Beiträge von releaseme

    Es ist Wochenende.. nochmal ein wunderschönes Spätsommerwetter, alle könnte so schön sein.. aber es ist so wie jedes Wochenende, mein Mann liegt Samstag wieder um 20 Uhr im Bett, das das Pensum erreicht ist. Heutiges Argument : er hat sool viel heute im Haushalt geleistet. Das stimmt ja wirklich, aber wenn jeder sich die Kante geben würde, weil der Haushalt anstrengend ist, gäbe es nur noch betrunkene Mütter 🤭 sooo lächerlich.. Und es hat ihn heute wieder eine Bekannte angesprochen, ob es ihm gut gehe, weil er so schlecht aussieht.. also es fällt äußerlich auch auf, dass etwas los is.. Aber egal.. Ich denke wirklich, dass das jetzt immer so weitergehen wird - arbeiten, abends trinken, am Wochenende trinken, montags wieder zur Arbeit.. Ich fühle mich emotional ausgehungert..Da ist einfach keine herzliche Geste mehr seinerseits, kein "wie war euer Tag?", er fragt nie unseren Großen wie es in der Schule war, keine Drücker, er lebt sein Leben in seinem Schema und ich funktioniere daneben wie ein Roboter.

    Aber trotzdem finde ich, dass ich diese Woche wieder weitergekommen bin- ich habe mich mit meinen besten Freundinnen getroffen, wir kennen uns ewig, ich hatte Angst, dass sie die ganz normale Frage "Wie geht's?" stellen, weil ich nicht wusste was ich sagen soll, so wie die letzten Male... sie haben die Frage gestellt und ich hab eingeatmet und ihnen ALLES erzählt was bei uns daheim abgeht! Ich habe es endlich geschafft, nicht mehr zu lügen, ihn zu decken, mich zu verstellen! Es ist als wäre ein so so großer Stein von mir abgefallen!! Sie wussten, dass wir Probleme haben, mit einem Suchtthema hätten sie aber nie gerechnet. Am Ende haben wir 3 zusammen geweint, sie haben mir mehrmals gesagt, dass ich nicht alleine bin! Und sie haben mich bestärkt, dass ich eigentlich so ein lebensfroh, lustiger Mensch bin und dass ich es schaffe!

    Ich hatte Angst zuzugeben, dass ich die Frau eines Abhängigen bin. Es gibt mir das Gefühl, dass ich so schwach bin, zu schwach und zu blöd auszusteigen, dumm zu sein weil ich das mitmache, und ja ich schäme mich wirklich dafür, dass ich noch immer da bin mit meinen Kindern usw .. aber diese Gedanken, habe meine Freundinnen in diesem Moment ganz zerschlagen! Sie waren einfach da und sie wissen, dass das eine riesige Entscheidung ist die viele viele heftige Konsequenzen mit sich ziehen wird.. Wir leben noch dazu in einem kleinen Seelendorf, jeder kennt jeden. Ich fühle mich aber jetzt wirklich leichter, ich muss nicht mehr alles alleine tragen!!

    Und ich fahren in den Herbstferien mit den Kindern alleine weg! Ich habe meinen Mann mehrmals gefragt- er will nicht.. aber ich brauche Abstand und ich will die Zeit mit meinen Kindern genießen, jetzt geht es ohne ihn los. Zum ersten Mal nach so vielen Jahren, ohne ihn für eine längere Zeit! Reisen war immer unsere gemeinsame Leidenschaft.. Mittlerweile finde ich, dass ihm gar nichts mehr Freude bereitet... Da kann er sich dann eine ganze Woche lang reinschütten was er will, ohne dass jemand meckert..

    Diese Schritte fühlen sich für mich wie eine erste Befreiung an.

    Im Kopf plane ich auch noch ein Gespräch bevor ich abreise- ich möchte ihm nochmal alles sagen, was ich denke, fühle und von ihm wissen, was seine Ziele fürs restliche Leben sind UND ihn vor die Entscheidung zwischen Alkohol und Familie stellen! Oder wird das sowieso nichts bringen?

    Für mich fühlt es sich so an, als wäre die geplante Reise eine gute Möglichkeit für einen Start in ein neues Leben... Bleibt nur zu hoffen, dass mich der Mut nicht verlässt.

    Ihr habt alle so recht, es treffen soviele Punkte hier auch zu.

    Und das mit der 0 Resilienz ist auch so wahr- so fühlen sich unsere Wochenenden an, angepannt und wie eine tickende Zeitbombe. Unsere Kinder sind gerne mal laut und wie Kinder halt so sind, aber das ist ihm dann immer gleich zu viel und er explodiert oft wie aus dem nichts.. er schmeißt dann die Spielsachen in eine Ecke, weil "überall " Unordnung ist und die Kinder fühlen sich oft nicht mehr wohl, wenn er da ist, er schreit, und die Ausdrücke, die er den Kindern gegenüber benutzt sind einfach schlimm (sowas wie: haltet euer Maul usw.) Das setzt mir so zu und es ist mitunter der Hauptgrund warum ich immer stärker werde und ausbrechen möchte. Weil mir meine Kinder leid tun und weil ich mich oft schon vor den Wochenenden "fürchte", welche Konflikte denn diesmal wieder auftreten werden. Mein Großer zeigt momentan sehr ADHS ähnliche Symptome und ich befürchte, dass er mir damit zeigen will, dass es ihm mit der Situation nicht gut geht. Da sagt mein Mann dann oft zu ihm "du bist so dumm, wie geistesgestört ,du terrorisierts die ganze Familie, deine Schwester ist immer so brav.."- mein Großer ist 7!! Das macht was mit Kindern! Ich lasse das nicht mehr zu. Früher habe ich mit den Kindern mitgeweint, jetzt gehe ich dazwischen und kontere meinem Mann. Aber ich muss noch viel mehr ändern, ich wil meine Kinder schützen.

