Beiträge von Kazik

    Am Anfang war natürlich die Abstinenz das wichtigste inzwischen sehe ich das anderst, 1. Familie 2. Abstinenz

    Hi R/no ,

    meiner Erinnerung nach war die obige Reihenfolge bei Dir von Anfang an so. Ich erinnere mich noch daran, das Du von Anfang an schriebst, dass wenn Deine Ehe scheitern sollte Du wahrscheinlich wieder saufen würdest. Und damals wurde Dir schon geschrieben, dass dies eine gefährliche Verknüpfung ist.

    Rückblickend kann ich sagen, dass ich echt kaputt bin und ich zukünftig Strategien entwickeln muss um mich selbst aushalten zu können.

    Alles andere ist mir ebenfalls sehr wichtig, lässt sich aber bestimmt nur in kleinen Schritten lernen und dafür sind meine Einzelgespräche angedacht. (nicht die mit mir selbst, die führe ich zwar auch aber ich meine die psychologischen :) )

    Hi marc,

    wie geschrieben, gib Dir Zeit. Du bist noch mitten im Entzug. Deine ganzen Systeme laufen im overdrive. Bei mir war es auch so, dass ich mich auf nichts konzentrieren konnte. Unruhig war. Da half nur Zähne zusammen beißen und aushalten. Das wurde aber über die Wochen besser und besser. Und auch der scheinbare Berg wurde kleiner oder ich hatte ihn überschritten. Nur dadurch das ich abstinent geblieben bin und somit immer klarer sehen konnte.

    Zu den Strategien und Therapie. Ruhig Blut. Ich wäre in den ersten Wochen überhaupt nicht wirklich Therapiefähig gewesen. Und ich weiß, wovon ich rede, ich habe Therapieerfahrung.;)

    Also heute trinke ich nichts. Und weiter auf das konzentrieren, was ich Dir schon schrieb. Gehts Morgen zur Arbeit?

    Hi Manni,

    herzlich willkommen hier. Und meinen Respekt das Du Dich erneut Deiner Sucht stellst.

    Ja und mit der Schreiberei hier im Forum tue ich mir noch ein bisschen schwer, aber ich glaub mit der Zeit und viel Übung wird das schon.

    Ich habe besonders am Anfang über alles geschrieben, was mich jetzt abstinent beschäftigt hat. Wichtig, unwichtig, leicht, schwer, egal. Das hat mich entlastet. Es hat mir geholfen, mich zu sortieren. Und ich konnte mich dadurch mithilfe des Forums fokussieren.

    Das hier ist keine Bewerbung für den Literaturnobelpreis. Schreib, wie es kommt. Wenn uns etwas unklar ist, melden wir uns.;)

    Hallo Marc,

    willkommen auch von mir willkommen hier. Und gut, dass Du Dich Deiner Sucht stellst. Du bist noch jung. Eine Riesenchance.

    Im Moment ist, das einzige, worauf Du Dich konzentrieren solltest, die Entgiftung durchzustehen. Einen Tag nach dem anderen. Wenn es sein muss, eine Stunde nach der anderen. Nicht saufen. Körper, Geist und Seele leisten bis auf weiteres Schwerstarbeit. Das solltest Du nicht unterschätzen.

    Esse und vor allem trinke ausreichend. Der Körper kann so die ganzen Stoffe besser aus leiten. Ruh Dich aus, wenn Dir danach ist. Beweg Dich, wenn Dir danach ist. Lenk Dich ab. Konzentriere Dich nur auf die Basics. Alle anderen Gedanken lass einfach kreisen. Die gehen auch wieder. Besonders die an Alk.

    Hallo Bibi,

    war ein kleiner Scherz, aber es freut mich, wenn es Dich freut, dass ich um die Ecke komme.;)

    Ich habe in den zehn Jahren, in denen ich abhängig getrunken habe, fast ausschließlich alleine zu Hause getrunken. Ich musste nicht heimlich trinken, weil ich alleine wohne. Ich wollte meinen Rausch für mich ganz alleine haben.

    Wenn ich dieser Zeit unterwegs war, dann habe ich bis auf einige Ausnahmen für meine Verhältnisse sehr moderat getrunken. Und dann zu Hause meinen Pegel aufgefüllt. Und da ich auch in nicht abhängigen Zeiten nie bis zum völligen Verlust der Muttersprache getrunken habe. Das ging bei mir nie, auch wenn ich hart gesoffen habe. Fiel meinem Umfeld auch bei diesen Ausnahmen nie etwas auf. Wie auch, die haben mein eigentliches kontinuierliches Saufen ja gar nicht mitbekommen.

