne. Mein XY nicht. Und diese Erkenntnis macht das Ganze doch um einiges leichter.

    Das ist alles irgendwie so unbegreiflich... ich dachte immer mit jedem Tag den er schafft wird es besser.. aber dem ist gar nicht so. Es wurde immer schlimmer und unberechenbarer und am Ende schmeißt er alles weg nur um wieder trinken zu können

    Genau so habe ich es auch erlebt.

    Mein Ex war "nur" 4 Monate nüchtern. Aber in der Zeit wurde er irgendwie jeden Tag unglücklicher und das hat sich auch auf meinen Zustand ausgewirkt.

    Und dann zack, von jetzt auf gleich wurde ich vor die Tür gesetzt.

    Er hat diesbezüglich auch volle Deckung von seiner Familie, da diese auch allesamt ein Problem mit Alkohol und Drogen haben.

    Wenn solche Menschen keine Einsicht haben und auch nichts an ihrem (tödlich endenden) Zustand ändern wollen, dann sind so Menschen wie "wir" dort nur nervig und machen Umstände. Die muss man dann schnell los werden um wieder seiner Sucht unbeschränkt weiter frönen zu können...

    Auf ein solches Gespräch warte ich auch noch. Aber ich bin mir mehr als sicher, das wird nie kommen.

    Ich scheine ein Trauma davongetragen zu haben und wahrscheinlich ist es gut so, dass ich mich ausschließlich mit mir selbst beschäftigen muss.

    Vielleicht, wenn er jetzt mit mir darüber reden würde, könnte es sogar nach hinten losgehen. Denn ich bin mir mehr als sicher, dass er sich an dem ganzen absolut nicht schuldig fühlt und ich mir nur wieder Vorwürfe anhören müsste was ich doch alles falsch gemacht habe...

    Ich muss mir jetzt die Frage stellen ob ich komplett neu anfange und richtigen Abstand habe oder ob es WG artig hier weiter geht. Mein Herz will weg und Ruhe haben. Finanziell wird das aber arg schwierig.

    Hallo Saltsoul,


    Ich hatte auch extreme Sorge um mein finanzielles Wohl, erst recht wegen der Kinder. Deswegen habe ich auch viel zu lange ausgeharrt, bis ich am Ende bei meinem Tiefpunkt war und dann hat ER mich rausgeschmissen.

    Und dann stand ich da, ohne Einkommen, ohne Unterhalt…

    Ich musste auch komplett von vorne anfangen.
    Ich habe Bürgergeld beantragt und muss echt gestehen, das war dann auch nicht wenig. Also um in einer Notlage über die Runden zu kommen hat es allemal ausgereicht.

    Und nun rückblickend ist es gut so wie es gekommen ist.
    Ich lebe zwar nicht mehr in dem Luxus bei meinem Ex und der Familie, aber ich habe wieder zu mir selbst gefunden.
    Ich kann wieder Ich sein. Ohne Ängste um den nächsten Rückfall, ohne das Gedankenkarussell um den alkoholkranken Mann, ohne leere Versprechungen und Enttäuschungen.

    Du schreibst selbst, dein Herz will weg und Ruhe haben.

    Höre auf es! Nichts ist kostbarer als der eigene Seelenfrieden.
    Finanziell kommt man immer irgendwie durch.

    Hole dir eine Zweitmeinung von einem anderen Anwalt.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit leeren Händen dastehen wirst.
    Stück für Stück kommt das gute zurück. So wie bei mir 😊


    Liebe Grüße

    Mich würden andere Erfahrungen und Meinungen interessieren. Kann man von Freunden und Familie eine klare Position einfordern?

    Ich würde sagen nein.

    Im Freundeskreis meines Ex wissen eigentlich auch alle, dass er ein Problem hat. Aber sagen will irgendwie keiner was…

    Seine Familie ist selbst abhängig. Von denen ist erst recht nichts zu erwarten.