    Reden bringt nichts, ich sehe einfach keinen Weg mehr. Meine Eltern wollte sich sogar schon an einen Tisch mit ihm setzen und mit ihm reden zwecks seinem Konsum , aber das habe ich verhindert, weil es nichts ändern wird und zu nichts führt.

    Ich treffe mich morgen mit einer sehr guten Freundin, die Rechtsanwältin ist. Ich hoffe, dass sie mir einen Kontak zu einem guten Anwalt für Familienrecht herstellen kann ( sie weiß schon länger, dass bei uns etwas nicht stimmt, aber den Alkohol habe ich bisher immer ausgelassen in meinen Erzählungen..Das ändere ich morgen! Und ehrlich ): sogar ohne dem Alkoholismus wären da genug Trennungsgründe- allein schon, dass er sich null um seine Kinder kümmert, und wie er mit ihnen redet! und auch als Frau würde man sich wünschen, dass der Partner einem irgendwie mal zeigt, dass man geliebt und geschätzt wird... Ich will jetzt vorwärtsgehen.. Schritt für Schritt! Danke euch!!

    Soapstar

    Vielen vielen Dank für deine Antwort! Ich habe ehrlich gehofft, dass sich jemand von der "anderen Seite" meldet, weil ich einfach verstehen möchte, wie man am anderen Ende denkt. Und ich habe es bislang echt noch NIE so gesehen, dass der Job wegen dem Alk so anstrengend ist und nicht anders rum.. So banal, und doch ist man so in der eigenen Denkschleife gefangen. Dass der Job eine Ausrede ist, das wird mir aber nun auch klarer, weil ich mich hingesetzt habe und mit meinem Mann gesprochen habe, dass wir es schaffen, einen anderen Job für ihn zu finden, dass er uns nichts beweisen muss, dass wir finanziell auch ohne Leiterposten über die Runden kommen und dass ich Stunden erhöhen kann.. aber das hat er alles abgeblockt und 1000 Ausreden gefunden , warum das nicht geht.

    Es geht schlicht und einfach nicht, weil er dann keinen Vorwand mehr hat zu trinken..

    Was richtig an mir nagt ist dieser Gedanke, dass er die Familie für den Alkohol opfert.. Das geht einfach nicht in meinen Kopf rein, wie man das machen kann...:-(

    Danke für eure vielen Antworten.

    Sie bestärken mich sehr, ich weiß, dass ich das richtige fühle und auch ganz klar vor mir habe, was zu tun ist. Es ist schwer, aber es frisst mich wirklich immer mehr auf. Und so wie SummerSun geschrieben hat fühle ich es tatsächlich auch- ich muss seinen Balast mittragen. Mir ist es letzte Woche so krass aufgefallen, als er einen Tag beruflich weg war, wie entspannt zu Hause alles war. Es war egal, wenn mal abends wo ein Spielzeug rum lag, wenn mal nicht alles steril war - versteht mich nicht falsch, ich liebe auch Ordnung und mag es sauber- aber die nächste Macke von meinem Mann ist extremer Ordnungszwang. Wenn er abends von der Arbeit kommt und es liegen die Spielsachen rum ist es ja schon wieder eine Tragödie. Die Kinder sollen sich am Wochenende spielen und gleichzeitig aber nicht für Unordnung sorgen, alles soll aufgeräumt sein- wie soll das funktionieren bei Kindern? Allein das regt mich schon so massiv auf und diese Zwänge und Ticks sind aber massiv mehr geworden seit dem steigendem Konsum.

    Ich weiß, dass ich nicht alleine bin! Aber das Loslassen des Mannes, der er einmal war ist so schwer. Am schlimmsten sind die Tage, an denen es etwas "besser" läuft. So wie heute zB. wir haben zusammen gekocht, er hat mal am Nachmittag kurz mit dem Großen gespielt und wir waren eine Runde spazieren (ich hab ihm zwar angesehen , dass es ihm nicht gut geht, er war so unruhig und zittrig) und es hat sich wieder so vertraut angefühlt.. Aber als wir im Geschäft ein Eis holten, hat er sich eine Dose Bier gekauft! Da war dann von der Idylle schon der erste Teil weg! Er hat sie dann nicht geöffnet- das hat mich wirklich gewundert, und trotzdem war ich ab diesem Zeitpunkt sauer. Naja und letztenendes sitze ich nun am Samstagabend wieder alleine hier, weil er wieder mal um 20 Uhr ins Bett abrauscht - im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat das nachgeholt, was er tagsüber nicht konnte.. vermute ich mal.. manchmal frag ich mich wie er das macht- er ist ja immer da und zack, plötzlich ist der Pegel erreicht..ich kenne vermutlich nicht seine Verstecke..ich will sie auch nicht wissen, ich will raus aus diesem Co.scheiß...Traurig eigentlich, dass ich mich freue, weil er sich einen halben Tag mit uns beschäftigt. Wahrscheinlich das Normalste der Welt in einer normalen Beziehung. Da fängt es ja schon an, ich kenne ja keine normale Beziehung , weil ich immer nur mit ihm zusammen war. Das ist auch der Grund warum er mich so an sich binden kann...

