Fruechtetee - Nochmal den Mut haben....

  • Schöne entspannte Situation die mit einem (natürlich nur einem ;) ) Glas Wein untermalt wurde.

    Nach dem ersten Glas ging es ums zweite,selten entspannt und wenig kreativ. Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist.

    Das kenne ich selbst auch. Hatte damit in den ersten Monaten auch mehrfach zu tun. Hatte mir da richtige Verzichtsgedanken geschürt.

    Bei einem Film im TV kam auch eine solche Weinszene, da hatte ich richtigen Saufdruck bekommen. Glaube da war ich sogar schon hier im Forum.

    Ich hatte dann weiter gedacht. Das schöne erste Glas, tja und dann kommt das zweite, dritte, die Flasche. Der bekannte beschissene Rattenschwanz, der nach dem 1. Glas kommt. Das hat nix mehr schönes.

    Ich habe ziemlich lange nur 1 Tag lang gedacht. Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen.

    Inzwischen ist das aber anders. Das bringt eben die Zeit und alles was ich hier im Forum gelernt habe.

    Wenn ich jetzt so ne „schöne“ Weinsituation sehe, sehe ich die häßliche Fratze des Alk und sehe die Vorteile der Abstinenz und wie gut es mir nüchtern geht.

    Dieses tödliche Gift brauche ich zum Glück nicht mehr.

    Vielleicht hilft dir diese Inspiration wenn du mal wieder Wein im glänzenden Licht siehst. Das ist einfach Gift und alkoholfreie Getränke sind auch lecker.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Da bin ich bildlich mit meiner eignen Gedanken-Wunsch-Welt konfrontiert worden. Jetzt ist es mir klarer,welcher Knopf da bei mir gedrückt wurde und welche nicht realistische Sehnsucht ich da gefüttert habe.

    Es hat eine Weile gedauert, bis ich unterscheiden konnte, was meine Gedanken-Wunsch-Welt ist und welche die meines Suchthirns ist. Diese Szenen in Filmen bedienen das Klischee aus der Alkoholwerbung: Ein schönes Glas Wein oder Bier nach getaner Arbeit zur Entspannung, dann ist das Leben lebenswert.

    Die Erkenntnis, dass nicht ich das bin, sondern der alkoholkonditionierte Teil meines Gehirns, genannt Suchthirn, hat mich ein ganzes Stück weiter gebracht. Ich habe mir nicht mehr die Frage gestellt, wieso ich so denke, ich habe gelernt diese Gedanken, die nicht meine sind, zu erkennen, immer früher zu erkennen. Damit kann ich sie schnell beiseite legen und gut ist.
    Wie gesagt, das hat eine Weile gedauert und bis dahin war

    raus an die frische Luft

    eine gute Strategie.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Da habe ich mal sehr interessante Berichte zu gesehen. Das war nämlich nicht immer so.

    Am Anfang hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts kaum einer Zigaretten geraucht. Edward Bernays gilt da als Urvater. Er vermarktet das so, dass in den Köpfen es für besonders galt, zu rauchen. Männlich, stark, entspannend usw. Er wurde damals von der Tabakindustrie angeheuert.


    Die selbe Strategie wurde mit Alkohol gemacht. Jeder kennt das Becks-Schiff von Freiheit und Abenteuer. Der harte Kommissar, der im Dienst schon das Dosenbier wegknallt und mega erfolgreich ist.


    Das ist alles ein Bild, was der Wahrheit in keinster Weise entspricht, sondern eine reine Gehirnwäsche ist. Diese Bilder werden aber über Generationen weitergegeben weil es in den Köpfen so verankert ist.

    Das ist ganz schwer zu erkennen, weil man ja eher der Verzichtet auf das ist, statt die Freiheit zu wollen.

    Der Wandel kommt langsam, ist aber noch recht rückständig. Wenn man in den 80er Jahren Serien schaut, rauchten die im Krankenhaus und es standen die Cognac Flaschen bei Prof. Brinkmann im Arztzimmer.