    Blut ist dicker als Wasser…

    Das einzige was du tun kannst ist auf dich zu achten. Und natürlich auf deine Tochter.
    Du kannst niemandem eine Meinung aufzwängen. Aber du kannst dich von Menschen zurück ziehen, die diese Meinung nicht akzeptieren wollen/können.

    So sehe ich das zumindest


    Liebe Grüße

    Die Problematik an dem ganzen ist, gerade bei getrennten Eltern, dass eine „falsche“ Verdächtigung ganz schön nach hinten los gehen kann.
    Also solltest du ihn bei der Polizei melden, und ihm kann (in dem Moment) kein Alkohol nachgewiesen werden, dann kann das so ausgelegt werden, dass du den Umgang behindern möchtest.

    So wurde es mir zumindest mal gesagt.


    Aus dem Grund warte ich auch darauf wenn ich mir 100% sicher bin, dass er getrunken hat.


    Was natürlich auch geht, wenn ihn jemand „neutrales“ meldet. Vielleicht kennst du ja jemanden, der so ein bisschen mitbekommt, wenn er trinkt und dann Auto fährt.

    Hey 🙂


    Ich hänge mich mal in deinen Faden rein. Stecke quasi in der gleichen Situation.

    Mein Ex fährt wahrscheinlich auch öfter unter Alkoholeinfluss.

    Wir haben geregelten Umgang, wo er die Kinder regelmäßig abholt und zurück bringt.

    Also sollte der Moment irgendwann kommen, dass ich bei der Übergabe der Kinder merke, er hat getrunken, ja dann werde ich die Polizei rufen.
    Er ist dann ja auch eine Gefahr für andere Menschen.

    Liebe Grüße

    Hallo Pinguin

    Du fragtest ob hier noch welche sind mit kleinen Kindern. Ja hier, ich 🙌 Sie sind sogar noch seeeehr klein. Darunter ein Baby…


    Ich kann mich in deinem Faden in sooo vielen Dingen wiederfinden.
    Auch ich hatte mich in etwa so gefühlt wie du. Ich war überhaupt nicht mehr ich selbst. Mein Ex hat mir eingeredet ich hätte eine Depression, bis ich es selbst glaubte. Ich war durchgehend gereizt, hatte Stimmungsschwankungen, war völlig antriebslos und habe mich unendlich alleine gefühlt. Zudem diese Angst, dass er jederzeit wieder rückfällig wird.
    zu der Zeit hat er versucht trocken zu bleiben, nachdem es nach der Entzugsklinik nicht funktioniert hat. Nur 3 Wochen danach wurde er das erste Mal rückfällig und dann wieder und wieder…

    Dieser Zustand hat mich absolut mürbe gemacht. Seine Familie ist ebenso sehr suchtbelastet. Von denen kam keinerlei Verständnis.

    All das was ich da ertragen habe und in mich hineingefressen habe, hatte extremen Einfluss auf meine Laune und auch das haben die Kinder gespürt. Ich habe ihnen zwar keinen „Klaps“ gegeben, aber ich hab ziemlich viel geschimpft.

    Es tut mir heute so unendlich leid, dass sie das ertragen mussten, nur weil ich ja die Kinder nicht aus der Familie reißen wollte und auch Angst vor dem finanziellen Schaden hatte.


    Mein Ex hat mir mit seiner Mutter die Entscheidung dann selbst abgenommen und mich raus geworfen. Ich war ja der Spielverderber in ihrer Suchtkranken Familie…

    Ich kam bei meinen Eltern unter. Bekam auch schnell eine neue Wohnung.

    Finanziell ist man mit Bürgergeld oder Wohngeld etc. in Deutschland erstmal gut aufgefangen in solchen Notsituationen.

    Es sind nun einige Monate vergangen und was soll ich dir sagen? Ich bin so soooo froh, dass es jetzt so gekommen ist.
    Ich bin wieder ich selbst, bin fröhlich, ausgeglichen, schimpfe fast gar nicht mehr, außer der kleine macht wirklich Mist (trotzphase und so 😅)
    Ich kann endlich wieder mich selbst und vor allem die Momente mit den Kindern voll genießen!
    Die „Depression“ war schon nach ein paar Tagen nach der Trennung weg! Komisch oder?


