Hallo ihr Lieben! Danke Ino für die Nachfrage.. Es sind nun 4 Tage seit meinem SOS vergangen.. Ich habe wirklich die ganzen letzen Tage gebraucht um wieder zu mir zu finden. Aber allzuviel Zeit zum Grübeln bleibt mir nicht- die letzen 2 Tage hatte ich sehr lange Arbeitstage, das war gut um auf andere Gedanken zu kommen und ich muss ja funktionieren.. der Alltag hängt ja zu 100% an mir (und meinen Eltern, die mir soviel es geht abnehmen): Schule, Kita, Arbeit, Arzttermin mit dem Großen, etc, da kann ich mir keinen Ausfall erlauben. Dennoch fühlt sich alles nochmal ein Stück anders an als noch das Wochenende zuvor. Ich weiß nicht ob jemand das Gefühl kennt - so als wäre wieder ein Stück vom Herz weggebrochen, das man nicht wieder ankleben kann. Ich fühle mich irgendwie so kaltherzig ihm gegenüber, da erschreck ich mich fast selber, weil ich nie dachte, dass ich ihm gegenüber mal so fühlen würde. Ich war immer der Meinung, dass ich ihn so unendlich lieben würde. Aber ja, ist ja auch wenig verwunderlich, bei all dem Mist.. Jedenfalls bin ich diese Woche nicht eingeknickt- ich kam nicht auf ihn zu wie sonst und wir haben vl pro Tag nu 10 Worte gewechselt.. also mit Ehe hat das wenig zu tun.. Und heute bestätigt er mir wieder alles - er hat Grippe und nimmt Medikamente, das Bier darf trotzdem nicht fehlen.. 🫣
Ich habe auch viel über Jump! s Beitrag nachgedacht- deine Worte mögen oft rau klingen- aber sie haben mich dazu gezwungen nochmal tiefer und ehrlicher in mich zu gehen, das ist gut. Du hast Recht - ich versuche insgeheim noch immer ein Umdenken zu erzwingen, das erklärt auch meine Drohung, dass er selber fahren muss (auch wenn ich mir in der Situation darüber nicht bewusst war).. Ich möchte einfach so so sehr meinen Mann, den ich geheiratet habe zurück und es fällt so verdammt schwer für mich Dinge zu akzeptieren. Ich habe immer alles in meinem Leben geschafft, was ich schaffen wollte, weil ich hart für Dinge arbeite, die mir wichtig sind. Umso schwerer ist diese Situation für mich- ich kann noch so hart kämpfen, es nutzt mir nichts. Und egal wie es ausgeht- man verliert ja sowieso...:-(
Ich habe sehr wohl das Ausmaß begriffen - mein Leben ist ein Trümmerhaufen und deshalb versuche ich wirklich oft die Realität auszublenden. Oft wache ich am Morgen auf und denke es war ein Traum, aber das ist es nicht. Wenn er abends heimkommt träum ich davon, dass die Tür aufgeht er die Kinder nimmt und sagt "was gibt's zu essen" und grinst.. aber das tut er nicht. Er ist wirklich oft wie ein Fremder. Ich weiß nicht wie es anderen Betroffenen gegangen ist- aber ich hab echt das Gefühl mein Mann lebt in einer Blase..So wie in einer Parallelwelt zu uns- er ist da, aber er kriegt nichts mit von uns, von der Schule,vom Alltag etc. Er ist so mit seinen Dingen beschäftigt und mit seinen Wehwechen, weil sein Körper ihm deutlich zeigt, dass es ihm weh tut. Er nimmt viele Tabletten - hat oft Tagelang wieder Magenschmerzen, Sodbrennen, usw..
Aber jump, du hast recht. Ich bleibe bei mir. Ich bringe mich nicht mehr in diese Situationen, ich will mich weiter befreien.
Meine Pläne bleiben - Urlaub nur mit den Kindern ist gebucht und ich hoffe dort Kraft und Mut für weitere wichtige Schritte zu finden.
Mein aller größtes Problem ist: ich weiß nicht wie ich mich trennen soll. Der Gedanke mich vor ihn zu stellen und zu sagen " es ist vorbei , ich kann nicht mehr mit dir leben" - das verlangt sooo Mut und ich bewundere alle, die das geschafft haben und nicht eingeknickt sind. Wir hatten noch so viele Pläne.. Aber es hilft ja nichts.. Es ist so.. Das muss jetzt in meinen Kopf rein..
Und irgendwie kommt in mir auch immer mehr das schlechte Grwissen hoch, dass ich ihn auf Biegen und Brechen ändern und bekehren will..vl ist er ja glücklich so wie es ist.. Ich kann mich nur schwer rein denken, was in diesem Suchtkopf vorgeht!