Beiträge von Nayouk24

    trotzdem bin ich -noch- traurig

    Ich hol das mal zu mir NovaSol

    Das kann ich gut nachvollziehen. Es ist auch mein erstes abstinentes Silvester.
    Ob wir ein befreundetes Paar einladen steht noch nicht fest. Wenn, dann in jedem Fall bei uns Zuhause.
    Da fühle ich mich an diesem Tag am sichersten.

    Silvester war, bis auf das Letzte, bei uns immer verbunden mit einem geselligen Abend mit Freunden, entweder privat oder im Hotel/Restaurant mit Silvesterevent.
    Traurig bin ich nicht mehr. Ich habe es akzeptiert, dass es momentan so ist, da ich alles andere nicht einschätzen kann.
    Die Vorstellung, so wie früher an Silvester irgendwo hinzugehen, erzeugt bei mir Unbehagen und das wäre auch vorher so und auch an dem Abend so.
    Und was danach kommen könnte, das brauche ich beim besten Willen nicht, so möchte ich nicht in das neue Jahr starten und damit meine ich nicht,
    dass ich wieder getrunken hätte.

    Wie sich die nächsten Jahre gestalten werde ich sehen. Wichtig ist, dass ich mich in einem Jahr mit der selben Ernsthaftigkeit mit dem Thema auseinandersetze,
    wie dieses Jahr, aber ich bin dann schon ein Jahr weiter.

    Mit Silvester 24/25 habe ich dann alles durch, was ein Jahr so zu bieten hat. Einiges habe ich wahrgenommen, vieles habe ich ausgelassen.
    Erfahrungen habe ich bei beidem gesammelt und sie sind wichtig und wertvoll für meinen weiteren Weg.

    2024 wird bestimmt eines meiner besten Jahre in meinem Leben sein, aber es ist ja noch ein Weilchen bis dahin.


    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Topi,

    so, wie Du es hier gehört hast, nur so geht es.
    Ich hatte die gleichen Ängste und Fragen, auch Angst beim Arzt offen zu sein. Die Ärzte, zu denen ich ehrlich war, sind mir ausnahmslos mit Verständnis und Respekt begegnet. Mich hat es sehr befreit, als ich den Schritt getan hatte.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Da gibt es kein Patentrezept, aber ich weiß genau von was du schreibst. Die biochemischen Prozesse in deinem Gehirn sind wieder einmal aus dem Lot gekommen. Das erste Mal war, als sich das Gehirn an den Alkohol gewöhnen musste und das zweite Mal ist nun, dass es sich an die Abwesenheit von Alkohol gewöhnen muss.
    Es wird mit der Zeit besser, wirst Du hier überall lesen können und das Beste ist es ist wirklich so.
    Dein Belohnungssystem funktioniert momentan nicht so wie es sollte. Daher machen auch Aktivitäten, die eigentlich Spass machen, nicht zufriedener oder ausgeglichener.
    Am Anfang hab ich dem unbedarft durch nachgeben meiner Lust auf Süßes gegengesteuert. Also klassische Suchtverlagerung, vom Alkohol in den Zucker. Ab da musste ich besonders drauf achten, damit daraus nicht auch noch eine Sucht wird.
    Ansonsten haben mir am Anfang Achtsamkeitsübungen, Meditation, Qigong geholfen, was ich aber alles drei auch erst erlernen musste. Viel Bewegung und Sport ist auch ein Mittel.
    Viel trinken und gesunde Ernährung ein weiteres. Lesen und die Auseinandersetzung mit mir selbst haben auch dazu beigetragen.
    Mehr und mehr konnte ich mir mit kleinen Dingen ein Erfolgserlebniss verschaffen und ich habe diesen inneren Antreiber ignoriert, durch Übung in Gelassenheit.

    Aber am Anfang ist es harte Arbeit an einem selbst. Das, was ich selbst nicht aktiv beeinflussen kann, richtet die Zeit.

    Was würde Dir heute gut tun?


    Viele Grüsse

    Nayouk

    Halloweenparty

    Wenn Du mich fragen würdest, ich würde nicht hingehen und zwar aus einem einzigen Grund:

    ich bin aber „erst“ knapp 6 Wochen nüchtern

    Höre tief in Dich rein und wenn Du mit Dir diskutieren musst, dann würde ich es 2x lassen.

    Ich kenne die Situationen auch, bei 6 Wochen Nüchternheit. Heute würde ich sagen, dass ich damals, nach 6 Wochen, das einfach nicht beurteilen konnte, ob ich mir das zutrauen kann oder nicht.

    Ich war mir sicher, dass ich nicht trinken würde, aber ich wusste nicht, was es mit mir danach machen kann.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo happynewlife,

    Herzlich willkommen von meiner Seite.

    Die erste Zeit ist anstrengend aber auch befreiend. Es zeichnet sich ein Weg ab,
    ich kann ihn nicht bis zum Horizont erkennen, aber jeden Tag komme ich ein Stück voran
    und das was ich nicht erkennen konnte wird Teil meines Weges.
    Ich habe eingesehen und akzeptiert, dass es keine Alternative mehr gibt, außer einem abstinenten Leben
    und auf dem Weg konnte ich erkennen, dass es geht, ein abstinentes Leben.

    Damit ich das nicht vergesse habe ich gerade am Anfang hier sehr viel gelesen.
    Das hilft mir und es hilft, bei meinem Thema zu bleiben, dass ich alkoholkrank bin.
    Das darf ich nie in den Hintergrund drängen und meine Abstinenz hat oberste Priorität.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hab ich da nicht die Pflicht ihn bei seiner Krankheit zu helfen und beizustehen?

    Ich melde mich mal von der anderen Seite als abstinenter Alkoholiker.
    Unter diesen Umständen hast Du sie definitiv nicht, eine Pflicht. Er ist ein erwachsener Mensch und eigenverantwortlich für sich.
    Du würdest ihn sicher unterstützen, das macht aber nur Sinn, wenn er Einsicht in seine Krankheit hat und sich selbst Hilfe sucht. Ohne dies hast Du keine Chance gegen seine Sucht.
    Momentan reibst Du Dich auf und verlierst jeden Tag an Kraft, wie auf einem Fahrrad, bei dem die Kette fehlt.
    Du musst für Dich handeln. Richte Deinen Fokus auf Deine Verantwortung, Deine Selbstfürsorge, Deine Kinder, Deine beruflichen Aufgaben und gebe ihm seine Verantwortung zurück.

    Solange Du ihn deckst, wird es für alle Beteiligten nur schlimmer werden.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Warum macht sie das? Kapiert das jemand?

    Mit dem, was du über sie geschrieben hast, kann es eigentlich nicht sein, dass sie deine Alkoholkrankheit verharmlost.

    Kann es sein, dass sie es nicht wahrhaben will, dass ihre eigene Tochter Alkoholikerin ist.

    Ihr Verhalten ist ziemlich übergriffig.
    In jedem Fall hast du genau richtig reagiert.

    Gefällt mir, was Du schreibst.

    Mir muss noch viel klarer sein wie wichtig meine Nüchternheit für meine Kinder ist- nur nüchtern kann ich zuverlässig da sein, geduldiger reagieren und nicht zuletzt ein gutes Vorbild sein.

    Ich sehe es so: Meine Nüchternheit steht für mich an erster Stelle, dann bin ich auch in der Lage, den an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden.

    Viele Grüsse

    Nayouk