    Ich möchte dir viel Kraft hier lassen und wünsche dir und deinen Kindern, dass du eine Entscheidung triffst, die für euch alle nur das beste ist.


    Lg Marliese

    Was interessiert es denn, ob Silent Treatment, Narzissmus oder was sonst auf den Mann zutrifft??

    Hm vielleicht hilft es, wenn „das Kind einen Namen hat“ um das Ganze besser zu verarbeiten?
    Zu sich selbst sagen können, ok es ist definitiv nicht meine Schuld.

    Das ist ja eben auch ein Problem der Co‘s. Geben sich immer erst selbst die Schuld, oder ihnen wird die Schuld dafür gegeben.

    Klar, hätten viele von uns das Ruder vorher rum reißen sollen… nur man ist da so in seine Rolle rein gewachsen, dass man wohl den Blick für sich selbst verliert… Der Mensch ist halt ein gewohnheitstier. Man kann sich auch schleichend an schlechte Dinge gewöhnen

    Naja und bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gehört auch silent Treatment an die vorderste Front und das tut Janas Ehemann

    Silent Treatment!
    Danke das Wort habe ich gesucht und mir fiel es nicht ein. Deswegen schrieb ich Ignoranz.
    Mein XY macht es ganz genauso!
    Es ist was ganz ganz mieses und das macht was mit jemandem.

    Es sind Charakterzüge von Narzissmus. Genau diese Kombination.

    Narzissten wollen aber Strafen. Auch wenn sie im Unrecht sind… Liebstes Werkzeug von Narzissten ist auch Ignoranz.

    Und ich wage jetzt mal zu behaupten, das es bei Jana das Gegenteil ist. Sie möchte am liebsten reden, möchte das ganze Dilemma ruhig beenden…

    Hmmm ich weiß nicht.
    Sie fühlt sich einfach Hilflos… Ratlos… Ich kann sie da völlig verstehen. Mir erging/ergeht es ja fast genauso.

    Einfach aus dem Nichts ist Schluss und man steht da mit so vielen Fragen, die wahrscheinlich nie beantwortet werden…

    Wenn Haus und Hof, Hund und Kinder daran hängen, muss man aus der Ohnmacht raus und selbstwirksam werden, sich nicht hinhalten lassen. Auf keinen Fall.! an den Anwalt geben er regelt das und ein Rosenkrieg entsteht nicht wenn man sich auf keine Diskussion ein lässt. Dann entscheidet Recht und Gesetz und man geht sich erst mal aus dem Weg.

    Ähm doch….

    Ich hab da so nen Fall. Trotz nur Kommunikation der Anwälte hauen die einen Bock nach dem anderen raus. Der Anwalt ist das Verbindungsstück des Rosenkriegs 🙈

    Natürlich ist hoffentlich irgendwann mal Schluss. Aber bis da hin gibt es noch diverse Gerichtstermine und ohne Ende Anwaltsbriefe wo man echt explodieren könnte…

    Also zumindest ist es bei mir so,

    Muss ja nicht bei jedem so sein.
    Diejenigen können sich jedenfalls glücklich schätzen.

    Wenn er wenigstens mit mir geredet hätte und wir das Ganze halbwegs normal hätten beenden könnten

    und überall wurde mir gesagt, ich darf sein Handeln nicht persönlich nehmen, das ist Teil der Erkrankung.

    Ist das wirklich so?

    Bei mir ist es ja quasi ganz genau wie bei Jana.
    Dieses wehemente ignorieren, nicht reden wollen, totschweigen…

    Ich dachte eher das ist ein ganz unschöner, egoistischer und unreifer Charakterzug und nicht unbedingt mit der Sucht verbunden 🤔

    Oja, den gibts - den hat mein Mann jetzt auch - bei der Mama, da kriegt man das Bier noch hingestellt ;)

    Den Himmel hat mein Xy jetzt auch!

