Beiträge von 123

    Wenn ich diesen Gedanken zuende denke , dann muss ich denen, die sagen " lieber ein Ende mit Schrecken , als Schrecken ohne Ende " leider Recht geben.

    Aber soweit bin ich noch nicht. Ich glaube aber , Du bist es, und Du weist es auch, brauchst es nur noch bestätigt.

    Ich hol das mal aus dem Faden von Nina.D. zu dir rüber, damit wir ihren Faden nicht zweckentfremden.

    Wie schlimm muss es noch für dich und deine Kinder werden, damit du merkst, dass ein Leben mit einem nassen uneinsichtigen Alkoholiker nur Schmerz mit sich bringt? Dass du und deine Kinder schaden nehmen und schon Schaden genommen haben? Wo ist deine Grenze? Und die Frage ist ganz ernst gemeint, keine Provokation.

    haben es ohne einander nicht geschafft.

    So etwas wie eine toxische Beziehung.

    Nein, du hast es nicht ohne ihn geschafft, er schafft es nicht ohne Alkohol. Und wieso erwartest du, dass er sein ungesundes und potenziell tödliches Verhalten aufgibt, wenn du nicht dazu bereit bist, dieses extrem schändliche Verhalten aufzugeben?

    Er ist süchtig und der Alkohol ist ihm wichtiger als du, jemanden trockenlieben funktioniert nicht.

    Bleibt es so, werden beide elendig zugrunde gehen, löst du dich aus dieser Beziehung, dann hast du zumindest die Chance, es zu überleben. Bleibst du, hältst du das ganze Suchtsystem weiter mit aufrecht, solange er nicht aus eigenem Antrieb trocken werden möchte.

    Und selbst wenn der Fall eintritt, dass er einen Abstinenwunsch entwickelt und trocken wird, dann ist eure Beziehung nicht gerettet. Die wirkliche Arbeit beginnt dann erst und es wird nicht alles automatisch gut. Es braucht Jahre an Arbeit, um die Beziehung wieder auf Augenhöhe zu bringen und die entstandenen Verletzungen zu bearbeiten, Verletzungen, die auf beiden Seiten entstanden wird.

    Es gibt nämlich nicht nur den bösen Alkoholiker und den armen Co-Abhängige, der nichts für seine Situation kann, weil "der Alkoholiker ist ja schuld, dass mein Leben die Hölle ist".

    Mache ich den Alkoholiker für meine schlechte Lebenssitation verantwortlich, ist es nichts anderes als der Alkoholiker, der dem Alkohol die Schuld gibt für seine Lage. Durch solche Schulzuweisungen gebe ich die Verantwortung für mich, mein Leben und meine Entscheidungen ab.

    Du kannst es schaffen, wieder Verantwortung für dein Leben zu übernehmen, aber dafür musst du raus aus der Opferrolle!

    Er tut mir einfach leid.

    Mitleid sorgt in einer Beziehung dafür, dass eine Schieflage entsteht, die Beziehung kann dann nicht mehr auf Augenhöhe funktionieren.

    Menschen in helfenden Berufen definieren ihren Selbstwert häufig darüber, dass sie Menschen helfen können und sich dadurch wertvoll fühlen. Das ist auf Dauer ungesund, seinen Selbstwert nur über andere Menschen zu beziehen.

    Prüfe für dich sehr genau, was du sonst noch gut kannst, wie wertvoll bist du für dich?

    Niemand hat es verdient, sich schlecht behandeln zu lassen. Du kannst jetzt eine Grenze ziehen, ihn rauswerfen und dir ein selbstbestimmtes und glückliches Leben gestalten. Auch alleine kann Frau glücklich sein, es braucht keinen Partner, um wertvoll zu sein.

    Liebe Grüße

    123

    So mache ich das auch...

    Den Alkoholkonsum sollte ich allerdings doch mal ansprechen, da ist schon eine gewisse Regelmäßigkeit und das mich dieses heimlich trinken nervt

    Es war gut das ich mal laut geworden bin und meine Meinung gesagt habe.

    Was denn nun? Auf der einen Seite sagst du deiner Frau, sie kann ruhig trinken wenn sie unterwegs ist, andererseits trinkt sie teilweise heimlich, es nervt dich und du findest IHREN Konsum bedenklich, in deiner Gegenwart trinkt sie aber auch, wenn ich mich richtig erinnere.