    Etwas macht mir auch noch Sorgen- letztens ist aus einem Nichts ein Riesenstreit geworden, meine Eltern waren da sogar dabei und da hab ich ihm schon gesagt, dass ich so nicht weiterleben will, da hat er später dann gemeint, wenn ich mit den Kindern wirklich gehe, dann kann er sich sofort umbringen, weil er dann niemanden mehr hat in seinem Leben. Es stimmt, er hat keine wirklichen Freunde. Ich weiß, dass es wahrscheinlich nur Manipulation ist, aber das nagt schon sehr an mir. Wenn er wirklich ernst machen würde?! Ich denke wenn man alles verliert können Personen wirklich andere Gesichter zeigen..

    Aber so wie es jetzt ist kanns nicht bleiben. Und es geht Tag ein Tag aus so weiter! Ich spreche ihn an, dass er wieder viel getrunken hat, er sagt nichts dazu oder macht abends trotzdem weiter... aja sein neuester Spruch ist noch: es ist nicht so leicht, es ist eine Krankheit ! 🤮🤢 ich könnte kotzen.. Und wenns nicht so ernst wäre müsste ich eigentlich über die Kreativität lachen 😪

    Er denkt einfach nicht, dass wir wirklich gehen werden- denke ich.

    Eine Meining eurerseits bräuchte ich noch und zwar: Mein Mann hat ja schon immer gerne getrunken, leider war auch seine Mutter Alkoholikerin, aber richtig abgerutscht ist er seit seinem sehr anspruchsvollen Job. Mittlerweile weiß ich einfach, dass er mit dem Trinken seine berufliche Verantwortung und den Stress betäubt, das sagt er sogar selber. Er hat Burnout wenn man so will.

    Wenn wir wegen dem Trinken diskutieren dann kommt so oft von ihm, dass es ja wegen der Arbeit ist, er macht das ja sowieso nur alles für uns, dass wir gutes Geld haben, aber er kann ja kündigen, wenn mir das lieber ist , bla bla ... Und zack- schon hat er mich wieder- ich Undankbare, er macht das ja für die Familie .. das sind dann die Gedanken, die ich hab.. Wie soll ich mit dem umgehen - in Wahrheit ist es doch nur eine Manipulation an mir oder wie seht ihr das? Da meldet sich bei mir dann immer das schlechte Gewissen...:-(

    Meine Kinder sind 3 und 7.. Ich habe sehr sehr viel Unterstützung von meiner Familie, da ich ja auch arbeite. Da fehlt es meinen Kindern an nichts, und Opa ist mehr Papa für die beiden als der eigentliche Papa.. sehr traurig.. Ich mache mir Gedanken, wie es wäre, wenn man dann geteiltes Sorgerecht machen müsste.. Ich könnte ihm meine Kinder nicht anvertrauen, er ist ja am Wochenende schon nachmittags schön auf seiner Welle.. Ich halte es langsam einfach nicht mehr aus.. Dieser Blick, dieses komische Verhalten. Kennt ihr das- so tun als ob er nichts getrunken hätte und sich dann so künstlich verhalten, obwohl ich es schon von weitem erkenne.. Es reicht nur ein Blick und ich weiß wie er drauf ist..

    All die Gespräche führen so ins Leere.. Gerade zuerst hab ich ihn angesprochen drauf, dass der Kasten Bier jetzt bald leer ist gab es wieder nur Diskussion und er ist ins Bett abgerauscht( er hat vor ein paar Wochen beteuert, dass er unbedingt was ändern will, während der Woche kein Bier mehr, höchstens 1 am Feierabend wie alle anderen auch, nachdem es einen Vorfall gab und ich ihm gesagt hab, dass ich das alles nicht mehr lange mitmache) - der Kasten reicht 4 Tage vl, was er sonst so konsumiert weiß ich nicht, ich will es auch nicht mehr wissen.

    Ich sitze wieder hier alleine, man wechselt keine 50 Wörter mehr am Tag, wir kommen beide von der Arbeit, er ist nicht nüchtern, geht ins Bett.. Das ist mein Leben zur Zeit.. ich will so nicht mehr..

    Ich danke euch für eure Antworten.. als ich mich hier angemeldet hab, tat ich es- so sehe ich es nun- weil ich auf der Suche war nach Geschichten mit happy end.. Ich habe gehofft zu hören, dass es wieder wird.. dann hab ich hier lange nicht geschrieben, weil ich es lange nicht wahrhaben wollte, in welche Situation uns mein Mann da gebracht hat und ich den Gedanken "Trennung" einfach nicht zulassen wollte.. aber jetzt merke ich, dass sich da seit einiger Zeit was geändert hat bei mir, es macht mir oft sogar "Angst" - ich verspüre da so eine Kälte von mir ausgehend meinem Mann gegenüber, ich will irgendwie gar nicht seine Nähe, weil, auch wenn wir mal einen schönen Tag haben, ich den Alkohol nicht mehr ausblenden kann.. Ich kann einfach nicht mehr so tun als wäre alles in Ordnung. Allein schon wenn ich ihn ansehen- er wiegt nur noch 65kg, schaut müde und schlapp aus... Leute sprechen mich darauf an, noch kann er alles auf die Arbeit und den Stress schieben nach außen, fragt sich wie lange noch. Und da merke ich jetzt, dass sich bei mir gewaltig was verändert hat!! Ich habe mich schon zu einem großen Teil von ihm abgenabelt.. Es macht macht mich irgendwie traurig, andererseits lebe ich mein Leben und genieße die Zeit mit den Kindern! Wenn er mitkommt ok, zu 90% bin ich aber allein.. Ich bin also alleinerziehend verheiratet und wir leben zur Zeit mehr nebeneinander her. Tagsüber arbeiten wir oder ich bin bei den Kindern, abends muss er dann seinen Pegel auffüllen und geht um 20 Uhr ins Bett, weil er "müde" ist. Ich bin nur noch allein. So kann mein Leben mit Mitte 30 nicht aussehen..

