R/no - "lauf R/no lauf"

  • Weil es klingeln könnte, oder weil bekannt ist, dass Du Alkoholiker bist?

    Oder denkst Du sogar, dass deswegen nicht geklingelt wird?

    Ja ich denke das es schon viele wissen aber die besten freunde meines kleinen kommen noch zum spielen aber an dem Abend hat nur ein einziges kind geklingelt und das kannte ich nich nicht mal. Es ist kein Problem denn ich bin ja ein Alkoholiker und irgendwann kommt/kam die Stunde der Wahrheit, ich hätte sie mir nur gerne selber ausgesucht. Aber alles gut, wenn ich mal merke das man mir gegenüber unsicher wird oder ich Gerüchte aufschnappe muss ich halt klartext reden. Im Grunde genommen ist es gut so, mir ist auch egal wer da geplaudert hat, nur falls es der MDF war wäre ich ein wenig enttäuscht, er meidet mich jetzt seit 10 Monaten als hätte ich Lepra :)

    Ich möchte ja nicht der Gute-Laune Spielverderber sein, aber bis dahin sind es noch 2 ganze Monate.

    Ja da hast du recht, ich werde aber auf keine Weihnachtsmärkte oder ähnliches gehen. Das mit dem hochkonsum stimmt natürlich, das war bei mir natürlich auch so. Ich werde auf jedenfall die Augen offen halten und die Gefahren so gut wie möglich minimieren.

    Hartmut hat auch in einem Faden (weiß nicht mehr welcher) geschrieben das man sich so ein Hintertürchen offen lässt wenn man keinen Tabula rasa macht und das sehe ich inzwischen auch so. Auf der Arbeit wissen es nur drei wirklich gute Freunde und da ich im öffentlichen Dienst bin werde ich so handhaben wie Carl Friedrich .

    Einmal editiert, zuletzt von R/no (4. November 2025 um 17:43)

  • Hallo R/no

    ich schreibe Dir das mal frei von der Leber weg, weil ich es bereits mehrmals bei Dir las... (aber mit dem Phänomen biste nicht allein).

    ich denke das es schon viele wissen

    Es ist DEINE Annahme. Du kannst es nicht wissen! Höchstens vermuten, ahnen...

    So ist das auch mit Deinem Kumpel!

    Ich achte sehr, sehr genau auf mein Bauchgefühl und liege damit oft auch richtig. Trotzdem bleibt es nur meine Annahme - ein Gefühl, kein Wissen.

    Wenn mir jemand so wichtig wäre, wie der schon oft genannte MDF, dann würde ICH eben nicht nur auf mein Bauchgefühl hören sondern entweder:
    Der Sache auf den Grund gehen - durch ein Gespräch und das klärende Reden über das "Problem".
    Oder aber:
    Wenn alle "Indizien" meine Annahme untermauern - würde einen fetten Haken unter die Sache machen - und dann aber nicht mehr drüber grübeln.

    Einmal editiert, zuletzt von Oskar (4. November 2025 um 18:23)

  • Nachdem ich mit geoutet habe, durfte ich sehr schnell feststellen, dass das die Leute viel weniger interessiert als ich dachte.

    Für mich ist es ein großes Ding. Den meisten anderen ist es egal.

    Bei uns hat auch keiner geschellt. ^^

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ich freue mich wirklich sehr auf mein erstes Jahr ohne Alkohol, es ist für mich wie ein Markstein in meinem Leben. Mir ist aber auch bewusst das ich am 1.1.26 immer noch ein Alkoholiker bin und das dass so bleiben wird. Es ist mein erstes Jahr ohne Alk seit ich trinke und mir geht es so gut wie noch nie, zumindest geistig, meine Beinprobleme werden langsam aber immer besser und am 13.11 hab ich den nächsten Termin beim Neurologen zum messen der Nervenkeitgeschwindigkeit, danach werde ich hoffentlich mehr über meine Erkrankung/Problem wissen.