    Aber das war eigentlich gar nicht mein Punkt.

    Bei mir ist es ja so, dass ich nirgends mehr war. Also keine Kneipen, Feste oder in der Öffentlichkeit. Hatte meine Betankung ja nur noch zu Hause.

    Ich habe hier auch schon mal geschrieben, dass für meine Abstinenz eigentlich die Jahrzehnte, in der ich ein sehr riskantes Trinkverhalten hatte, viel gefährlicher sind. Denn dort haben sich Verknüpfungen festgesetzt, die positiv mit Alkohol besetzt sind. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, dass ich auf Geburtstagsfeiern von Freund*innen, gesoffen habe und das eine schöne Feier war. Oder in einer Kneipe war und dort gesoffen habe und es mir gut dabei ging. Und, und, .... . Soll heißen, auch wenn ich in meiner nassen Zeit nie in einer Kneipe war, bleibt die positive Verknüpfung ja trotzdem da. Und das für den Rest meines Lebens. Deshalb betreibe ich auch keine Risikoabschätzung oder überlege mir eine Strategie. Ein Risiko bleibt ein Risiko. Und wenn ich eins eingehe, dann muss ich mir der finalen Konsequenz bewusst sein und darf mir nichts vormachen.

    Hallo Bibi,

    und jetzt auch noch Ich. Ich habe Dir ja schon geschrieben, dass ich hier einen schlichten und einfachen Weg und das dazugehörige Mindset gelernt habe und lerne um sicher abstinent zu werden und zu sein. Im Kern dieses Weges steht Risikovermeidung. Und nachdem ich diesen Weg verstanden habe, habe ich etwas getan, was ich in meinem Leben sehr selten getan habe. Ich habe ihn ohne weiteres überlegen einfach umgesetzt. Und ich fahre damit gut.

    Ich habe in der ganzen Zeit nicht an Festen und Feiern teilgenommen, auf denen Alkohol getrunken wurde. Ob wenig oder viel. Und schon gar nicht auf Feste oder Feiern, auf denen ich selbst schon Alkohol getrunken habe. Die Verknüpfung ist so eindeutig und stark, dass dies ein großes Risiko darstellt, dass ich vielleicht nicht unmittelbar vor Ort aber danach in Gefahr laufe doch zu trinken. Deshalb gehe ich dieses Risiko bis auf Weiteres nicht ein. Vielleicht nie wieder.

    Wenn ich mich Menschen aus meinem Umfeld treffe, dann ist die Vereinbarung, dass in meiner Gegenwart nicht getrunken wird und wir uns nicht an alkoholbelasteten Orten treffen. Wenn Menschen Geburtstag hatten, habe ich mich mit Ihnen beispielsweise zum Kaffee oder Essen verabredet. Natürlich ohne Alkohol. Das hört sich jetzt vielleicht beschwerlich an. War es aber überhaupt nicht. Und selbst wenn es beschwerlich gewesen wäre, hätte ich es nicht anders gemacht.

    Hallo Bibi,

    danke für Dein Vertrauen. Ich werde das respektieren.

    Deine Geschichte liest sich traurig. Gut, dass Du das überlebt hast. Und jetzt abstinent geworden bist und hier bist.

    Da habe ich mir zu viele Umgehungsstraßen, Stoppschilder und Einbahnstraßen dafür einfallen lassen.

    Das liest sich kompliziert. Ich mache es mir einfacher. Es ist eine Notwendigkeit, dass ich nicht mehr trinke und deshalb gehe ich konsequent den Weg der Risikovermeidung. Wenn ich mich nicht auf Armlänge geistig, seelisch oder körperlich Alkohol nähere ist alles gut.

    Und dass Du Deinen Humor nicht verloren hast, ist sehr gut. Geht mir auch so.

    Hi Ihr,

    Für mich ist es ein großes Ding.

    Für mich ist es auch ein großes Ding. Oder genauer meine wichtige Entscheidung meine schwere Erkrankung zum Stoppen zu bringen. Das outen selbst war für selbst war für mich kein großes Ding. Allerdings hatte ich auch den Vorteil, dass ich bei meiner anderen schweren Erkrankung Depression gelernt hatte, dass das outen Selbstschutz und proaktiv eine Erklärung für Verhaltensänderungen von mir sind. Das war für mich also nichts Neues. Und auch bei meinen Depressionen hatte das outen für mich keine negativen Folgen.

    Hi Seppel,

    das, was Du schreibst, hört sich überhaupt nicht gut an. Oder genauer, Du hörst Dich lebensmüde an. Deshalb mein dringender Rat hol Dir professionelle Hilfe. Jetzt. Im Zweifelsfall gehe Notfallmäßig in ein Krankenhaus und sag dort, das Du in Not bist und nicht mehr kannst.