    Ich habe das Gefühl, dass du selber grade nicht weißt, welche Erwartungen du eigentlich an deine Frau hast und dass es im Grunde egal ist was sie tut, falsch ist es immer.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du es schaffst, deiner Abstinenz die oberste Priorität einzuräumen. Ist die nicht gesichert und stabil, dann brauchst du dir meiner Meinung nach auch keine großen Gedanken um deine Ehe zu machen.

    Daa klingt jetzt vielleicht sehr hart, aber sollte mein Partner jemals auf die (bekloppte) Idee kommen, dass es wichtiger ist, unsere Beziehungsprobleme (und die gibt es nunmal in jeder Beziehung) in den Griff zu bekommen und er es dafür in Kauf nimmt, seine Abstinenz zu gefährden.... dann fliegt er hochkant raus und muss sich dann gar keine Gedanken mehr um unsere Beziehung machen, weil die gibt es dann nicht mehr.

    Das gleiche gilt, wenn er seine Abstinenz dadurch gefährden würde, indem er mir vermeintlich etwas recht machen wollen würde. Das Beispiel ist etwas blöd, aber macht hoffentlich deutlich, was ich damit meine: wenn es (rein hypothetisch) mein absoluter Herzenswunsch wäre, dass ich eine eigene kleine Brauerei im Keller hätte und er würde das unterstützen, um mich glücklich zu machen und damit dann aber seine Abstinenz gefährden- da wäre die Beziehung für mich vorbei.

    Seine Abstinenz muss für ihn an oberster Stelle stehen, genauso wie für mich meine Abstinenz in Bezug aufs Co-Verhalten.

    Da trenne ich mich lieber, als dass ich einen (toten) Partner habe, der achtlos mit seiner Abstinenz umgegangen ist, um mich damit vermeintlich glücklich zu machen und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

    , mein Partner meinte im Vorfeld, wenn ich gerne mit den anderen etwas Sekt oder Bier trinken möchte, kann ich das gerne tun

    So mache ich das auch...

    Mein Partner hat diese Aussage für sich dann im Nachganh nochmal reflektiert und hat einen Tag später zu mir gesagt, dass er (unabhängig davon, dass ich keinen Alkohol trinke) diese Aussage so auch nicht mehr tätigen wird. Seine Begründung war, dass er es bei genauerem drüber nachdenken total daneben von sich gefunden hat, einem Menschen, den er liebt, quasi aufzufordern, sich ein potenziell tödliches Gift reinzuziehen. Drastisch formuliert, aber er hat total Recht damit.

    Mal kurz meine Gedanken zum Thema Ehefrau:

    In einer Beziehung hat, finde ich, jeder erstmal die Verantwortung für sich und sein Handeln. Als mein Partner trocken geworden ist, habe ich (war für mich selbstverständlich) aufgehört Alkohol zu konsumieren. Der Plan war eigentlich, dass ich nur nichts in seiner Gegenwart trinke und dass mein Zuhause (wir leben offiziell zwar nicht zusammen, nutzen aber beide Wohnungen abwechselnd gemeinsam) genauso alkoholfrei ist wie seins.

    Für mich war dann aber schnell klar, dass ich grundsätzlich nicht mehr trinke. Gestern Abend war ich mit Freundinnen verabredet, mein Partner meinte im Vorfeld, wenn ich gerne mit den anderen etwas Sekt oder Bier trinken möchte, kann ich das gerne tun, er will nicht, dass ich wegen ihm auf etwas verzichte. Ich habe ihn klar gesagt, dass ich keinen Alkohol mehr trinke und dass ich das mittlerweile nicht mehr für ihn tue, sondern für mich.

    Weil ich merke, dass es mir und meinem Körper viel besser geht ohne Alkohol. Da gibt es keine Verzichtsgedanken. Würde er wieder anfangen zu saufen, würde dass nichts an meiner Entscheidung ändern, keinen Alkohol mehr zu trinken.

    Ich hoffe, du kannst deine Themen gut lösen!

    Die Kliniken schreiben / sagen übrigens immer das man da nüchtern auftauchen soll. Täten sie das nicht, würden da nur noch auf der Trage liegende Schnapsleichen antreten. Es wird dann qualifiziert entgiftet, das gehört zum Programm.