    Ich merke, dass ich deutlich weiter bin als vor 2 Jahren.. eure Berichte bestärken mich, dass es ein Prozess ist und ich in meinem Tempo gehen darf.

    Was mich momentan so bremst ist das Loslassen unseres Hauses, unseres ZUHAUSES. Der Gedanke mit den Kindern in eine kleine Wohnung zu müssen, den halte ich kaum aus. Und den letzen Funken Hoffnung zu begraben, das ist auch wirklich hart. 😞 Was war dann wirklich euer erster Schritt - wenn ich die Trennung ausspreche, wie ging es dann bei euch weiter? Ich sollte dann wahrscheinlich schon einen Plan haben bzgl Wohnen? Ward ihr vorher mal bei einem Anwalt?

    Eine große Sorge ist auch, das Sorgerecht.. ich will ihn nicht mit den Kindern allein lassen 🫣

    Eine Frage hab ich noch- gab es eine gewisse Situation oder einen gewisses Ereignis, wo ihr gesagt hab jetzt trenne ich mich? Oder war es ebenso ein Prozess?

    Ein kleines Mini Funkelchen meldet sich immer wieder in meinem Kopf und sagt- warte noch ein bisschen, vl wird es ja doch noch besser.. Ich versuche den Gedanken wegzuschieben, aber dann frag ich mich trotzdem auch manchmal noch, wie weiß ich, dass es wirklich keinen anderen Weg mehr gibt? Diese Gedanken werfen mich dann wieder einige Schritte zurück...

    Sonnenschein CoA ,

    Aurora

    Ich habe eure Beiträge gelesen und sofort laufen mir dir Tränen übers Gesicht und wollen nicht mehr aufhören zu laufen... Ich denke, ich verstehe jetzt, dass ich es schaffen muss, die alten Erinnerungen in Frieden abzulegen, dann kann ich hier raus kommen.. Die letzen Wochen hatte ich so eine verdammt Wut, dass ich diesem Menschen damals überhaupt über den Weg gelaufen bin und dass ich ihn geheiratet hab.. aber ihr habt mich bestärkt, denn auch ich hätte das NIEMALS gedacht, dass unsere Geschichte so enden würde und ich konnte es ja nicht wissen. Es ist NICHTS davon meine Schuld (auch wenn meine Schwiermutter mir gesagt hat, dass zu eheproplemen immer 2 gehören 🤮 ) Ich habe nachgedacht und sehe es jetzt anders, ich darf froh sein, dass ich ihn hatte, sonst hätte ich meine bezaubernden Kinder nicht und wir hatten ja wirklich sehr sehr schöne Jahre, ich habe ihn sehr geliebt und ich würde es noch immer tun, wenn er nicht trinken würde. Aber jetzt wird es Zeit zu lernen, dass dies Erinnerungen sind, die es so nicht wieder geben wird. Ich habe es noch nicht geschafft ihm gegenüber das Wort Trennung auszusprechen , er ist zwar noch da, aber gleichzeitig auch nicht.. Z.b. heute, freier Tag.. er ist anwesend, liegt aber nur rum,spielt am Handy, verlangt von den Kindern leise zu spielen, beschäftigt sich nicht eine Minute mit ihnen, wir gehen raus Sonne genießen, er ist zu müde dazu, nichts freut ihn, wir kommen zurück- er hat wieder diesen Blick.. Ich spreche ihn nicht mehr drauf an- ich würde nur die Antwort zum 1000sten Mal bekommen : ich habe nicht getrunken, obwohl ich es sehe, rieche.. er schleicht noch ein bisschen durchs Haus und verzieht sich um 19/20 Uhr ins Bett, weil er "müde" sei..Mit den Kindern bin ich völlig alleine.. So ist der Alltag, er ist da, aber leider nur körperlich und das auch nicht unversehrt .. Ich verstehe es jetzt langsam und danke für den Satz, dass man nicht den ganzen Gipfel auf einmal bezwingen muss. Ich schaffe es definitiv nicht einfach eine Tasche zu packen und tschüss zu sagen, aber ich merke, wie mein Herz, mein Kopf immer mehr diese Ehe aufgeben, bis am Ende dann hoffentlich keine Gefühle mehr bleiben und ich gehen kann.. Meinen Ehemann gedanklich beerdigen - ich danke euch dafür! Das klingt makaber, aber wahr🥺 Ich möchte mir eine Gesprächstherapie suchen um Hife zu bekommen.