    Hattest Du schon einmal eine Depression? Vieles was Du schreibst, hört sich an wie Symptome, die ich in einer Depression habe.

    Wie auch immer, hol Dir schnell Hilfe. Das kann dieses Forum nicht leisten.

    Ist zwar für die Frage von Michl nicht besonders hilfreich, aber ich bin echt überrascht, dass es überhaupt noch Bereiche gibt, bei denen während der Arbeit getrunken werden kann. Ich bin Tischler und habe in Zeiten auch viel auf Baustellen gearbeitet. Da wirst Du gewerkeübergreifend von der Baustelle geschmissen, wenn Du während der Arbeit trinkst. Entweder vom Arbeitgeber, Auftraggeber, Bauleitung, Bauaufsicht etc.. Und auch in den Werkstätten wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr getrunken.:shock:

    Hallo Chapa,

    zu der Sektdose. Aus diesem Grund ist so wichtig, dass das Zuhause alkfrei ist. Ich gehe für mich davon aus, dass es für mich für den Rest meines Lebens ein Risiko ist, wenn bei mir zu Hause Alk herumstehen würde. Weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ich dann doch irgendwann zugreifen würde.

    Ich hatte dort immer heimlich getrunken und leere Dosen sowie Flaschen in den Regalen versteckt.

    kam immer wieder die Stimme, es wird bestimmt am Abend langweilig und so ganz ohne Alkohol?

    Ich habe diese beiden Zitate hingestellt, um mir zu verdeutlichen, was mir mein Suchtgehirn erzählen würde. Wenn ich ihm zuhören würde.;) Ich habe fast immer alleine getrunken, nicht heimlich, weil ich alleine wohne. Aber eins kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, viele der Abende waren langweilig ohne Ende. Das Glücksversprechen der Droge Alk hat sich bei mir schon sehr lange nicht mehr erfüllt.

    Und noch einmal zum Suchthirn. Ich halte von Anfang meiner Abstinenz Gedanken, die mir mein Suchthirn aufdrängen will nicht fest oder beschäftige mich gar mit Ihnen. Ich lasse sie einfach kreisen und dann verschwinden sie nach meist kurzer Zeit wieder.

    Hallo Bibi,

    Ich bin hier um zu bleiben und die OP findet frühestens im März 2026 statt.

    Das will ich hoffen, dass Du hier bist um zu bleiben.;) Auch über den OP Termin hinaus.;);)

    Euch werden die Augen bluten.

    Oha, klingt fast wie eine Drohung. Ich habe in meinem Leben schon vieles erlebt und mir bluten nicht so schnell die Augen.;) Insofern bin ich gespannt.

    Auf der anderen Seite, um auch den Druck herauszunehmen. Du bist hier nicht bei der Beichte. Erzähle das, was Du erzählen möchtest. Und wenn etwas nicht oder noch nicht passt, dann behältst Du es für Dich. Am Ende des Tages kommt es darauf an, dass Du ehrlich zu Dir selbst bist und Deinen sicheren Weg für Deine Abstinenz findest, der trägt.

    Für mich ist diese SHG mit weitem Abstand der Hauptteil meines Hilfesystems. Ich habe hier über alles geschrieben, was mich jetzt abstinent beschäftigt hat. Wichtig, unwichtig, schwierig, leicht, egal. Das hat mich entlastet und mir dabei geholfen, mich zu sortieren. Und gleichzeitig lerne ich hier einen schlichten und einfachen Weg und das zugehörige Mindset, um stabil abstinent zu sein. Wichtig war, bei mir zu bleiben.

    Theoretisch besteht keine Verpflichtung, den Grund einer Krankschreibung oder Reha offenzulegen

    Hi Michl,

    das, was Rennschnecke schreibt, ist nicht nur theoretisch so, sondern auch praktisch so.;) Ärzt*innen, Kliniken, Krankenkasse, etc. dürfen Deinem Arbeitgeber den Grund Deiner Krankschreibung nicht mitteilen.

    Und Du musst Deinem Arbeitgeber den Grund Deiner Krankschreibung nicht mitteilen. Punkt.

    Ich habe mich meinem Umfeld beruflich und privat als Alkoholiker mitgeteilt. Daraus ergaben sich für mich keinerlei Probleme. Der Hauptgrund, warum ich mich mitgeteilt habe, ist, dass ich damit proaktiv Änderungen in meinen Verhalten oder in meiner Arbeit begründen wollte und habe. Hätte es da Probleme gegeben, hätte ich die Konsequenzen gezogen, den ich schütze meine Abstinenz.