    Bei mir wurde klar kommuniziert, dass ich zum stationären Entzug unter Alkoholeinfluss kommen darf. Ich sollte auch weiter trinken, aber am besten soweit reduzieren, wie ich kann. Aber die würden mich auch aufnehmen, wenn ich komplett voll wäre.

    Mein Mann musste bei Aufnahme pusten, wäre er nicht nüchtern gewesen, wäre er aufgenommen worden und hätte dann aber, bis er nüchtern ist, im Zimmer bleiben müssen, um die Mitpatienten nicht zu triggern. Die liebe Dame von der Aufnahme war eher irritiert, dass er nüchtern war, sie meinte, dass wäre eher selten. Ist ja aber auch eigentlich logisch....

    Es stimmt, ich hab im Grunde meines Herzens den Wunsch noch nicht losgelassen , dass er es schafft und habe mich deshalb auch noch nicht abgewendet.

    Denke dabei nur dran, dass nach der Reha nicht alles gut ist. Die Beziehung muss sich neu finden, alte Wunden sind immer noch da und es liegt viel Arbeit vor dir, vor ihm und vor euch als Paar. Ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn das Fundament kaputt ist.

    Ich möchte einfach, dass er weiß, wie es mir damit geht.

    Ich kann diesem Wunsch nachvollziehen, aber selbst wenn er es weiß, es wird ihm egal sein. Und dass wird dir dann noch mehr weh tun als ohnehin schon, wenn du feststellst, dass ihm deine Gefühle, dein Leid, dein Kummer und deine Sorge um ihn und euer gemeinsames Leben egal sind. Und es ist ihm egal, die Sucht hat für ihn oberste Priorität. Du bist für ihn ein Störenfried, der sich zwischen ihn und den Alkohol stellen will.

    Den Brief zu schreiben kann dir helfen, deine eigene Gefühlslage zu sortieren. Aber ich glaube nicht, dass es etwas ändert, wenn er ihn liest.

    Da gibts übrigens Massenuntersuchungen in der USA dazu. Nichts macht zuverlässiger auf Dauer unglücklich, als zu viel zu trinken. Hoher Alkoholkonsum führt zuverlässig zu Schwierigkeiten. Abgesehen davon, dass es lt. WHO keinen risikolosen Konsum gibt. Die zwei Gläser Wein, die angeblich gesund sind, sind längst Geschichte.

    Ich habe eine Zeitlang (jetzt im Nachgang betrachtet) eindeutig zu viel getrunken. Seit mein Partner in der Entgiftung war, habe ich auch keinen Tropfen mehr angerührt und was soll ich sagen- es geht mir soviel besser ohne Alkohol, ich fühl mich fitter, die Haut ist besser und so weiter. Und vor allem fehlt mir nichts!

    Im Nachhinein schäme ich mich auch sehr dafür, dass ich mir manchmal richtig einen "reingekippt" habe, um meinem Partner eins auszuwischen, wusste ich doch, dass er es nicht mochte, wenn ich getrunken habe und ich mir dann dachte "was du kannst, kann ich schon lange"....

    Ich lese deine Beiträge übrigens sehr gerne, auch wenn ich von der Co-Seite bin 🌞

    Darf ich fragen was du außer reden schon alles probiert hast?

    Hallo, aus meiner Erfahrung heraus bringt alles Reden nichts, solange dein Mann nicht einsieht, dass er ein Problem hat und Hilfe will. Je mehr du auf ihn einredest, desto mehr gerät eure Beziehung in eine Schräglage.

    Solange dein Mann an seiner Situation nichts ändern will, wird sich nichts ändern. Mehr als Trinkpausen sind dann nicht drin, keine stabile Abstinenz.

    Aber du kannst was an deiner Situation ändern. Kümmere dich um dich selbst, mach Dinge die dir gut tun. Richte deinen Fokus auf dich selbst, damit es dir wieder gut geht!

    Liebe Grüße

    Vor allem der Mensch, der er ohne den Alk ist. War. Wäre. 😢

    Und selbst wenn er plötzlich aufhören würde zu trinken und über Nacht trocken wäre....es ist dann ja trotzdem nicht plötzlich alles wieder gut, weder bei deinem Mann, noch bei dir, noch in eurer Paarbeziehung. Die richtige Arbeit beginnt dann erst und dass ist anstrengend und kann auch schmerzhaft werden.

