Beiträge von R/no

    Hallo Marc, falls dir häkeln nicht liegt ich bastel ja gerne und kann einen RC Bausatz wärmstens empfehlen, die gibt es in der Bucht auch schon für unter 60 € (Marken).

    Mir tut so etwas gut, es beruhigt mich sehr. Wenn man richtig an die Sache herangeht und sich richtig rein kniet, also alle Grate abschleift etc. sich Zeit lässt und am Ende etwas entstanden ist. Ich hab mal einen richtig großen Bausatz gekauft und war bestimmt 2-3 Wochen beschäftigt, als ich fertig war hab ich ihn wieder verkauft + - 0€. Solche filigranen Dinge fordern halt das Hirn und es hat quasi keine Zeit mehr auf schlechte Gedanken zu kommen und am Ende hast du noch ein Erfolgserlebniss.

    Am Ende hast du etwas geschaffen und hast dein Kopfkino in etwas andere Bahnen gelenkt. Da hat Thalia absolut recht, ein Hobby ist in unserem Fall Gold wert das kann ich nur bestätigen.

    freut mich das der Termin mit dem Neurologen gut und gründlich war. Das überschreibt dann ja vielleicht Deine negativen Erfahrungen mit Deiner Hausärztin. ;)

    Hallo Kazik, ja der Neurologe hat gestern einen guten Job gemacht auch wenn ich jetzt nicht schlauer bin wie davor. Das mit dem Betriebsarzt ist doch nur eine Bestätigung das ich nicht so falsch liege mit meiner Einschätzung der Halbgötter in Weis, als ich meinte der Betriebsarzt hätte ja auch Schweigepflicht hat er nur die Augenbrauen hoch gezogen und meinte er schreibt nichts bzgl. Alkohol in den Bericht.

    Auf jedenfall ist er richtig auf die Erkrankung eingegangen und hat mir gut zugesprochen.

    33 Jahre ist doch super, schau mal bei mir welche gesundheitlichen Probleme ich habe. Dir bleibt das vermutlich alles erspart also darüber kannst du dich freuen. Schade das ich nicht die frühe Einsicht hatte wie du, da wäre mir viel erspart geblieben.

    Denk an solche Sachen, das ist ein gutes Fundament für deine Abstinenz. Du schaffst dass, dein Selbstbewusstsein wird zurück kommen und alles wird wieder besser du musst es nur zulassen, dann stehst du wieder auf wie Phönix aus der Asche...

    Ich bin ein impulsiver Mensch,

    Guten Morgen Marc, da haben wir was gemeinsam, ich bin aber viel ruhiger und besonnener geworden wie ich in Stress Situationen bemerke. Hab Geduld das wird alles besser.

    Die Entgiftung geht nun dem Ende entgegen und die wirkliche Arbeit beginnt. Ich habe Angst, Angst vor mir selbst.

    Ich hab das Gefühl das die wirkliche Entgiftung viel länger dauert, nach 14 Tagen ist man wahrscheinlich grob entgiftet, mir geht es auf jedenfall so, ich hab jetzt noch Momente an denen ich glaube zu fühlen das der Körper immer noch aufräumt. Was nach so einer langen Zeit des Konsums aber vermutlich normal ist.

    Eine Frage hätte ich noch, wie alt bist du denn?

    LG R/no

    Was mir aufgefallen ist war seine erste Reaktion, es ist zuerst schon ein Unterschied ob man eine Therapie gemacht hat oder am 1.1. aufgehört hat Alkohol zu trinken weil man sich als Alkoholiker betrachtet.

    Er meinte dann >jetzt mal Butter bei die Fische< und ich hab ihm alles nochmal haarklein erzählt, vom ersten Suff mit 13 bis zum 1.1.25, die Menge und was ich konsumiert habe etc. erst dann hat er mir geglaubt das ich Alkoholiker bin.

    Guten Morgen,

    Gestern ist ein Kollege nach 40 Jahren in Rente gegangen mit der üblichen Feier. . Ich hatte das nicht mehr auf dem Schirm und bin quasi überrascht worden. Ich musste eine halbe Stunde lang mit trinkenden Menschen verbringen und auf das offizielle Dienstende warten, Triggermomente 0%, meine Gedanken waren absolut klar, fragen ob ich ein Bier möchte wurden ohne seufzen mit >Nein danke ich trinke doch keinen Alkohol mehr< beantwortet und ich hab mich dann zügig aber sehr herzlich von ihm verabschiedet, die Kinder als Vorwand genutzt und hab die Feier dann ohne Wehmut frühzeitig verlassen.