    Hi Bibi,

    nur mal ein Gedanke, innere Unruhe muss nicht perse die Folge Deiner Abstinenz sein. Oder etwas zugespitzter, ich wäre sehr vorsichtig damit, etwas mit Alkohol zu verbinden. Denn das birgt die Gefahr, das sich der Gedanke weiter festsetzt, innere Unruhe, na klar, dann trinke ich mal wieder, dann geht das weg. Ich weiß nicht, ob Du verstehst, was ich meine.

    Ich persönlich verbinde mit meiner Sucht nur, das, was ich unbedingt muss. Nicht ein Fitzelchen mehr.

    Und zum Schluss ich finde es sehr gut, dass Du Dich trotz Waschung weiter austauscht.;)

    Bzw. kann man nach so langer Zeit der Trinkerei eigentlich "zufrieden" sein? Ich selbst kann mir das kaum vorstellen.

    Hi Stef,

    ich bin kein Langzeittrockener, genau genommen bin ich, wenn das was Hartmut oben schreibt etwas mehr als einen Monat kürzer abstinent als Du.;)

    Wenn ich auf meine abstinenten Monate zurückblicke, bin ich viel zufriedener mit meinem Leben. Natürlich ist da noch Luft nach oben.;)

    Der Hauptgrund ist natürlich, dass der ganze Kampf und Krampf des Saufens bei mir weggefallen ist. Denn das war es bei mir die letzten Jahre. Schon lange nichts mehr mit dem Glücksversprechen der Droge. Dann konnte ich jetzt abstinent endlich wieder meine Depressionen bewältigen. Denn diese waren in den letzten Jahren in Alkohol eingelegt und dauerhaft konserviert. Dies ist der Teil, der mich zufriedener macht "nur" weil ich das Trinken aufgehört habe. Ohne großes weiteres zu tun von mir.

    Und dann gibt es den Teil, der mich zufriedener macht, den ich proaktiv herbeigeführt habe. Ich habe dauerhafte, zu starke Belastungen beruflich und privat abgebaut. Der Grund war, dass zu starke dauerhafte Belastungen sowohl das Saufen als auch meine Depressionen begünstigt haben. Insgesamt habe ich Ruhe in mein Leben gebracht und das macht mich zufriedener.

    Was mir bei Dir von Anfang an aufgefallen ist, dass Du von dem, was ich vonn Dir lese beruflich und privat ganz schön auf der Überholspur lebst. Und das meine ich nicht als Angriff. Und Alkohol ist ja auch ein schöner "Treibstoff". Vielleicht liegen hier ja auch die Gründe, dass sich Zufriedenheit bei Dir noch nicht so richtig eingestellt hat?

    Falls Hartmuts Vermutung stimmt, herzlichen Glückwunsch und Respekt zu einem Jahr Abstinenz. Stay strong.

    Hoffe das der Fön nicht gleich um die Ecke kommt.

    Hi Bibi,

    leider muss ich Dich diesbezüglich enttäuschen.;)

    Mir sind die Gefahren bewusst.

    Das wage ich zu bezweifeln. Denn Deine Ärzt*innen können Gefahren nur erkennen, wenn sie von Deiner Alkoholkrankheit wissen. Und wie geschrieben, die haben alle Schweigepflicht. Und ich bin auch nicht sicher, ob Du verstanden hast, das Du mit verschweigen schon an diesem ersten Punkt anfängst Dir gewaltig die Karten zu legen. Dann geht die Heimlichkeit weiter und weiter und eine solche Chance lässt sich die Sucht nicht entgehen.

    Ich habe aber gerade genug Sorgen und kann mir aufgrund meiner finanziellen Sicherheit keinen Fehler erlauben. Oberste Priorität hat bei mir, dass ich nüchtern bleibe. Das ich wieder richtig laufen kann und wieder arbeiten kann.

    Zu dem mal aus meiner Sicht. Wenn Du es nicht schaffst stabil abstinent werden, wirst Du Dir über die anderen Punkte, die Du aufzählst, eher früher als später nicht nur Sorgen machen, sondern Du kannst sie gleich in die Tonne treten. Denn die Sucht holt sich das alles. Oberste Priorität heißt eben genau das.

    Hi R/no,

    ich bin gespannt auf den 0% Kürbis.;) Bei mir im Haus und drumherum steppt auch der Bär schon. Ich halte mich dieses Jahr definitiv raus, weil den Elternzusammenkünften dann ja auch gerne mal ein "Schlückchen" getrunken wird.