So das Jahr neigt sich dem Ende und ich schreib jetzt mal wie es mir erging.
Zuerstmal, es war es die beste Entscheidung meines Lebens, für einen Freiheitsliebenden Menschen ist es mMn ein "Muss" ohne Sucht zu leben. Alles war in etwa so wie ich es in anderen Fäden gelesen hatte, ein auf und ab der Gefühle, mein Vorhaben stand aber nie auf dem inneren Prüfstand, ich will und wollte trocken bleiben.
Der Alkohol hat mir in dem Jahr nie ernsthafte größere Probleme gemacht, ich bin fast nie ins zweifeln gekommen die Entscheidung steht und stand felsenfest, auch wenn ich mal wieder meine 5 Minuten hatte (rumzicken...) kam in meinem Kopf nie die Frage nach dem Sinn des ganzen auf bzw. ich wollte nie hinwerfen. Natürlich hatte ich auch Gedankenblitze oder Momente der Schwäche aber ich denke es war alles im Rahmen, halt so wie es ganz normal ist für jemanden der Jahrelang gesoffen hat.
Die Momente der Schwäche waren Gedanken, in 2-3 Jahren kann ich vielleicht mal wieder usw. Schnapsideen eines Frischlings halt, aber ich musste nie gegen einen Drang ankämpfen oder hab Schweissausbrüche bekommen, das war aber auch in der Anfangszeit ca. die ersten 6 Monate. Auch meine Sichtweise, ich wollte ja immer alles locker und keinem zur Last fallen, hat sich geändert. Wichtig ist mir jetzt das Ich auf keinen Fall ins straucheln komme.
So richtig im trockenen Bereich fühl ich mich aber erst jetzt bzw. ich nähere mich an. Der Alkohol ist bei mir inzwischen negativ behaftet, meiner Beziehung tut er nicht gut und auch sonst blitzen bei mir keine positiven Gedanken auf wenn ich mal damit konfrontiert werde, er tut niemandem gut!
Mit der Trockenheit kamen die anderen Probleme aber erst so richtig ans Tageslicht und um die werde ich mich 2026 kümmern, mein erstes wirklich freies Jahr.
Ab übermorgen bin ich auch noch Rauchfrei und kann dann meine gesundheitlichen Probleme richtig angehen, obwohl ich da auch riesen Fortschritte gemacht habe.
Mein Beinproblem ist zum Glück nicht vom Alkohol entstanden aber ich bin mir sicher er war ein Verstärker, die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit hat mir da Klarheit gebracht (Danke Dr. W aka Kater Stanislaus ).
Ein Profisportler aus dem Bekanntenkreis hat mir Ratschläge gegeben die sich sofort bemerkbar gemacht haben, ich laufe jetzt so oft es geht rückwärts, meinen Fahrradsattel hab ich 5 cm höher gestellt und spüre wieder meine Muskeln in den Waden, Po, Oberschenkel. Und ich laufe fast wieder normal😬😎
2027 steht der Stadtlauf an und in meiner nassen Zeit wollte ich schon immer antreten, aber jetzt seitdem ich merke das alles wieder gut wird, ist es ein Herzenswunsch, Stef wird noch die Krise kriegen wenn ich ihn um Rat frage😬 damit ich in meiner Altersklasse ganz vorne mitlaufe...
Alles andere ist auch gut, Körperlich geht es mir sehr gut, mental geht es mir bis auf die Beziehungskiste auch ganz gut und mehr fällt mir gerade nicht ein.
Jetzt bin ich mir zu 100% bewusst das ich ein Alkoholiker bin und es immer sein werde, kein Schade oder Reue, ich bin zufrieden so wie es ist.
Morgen seit ihr alle auf die Party von Alex und mir eingeladen, wir feiern am selben Tag, Kosten und Mühen haben wir nicht gescheut und es gibt ein riesen Feuerwerk Weltweit 😬
LG an alle und passt auf euch auf.