    1975 erkannte man jedoch die Probleme des Rauchens wo Zigarettenwerbung zum Teil verboten wurde. Da die Alkohollobby hier stark ist und unter dem Deckmantel Kultur das tarnt, geht man das nicht an. Da sind die Amerikaner weiter.


    Du kämpfst also nicht nur für ein besseres Leben, du kämpfst auch gegen ein Bild, was dir immer eingetrichtert wurde und nie in Frage gestellt wurde.

  • Habt dank für eure Anstösse zum Nachdenken.

    Ich glaube neben der krassen Reaktion im Kino,die mich überrascht hat,war es genau das schön gefärbte Bild,dass ich "noch" immer in meinem Kopf habe. Das eine elegant eingegossene Glas Wein,dass mich in den perfekten "Abschalt-Modus" bugsiert. Oh ja,dass hätte ich gerne für mich gelebt!

    Aber........DAS war seit langem nicht mehr meine Trink-Realität. Mein Trinken begann mit dem ersten (vielleicht sogar hastig statt genüsslich) getrunkenem Glas. Danach folgten oft viele andere. Ich glaube,ich war in dem Wunschdenken gefangen,dass ich es auch anders könnte. Und die Filmszene hat es mir gestern wie ein Spiegel vorhaltend gezeigt,wie sehr ich in meinem Wunschdenken verhaftet bin.

    Was machst du jetzt dieser Erkenntnis?

    Es wird ja auch künftig genau diese Filmszenen geben. Alkohol kann immer irgendwo rumstehen, er kann auch immer irgendwo getrunken

    Im Moment: gedanklichen Stinkefinger zeigen,Abstand halten wenn möglich .

    Ich habe in den letzten Tagen für mich Abstand geschaffen zu künftigen Treffen (mit garantiertem Alko-Konsum) innerhalb des Dorfes,durch entsprechende Absagen auf unbestimmte Zeit. Auch zwei große Einladungen,die noch in der Ferne liegen,werden von mir nicht besucht. Um in Realität mich da rauszunehmen.

    Dinge die ich nicht beeinflussen kann (zb unerwartetes beim Einkauf,Filmszenen oä), werde ich Stück für Stück sehen. Wohlwissend,dass auch die Zeit den Umgang leichter macht. Dranbleiben am Thema und tatsächlich alte Denkmuster neu überschreiben. LG

  • Vielleicht hilft dir diese Inspiration wenn du mal wieder Wein im glänzenden Licht siehst. Das ist einfach Gift und alkoholfreie Getränke sind auch lecker.

    Danke für deine Worte. Klingt vielleicht komisch,aber aus meinem eher ironisch gewählten Namen ist tatsächlich eine gute Freundschaft geworden. Ich habe mir schon überlegt,ob ich ins Teegeschäft einsteige;).Tatsächlich gibt es viele leckere Getränke ohne Alk. Und nicht nur Wasser. Es wird! LG

  • Es hat eine Weile gedauert, bis ich unterscheiden konnte, was meine Gedanken-Wunsch-Welt ist und welche die meines Suchthirns ist. Diese Szenen in Filmen bedienen das Klischee aus der Alkoholwerbung: Ein schönes Glas Wein oder Bier nach getaner Arbeit zur Entspannung, dann ist das Leben lebenswert

    Und genau das hat mir mein Wunschdenken jahrelang suggeriert...dass das möglich ist.

    Ist es für mich aber nicht,Punkt.

    Ich denke,das war gestern ein Aha Erlebnis. Ein doofer Zahn,der schon längst hätte gezogen werden müssen. Aber....es war mir schlittweg nicht bewusst.

    Bis dahin....gehe ich einfach (wenn möglich) aus der Situation raus. Aber danke für deine unterstützenden Worte. LG

  • Die selbe Strategie wurde mit Alkohol gemacht. Jeder kennt das Becks-Schiff von Freiheit und Abenteuer. Der harte Kommissar, der im Dienst schon das Dosenbier wegknallt und mega erfolgreich ist.

