Beiträge von Matrix

    Liebe Laura,

    ich kenne dieses Verhalten auch von meinem XY, und es löst bei mir immer eher eine Art Mitleid aus, und ich kann ihn doch jetzt nicht alleine oder hängen lassen usw... Aber wenn du jetzt wieder nach gibst, wird es euch beiden nicht helfen, er müsste eh erstmal nüchtern werden, bevor ihr euch unterhalten könnt! Ich konnte bzw. kann es auch immer schwer aushalten, wenn mein xy ein häufchen Elend war.. aber am Ende solltest Du eher auf Dich gucken, damit es Dir besser geht! Ich bin zwar auch noch voll drin in meiner co- Abhängigkeit, aber war gerade so mein Impuls, dir das zu schreiben, vielleicht kann es dir irgendwie helfen?!

    Hallo ihr lieben, ich wollte euch mitteilen, dass ich meinen xy heute zum Termin in die Entgiftung gebracht habe. Bin jetzt wieder bei mir Zuhause angekommen und muss bzw. kann mich erstmal etwas ausruhen. Obwohl ich nie weiß, ob nicht doch wieder irgendwann eine Nachricht von ihm kommt, wo es heißt, dass er entlassen wurde oder er wegen irgendwas ( also wo ich schon auch den Suchtdruck als Grund sehe, den er nicht als Grund sieht) selber gegangen ist.... da gab es ja schon verschiedene Gründe... Er hatte mir die Situationen immer beschrieben und es war meistens irgendwie mit Stress verbunden bei ihm

    Jetzt möchte er, wie er sagte, das durchziehen, also erstmal die 3 Wochen Entgiftung und dann wäre er erstmal wieder bei mir, wahrscheinlich weil er nicht gleich nahtlos zur Langzeittherapie aufgenommen werden kann.. ja.. aber ich sehe da eher die sehr große Gefahr, dass er dann wieder trinken würde, wegen irgendeiner Situation von äußeren Einflüssen.. da findet auch er irgendeine "verrückte" Sache, was dann der Grund war.. was aber einfach nur Ausrede ist, damit er trinken konnte..

    Naja, ich kann nur hoffen, dass es bei ihm jetzt wirklich klick gemacht hat und ihm bewusst geworden ist, dass er jetzt einen Weg da raus finden MUSS... Was natürlich ordentlich Arbeit ist, kenne ich ja selbst.. Natürlich aber als erstes für ihn selbst und dann für seinen Sohn, alles weitere wird sich zeigen... Aber ich brauche erstmal Abstand zu ihm

    Und ich werde mich jetzt erstmal erholen und hoffen, dass ich bald wieder weniger schnell gereizt und mehr geduldiger werde, auch was meinen Sohn angeht. Und mal sehen, wie es jetzt Zuhause so wird..

    Euch noch einen hoffentlich angenehmen Tag und Danke, dass ihr meine Geschichte Lest❤️

    Hallo Kazik,

    deine Nachricht finde ich auch sehr interessant und ich denke drüber nach, wie es bei mir ist mit der Angst, momentan versuche ich sie von mir weg zu drücken, aber dadurch wird sie wie bei der Angsterkrankung nur größer. Das kenne ich so von mir, konnte ich damals in Stationärer Behandlung das schlimmste überstehen. Das hast Du alles toll beschrieben. Ich habe die Diagnose der Angsterkrankung auch, aber anscheinend noch nicht überwunden, oder dadurch, dass ich wieder in solch eine unschöne Beziehung geraten bin, also zumindest was die psychische Dynamik angeht, ist es doch wieder anders als damals zum Vorschein gekommen 🤔

    Achja, was ich noch mitteilen wollte: nächsten Mittwoch hat er wieder einen Aufnahme Termin für die Entgiftungsbehandlung. Er möchte dann auch die Langzeittherapie hinterher gleich machen. Darauf bin ich eh gespannt, ob das so machbar wäre, dass er gleich nahtlos von der Entgiftungsstation in die Langzeittherapie über gehen kann.. Das löst auf der einen Seite Freude bei mir aus, weil ich endlich mal Ruhe habe und genießen kann, aber auf der anderen Seite auch tausend Fragen im Kopf...