    Ich habe lange hier nicht mehr geschrieben, weil ich es nicht hören wollte, dass es nur Trennung gibt.Ich weiß jetzt, dass ihr alle recht habt, auch wenn man es eigentlich gern anders hätte. So blöd es klingt, aber seine körperlichen, äußeren Veränderungen helfen mir ein wenig dabei. Ich würde es ihm natürlich andres wünschen, aber so weiß ich, dass mich meine Wahrnehmung nicht mehr täuscht... Ich habe so Angst davor, mich nicht zu trauen und so unglücklich weiterleben zu müssen! Ich dachte immer ich bin so stark und einer Freundin würde ich sagen, such eine Wohnung, nimm deine Kinder, du schaffst alles und fertig.. Bei mir selbst gelingt das nicht! Ich bin leider der Typ Empathie, Gutmütigkeit, Zuuu großes Herz, zuuuu viel Verzeiher.. sonst wäre ich ja schon längst über alle Berge! Danke für eure Worte und fürs Lesen!

    Ich habe in einem anderen Verlauf mitgelesen und ein Satz von Aurora hat sich in meinem Kopf gerade eingebrannt: man sieht den Menschen hinter dem Alkoholiker, den es aber so nicht mehr gibt.

    Hat jemand einen Rat wie man dieses Bild von früher loslassen kann? Man kann ja nicht alle Erinnerungen löschen, ich sehe die Fotos in unserem Haus von der Zeit vor den Kindern, unsere Traumhochzeit, als wir unsere Kinder das erste Mal im Arm hatten,.. Wir hatten wirklich schöne Jahre! Bis vor 2,5 Jahren alles anders wurde.. Ich habe diesen Menschen so sehr geliebt und ich war mir so sicher, dass alles ewig bleibt.. Wie kann ich das loslassen? Das würde auch dir Simsalabim sicher helfen.. ihr habt bestimmt noch viel mehr solcher schönen Momente.. klar sag ich mir, dass er nicht mehr der is, der er war, er hat sich auch optisch extrem verändert.. starke Gewichtsabnahme, er sieht abgeschlagen aus, er hat außerdem ein burnout.. aber er funktioniert im Berufsalltag.. Und wenn er seine guten Tage hat (wo ich denke, dass er nüchtern ist oder wenigstens weniger getrunken hat) dann ist da auch wieder ein bisschen was von diesem Mann da und ich merke, dass meine Gefühle ihm gegenüber dann ganz anders sind.. Was macht man da?

    Liebe Simsalabim,

    Ich habe auch schon vor langer Zeit hier mal geschrieben, weil ich ausbrechen wollte, weiß jetzt aber im Nachhinein , dass ich damals noch nicht so weit war.. habe währenddessen immer leise mitgelesen und ja, es ist leider viel passiert inzwischen (Negatives).. Und jetzt schreibe ich wieder weil mich dein Beitrag zu tiefst berührt hat.. er hat mir sogar ein bisschen Panik gemacht.. Panik, dass ich es nicht schaffe und ich es auch 40 Jahre oder länger einfach mitmache - ich hoffe du verstehst wie ich das meine, ist nicht böse gemeint.. Du hast mir die Augen geöffnet, dass es nicht aufhören wird und dass dieses Leben für mich nicht will! Ich war der Meinung, dass es leichter wird, wenn ich einfach noch durchhalte- vl weil ich ihn dann wirklich nicht mehr liebe, weil die Kinder größer sind usw...aber du hast es so gut beschrieben... Du bestärkst mich in meinen Gedanken! Ich danke dir!🍀

    Meine Lebenslauf ähnelt deinem - nur ich bin Mitte 30, mein Mann ist Alkoholiker (er sagt es mittlerweile selbst und schwört Veränderungen usw ) und auch ich bin aus dem Elternhaus zu ihm und seither mit ihm zusammen. Ich kenne kein Single Leben oder kein Leben ohne ihn, wir sind jetzt 20 Jahre zusammen, knapp 10ndavom verheiratet. Allerdings habe ich noch 2 kleine Kinder und wir haben ein Haus zusammen gebaut, in dem ich auch noch meine Berufsräume habe. Du kannst dir denken, wie schwer ein Ausbruch auch für mich ist.

    Dein Beitrag hat mich wirklich wieder ein Stück wachgerüttelt, dass auch ich aus meiner Schockstarre aufwachen muss. Kannst du mich am Laufenden halten, ob dir die Suchtberatung was gebracht hat?

    Ich denke das könnte auch mir helfen und endlich mal ein erster Schritt sein, ich schaffe es einfach nicht allein.

    Ich kann einfach nicht loslassen und weiß nicht wie ich es schaffen soll, obwohl es mein Herz schon soo fordert! Wie lässt man eine Gewohnheit los und ein Leben, wenn man es nicht anders kennt? Für mich ist leider schon Vieles normal, wo eine andere schon längst reißaus genommen hätte.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft! Und danke für deine Geschichte!

    Naja, als ich alle einbezogen habe, war keiner so richtig verwundert. Das sagt ja schon alles.
    Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und die wenigsten fragen mal nach. Es ist einfach ein unbequemes Problem, das sich keiner mit aufhalsen will.
    Versteht mich nicht falsch, es gibt schon Freunde und Familie die helfen würden, wenn ich mich trennen sollte. Nur der Prozess bis dahin ist diesbezüglich sehr einsam.