    Bier wurde schon im alten Ägypten gebraut...

    In Mitteleuropa ist Bier bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen.

    Von den Kelten und dem Mittelalter ganz zu sprechen.

    Das Reinheitsgebot gibt es seit 1516.

    Naja, ganz so neu (und populär) ist der Biergenuss wohl nicht... Alkohol gab es auch schon weit vor unserem geschätzten Dr. Brinkmann, denke ich...

    Einmal editiert, zuletzt von stef2303 (22. März 2026 um 21:33)

  • Der Wandel kommt langsam, ist aber noch recht rückständig. Wenn man in den 80er Jahren Serien schaut, rauchten die im Krankenhaus und es standen die Cognac Flaschen bei Prof. Brinkmann im Arztzimmer.

    Ja,damit bin ich groß geworden. Diese Dinge ,wie Rauchen und Trinken gehörten zu unserem Familienleben und so wurde akzeptiert gefeiert. Mir ist nicht mal unangenehm aufgefallen,dass all diese Dinge um mich rum und auf dem Bildschirm vielleicht nicht gut sind.Es schien so normal .

    Heute schüttle ich innerlich den Kopf,wenn ich mal so eine alte Filmkamelle zu Gesicht bekomme. Das wirkt....zu viel . Filmszenen mit Alk kommen heute oft viel ruhiger und eleganter rüber. Das eine Glas Wein,das eine gute Glas Whisky,dass andächtig zum Abschalten getrunken wird. Ja,wir haben uns im Griff ....aber ich glaube auch,dass wir genau das glauben wollen was uns da unterschwellig suggeriert wird. Habs ja auch geschluckt.

  • aber ich glaube auch,dass wir genau das glauben wollen

    …Nein glauben SOLLEN…
    Im Marketing und in der Werbung wird BEWUSST mit Emotionen und unseren Sinnen gespielt, um das Produkt an Mann, Frau und Kind zu bekommen.

    Wollen ist, wenn Du es willst.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Das ist einfach Gift

    Da habe ich jetzt noch mal kräftig hochgescrollt um das noch mal aufzugreifen.

    Mit der Abstinenz kam diese Erkenntnis wirklich erst bei mir an. War ich doch mindestens 25 Jahre der Verdrängungskönig.

    Alkohol zerstört jede Zellwand. Alles was lebt. Das zählt genauso für den ersten "genussvollen" Schluck.
    Und damit hat sich das für mich schon erledigt. "Genussvoll" ein giftiges Lösungsmittel trinken?

    Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich heute an diesem Punkt bin.
    Wenn es den Reset Knopf gäbe und ich wieder "normal" trinken könnte... Dann würde ich dennoch nie wieder Alkohol trinken.

    Ein Gift normal trinken. Wie beknackt ist das denn? ^^

    Naja. Ich wünsche dir, dass du vielleicht auch diesen Punkt erreichst. Das ist so entspannend. Auch wenn dann die Suchtstimme überraschend irgend etwas von sich geben möchte. Dann ist sie praktisch auf der Stelle entlarvt. Denn keine klare Ecke meines Verstandes würde mir Alkohol vorschlagen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Tabsi,mit dem "wir" meinte ich tatsächlich die Gruppe Menschen,die eben nicht "gut" mit Alkohol umgehen können. Das ist wie ,den schönen Schein wahren.

    Aber Werbung trifft auch andere und suggeriert das gewünschte....

    Wollen ist, wenn Du es willst.

    Darüber denke ich gerne nochmal nach. LG

  • Hallo Alex,

    gut wenn dieser Gedanke (Zellgift) für dich greift und dich auf Abstand hält. Und ich habe das für mich unter dem wichtigen Punkt :" was macht Alkohol mit dem Körper" aus medizinischer Sicht ,zwischengespeichert.

    Diesen Punkt habe ich ehrlicherweise weit umschifft. Mir reichte sehr allgemeines Wissen dazu. Konfrontiert wurde ich ja auch in Therapiegruppe und realer SHG mit Folgeerkrankungen.