    Für mich wäre Dein Verhalten in jeder Beziehung von mir, sei es Partnerschaft, Freundschaft, Familie oder Arbeit ein no go. Und für mich ist Dein Verhalten gegenüber kranken Menschen ein no go.

    Puuh..... lieber Kazik, da musste ich jetzt etwas schlucken.

    Und wenn Du schreibst das Du weder Hilfe annehmen noch Dich ändern willst dann finde ich das sehr besorgniserregend. Weil das heißt das Du Dich weiterhin schädlich gegenüber Dir selbst und Anderen verhalten wirst.

    Das sehe ich genauso. Aber Myla ist Opfer von massiver häuslicher Gewalt und findet grade den Ausstieg nicht, ich glaube, da spricht aus ihrem Verhalten viel Hilflosigkeit, Wut und Angst.

    Sie hat ja nun auch einiges durch.....

    Am nächsten Tag wusste er "angeblich" nichts mehr davon, jedoch hat er sich mir zurückhaltend benommen.

    Er hatte mich getreten, dass mein Oberschenkel blau war, mehrere Flecken. Er sah keine Schuld - ich wäre gestolpert.

    Er hat mich an dem Abend 2 x ins Gesicht geschlagen und gewürgt. Hier hat man im Nachhinein nichts mehr gesehen, daher ist es für ihn nie passiert und ich habe übertrieben.

    Er schlug erst gegen die Wand, würgte mich, schlug mir mehrfach ins Gesicht und boxte mir so stark gegen den Arm (ich habe über 1 Wo später immer noch blaue Flecke davon) - und ging wieder.

    ich hatte zu sehr Angst, um ihn reinzulassen

    Er hat die Nacht zuvor meinen Autospiegel kaputt getreten.

    Diese Beleidigungen kann ich und will ich hier gar nicht erzählen, aber die waren so sehr unter der Gürtellinie... von wg. Schl... fette Hu.. , Fot... und wirklich noch schlimmer und ekelhafter.

    Iwann schrieb er mir, dass er auf dem Weg ist und mir was antun wird. Er mein Auto weiterhin kaputt schlägt (an Weihnachten musste der linke Spiegel dran glauben).

    Er mich, meine Mutter und meinen Hund (den er eigl. über alles liebt) umbringt.

    Ich habe doch so viel auf mich genommen, Beleidigungen, Demütigungen, Schläge, blaue Flecken.

    Vielleicht wollen sie sich selber einreden daß es nicht so schlimm sei. Vielleicht wollen sie aber auch keinen Ärger mit der Partnerin.

    Häufig ist es auch bestimmt eine Mischung aus beidem oder es fehlt auch einfach die Einsicht, dass ein Problem vorliegt. Wobei es nicht in meinen Kopf will, wie ich kein Problem sehen kann, wenn ich meiner Partnerin gegenüber gewalttätig werde.

    Genau, ich schäme mich 1

    Die Scham ist ein super Gefühl,.nicht umsonst ist sie die Hüterin der Würde. Sie zeigt mir zuverlässig, wenn ein Verhalten nicht okay ist und wenn meine Grenzen verletzt worden sind. Vielleicht kannst du für dich überlegen, warum sich die Scham bei dir meldet, wenn jemand aus deinem Umfeld erfährt, dass dein Partner Alkoholiker ist.


    was hast du davon wenn er es dir sagt?

    Ich kann mir vorstellen, dass da ein vermeintliches Gefühl von Kontrolle und Sicherheit über eine unkontrollierbare Situation kommt. Kann ich mich noch dran erinnern, war bei mir ähnlich.

    Er hat auch meine Freundin kontaktiert u ihr alles erzählt - weil ich das nicht mache. Ich war so sauer, das glaubt ihr mir nicht.

    Ich gehe mit besagter Freundin gerne mal Gassi usw., was ich jetzt natürlich erst mal nicht mehr kann.

    Wieso konntest du es deiner Freundin nicht selber erzählen? Der Mann wurde mehrmals massiv gewalttätig, da wäre es doch gut, wenn eine Freundin vor Ort im Bilde ist, oder?

    Und wieso kannst du jetzt nicht mehr mit deiner Freundin spazieren gehen? Den Zusammenhang verstehe ich nicht.