Sonnenmensch - Vorstellung

  • Es kam gleich das ach was, du hast nie, ich hab dich noch nie gesehen, bis zum Du übertreibst. Ich hab dann natürlich erzählt das ich immer alleine zu Hause getrunken hab, es nicht mehr im Griff hatte..., aber er war immer noch nicht zu 100% überzeugt🤣

    Ständig und von jedem der mich noch nie betrunken erlebt hat.


    Ich muss sagen, dass ich selbst ohne Alkohol tanzen kann. Der Punkt nachhause zu gehen kommt halt früher. Ich habe nüchtern keine Lust, besoffene Streitigkeiten zu regeln.

  • Also du warst Dir am Anfang bewusst das du Alkoholiker bist und nie wieder trinken darfst und nach 7 Jahren kamen die Gedanken?

    Irgendwie dachte ich vor einem halben Jahr (warum auch immer), dass ich mich vielleicht körperlich und psychisch weiterentwickelt habe und es im Griff habe.

    Du hast vor deinem Rückfall schon geplant wieder abstinent zu werden? Krass, hat nichts in dir gesagt, tu das nicht sonst...

    Ein weiteres Anzeichen für mich war, dass ich schon vor dem Absturz meine Abstinenz geplant habe. Ich habe schon vor dem Absturz geplant, nächstes Jahr wieder mit Abstinenz zu starten.

    Das verstehe ich nicht?

    Ich hatte bei meinen körperlichen Untersuchungen ein schlechtes Gewissen das ich bei Alkoholkonsum etwas eingeben musste. Jahrelang konnte ich stolz berichten trocken zu sein.

    Hattest du ein schlechtes Gewissen weil du Alkoholiker bist?

  • Also du warst Dir am Anfang bewusst das du Alkoholiker bist und nie wieder trinken darfst und nach 7 Jahren kamen die Gedanken?

    Ich würde sagen, tief in mir drin schon. Aber ich hatte Hoffnung, dass ich es irgendwann vielleicht schaffen könnte. Merkte aber all die Jahre, dass es mir ohne Alkohol besser geht.

    Du hast vor deinem Rückfall schon geplant wieder abstinent zu werden? Krass, hat nichts in dir gesagt, tu das nicht sonst...

    Das kam jetzt verwirrend. Ich hatte anfangs kontrolliert getrunken und bevor der Absturz kam hatte ich schon geplant das neue Jahr abstinent anzugehen, jedoch ohne den Wunsch auf Lebenszeit.

    Ich hatte die Hoffnung, dass sich das Suchtgedächtnis zurückgesetzt hat.

    Jedes Getränk, was ich vor dem Absturz konsumiert habe, hat mich ja irgendwie in meiner Entscheidung bestätigt, dass ich es im Griff habe.
    Das ist ja das tückische am Quartalssäufer und was es mir so schwer gemacht hat es mir einzugestehen.
    Es kommt ein Event, ich stürze ab. Ja nach Härtegrad konnte ich dann einen gewissen Zeitraum normal trinken.
    Dann das nächste Event, Absturz, Kontrollverlust.

    Ich denke, nein ich weiß, dass mein Suchthirn mich getäuscht hat. Denn es hat mich in einer richtigen scheiss Situation erwischt. Eine Situation, die ich zwar oft hatte aber diesmal gepaart mit „ach es ist schon so lange her“.

    Dann lässt es mich ein halbes Jahr gut überstehen und dann Zack, Absturz.

    Dann die Therapie. Die Aussage war: Keine Therapie ohne stationäre Entgiftung. Also ab in die Entgiftung. Diese findet bei uns nur in der geschlossenen Psychiatrie statt. Die Alkoholiker durften eigentlich nach zwei Wochen eine Stunde raus, ich durfte nach 5 Tagen raus. Der Arzt meinte: Sie sind jung, das ist normal.

    In der Therapie wurde ich etwas ernster genommen. Wurde aber von den anderen eher belächelt. Ich hatte das Gefühl, ich bin dorrt zu früh.
    Einige fanden es aber auch gut, dass ich mir früh eingestehe Alkoholiker zu sein.

    Das verstehe ich nicht?

    Hattest du ein schlechtes Gewissen weil du Alkoholiker bist?

    Nein, es hat mir Gewissermaßen gezeigt, dass ich es nicht geschafft habe. Ich habe mich immer gefreut wenn ich aufschreiben konnte: Kein Nikotin kein Alkohol.