    Der Hauptgrund ist aber meine panische Angst,selber zu erkranken,besonders an Krebs.

    Es war nicht logisch mit meiner Horrorvorstellung krank zu werden,dann weiterzutrinken . Ganz klar! Aber meine Angst wurde genau mit dem ersten Schluck zum Schweigen gebracht. Da hatte meine Suchthirn ganz leichtes Spiel!

    Und doch ist meine Gesundheit der einzige Grund (zumindest bis jetzt) warum ich nicht mehr trinke. Irgendwann,wenn ich mehr zeitlichen Abstand dazu habe,werde ich genauer hingucken. Das habe ich mit dem nicht- mehr- rauchen auch so gemacht. Hat aber Jahre an Abstand gebraucht.

    Meine Angst ist sonst riesengroß,was ich mir da vielleicht schon an Krankheiten eingehandelt habe ,dass sich das Rad(meiner Sucht) vielleicht wieder dreht. Ist also für mich zZt absolut kein guter unterstützender Gedanke.

    Aber da ist jede/r anders unterwegs.....LG

  • Im Moment: gedanklichen Stinkefinger zeigen,Abstand halten wenn möglich .

    Manchmal ist mir meine Sturheit auch schon im Weg gewesen, früher (als ich jung war), sogar ziemlich oft. Aber ganz ehrlich, beim Lernen, mit meinen Süchten (rauchen, saufen, Süßkram futtern) zu leben, habe ich auch gelernt, eben genau diese Sturheit gezielt einzusetzen und mein ‚Kopf und Mittelfinger hoch‘ ließ mich mich oft zufrieden lächeln.
    Beim Zucker gelingt mir das noch nicht immer so gut. Vielleicht auch, weil da ‚ganz weglassen‘ nahezu unmöglich ist. Zigaretten und Alkohol weglassen fiel mir da wesentlich leichter. Und ehrlich gesagt, fand ich das Rauchen aufhören für mich sogar schwieriger als den Absprung vom Alkohol zu schaffen. Der Weg von ‚ich will nicht mehr‘ zu ‚Ich muss nicht mehr‘ war beim Alkohol wesentlich länger.
    Als ich da verstanden habe, dass ein Leben für mich nur noch nüchtern funktionieren kann, war mir klar: Es geht jetzt nüchtern weiter. Ohne wenn und aber ….. Kopf und Mittelfinder hoch…. Heute erhebe ich Kopf noch immer, nicht mehr stur, sondern voller Stolz.
    Die Sucht bleibt. Gut mit ihr zu leben, das ist das, was mich glücklich und zufrieden macht. Die Sucht bestimmt mich nicht mehr.

    Du kämpfst also nicht nur für ein besseres Leben, du kämpfst auch gegen ein Bild, was dir immer eingetrichtert wurde und nie in Frage gestellt wurde.

    Kämpfen im Zusammenhang mit Sucht ist immer ein Verlieren. Niemand kann gegen die Sucht gewinnen.

    Für mich funktioniert der nüchterne Weg nur über die Einsicht, Alkoholiker zu sein, über die Akzeptanz, dass das jetzt so ist und auch für immer so bleiben wird und über meinen Wunsch, (möglichst gesund) leben zu können.

    Und doch ist meine Gesundheit der einzige Grund (zumindest bis jetzt) warum ich nicht mehr trinke. Irgendwann,wenn ich mehr zeitlichen Abstand dazu habe,werde ich genauer hingucken. Das habe ich mit dem nicht- mehr- rauchen auch so gemacht. Hat aber Jahre an Abstand gebraucht.

    Ist das nicht ein ziemlich großer Wunsch?
    Fakt ist doch, dass die Alkoholsucht eine ziemlich gefährliche Krankheit ist und dass Alkohol ziemlich viele zusätzliche Krankheiten verursacht, die das Leben verkürzen, zum Teil sogar sehr und oft auch sehr sehr häßlich.
    Die Chance, möglichst lange und möglichst gesund selbstständig leben zu können, ist ohne Alkohol doch um ein Vielfaches höher.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Und doch ist meine Gesundheit der einzige Grund (zumindest bis jetzt) warum ich nicht mehr trinke.

