Hi,
Das Problem ist der Alkohol ist NIRGENDS zu sehen und trotzdem habe ich oft Saufgedanken. Ich glaube auch jeder Mensch ist anders stark abhängig und ich bin sehr abhängig weil ich mit 13 Jahren anfing mit Drogen und Alkohol und desto früher und öfter desto schlimmer. Ich mache weiter
ich weiß nicht, ob die Sucht unterschiedlich stark ist. Ich weiß, dass sie zu stark ist, dass ich sie besiegen könnte. Nicht mit Willen. Nicht mit Wissen. Nicht mit purer Entschlossenheit. Und nicht mit Kampf. Und deshalb versuche ich es gar nicht erst. Deshalb mache ich das einzige, was ich sicher kontrollieren kann, ich nähere mich nicht geistig, seelisch oder körperlich Alkohol. Wenn kein Alkohol in Armeslänge ist, dann bin ich sicher. Da kann das Suchgehirn noch so toben. Ich bin sicher. Denn Alkohol kommt nicht alleine zu mir, springt in meine Hand und lässt mich trinken. Das müsste ich alles willentlich machen. Und jeder dieser einzelnen Schritte gibt mir die Möglichkeit, abzubrechen. Das ist mein Sicherheitsnetz. Und das Toben wird weniger. Auch das Suchtgehirn kann nicht für ewig aus allen Rohren feuern.
Meinen Willen spare ich mir für die Momente auf, wo ich mich plötzlich und unvermutet auf Armlänge zu Alkohol befinde. Und dann Notfallplan sofort raus aus der Situation und weg da. Ist mir bisher aber noch nicht passiert.
Das heißt aber nicht, dass ich Suchtdruck nur aushalte. Wenn ich welchen habe, greife ich in meinem Notfallkoffer und unternehme irgendetwas um meinen Körper zu beschäftigen. Wenn mein Körper zu tun hat, kommen Geist und Seele hinterher. Und irgendetwas kann ich immer unternehmen. Solange es kein Saufen ist. Ist alles gut.
Noch ein Gedanken zu Deiner Geschichte. Ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte auch Spuren in Deinem Selbstbewusstsein hinterlassen hat. Diese Gruppe setzt alleine auf Selbsthilfe. Und Selbsthilfe setzt Selbstbewusstsein und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit voraus. Was ich schreiben will, vielleicht brauchst Du mehr Unterstützung? Vielleicht solltest Du noch einmal über eine ambulante oder stationäre Sucht spezifische Therapie nachdenken? Damit meine ich nicht, dass Du Dich hier abmelden solltest. Im Gegenteil. Eher eine Ergänzung.
Nichts bestimmtes.Lang nicht mehr gesoffen, saufen, Tankstelle. So antrainiert über Jahrzehnte. Wenn irgendwas ist- Saufen.
Dafür das Du schreibst das die Gedanken nicht bestimmt sind, scheinen sie sehr bestimmt.
Saufen ist das Thema. Ich nehme an, dass Du an der Tankstelle nicht Dein Auto nachtanken willst. Wie dem auch sei, das sind Gedanken, die ich nicht festhalten würde, sondern einfach kreisen lassen würde. Die gehen wieder weg.
Die Gedanken kommen ja auch wenn kein Risiko da ist
Das mag im Moment so sein. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gut, dass, wenn Du Risiko konsequent vermeidest, die Gedanken weniger oft kommen und irgendwann dann auch nicht mehr. Die Trigger fehlen. Und die Zeit ist auf Deiner Seite.