    Heute hab ich auch meinen Termin beim Neurologen zum messen der Nervenleitgeschwindigkeit, ich bin wirklich gespannt ob da etwas brauchbares rauskommt und ich klarheit bekomme was meinen Beinen Probleme bereitet.

    Bald kann ich auf mein erstes trockenes Jahr, ich bin recht zuversichtlich, zurück blicken und werde dann die 1000 Tage als nächsten Wegpunkt setzen und danach dann die 10.000, das dürfte dann vielleicht + - auch mit meiner restlebenszeit überein stimmen. Mir geht es jedenfalls momentan gut und ich gehe keine Risiken ein, auch wenn ich manche Dinge anderst sehe oder für manche zu blauäugig mit der Abstinenz umgehe ist mein Weg für mich gerade der richtige, ich nehme mir aber die Einwände oder Ratschläge anderer erfahrener User zu Herzen und denke darüber nach auch wenn das vielleicht manchmal nicht so rüberkommt.


    So jetzt bin ich vom Neurologen zurück und bin ein bisschen schlauer. Meine Nervenleitgeschwindigkeit ist nicht auffällig da ist alles normal. Auf das Thema Alkohol ist er heute aber richtig angesprungen und ich habe nochmal richtig reinen Tisch gemacht, >ich bin Alkoholiker zumindest sehe ich mich so<, ich wurde nach der Menge gefragt und der Dauer des Konsums. Er hat mich richtig befragt und ernst genommen. Am Ende meinte er das es eine Schädigung des Kleinhirns sein könnte worauf das MRT vom Kopf aber auch keine Rückschlüsse gibt, auf jedenfall ist es sehr gut das ich kein "Gift" (seine Worte) mehr konsumiere denn darauf läuft es seiner Meinung nach raus, bzw. es könnte wahrscheinlich die Ursache sein. Er hat mich auch befragt wie es mir geht und war ganz erstaunt über die Reaktion vom Freund (MDF), das ich stolz auf mich sein kann was ich erreicht habe und hat mir noch den Rat gegeben dem Betriebsarzt nicht alles zu beichten bzw. er wird in seiner Diagnose nicht den Alkohol erwähnen.

    Ich denke das reicht mir erstmal und hab mir gleich eine Buttermilch gekauft soll ja gut fürs Gehirn sein...:)

    Gruß R/no

    Ich habe vorgestern ein neues Ritual gestartet, mein Handy offline zu schalten wenn ich mich ins Bett begebe. Die Zeit gehört mir und das tut mir gut.

    Guten Morgen Marc, das mache ich auch schon seit Jahren kann ich nur weiterempfehlen, es tut gut vorm schlafen einen "klaren" Kopf zu haben und nicht die Probleme der Welt mit ins Traumland zu nehmen.

    Mich belastet es, andere belastet es auch. Erwartet wird wahrscheinlich gar nichts, ebenso wie ich nichts dazu erwarte. Ich muss mir da noch Gedanken zu machen ob ich die Situation angehe um mich besser zu fühlen, dann wäre es teilweise egoistisch, oder gehe ich sie an damit andere sich besser fühlen...

    Belaste dich nicht mit solchen Gedanken, du hast schon sehr viel getan konzentriere dich am Anfang nur auf dich selbst falls es möglich ist, alles andere kannst du besser angehen wenn du richtig stabil bist.

    Gruß R/no

    Als ich mal eine fast vier wöchige Alkoholpause gemacht habe die eigentlich auf drei Monate angesetzt war, wurde die durch die Beerdigung eines alten Freundes klassisch beendet. Ich konnte mir damals beim besten Willen nicht vorstellen wie ich das schaffe, ohne Spaß ohne "Lebensqualität" ohne Alkohol, ich hatte ja regelrecht Angst vor einem abstinenten Leben.

    Das war auch noch am Anfang so, die ersten Wochen/Monate als alles noch frisch war. Da war die Angst groß alles zu verlieren, gesundheitlich und familiär, ich glaube sogar ich war nicht weit entfernt von einem Nervenzusammenbruch.

    Wenn ich mich nur auf die Sucht konzentriert hätte und Hund, Katz und Kind in den Hintergrund gedrängt hätte wäre ich jetzt ein griesgrämiger gebrochener Mann, vermutlich sogar noch trocken aber ganz bestimmt nicht glücklich.

