Beiträge von Nayouk24

    Hallo Michl,

    Sehr gut, du machst Nägel mit Köpfen.

    Nochmal zum "bekennenden Alkoholiker".
    Fachlich ist auch "Herr XY hat sich durch chronischen Alkoholabusus eine Alkohohlabhängigkeit angeeignet".
    DAs klingt für mich, was meine Person angeht, nicht schön aber ziemlich weit weg von mir.
    "Ich bin Alkoholiker". Das bin ich, das macht etwas mit mir und genau dieses etwas ist ein wichtiger Teil auf dem Weg zur Akzeptanz und für eine stabile Abstinenz.
    Du bist Alkoholiker, hör mal in dich rein, ob es da innere Widerstände gibt.

    Aber bevor wir weiter gehen, für den weiteren Austausch hier im Forum folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Also ich würde sagen ich konnte mein Suchthirn noch beeinflussen,ich hätte es aber schon viel früher beeinflussen müssen.

    Also ich kann mein Suchthirn nicht beeinflussen, aber wenn es versucht mich zu manipulieren, dann will ich die Kontrolle behalten.
    Das kann ich dann, wenn ich erkennen kann, welche Gedanken gar nicht "meine" sind, sondern die des Suchthirns und diese sind die nassen Gedanken.

    Leider werde ich von keinem Arzt begleitet.

    Warum leider? Was hindert dich daran?
    Du befindest dich aktuell im kalten Entzug und der kann lebensgefährlich für dich werden.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Bei einem kalten Entzug können auch nach Tagen noch schwere Komplikationen auftreten.
    Suche deinen Hausarzt auf, oder ein Arzt deines Vertrauens (vlt. kannst du den Arzt wechseln) und lege die Karten auf den Tisch, dann bist du auf der sicheren Seite.
    Bespreche mit ihm deine Situation. Er wird einschätzen, wie er dir bestmöglich helfen kann, u.U. auch mit Medikamenten.

    Du hast eine schwere Krankheit und ihre Behandlung gehört in ärztliche Hände. Du möchtest doch nicht mit Folgeschäden deines Entzugs in dein abstinetes Leben starten.

    Hallo Michl,

    herzlich willkommen und gut dass du dich hier gemeldet hast.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben anstreben.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Wirst du aktuell bei deinem Entzug ärztlich begleitet?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Stilles einfach mal probieren ist nicht möglich.

    Warum? Weil dann die anderen sagen, schaut her er trinkt wieder?
    Stilles einfach mal probieren ist für mich nicht möglich, weil ich Alkoholiker bin und Alkohol nicht kontrollieren kann.

    Das ist ein Schutz.

    Wenn ich wieder trinken wollte, dann trinke ich, weil es mir in dem Moment egal ist, auch egal, was andere von mir denken, da wäre für mich kein Schutz.

    Dadurch, dass ich abhängig geworden bin, ist mir vieles schönes genommen wurden. Ich kann nicht mehr entspannt Alkohol trinken. Kein entspanntes Feierabendbier mehr. Ich kann nicht mehr ausgelassen Feiern, mit Freunden richtig großartigen Spaß haben.


    Das ist nasses Denken. Denkst du es oder denkt es dir dein Suchthirn vor?

    Hier zeigt sich wieder, dass ich teilweise noch nicht für mich trocken bin.

    Damit hast du das nasse Denken erkannt, oder?
    Als ich erkennen konnte, dass das nicht ich bin, was da an Gedanken kommt und ich dem auch nicht folgen will, wurde es einfacher. Aber für die Erkenntnis brauchte es Achtsamkeit und Zeit. Achtsamkeit gegenüber meinen Gedanken und Zeit für das Verinnerlichen

    Ich bin sauer darüber, dass ich abhängig bin. Es ärgert mich.