    Aber sollte er nächste Woche Mittwoch nicht zu dieser Aufnahme ins Krankenhaus gehen, muss er seine gepackten Sachen nehmen und zu sich gehen, bzw. kann seine Mutti seine Sachen und ihn gleich zu sich fahren, oder er geht zum Kumpel oder wohin auch immer. Das ist natürlich eine sehr gute Gelegenheit, den Tag gleich als Entscheidungstag anzusehen.

    Ich danke euch fürs Lesen ❤️

    Erstmal zu Alexas Nachricht:

    Vielen Dank für Deine Nachricht!

    Naja, es schwankt so ziemlich mit der Kraft, aber ja, mir fehlt die Kraft insgesamt. Aber ich habe eher vor seinem "auf mich einreden bis ich einknicke" Angst. Oder auch mich verantwortlich machen für die Trennung von seinem Sohn, bzw. meinem Kind seinen Vater weg nehmen usw... 🙄

    Herzlichen Glückwunsch!

    Ich habe zwar hier keinen Beitrag als trockene Alkoholikerin, aber irgendwie steckt es an und ich wollte daher gerade mal meine Jahre des trocken seins mitteilen: bei mir sind es mittlerweile ca. 4½ Jahre. Wie schön, und so soll es weiter gehen, das Wünsche ich Dir und natürlich auch allen anderen hier!

    Er redet so sehr auf mich ein, dass ich es doch nicht schaffen werde mit den Kindern alleine (bin jetzt auch ständig alleine gewesen) das wir alles sind was er hat, er kann nicht ohne uns. Ich kann den Kindern nicht die Familie wegnehmen, es wird diesmal zu 100% alles anders usw.

    Liebe lily,

    auch ich kann dich total verstehen und mitfühlen und bekam bzw. bekomme diese Sprüche auch so ähnlich zu hören, von wegen ich "sollte", ihm doch eine letzte Chance geben es zu beweisen, dass er seine Sucht diesmal stoppt und dann wieder ganz anders ist und solle zu ihm halten bzw. für ihn da bleiben, obwohl ich nicht mehr kann und auch nicht mehr möchte, dieses hin und her gerissen sein, schlechtes Gewissen haben usw. ist echt sehr kräfteraubend und nicht normal, bin ich mittlerweile der Meinung.

    Ich stecke gerade in einer ähnlichen Situation wie du, auch ein gemeinsamer Sohn ist mit im spiel, nur dass mein xy nicht MEINE Wohnung verlässt, obwohl ihn sogar die Polizei aus meiner Wohnung begleitet hatte, hatte er mich vor denen sogar noch versucht umzustimmen, "nur noch für ein paar Tage bleiben zu können" obwohl er eine eigene Wohnung hat... Er müsste sich nur kümmern, dort wieder wohnen zu können.

    Ich hoffe, dass dir die Beiträge hier weiterhelfen und gehe weiter deinen schon mutig begonnenen Weg. Ich würde ihn auch gerne bald machen können.

    Hallo liebe Rennschnecke,

    wenn auch nicht pünktlich zum 1 jährigen, aber ich möchte dir auch zu deiner einjährigen Abstinenz gratulieren, Respekt!💪🏼 Und noch viele weitere tolle trockene Jahre! Ich weiß selber was das für psychische Arbeit ist..

    Liebe Grüße

    Matrix

    Doch, ich finde es selbst auch total erschreckend. 😔🙈

    Aber ich weiß nicht, warum ich noch nicht weiter komme, also woran es genau liegt.. ich habe das Gefühl, dass ich es eher alles so verdränge und hinnehme, weil es mich sonst richtig fertig machen würde, jedesmal wenn ich das mit dem kiffen anspreche, dann heißt es, dass ist das kleinste Problem, was aber nicht stimmt, da er das eher nicht wirklich weg lassen möchte und mittlerweile auch nicht mehr weg lassen kann.. aber das ist sein Problem.. ich will mich garnicht lange mit seinen Themen beschäftigen, muss für mein mich und mein Kind die Energie sparen und auch Handeln, so schwer es mir auch fällt.. ich kenne da ein Beispiel, wie die Angst immer größer wird und wie man sie auch wieder kleiner bekommt, aber da wird der Elefant gerade eher immer größer.. das Beispiel des ankämpfen bzw. zulassen der Angst, falls das jemand kennt?! und damit auch vor der Situation, die wieder ähnlich vorkommt, wenn ich in nächster Zeit Handele.