    Die Sucht ist unheilbar, sie kann nur gestoppt werden. Sie hat weder Gefühle, noch Moral oder Gnade. Sie trifft genau da, wo ich mich selbst vernachlässige

    Das ist mir bewusst und ich habe es verinnerlicht nur hab ich keine Angst mehr, wieso auch ich bin jahrelang nicht mehr in Kneipen oder auf Feste gegangen und hab das jetzt auch nicht mehr vor nachzuholen aber irgendwann mal kommt man in eine Situation bei der man auch mit Alkohol konfrontiert wird, zum Beispiel im Restaurant, wenn man zufällig auf Bekannte oder Freunde trifft und sie einen an den Tisch winken, ich werde damit klar kommen, ganz sicher. Was ich aber auch ganz sich nicht machen werde, ist in eine Angststarre zu verfallen.

    Das ist keine Überheblichkeit sondern eher das zurückkehrende Selbstbewusstsein. Ich fühle mich auch nicht als wäre ich geheilt oder weißer als andere, überhaupt nicht im Gegenteil, mein Tag fängt immer noch jeden Tag mit dem Forum an und endet meistens auch mit ihm.

    Egal, ob ich meine Prioritäten bei Frau, Kindern, Hund, Katze oder Maus setze oder mich an meiner eigenen Überheblichkeit festklammere, es im Griff zu haben und einfach nicht mehr zu saufen.

    Meine Prioritäten sind definitiv bei FKHKM und meinem eigenen Wohlbefinden und das setzt ja automatisch voraus das ich abstinent bin und zwar glücklich.

    bei dir hört sich abstinenz an als wäre es der gang nach "canossa",

    Sorry das liegt aber eher an meinem literarischen Fähigkeiten, das ist es ja gerade was ich nicht mache oder will, ich habe keinen Angstporno vor Augen.

    Ich lese das jetzt mal durch was noch kam während ich schrieb und melde mich dann nochmal...

    Gruß R/no

    meiner Erinnerung nach war die obige Reihenfolge bei Dir von Anfang an so.

    Ja das stimmt, nur würde ich jetzt nicht mehr saufen. Ich habe meinen Frieden mit mir gemacht und wenn die Beziehung in die Brüche geht dann ist das halt so. Dann stehen aber immer noch meine Jungs an erster Stelle.

    Ich werde später nochmal schreiben, bin noch im Dienst....

    Für mich steht das Trockenbleiben an erster Stelle, aber davon profitiert ja gleichzeitig mein Kind.

    Tja Thalia, es ist meine Meinung und so sieht das bei mir aus, führt aber letztlich zum selben Ziel. Meine Familie ist mir wichtiger und ich bin mir auch sehr wichtig und das steht nun mal an erster Stelle. Jeder kann es ja so machen wie er will.

    Am Anfang war natürlich die Abstinenz das wichtigste inzwischen sehe ich das anderst, 1. Familie 2. Abstinenz alles andere führt jedenfalls bei mir, nicht zum Erfolg und ehrlich gesagt will ich auch kein Sklave meiner Abstinenz sein so wie ich Sklave des Alkohols war. Nein ich bin jetzt frei! Zwar Alkoholiker aber halt frei.

    Ich gehe auch nicht lax damit um, ich bin vorsichtig und pass auf mich auf, inzwischen halt nur ohne Brechstange oder Faust in der Tasche und genauso kommt es mir vor was ich manchmal lese aber das muss ja jeder selber wissen.

    Ihr wisst das ich mich manchmal kompliziert und falsch ausdrücke, ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.

    man bindet seine "trockenheit" an etwas. ob partner, familie, job etc. ...völlig falsch. was mir als erstes beigebracht wurde in der LZ war, dass ihr es "ausschliesslich" für euch selber macht :idea:

    Guten Morgen Eternal/Forum, also so einfach wie du das siehst ist es nicht. Jobwechsel, Familie, Kinder. Das ist nicht einfach so austauschbar. Die Abstinenz steht klar vorne aber nicht an erster Stelle, da steht meine Familie. Wenn ich trinke geht es mir und meiner Familie nicht gut von da her ist trinken nicht gut.

    Wenn man seine Abstinenz über alles andere stellt führt der Weg unweigerlich wieder zur Flasche mMn...glücklich sein sieht für mich anderst aus.