    Kennt ihr das auch, dass es immer auf und ab geht? An einem Tag ist klar, dass eine Tennung unausweichlich ist und am nächsten Tag völlig ausgeschlossen? Ich schwanke so hin und her und das raubt enorm viel Kraft…

    Mir geht es exakt wie dir!!!

    Es hat sich alles über eine längeren Zeitraum zugespitzt und sogar meine Eltern haben die Abstürze mitbekommen, weil wir gemeinsam auf Urlaub waren und da kamen diese nahezu täglich vor(obwohl unsere Kinder auch dabei waren).. Und eines abends ist alles bei seinen Eltern eskaliert, da er dort heimlich getrunken hat und es nicht mehr in seine Schuhe rein geschafft hat! Daraufhin hat sein Vater gedroht es dem Chef zu erzählen usw..Es gibt seither ein riesen Zerwürfnis..gebracht hat es nichts, da mein Mann nach einer kurzen Trinkpause wieder angefangen hat und nun ist es so, dass sein Vater gar nicht mehr zu uns kommt. Demzufolge sehen unsere Kinder den Opa nicht mehr.. Ich fahre jetzt oft alleine(!) mit den Kindern zu den Schwiegereltern, damit sie Oma und Opa sehen.. Und diese Situation ist noch furchtbarer für mich als vorher. Unsere Familien haben immer viel zusammen unternommen, dass ist jetzt alles kaputt und obwohl sein Vater mir helfen wollte, ist es jetzt so, dass ich noch ein Stück einsamer bin als vorher..In diesem Punkt ekelt mich mein Mann fast an- wie kann man so respektlos seinen Eltern gegenüber sein, das kann ich nicht verstehen.. Meine Elteen verbringen auch nur die nötigste Zeit hier, sie fühlem sich nicht mehr wohl bei uns denke ich.. Und so wissen es alle, aber keiner "hilft" mir.. ja.. Ich kann mir nur selber helfen, das weiß ich eigentlich.. aber irgendwie scheint es so, dass sich da mein inneres Kind meldet, dass gerne an der Hand geführt werden möchte und da raus geholt werden möchte.. Ich fühle mit dir!

    Warum denkst du, dass es dir so wichtig ist, ob dir irgendwer glaubt?


    Wichtig ist doch nur, dass du dir und deinen Wahrnehmungen glaubst

    Exakt so ist es... Ich habe das Gefühl, dass ich diese "Beweise " brauche um die Bestätigung für mich zu haben, dass ich mich nicht irre, dass ich mich da nicht in irgendwas verrenne.. manchmal denke ich, dass ich ja nichtmal weiß, was "normal" ist.. schlimm oder? Ich war ja bislang schon "zufrieden" wenn er "nur" 2 Bier hatte pro Tag... Man wird manipuliert, die Grenzen verschwimmen irgendwie total.. Ich glaube, jemand der das so erlebt wie ich gerne weiß genau, was ich damit meine.. Und ja, ich denke ich suche auch Bestätigung, dass es "okay" ist, wenn ich das hier alles hinwerfe..Ich mache das ja nicht zum Spaß, eigentlich möchte ich mein Leben behalten, so wie es vor dieser ganzen Sch...e war.. Und diese Dokumentation hilft mir, nicht mehr zurückzufallen und ich hoffe, ich kann somit endlich aufhören, an meinem Bauchgefühl zu zweifeln..

    Danke für deine Worte und obwohl ich frage, schäme ich mich trotzdem noch hier zu sein, in unseren 4 Wänden mit dem Mann und dem Alkohol. Dieser Ausstieg ist so schwer. Würde es mir eine Freundin erzählen, würde ich sagen, pack deine Koffer und lauf. Aber selbst diesen Schritt zu wagen... Wie erstarrt fühlt es sich an für mich.. Es gibt 1000 Gründe.. die ich nicht vorschieben will, sondern die mir wirklich Angst machen. Darunter leider auch, dass mir mein Sohn vorwerfen könnte, dass er sein zu Hause verliert, dass er nicht in einer Wohnung sein will, ohne seinen Garten, ohne seine Haustiere.. Meine Kleine ist noch zu klein, aber ich weiß, dass sie jeden Tag Papa vermissen und nachfragen würde, aber sie versteht das alles noch nicht.. Und da ich mir nicht sicher bin, inwieweit mein Großer das alles versteht (7Jahre) habe ich euch danach gefragt..

    Ich WILL was ändern, aber das einzige was für mich zählt, ist dass es meinen Kindern gut geht und ich habe aktuell die Angst, dass es "nur mir nicht gut geht" und sie das alles gar nicht so empfinden wie ich und ich voreilig falsche Entscheidungen treffe. Sind manche Dinge erstmal ins Rollen gebracht, kann man die auch nicht mehr ändern.. Deshalb versuche ich zurückzustecken und auszuhalten..

    An meinem Co- Verhalten arbeite ich sehr entschieden.. Ich decke ihn nicht mehr, besorgen nichts oder bringe keine Flaschen mehr weg, wenn er nichts machen will unternehme ich es alleine mit den Kindern.. lediglich Flaschen zähle ich noch und dokumentiere- aus Angst, dass mir niemand glauben würde wenn die Trennung kommt..

    Und was mache ich, wenn die Kinder ihn dann trotzdem noch als "Superdaddy" sehen? Wie du schon sagst, sie lieben Eltern ja, auch wenn die sich nicht so verhalten, wie es sein soll.. oder wenn er sie dann manipuliert?