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenmensch (29. Dezember 2025 um 22:29)

  • Guten Morgen,

    Ich verstehe immer noch nicht ganz, für dich ist erst der Absturz die richtige Katastrophe aber du hast doch schon Monate davor wieder mit dem saufen angefangen.

    Wenn ich es richtig verstehe warst du gar nicht trocken in dem Sinne wie wir es hier anstreben, lebenslang, sondern nur temporär. Dann hast du wieder mit dem kontrollierten trinken angefangen und der Absturz kam, richtig?

    Ich würde sagen, tief in mir drin schon. Aber ich hatte Hoffnung, dass ich es irgendwann vielleicht schaffen könnte.

    Du warst noch nie trocken, nur kurz abstinent, jedenfalls hört sich das so an. Wenn ich das richtig interpretiere hattest du Hoffnung wieder kontrolliert zu trinken.

    Ich hatte die Hoffnung, dass sich das Suchtgedächtnis zurückgesetzt hat.

    Gut das du jetzt hier bist, den Quatsch hätte man dir schnell erklärt.

    Jedes Getränk, was ich vor dem Absturz konsumiert habe, hat mich ja irgendwie in meiner Entscheidung bestätigt, dass ich es im Griff habe.
    Das ist ja das tückische am Quartalssäufer und was es mir so schwer gemacht hat es mir einzugestehen.

    Ich bin glaube ich kein quartalssäufer, aber bei mir hätte der Alkohol genau gleich angesetzt behaupte ich mal.

    Gut das du jetzt hier bist, ich nehme an du hattest keine SHG in den sieben Jahren, mach dir keinen Kopf jetzt gehst du die Sache richtig an. Nochmals vielen Dank, mir hat deine Offenheit sehr die Augen geöffnet.

    Nein, es hat mir Gewissermaßen gezeigt, dass ich es nicht geschafft habe. Ich habe mich immer gefreut wenn ich aufschreiben konnte: Kein Nikotin kein Alkohol.


    So ging es mir bei einer Pause, stolz wie bolle das ich 20-30 Tage nicht getrunken hatte. Eine Meisterleistung dachte ich aber jetzt weiß ich ja das es normal ist nicht zu trinken und vor allem nicht zu saufen.

    Grüße R/no

  • Guten Morgen,

    Ich verstehe immer noch nicht ganz, für dich ist erst der Absturz die richtige Katastrophe aber du hast doch schon Monate davor wieder mit dem saufen angefangen.

    Aus meiner jetzigen Sichtweise gebe ich dir Recht, der eigentliche Rückfall begann beim ersten Schluck.

    Wenn ich es richtig verstehe warst du gar nicht trocken in dem Sinne wie wir es hier anstreben, lebenslang, sondern nur temporär. Dann hast du wieder mit dem kontrollierten trinken angefangen und der Absturz kam, richtig?

    Du warst noch nie trocken, nur kurz abstinent, jedenfalls hört sich das so an. Wenn ich das richtig interpretiere hattest du Hoffnung wieder kontrolliert zu trinken.

    Ich habe mir anfangs kleine Ziele gesetzt. Lebenslang hörte sich so unerreichbar an.
    Ich mied Event für Event.
    Und baute meine Abstinenz aus. Wechselte den Freundeskreis und suchte mir neue Beschäftigungen.

    Gut das du jetzt hier bist, den Quatsch hätte man dir schnell erklärt.

    Ich bin glaube ich kein quartalssäufer, aber bei mir hätte der Alkohol genau gleich angesetzt behaupte ich mal.

    Gut das du jetzt hier bist, ich nehme an du hattest keine SHG in den sieben Jahren, mach dir keinen Kopf jetzt gehst du die Sache richtig an. Nochmals vielen Dank, mir hat deine Offenheit sehr die Augen geöffnet.

    Ich würde mich belügen, wenn ich behaupte ich wüsste nicht, das ich nie wieder trinken darf.
    Es war einfach leichtsinnig, noch nicht mal Suchtdruck.

    So ging es mir bei einer Pause, stolz wie bolle das ich 20-30 Tage nicht getrunken hatte. Eine Meisterleistung dachte ich aber jetzt weiß ich ja das es normal ist nicht zu trinken und vor allem nicht zu saufen.

    Grüße R/no

    👍

  • Aus meiner jetzigen Sichtweise gebe ich dir Recht, der eigentliche Rückfall begann beim ersten Schluck.

