Den Alkoholkonsum sollte ich allerdings doch mal ansprechen, da ist schon eine gewisse Regelmäßigkeit und das mich dieses heimlich trinken nervt
Es war gut das ich mal laut geworden bin und meine Meinung gesagt habe.
Was denn nun? Auf der einen Seite sagst du deiner Frau, sie kann ruhig trinken wenn sie unterwegs ist, andererseits trinkt sie teilweise heimlich, es nervt dich und du findest IHREN Konsum bedenklich, in deiner Gegenwart trinkt sie aber auch, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich habe das Gefühl, dass du selber grade nicht weißt, welche Erwartungen du eigentlich an deine Frau hast und dass es im Grunde egal ist was sie tut, falsch ist es immer.
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du es schaffst, deiner Abstinenz die oberste Priorität einzuräumen. Ist die nicht gesichert und stabil, dann brauchst du dir meiner Meinung nach auch keine großen Gedanken um deine Ehe zu machen.
Daa klingt jetzt vielleicht sehr hart, aber sollte mein Partner jemals auf die (bekloppte) Idee kommen, dass es wichtiger ist, unsere Beziehungsprobleme (und die gibt es nunmal in jeder Beziehung) in den Griff zu bekommen und er es dafür in Kauf nimmt, seine Abstinenz zu gefährden.... dann fliegt er hochkant raus und muss sich dann gar keine Gedanken mehr um unsere Beziehung machen, weil die gibt es dann nicht mehr.
Das gleiche gilt, wenn er seine Abstinenz dadurch gefährden würde, indem er mir vermeintlich etwas recht machen wollen würde. Das Beispiel ist etwas blöd, aber macht hoffentlich deutlich, was ich damit meine: wenn es (rein hypothetisch) mein absoluter Herzenswunsch wäre, dass ich eine eigene kleine Brauerei im Keller hätte und er würde das unterstützen, um mich glücklich zu machen und damit dann aber seine Abstinenz gefährden- da wäre die Beziehung für mich vorbei.
Seine Abstinenz muss für ihn an oberster Stelle stehen, genauso wie für mich meine Abstinenz in Bezug aufs Co-Verhalten.
Da trenne ich mich lieber, als dass ich einen (toten) Partner habe, der achtlos mit seiner Abstinenz umgegangen ist, um mich damit vermeintlich glücklich zu machen und meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.