    Und mit großer Wahrscheinlichkeit hat Mami dafür gesorgt! Gewiss hat sie ihm den Floh ins Ohr gesetzt, dass er mit mir ja total unglücklich ist und ich ihm ja nicht gut tue. Armer Kerl, darf wegen mir nicht mehr trinken. Ne das geht nicht! Die setzen wir gleich morgen früh direkt vor die Tür!

    Jetzt können er und seine Familie Tag ein, Tag aus ihrer Sucht frönen. Alle zusammen 🙂 Jucheee hoch die Gläser!

    Die blöde alte, die deswegen immer am schimpfen war ist jetzt endlich weg! Herrlich!

    Ja, schon, aber er könnte da mit einem gefinkelten Anwalt mit der Ehewohnung was drehen... also dass ihm da anteilig was zusteht...

    Das könnte sowieso eintreten, auch wenn du auf den Unterhalt verzichtest.

    Ich würd mich da an deiner Stelle absichern.

    Und wenn ihr am Ende beide mit null raus geht… Immer noch besser, als wenn du verzichtest und ihm noch Kohle geben musst.

    Zur Not kann man sich auch immer noch irgendwie gütlich einigen später

    Ja, davor fürchte ich mich auch total - der xy und seine Mama bei der er ja jetzt wohnt!

    Ich glaube, gerade bei Trennungen und wenn es ums Geld geht zeigen Menschen ihr wahres Gesicht.

    Bei mir ist es diesbezüglich genau andersrum als ich erwartet habe.

    Die Trennung von meinem ersten Mann, der ziemlich narzisstische Züge an den Tag gelegt hat, da dachte ich er macht mir das Leben zur Hölle.
    Im Gegenteil! Klar, ganz zu Anfang gab es da schon etwas gezicke, aber wir brauchten nie externe Unterstützung oder gar ein Gericht. Er hat immer gezahlt was er musste und was den Umgang anging, waren wir uns immer einig. Seit vielen Jahren läuft das schon reibungslos und wir verstehen uns super!


    Und dann die jetzige Familie. Immer herzlich und toll… bis zum Tag X. Nie hätte ich gedacht, dass die zu sowas fähig sind, noch, dass mein (noch)Mann das alles so durchzieht.
    Ich hab vor ein paar Wochen noch zu ihm gesagt: „ich habe dich damals geheiratet, weil du das reinste Herz hast, das ich je kennen gelernt habe. Ich war mir immer sicher, dass du mir nie bewusst weh tun würdest… und nun bist du der schlimmste Mensch, der mir je begegnet ist!“


    Ich hoffe sehr für dich, dass du so entspannt die Sache abwickeln kannst wie es nur geht.

    Und selbst wenn nicht, so wie in meinem Fall; irgendwann wird alles gut!
    Wenn Menschen sich so niederträchtig Verhalten, kann man nur froh sein, dass man sie los ist.
    Karma regelt das schon noch. Es braucht nur Zeit 😉

    Hey Jana

    Ich werde bald auch zum zweiten Mal geschieden sein…

    Aber ich für mich weiß, es war beide Male nicht meine Schuld. Die, die mich kennen wissen das auch und deswegen ist mir auch relativ egal, was andere davon halten.

    Dafür solltest du dich auch nicht schämen! Dich trifft daran keine Schuld

    Mein (noch)Mann und ich hatten vor längerer Zeit mal ganz belanglos darüber gesprochen wie wir uns im Falle einer Trennung verhalten würden. Und wir waren uns beide einig, dass wir es ganz ruhig regeln…
    Hahahahahahahaha tja, nö!

    Ich führe hier gezwungenermaßen den miesesten Krieg, den man sich nur vorstellen kann. Mein Ex und seine Mutter feuern mit allem was nur geht. Und ich habe keine andere Wahl als mich zu wehren…

    So viel dazu…