    Natürlich beginnt der Rückfall mit dem ersten schluck, eigentlich ja schon davor. Bist du bei einer Gruppe gewesen um dir Hilfe zu holen? Den die hätten dich ja anderst briefen müssen.

    Hast du in den 7 Jahren ab und zu getrunken? Für mich sieht es so aus das du erst jetzt zum ersten Mal die Sache richtig in Angriff nimmst, die 7 Jahre davor waren ja kein wirklich echter Versuch um trocken zu werden und zu bleiben, eher ein guter Vorsatz den man jederzeit unterbrechen kann.

  • Es war einfach leichtsinnig, noch nicht mal Suchtdruck

    Naja. Druck entsteht ja auch nur, wenn du dich dagegen stemmst. Wenn du dann gebechert hast, hat sich das mit dem Druck auch erledigt.

    Ich habe einen realen Freund, der mir fast die gleiche Geschichte erzählt hat. Nur war er sogar 15 Jahre trocken. Daraus ich gelernt, den Reset Knopf gibt es nicht.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich hab mir vor einem knappen Jahr zum ersten Mal in meinem Leben eingestanden das ich Alkoholiker bin, davor wusste ich ich es zwar auch schon, aber der nasse Teil hatte immer Oberhand und hat alles beschwichtigt. Ein paar Alkoholpausen haben dann wieder alles in ein anderes Licht gestellt. 20 Tage sind für einen Alki ja der Mount Everest, eine wahre Glanzleistung die nicht so leicht zu schaffen ist😬🤣

    es ist ein Weg der nie endet, aber das ist ja das tolle für mich ist alles neu und es gibt viel zu entdecken und herauszufinden. Ich sehe es wie eine Reise in einer neuen Welt, oder ich sehe die Welt jetzt zum ersten Mal ohne Schleier...

    Ich würde mich belügen, wenn ich behaupte ich wüsste nicht, das ich nie wieder trinken darf.
    Es war einfach leichtsinnig, noch nicht mal Suchtdruck.

    Ich glaube du hast da nie daran gedacht, oder? Wenn du dir eingestanden hättest das du Alkoholiker bist wäre es dir vermutlich nicht so einfach passiert. Du hast ja über Monate getrunken wie ich es herauslese, erst der Absturz, ich nehme an mit filmriss, hat dich wieder zur "Besinnung" gebracht.

    Ein "ich bin Alkoholiker" ist eine gewisse Hürde wenn man sich es ernsthaft eingesteht.

  • Ein Quartal Trinker besäuft alle paar Wochen, war das bei dir so?

    Selbst wenn ich offen gesagt habe: „Ich bin Alkoholiker“

    Das kenne ich auch, man muss aber einfach nur am Ball bleiben. Wenn der Arzt beschwichtigt sieht er vielleicht wegen deines Alters die Krankheit nicht wirklich. Da hättest du vielleicht besser die ganze Wahrheit erzählt, Menge, immer bis zum Koma etc. dann hätte er sofern er ein guter Arzt ist nicht beschwichtigt.

    Ich hab auch immer gerne geschwiegen wenn andere meinten so schlimm isses ja nicht...das ist deinem Suchthirn ja eine steilvorlage, noch dazu vom arzt bestätigt.

  • Natürlich beginnt der Rückfall mit dem ersten schluck, eigentlich ja schon davor. Bist du bei einer Gruppe gewesen um dir Hilfe zu holen? Den die hätten dich ja anderst briefen müssen.

    Nein war ich nicht.

    Hast du in den 7 Jahren ab und zu getrunken? Für mich sieht es so aus das du erst jetzt zum ersten Mal die Sache richtig in Angriff nimmst, die 7 Jahre davor waren ja kein wirklich echter Versuch um trocken zu werden und zu bleiben, eher ein guter Vorsatz den man jederzeit unterbrechen kann.

    Nein, nichts getrunken. Keinen Schluck.
    Nenn es wie du willst, in den 7 Jahren ging es mir besser ohne Alkohol als mit.

    Naja. Druck entsteht ja auch nur, wenn du dich dagegen stemmst. Wenn du dann gebechert hast, hat sich das mit dem Druck auch erledigt.


    Ich habe einen realen Freund, der mir fast die gleiche Geschichte erzählt hat. Nur war er sogar 15 Jahre trocken. Daraus ich gelernt, den Reset Knopf gibt es nicht.