    Es macht mir Angst, dass ich so über meinen Mann denke, hab mir nie gedacht, dass das mal so kommen könnte .. aber er ist aktuell nicht mehr der, den ich geheiratet habe..

    Anthurie

    Danke für deinen Post, er rührt mich wieder mal zu Tränen.. Wenn ich ehrlich zu mir bin und mir das endlich mal traue niederzuschreiben was ich denke, muss ich dir in vielen Dingen recht geben. Und eigentlich will ich nur stark sein für meine Kinder, aber vl hassen sie mich später mal für diese "Stärke" .. das alles macht mich irre..

    Mein Mann gibt meinen Kindern keine Sicherheit..Und besonders mein Großer ist eigentlich sehr sensibel und zeigt besonders mit seinem Verhalten (sehr hyperaktiv an den Tagen an denen wir alle gemeinsam zu Hause sind), dass etwas nicht passt. Während der Woche, wenn wir alleine sind tagsüber, läuft alles viel entspannter. Nur sich das einzugestehen ist schwer. Ich gebe wirklich alles für meine Kinder, eigentlich bin ich alleinerziehend verheiratet- mich hat letztens sogar jemand drauf angesprochen, dass ich alles alleine mit den Kindern machen. Fußballturniere, Spielplatz, spazieren, Wochenendaktivitäten, einfach alles.. Mann muss sich ja ausruhen von der anstrengenden Woche und verbringt die Zeit lieber mit Handy.. Ich arbeite aber auch selbstständig, 30h, und erledige meine Dinge oft bis in die Nacht hinein, damit ich tagsüber über meine Kinder da sein kann.

    Es tut mir einfach so verdammt leid für meine Kinder, dass ich Ihnen nicht geben kann, was ich mir so für sie gewünscht hätte, eine Familie. Vor 3 Jahren war die Welt bei uns nämlich noch eine ganz andere.. Da war der liebe Alkohol noch nicht in unserem Leben.

    Ihr Lieben, ich muss euch hier antworten, denn vl sind eure Geschichten, dieses Puzzlestück, dass mir fehlen um endlich mutig sein und ausbrechen zu können! Ich bin Anfang 30, Mama.von zwei Kindern und mein Mann trinkt.. Ich lese hier schon einige Zeit, tausche mich aus, aber der Schritt mich endlich zu lösen, den schaffe ich nicht. Mich quält die Angst, den Kinder alles zu nehmen, Haus, Papa.etc. und.einfach falsche Entscheidungen zu treffen, weil es "mir " nicht gut geht, weil ich nict stark genug bin etc.. Ich war bislang der Meinung, dass meine Kinder noch zu klein sind, um zu merken, wie es mir geht und was da bei uns los. Aber wenn ich eure Geschichten lese, muss ich nun meine Tränen wegwischen. Der Gedanke, dass Ich mal schuld bin an soviel Leid, das meine Kinder mit sich rumtragen müssen, der hat mir gerade sehr zu denken gegeben. Und das obwohl ich ja auch nichts dafür kann im Grunde- jetzt bekomme ich noch viel mehr Wut auf meinen Mann, dass er uns in so eine Situation bringt!

    Hättet ihr euch wirklich gewünscht, dass sich eure Mütter früher getrennt hätten, auch wenn ihr dadurch vl alles verloren hättet? Schulwechsel, das Zuhause, eine vollständige Familie.. ?

    Ich muss noch dazusagen, dass ich für meine Kinder 100% funktioniere- ich unternehme alles mit ihnen, sie haben meine 100%ige Liebe und Fürsorge und ich versuche, all meine Sorgen vor Ihnen zu verstecken. Mein Mann liefert keine Eakapaden, geht zur Arbeit, ist aber jeden Abend angetrunken (er hat seinen Pegel), aber ob sie es merken nicht doch merken,weiß ich natürlich nicht.

    Ich weiß aber, dass ich so nicht leben will und dass ich es schaffe muss etwas zu ändern! Das ich ihn nicht ändern kann, wird mir jeden Tag dank dieses Forums mehr bewusst. Es tut weh und es zerreißt mich..

    Ich wünsche euch, dass ihr endlich ein glückliches Leben führen könnt!Es tut mir alles so leid, was diese Substanz mit uns allen anstellt...

    Liebe Kalinka! Mir geht es absolut genauso wie dir.. Verheiratet, Kinder, Haus, nicht loslassen können.. Und ja, ich kann es bestätigen, man kann niemanden zwingen.. Mein Mann war schon so weit, dass er Hilfe holte, Entzugsmedikamente einnahm, aber nur für 3 Wochen. Dann hab ich ihn erwischt.. Er nennt es "kontrolliertes Trinken".. Er wolle nicht sein ganzes Leben lang auf Alkohol verzichten, dafür sei er zu "jung", er möchte im Urlaub Cocktails trinken und auch mal bei Freunden ein Getränk trinken.. aber es "habe click gemacht" und er hat verstanden, dass es zu viel war und er so nicht weitermachen kann.. Das war vor 1,5 Monaten.. er hat sich anfangs sehr bemüht und es wurde aber langsam so, dass sich jeden Tag 1 Bier eingeschlichen hat. Ich habe es angesprochen. Dann war ich die Böse, weil ich jetzt sogar meckere, obwohl er nur 1 trinkt, man ihm ja nichts anmerkt und er ja nichts Böses macht.. Ich habe es gewusst, dass es auf Dauer in die Hose gehen wird.. Und mittlerweile ist es so, dass dauernd mehr Flaschen fehlen. Ja, es is "nur" Bier, das Ergebnis ist das Gleiche. Gestern hatte er deutlich zu viel- er braucht mich nur anschauen und ich merke es sofort. Er hat mich hergestellt, dass ich mir das einbilde und ich endlich mal da Gemeckere aufhören soll, er hat mich beleidigt und dir Tür zugeschmissen. Heute haben wir kaum geredet.. Die Spirale dreht sich weiter und weiter.. Und ich ärgere mich so, weil ich diesen Ausstieg nicht schaffe.