    Um abstinent zu werden muss man natürlich eisern sein da ist es natürlich eine Notwendigkeit sich zu schützen und alle Eventualitäten auszuschließen die wieder zur Flasche führen. Um trocken zu bleiben muss man aber glücklich sein, sonst wird das nichts oder man bleibt halt sein Leben lang ein Gefangener des Alkohols, denn eigentlich würde man ja gerne wieder trinken darf aber nicht.

    Um sich nicht in die Hose zu machen ist es eine Notwendigkeit aufs Klo zu gehen aber das muss ich ja auch wollen, man muss aufstehen und loslaufen wo wir wieder beim "Willen" wären. Mein Wille ist für mich mein Bewusstsein also ICH warum man sich hier so schwer tut und die Worte auf die Goldwaage legt ist mir ein Rätsel.

    Das verwirrt mich jetzt

    Moin Abstinenzler, ich bin auch ein wenig stolz auf meine 10 Monate es ist ja schließlich das erste mal seit ca. 30 Jahren, was Hartmut vermutlich in deinem Fall meint ist, das du dich in Gefahr begeben hast und jetzt stolz darauf bist widerstanden zu haben. Ich könnte ja auch nicht stolz auf mich sein wenn ich es schaffe 6 Stunden im Volksfestzelt mit apfelschorle dem Alkohol zu widerstehen. Um richtig glücklich abstinent zu werden muss es ein normal Zustand werden, wenn man noch stolz ist hat man ja noch nicht seinen Frieden damit gemacht.

    Vorgestern und gestern noch schlimmer kam mir in den Kopf, Saufen, saufen irgendwie möchte ich saufen. Ich dachte scheiße, dir geht es doch dann so schlecht aber trotzdem wollte ich saufen

    Solange du noch solche Gedanken hast musst du mMn jegliches Risiko vermeiden. Ich hatte zum Glück bis jetzt nicht so große Probleme mit dem Saufdruck darum hab ich leicht reden.

    Gruß R/no

    Guten Morgen Manni, auch von mir ein herzliches willkommen. Ich bin sehr gespannt wie es zu den Rückfällen kam uns Frischlingen wird es bestimmt helfen diese Fehler zu vermeiden falls du darüber reden willst.

    Gruß R/no

    Hallo marc01 ,

    Mir ging es am Anfang ähnlich wie dir, da war nur noch Chaos in meinem Kopf, ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst. Hartmut hat alles gesagt was für dich wichtig ist, das kann ich nur bestätigen.

    Wenn du dich schlecht fühlst oder der saufdruck aufkommt dann schreib es dir hier von der Seele. Hier ist immer jemand 24/7 online und hört dir zu.

    Hab keine Angst Du kannst das auch schaffen, dein Vertrauen in dich selbst wird Stück für Stück zurück kommen.

    Gruß R/no

    Daher würde ich da eben sehr gut überlegen und abwägen, bevor eine richtige Freundschaft abstirbt.

    Ich bin mit den Freunden auf der Arbeit schon seit 20 Jahren eng befreundet beim MDF sind es dagegen 5 und ja ich habe nur diese 4 Freunde der Rest läuft bei mir unter Bekanntschaften was aber nicht abwertend klingen soll.

    Ich werde nicht auf ihn zugehen, warum auch. Es gab an dem Abend keinen Vorfall ich bin ja nicht ausfällig geworden oder einen anderen Grund weshalb er mich jetzt schneidet. Seine Frau ist auch manchmal hier (seltener) und sein Sohn durfte auch schon wieder ein paar mal mit meinem Sohn spielen aber er holt ihn nicht mehr ab, in meiner nassen Zeit war die Familie mehrmals die Woche bei uns wir wohnen ja ca. 200 m auseinander und haben auch einen Garten zusammen gekauft.

    Ich glaube es hat eher was mit Alkohol zu tun, ich bin sozusagen nicht mehr attraktiv :), sein Konsum war/ist auch nicht ohne, zwar hat er nie die Countenance verloren aber 10 Stück hat er auch weggesteckt und wir wissen ja das dass nicht ohne ist.

    Irgendwann treffe ich ihn bestimmt im Supermarkt und da wird sich ja zeigen aus welchem Holz er geschnitzt ist 10 Monate sind schon ein Haken da wüsste ich auch nicht was ich meinem "Freund" sagen soll.