    Ja, da gebe ich dir recht. Ich musste es auch so erfahren leider.

    Ein Quartal Trinker besäuft alle paar Wochen, war das bei dir so?

    Wer sagt das? Wer legt das fest?

    Die Abstände können ganz unterschiedlich sein. Meine Exzesse gingen immer eine Nacht. Die Auszeichnungen sind die Kontrollverluste.

    Das kenne ich auch, man muss aber einfach nur am Ball bleiben. Wenn der Arzt beschwichtigt sieht er vielleicht wegen deines Alters die Krankheit nicht wirklich. Da hättest du vielleicht besser die ganze Wahrheit erzählt, Menge, immer bis zum Koma etc. dann hätte er sofern er ein guter Arzt ist nicht beschwichtigt.

    Wer sagt das ich nicht ehrlich war?

  • Ärzte sind so ein Thema.

    Ich hatte einen Hausarzt, dem habe ich erzählt, dass ich ein Problem habe. Es war ja aber tatsächlich so, da habe ich ihn nicht belogen, dass ich nur nach Feierabend und nicht jeden Tag getrunken habe. Aber wenn, dann schon sehr oft bis zum Filmriss, mit Schnaps druckbetankt.

    Da meinte der, ich kann mich ja noch beherrschen, also soll ich halt etwas weniger trinken.

    Und der kannte sich mit Sucht schon so weit aus, dass er Substitutionsbehandlungen, Methadon, bei Junkies machte.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Wer sagt das ich nicht ehrlich war?

    Für mich klang es so wegen der Beschwichtigung des Arztes.

    Mich hat man 17 ins Krankenhaus gebracht. 3 Promille, standsicher, sprechsicher und orientiert

    Ist mir unverständlich

    Da meinte der, ich kann mich ja noch beherrschen, also soll ich halt etwas weniger trinken.

    Auch das...

    Wer sagt das? Wer legt das fest?

    Das weiß ich auch erst seitdem ich Alkoholiker bin, meines Wissens nach besäuft sich der QuTr alle paar Wochen heftig...ist ja aber auch egal Alki bleibt Alki

  • Nein würde ich nicht. Hätte ich den Kontrollverlust nicht, würde ich ja nicht in unregelmäßigen Abständen abstürzen.

    Ohne Kontrollverlust, hätte ich ja die Kontrolle nach 1-2 Getränken aufzuhören.
    Habe ich aber nicht. Also Kontrollverlust = Alkoholiker.

    Jeder Alkoholiker ist unterschiedlich. Ich benötige keinen Spiegel.

    Ich trinke dir nach einer exzessiven Phase Wochen gar Monate normal und kontrolliert. Dann kommt der Point, 1-2 Bier und dann kommt der Suchtdruck mich in jenseits zu saufen. Wann das genau ist ä, bestimme nicht ich. Auch das ist für mich eine Art Kontrollverlust.

    Wie sieht es bei dir aus? Woran machst du fest Alkoholiker zu sein?
    Bis jetzt, hab ich das halt meistens nach einer Nacht beendet. Manchmal leichter, manchmaler schwieriger. Dank war meine Sucht erstmal befriedigt.

  • Hey ho,

    Zuallererst möchte ich Allen einen guten, trockenen Rutsch ins neue Jahr wünschen und dass all eure Vorhaben erfolgreich werden.

    Ich werde Silvester für meinen Teil in einer kleinen Gruppe zu viert zelebrieren. Komischerweise, hat Silvester nie wirklich zu meinen Saufevents gehört.
    Ich bleibe trotzdem wachsam.

  • Wie sieht es bei dir aus? Woran machst du fest Alkoholiker zu sein?

    ich würde sagen da reicht schon die Menge die ich gesoffen hab aber da waren auch gefühlt hunderte Filmrisse, Versprechungen "ich hör auf" um dann ein paar tage später weiter zu saufen, momente an denen ich vorm Spiegel zu mir gesagt hab "du musst aufhören sonst stirbst du" und hab trotzdem weiter gesoffen und das als Vater. Die Wesensveränderung innerhalb von Sekunden das ganze Programm würde ich sagen.

    Ich konnte es nie, der Alkohol hat mich immer wieder um den Finger gewickelt und das über Jahrzehnte. Letztendlich hab ich nicht frei gelebt und gedacht, ich "war" ein Gefangener aber in "Papillion" hat der das unmögliche auch geschafft, baba und jetzt bin ich hier 😜

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