    Ich verstehe dich so sehr!! Diese Hoffnung, dass alles wieder wird.. Ich wollte dir meine Geschichte erzählen, damit du siehst: auch wenn wir noch so sehr hoffen und helfen wollen, solange sie es nicht selbst vollständig wollen, sind wir machtlos..

    Ich weiß einfach nicht, wie ich diesen Absprung schaffen soll. Ich wünsche mir ja, dass es eines Morgens einfach wieder so ist, wie die 15 Jahre davor.. Und ich glaub, bei mir is es so, dass sich da Herz schon getrennt hat, nur der Kopf sagt immer noch: durchhalten, du machst sonst deine Familie kaputt und alles was ihr euch zusammen erbaut habt.. obwohl ich weiß, dass das ER die ganze Zeit schon tut.

    Ich fühle mich wie ein kleines Mädchen, das am Boden sitzt und wartet, dass ihm jemand die Hand entgegen streckt und sagt: Komm wir gehen, ich helfe dir.

    Ich weiß einfach nicht welchen 1.Schritt ich setzen soll. Mein "Ultimatum" lautet bis zu den "Sommerferien".. du merkst also.. ich stecke einfach auch fest.. ich möchte so gerne eine glückliche Familie, wie alle anderen normalen Familien auch. Und dieser Gedanke lässt mich nicht loslassen..Und der Gedanke, dass wir es nicht hinbekommen haben- Scheidung.. dieses Wort.. hätte ich mir nie träumen lassen, ich war mir sicher, dass wir zusammen alt werden.. jetzt weiß ich gar nichts mehr und hasse mich dafür, dass ich nicht stark genug bin FÜR meine Kinder...


    Sorry für den langen Text..

    Ich denke an dich!

    Releaseme

    Ich sitze hier, lese eure Worte und kann einfach nur weinen... ich fühle mich wie eine leere Hülle, der man das Herz raus gerissen hat. Das schlimme ist, dass ich genau weiß, dass es keinen Ausweg gibt. Und wenn man dann so schwarz auf weiß liest, was man eigentlich ja schon im Unterbewusstsein längst weiß, dann ist das einfach so hart und endgültig. Und schon wieder fühle ICH mich als schlecht, weil ich all das weiß und weil ich es einfach nicht hinbekomme den Schlussstrich zu ziehen..Wenn er sage würde, es ist Ende, dann wäre das viel leichter, weil dann die Verantwortung für das Ende, fürs das Scheitern, nicht bei mir liegen würde. Ich weiß, dass ich uns den Schlamassel nicht eingebrockt habe und trotzdem fühlt es sich an, als wäre ich schuld! Verrückt oder? Wir- meine Kinder und ich - verlieren unser zu Hause, nur weil er sich nicht in den Griff bekommt.. an manchen Tagen fühle ich so einen Hass und Wut ihm gegenüber.

    Das hat er gestern gespürt.. Wir waren übers Wochenende weg - und sogar da hatte er mal zuviel, ich habs ihm angesehen..Ich weiß nicht wie er das macht, ich war ja fast die ganze Zeit um ihn rum. Und dann gleich wieder die Vorwürfe: das bilde ich mir ein, er hat nur 0,3 Bier nach der Sauna getrunken, ich zerstöre das Wochene de mit meinen Spinnereien..

    Ich war so sauer, habe nur noch das nötigste geredet mit ihm die nächste 2 Tage ind er fragt abends ernsthaft, warum ich denn so komisch bin? Ich hab gesagt ich bin müde.. Ich konnte in diesem Moment nicht. Ich wollte nicht schon wieder diese Diskussion führen, die nichts bringt, die Kinder waren auch dabei. Irgendwie merke ich jetzt langsam, dass mein Akku leer wird. Als hätte mir jemand wo ein Kabel angesteckt und es läuft mir permanent Strom aus ;) Ich merke, dass ich langsam resigniere..

    Ich habe mir vorgenommen, in den Sommerferien mit den Kindern zu gehen, wenn es nicht anders wird. Ich will die Große nicht aus der Schule reißen.. Ich weiß nur nicht ob ich es durchhalte bis dahin. Und dan hab ich die Angst, dass ich es doch wieder nicht durchziehen.. Man wird selbst zum Psycho und das alles nur wegen ihm!

    Konkret mal: wie waren eure ersten Schritte? Anwalt? Wohnungswechsel und dann Gespräch mit dem Partner? Ich weiß nicht wie ich das alles angehen soll....

    Ich danke euch und entschuldigt den langen Text.. Ich fühle mich einfach nur beschissen, aber das Forum hier tut sehr gut! Danke!