    Moin

    Eine Gedankenstütze begleitet mich schon sehr lange (im Geldbeutel,vergilbt,zerknautscht,schon jahrelang nicht mehr angesehen)

    Eine Auflistung welche Gründe dafür sprechen ohne Alkohol durchs Leben zu gehen, sowas ähnliches wie ein kaufmannskreuz.

    Die Liste mit positiven Auswirkungen ist riesengroß, die,die den Alkohol als positiv sieht, klein, sehr klein.

    Alleine das Erstellen dieser Liste kann dir helfen dich zu sortieren.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Und doch ist meine Gesundheit der einzige Grund (zumindest bis jetzt) warum ich nicht mehr trinke.

    Das war bei meinem Start ähnlich. Veränderte sich mit der Zeit, als das Hirn immer trockener wurde. Dann ploppten immer mehr die Probleme in meinem Leben auf, die ich ändern musste. Und ich musste das. Denn sonst war es nicht mehr zu ertragen. Da ich es nicht mehr abends weg saufen konnte.

    Schon alleine aus diesem Grund ist die Abstinenz auch immer eine Änderung des ganzen Lebens.

    Mache ich das nicht, "bröselt" auf Dauer auch die Abstinenz.

    Zur Motivation. Nachdem ich das alles durchgezogen habe kann ich sagen, ich war noch nie so glücklich wie heute.

    Und spätestens dann ist die Gesundheit nicht mehr der einzige Grund. Bei mir geht es um mein gesamtes zufriedenes Leben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Als ich da verstanden habe, dass ein Leben für mich nur noch nüchtern funktionieren kann, war mir klar: Es geht jetzt nüchtern weiter. Ohne wenn und aber ….. Kopf und Mittelfinder hoch…. Heute erhebe ich Kopf noch immer, nicht mehr stur, sondern voller Stolz.

    Die Sucht bleibt. Gut mit ihr zu leben, das ist das, was mich glücklich und zufrieden macht. Die Sucht bestimmt mich nicht mehr.

    Hallo Stern,im Grunde beschreibt es meine jetzige Situation ganz gut bzw wo ich hinmöchte.

    Und ja, der Wunsch nach anhaltender Gesundheit ist mein Türöffner für den Beginn der Abstinenz gewesen (und noch etwas anderes). Andere Gründe werden,sie dann auch zu erhalten,werden auf dem Weg entstehen.

    Schön,dass du es auch geschafft hast,mit dem Rauchen aufzuhören und einen du einen Blick auf den Zuckerkonsum hast.

    Sicher sehr schwierig,da er gefühlt überall mit als Geschmacksträger zugesetzt ist. Ich lebe allergiebedingt vegan und habe es mir angewöhnt,auf jedes Etiket zu schauen. Und ich habe schon häufig gestaunt,wo sich tierisches verbirgt......LG

  • Eine Auflistung welche Gründe dafür sprechen ohne Alkohol durchs Leben zu gehen, sowas ähnliches wie ein kaufmannskreuz.

    Die Liste mit positiven Auswirkungen ist riesengroß, die,die den Alkohol als positiv sieht, klein, sehr klein.

    Alleine

    Hallo Bolle,eine sehr gute Idee! Die schnapp ich mir doch gleich mal,danke.

    Ich bin heute 65 Tage ohne Alkohol und ich fange langsam an, kleine positive Veränderungen festzustellen. Jeden Abend bin ich gedanklich dabei 5 positive Dinge/Erlebnisse des Tages für mich nochmal aufzurufen. Ich bin sicher,an meinen Trinktagen wäre die Liste oft fast leer geblieben......LG

    P.S. pass gut auf deine Liste auf. Sie sagt so viel über deine Anfänge und Wünsche

  • Lieber Alex,wie wahr! Nur weil ich nicht mehr trinke ist nicht auf einmal alles gut.