    Ärger und Wut sind starke Gefühle, richtig genommen können sie helfen.
    Wenn ich mich über etwas ärgere, was ich nicht mehr ändern kann, dann ist der Ärger kontraproduktiv.
    Ich kann mich ärgern, dass ich eine Beule ins Auto gefahren habe, vlt. hilft es die nächste zu vermeiden.
    Ärger darüber, dass ich Alkoholiker geworden bin, hilft mir nicht weiter, denn er kann nicht verhindern, dass ich nochmal Alkoholiker werde, weil ich es schon bin und immer sein werde.

    Hallo Lebensmut,

    Zu deinem Gefühl

    - oh je ist die naiv
    Niemand der es hier ernst meint (dazu zähe ich dich auch), sehe ich als naiv an, aber als unerfahren

    - was sind schon die paar Wochen, wahrscheinlich eh nur ne Trinkpause
    Ich bin auch Risiken in den ersten Wochen eingegangen, weil ich unerfahren und unwissend war.
    Was ich daraufhin an Reaktionen bekommen habe, hat mir nicht immer gefallen.
    Es gibt hier den Spruch, dort wo's piekt, da geht's lang. Immer wenn es gepiekt hat, bin ich dem nachgegangen.
    Wenn etwas dran war, konnte ich meinen Weg korrigieren, wenn nicht, habe ich es liegen gelassen.
    Meistens war was dran.

    - wir haben hier soviele kommen und gehen sehen
    Das ist leider so, aber egal ist es mir nicht. Jeder einzelne, der auf den abstinenten Weg gebracht werden kann, ist es Wert

    - die nimmt das ganze nicht ernst
    Das kannst nur du dir selbst beantworten, ich nehme es ernst

    - die muss sich von ihrem Mann trennen sonst wird das eh nix
    Das weiss ich nicht, aber für mich wäre das eine sehr gefährliche Situation gewesen und ich bin mir fast sicher, dass ICH damit gescheitert wäre.

    Niemand verlangt von dir, dass du deinen Mann verlässt, aber du kannst dir überlegen, was du von ihm verlangen willst, um deine Abstinenz zu schützen und voran zubringen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ich werde Ihnen nicht vorschreiben ob sie trinken dürfen.

    Es geht darum, was es mit dir macht, wenn um dich herum Alkohol ist und in deiner Gegenwart getrunken wird. In der ersten Zeit wird davon abgeraten, sich diesem Risko auszusetzen.
    Du bist gerade mal knapp 5 Wochen abstinent. Mir wäre das viel zu früh gewesen. Das erste Mal im Restaurant war ich nach ca. 3 Monaten und ich war mit meiner Frau alleine, an einem Tisch.

    Nun, wir warnen hier vor den unkalkulierbaren Risiken eines kalten Entzugs und wollen auch niemanden dazu animieren, da es lebensgefährlich werden kann.

    Für den weiteren Austausch folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Die Trigger sind offensichtlich. Unbewusst ist, was mein Suchthirn daraus macht und das kann gefährlich werden.
    Ich habe am Anfang alles gemieden, was irgendwie mit "meinem" Suchtmittel und Umgebung zu tun hatte.
    Trigger , die mein Suchthirn ansprechen, sind bei jemand anderes u.U. keine Trigger.
    Daher ist es wichtig, dass ich meine Trigger kenne und diesen erstmal konsequent aus dem Weg gehe.

    Hallo Lebensmut,

    jetzt geht es darum, deine frische Abstinenz zu festigen.

    Wie sieht den dein Umfeld aus, hast du ein alkoholfreies Zuhause?

    Das und einiges mehr ist am Anfang sehr wichtig um dich vor unüberlegten Handlungen zu schützen.
    Lies die mal den Artikel über die "Grundbausteine" durch.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Für plötzlich aufkommenden Suchtdruck kannst du dich vorbereiten und deinen eigenen Notfallkoffer packen.

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Schreibe ruhig, wie dein Alltag aussieht und wie dein Plan für die nächste Zeit ist.

    Viele Grüsse

    Nayouk