    Was braucht es denn noch, damit Du auf den Tisch haust und Deinem Partner sagst, dass er sofort seine Sachen packen und in seine Wohnung gehen soll?

    Das Frage ich mich ehrlich gesagt auch... 🤔 😔

    Als ich letztens von meinem Termin bei der Familienberatung wieder zu mir nach Hause kam, fragte er mich ob ich mit der Polizei gekommen bin, die Frage kommt noch manchmal von ihm, wenn ich ihm vorher nicht jeden Grund nenne, warum ich hier und da einen Termin habe.. oder ob ich mit unserem Sohn bei einem anderen "Papa" war... Wenn ich spontan mit Sohnemann auf den Spielplatz gegangen bin oder eine bekannte getroffen habe... Boaahh wie mich diese Aussage von ihm nervt.. und das merkt er auch..

    Da kann ich leider auch mitreden, meine Mutti machte mir ein warmes Bier bei einer ordentlichen Erkältung, (ich glaube sogar als ich dazu noch Fieber hatte) als ich noch ein kleines Kind war, damit kann ich besser schlafen hieß es... aber es hatte natürlich ordentlich gedreht und ich hatte diese beschwippsten Momente schon kennen gelernt. Das könnte meinen Anfang mit 12-13 wöchentlich bzw. am Wochenende leichter gemacht haben.

    Ich bin auch in einer Suchtfamilie aufgewachen, in der niemand zu Potte gekommen ist. Ich habe von ganz klein auf die vorgelebten Suchtmuster verinnerlicht. Mit 58 Jahren und etliche Therapien später gehts mir ganz gut. Schön, oder?

    Liebe Linde66

    Nein, das ist überhaupt nicht schön zu lesen, dass du so aufwachsen musstest, im Gegenteil... 😔 Das tut mir total leid für dich! Und das möchte ich so auf keinen Fall für meinen Sohn!

    Du darfst aber Verantwortung für dich, deine Gefühle und dein Handeln übernehmen. Du darfst ihm sagen, dass du im Moment nicht weißt ob und wie es mit euch weitergeht. Du darfst ihm sagen, dass zuviel kaputt gegangen ist

    Daran arbeite ich anfänglich, würde ich sagen, aber trotzdem stecke ich noch viel zu viel zurück bzw. lasse mir zu viel gefallen, und weiß nicht genau warum. :/X/

    Ich habe ihm schon gesagt, dass ich nicht weiß wie es weiter geht, also ich habe mir oft in letzter Zeit gedacht, dass es mir mit ihm nicht gut geht, alleine schon wegen seinem ausfragen, wenn ich irgendwo beim Termin war, auch um zu wissen, ob ich da überhaupt war usw... Und ich bin daher der Meinung, dass es ihm mit mir auch nicht gut geht, also zumindest was das zusammen vorankommen oder Ziele setzen und umsetzen angeht.. ich durfte mir schon einige Sprüche anhören, darunter den, dass ich ihn nur aufhalte in seinem Leben, ohne mich wäre er schon weiter, nach ein paar Jahren Beziehung, und vor einem Jahr ungefähr, dass ich sein Leben zerstört hätte..=O:cursing: nachdem ich mich von der Klatsche erholt und gestärkt hatte, erwiderte ich ihm, warum er dann noch bei mir ist... keine Antwort... das sagte er mir öfters, und auch immer wieder, wie schlecht ich ihn doch jetzt immernoch behandele, obwohl er mich doch gut behandelt ( was hauptsächlich oberflächlich ist, ja OK, intim ist er auch gleichberechtigt, aber egal, für mich zählen die anderen Themen viel mehr.

    Er gibt dir also schon im Vorfeld die "Schuld", falls er die Behandlung abbricht.... wie fühlst du dich damit?

    Hallo 123

    Ich kann nicht genau sagen, wie ich mich damit fühle, aber irgendwie, als wenn ich selbst nichts entscheiden darf oder soll, was die "Beziehung" angeht.. kommt das ungefähr so hin? Also es gibt mir kein gutes Gefühl und ich fühle mich auch oft in die Ecke gedrängt..