    Diesen Gedanken hatten viele in meiner damaligen Therapiegruppe und auch in der SHG (da tatsächlich häufiger). Die Realität hat dich schnell wieder eingeholt mit dem,was die Realität ausmacht. Hier ist selten alles gut......

    Ich komme mir zZt wie jemand vor, der von einer sehr langen Reise wieder zurück ist und ziemlich verwirrt in alten Räumen steht. Und sich irgendwie nicht mehr wohlfühlt und sich auch noch nicht zurecht findet. Alles will überprüft und sortiert werden.....

    Ich habe das Gefühl ,mein Kopf/Gedanken steckt in einem großen Nebel. Bin vergesslich,kann mir vieles nicht merken und meine Konzentration macht gerade einen Schaufensterbummel.

    Das ist auch der Depression geschuldet,dass weiß ich. Aber jetzt fällt es mir sooo krass auf. Hoffe,dass diese Art Nebel sich irgendwann teilt und ich "wirklich da bin".

    Bis dahin mache ich einfach weiter und verändere meine Lebenssituation.

    "Nur mit dem Trinken aufzuhören reicht nicht"......diesen Satz habe ich sofort für meine Lebenssituation verstanden und beginne ihn umzusetzen.

    Zur Motivation. Nachdem ich das alles durchgezogen habe kann ich sagen, ich war noch nie so glücklich wie heute.

    Das nehme ich tatsächlich gerne als Motivation,danke.

    Du hast es ja klar aufgezeigt,dass nicht alles toll ist,nur weil ich nicht mehr trinke. Und das es dauern kann,bis ich das Leben lebe,dass mich ohne Alk zufrieden macht. Meist nach einer mehr oder weniger großen Aufräumaktion. Das ist anstrengend,emotional und nicht unbedingt immer einfach. Aber nur so geht es. Schön,dass du das heute von dir sagen kannst! LG

  • Schön,dass du es auch geschafft hast,mit dem Rauchen aufzuhören und einen du einen Blick auf den Zuckerkonsum hast.

    Sicher sehr schwierig,da er gefühlt überall mit als Geschmacksträger zugesetzt ist. Ich lebe allergiebedingt vegan und habe es mir angewöhnt,auf jedes Etiket zu schauen. Und ich habe schon häufig gestaunt,wo sich tierisches verbirgt.....

    Mit dem Rauchen habe ich schon lange aufgehört. Und genauso wie es selbstverständlich geworden ist, nicht zu rauchen, wurde es selbstverständlich, nicht zu trinken.
    Ohne Zucker ist schwierig …weil es ja so ziemlich überall reingemischt wird. Aber ohne Süßkram, das kriege ich meistens ganz gut hin. Mein Ziel ist damit erreicht.

    Ich bin heute 65 Tage ohne Alkohol und ich fange langsam an, kleine positive Veränderungen festzustellen. Jeden Abend bin ich gedanklich dabei 5 positive Dinge/Erlebnisse des Tages für mich nochmal aufzurufen.

    Herzlichen Glückwunsch zu 65 nüchternen Tagen. 🌺

    Abends den Tag noch mal Revue passieren lassen ….da ist so viel schönes dabei. Aber das ist dann ja immer ‚nur’ die Rückschau.
    Ich habe diese abendlichen Gedanken vorgezogen …ins ‚das ist jetzt ganz besonders‘ …..‘jenes ist jetzt aber schön‘ …. Es geht mir jetzt richtig gut (auch, wenn nicht immer alles gut ist).

    Ich wünsche dir einen schönen Tag, genieße den Moment.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Seit so vielen Jahren diese lähmende Traurigkeit. Das macht mich so müde und lässt mich wenig hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Was kann sich noch zum Positiven ändern (ohne Alk),wenn diese Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit bleibt?

    Ich weiß,dass klingt jetzt nach Vorankündigung für einen Rückfall. Aber das meine ich garnicht. Bin nur so müde an all meinen eignen "Fronten" tagtäglich kämpfen zu müssen.

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