    Ich bin leider so ein Mensch, der schwierige Konflikte oder Gespräche/ Entscheidungen eher vermeiden möchte.. weil ich nichts falsches machen/entscheiden möchte, keine Ahnung.

    Er und seine Mutti sagten mir, dass ich nicht weiß, was ich möchte. Da kann ich leider zustimmen, obwohl ich mittlerweile weiß, zumindest bei ein paar Sachen, was ich möchte und was nicht, nur kann ich über die wichtigsten und dringendsten Themen nicht direkt mit meinen xy darüber sprechen, sondern nur mit bestimmten anderen Menschen.

    Was hast du vor in Bezug auf die anonyme Meldung beim Jugendamt?

    Also Morgen habe ich erstmal einen Termin bei der Suchtberatungsstelle. Aber heute ist mein Sohn erkältet aufgewacht. Mal sehen, wie es ihm morgen geht, wegen zur Kita gehen. Ich werde es wahrscheinlich morgen erstmal da mit ansprechen. Aber meine Therapeutin sagte mir, dass ich mich lieber selbst beim JA melden sollte, bevor sie mir schreiben...

    Guten Abend zusammen,

    Wollte ein kurzes Update hier lassen:

    2 positive Sachen gibt es schon mal zu berichten:

    Also zumindest hat sich mein Sohn wieder erholt, seitdem es wieder in die Kita geht und er kaum noch guckt.. erstaunlicherweise war es da gut, bis auf vereinzeltes Grenzen austesten in dem Alter..

    Und das andere ist, dass ich seit ungefähr Anfang letzter Woche wieder mehr Kraft habe! Ich habe wieder mehr geschafft als sonst bei mir zu erledigen. Deswegen schrieb ich letztens auch, dass es in mir Arbeitet..

    Die Therapeutin der Familienberatung meinte zu mir, dass das Verhalten meines Sohnes u.a. meine Unausgeglichenheit und Traurigkeit usw. widerspiegelt, aber auch das lange gucken usw. da mit rein spielt.

    Sie gab mir ein paar Tipps, wie ich mit ihm konsequenter werden kann..

    Naja es waren schon ein paar Stunden hintereinander, mit Spielpause oder Ausraster hinterher..

    Ihr haltet mich vielleicht für Verrückt, aber seine Mutti kam gleich am nächsten Tag zu mir, wir haben uns zu dritt unterhalten wegen des "Briefes". Mein xy war schon sowas von tagelang nicht mehr nüchtern, trotzdem wollte seine Mutti auch mit ihm reden, dass er unbedingt zu sich ziehen muss usw. egal was wir sagten, alles hat er entweder abgetan, z.B.: wir brauchen uns keine Sorgen machen, er geht zur nächsten Entgiftung und macht im Anschluss die Langzeittherapie.. das verspricht er uns... Ich glaube nicht wirklich dran, das er das durchhält, aber er kann uns gerne was anderes zeigen, das wäre mal was, aber natürlich nicht ohne die Bedingung( für ihn ist es eine Bitte) dass ich nicht während seiner Entgiftung Schluss machen sollte.. weil ich ja dann laut ihm Schuld wäre, dass er die Behandlung abbrechen muss... Ich weiß, dass es nicht meine Schuld ist.. oder ich soll es gleich vorher beenden, sagte er..

    Er bittet mich, ihm eine Chance zu geben, wenn er die Entgiftung+Langzeittherapie durchgehalten hat, wieder fit und klar ist..

    Aber Ehrlich gesagt hoffe ich, dass er spätestens in der Langzeittherapie merkt, dass es ihm mit mir nicht gut geht als Partnerin... ( Was er mir auch schon ein paar mal gesagt bzw. geschrieben hatte) Nur sich nie wirklich getrennt hatte, obwohl er es einige Male geschrieben hatte, wenn mal Zoff war..

    Er braucht jemand anderes und das würde ich ihm auch gönnen, damit er mich endlich in Ruhe lässt.. als Eltern müssen wir leider weiterhin Kontakt behalten.

    Soviel erstmal für heute.

    Ich Danke euch fürs Lesen!

    Liebe Grüße

    Matrix