    Ein User/in hat geschrieben das eine Dose Sekt im Atelier gefunden wurde, das hat mich gleich an meinen Werkzeugschuppen im Garten erinnert. Ich hab mir vorgestellt wie ich ein kleinteil suche, ein Fräser oder sowas und dann auf eine Dose GT oder Bier stoße. Das sind so Dinge auf die man ohne das Forum schlecht vorbereitet wäre. Ich denke zwar nicht das ein Problem geworden wäre aber einen richtig üblen Moment mit jeder Menge Flashbacks hätte es auf jedenfall gegeben, das Suchthirn hätte wahrscheinlich sein ganzes Repertoire vorgetragen. Ich bin mir zwar zu 99,9% sicher das da kein Alkohol mehr ist aber man weiß ja nie...

  • Hi Ihr,

    Für mich ist es ein großes Ding.

    Für mich ist es auch ein großes Ding. Oder genauer meine wichtige Entscheidung meine schwere Erkrankung zum Stoppen zu bringen. Das outen selbst war für selbst war für mich kein großes Ding. Allerdings hatte ich auch den Vorteil, dass ich bei meiner anderen schweren Erkrankung Depression gelernt hatte, dass das outen Selbstschutz und proaktiv eine Erklärung für Verhaltensänderungen von mir sind. Das war für mich also nichts Neues. Und auch bei meinen Depressionen hatte das outen für mich keine negativen Folgen.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kazik (4. November 2025 um 19:57)

  • Auf der Arbeit wissen es nur drei wirklich gute Freunde

    Und es wissen dann sicherlich noch mehr. Warum sollten sie eisern schweigen? Solche Geschichten wie Suff oder "Verhältnisse" sind doch die interessantesten Geschichten in einer Behörde oder einem Betrieb.


    ;)Selbstverständlich alles unter dem Siegel der eisernen Verschwiegenheit, das letztlich eine Garantie für das Weitertragen ist. Du dürftest die Katze bereits aus dem Sack gelassen, nur bist Dir dessen noch nicht wirklich bewusst. ;)

  • Und es wissen dann sicherlich noch mehr.

    Das kann ich kategorisch ausschließen, wenn jemand mein Freund ist wie die drei dann bleibt das auf der Arbeit ein Geheimnis, dazu kennen wir uns schon zulange und auch wenn, es sind ja keine Stechwarzen im Intimbereich oder irgendwas unappetitliches, ich bräuchte mich ja deswegen nicht zu schämen.

    Ich weiß was du meinst aber wir sind wirklich sehr verbrüdert das wird nicht passieren und gerade auf der Arbeit hätte ich das schon längst bemerkt und jeder da weiß jetzt inzwischen das ich aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol mehr trinke also ich hab da keine Bedenken, ich war ja nicht auf Therapie oder "Kur" worauf hin sich dann manche ihren Teil zusammen gereimt hätten.

    Es ist DEINE Annahme. Du kannst es nicht wissen! Höchstens vermuten, ahnen...

    So ist das auch mit Deinem Kumpel!

    Ich achte sehr, sehr genau auf mein Bauchgefühl und liege damit oft auch richtig. Trotzdem bleibt es nur meine Annahme - ein Gefühl, kein Wissen.

    Hallo Oskar mit meinem Bauchgefühl geht es mir so wie Dir aber ich werde und will keine Zeit investieren um herauszufinden wer was wem gesagt hat. Ich geh meinen Weg und wer Fragen hat wird Antworten erhalten so nehme ich mir das im privaten Leben vor, auf der Arbeit wird es kein Problem werden, es könnte höchstens als Gerücht kursieren aber meine Geschichte ist auch wasserdicht.

  • Was die Leute so allgemein über mich denken, ist mir inzwischen ziemlich egal. Hat auch mit einer gewissen "Reifung" zu tun. Da will ich meistens überhaupt gar nichts herausfinden und denke mir meinen Teil - oder auch nicht.

    Beim Thema Freunde sehe ich es 1:1 wie Du. Wen ich wirklich Freund nenne, der ist es auch - und der hat mein volles Vertrauen - und das bricht er üblicherweise nicht. Langer Ausleseprozess...

    Du hast einen interessanten neuen Avatar. Ein Baum mit einem kräftigen Herzwurzelsystem. Für mich ein Sinnbild für Standhaftigkeit und Lebenskraft. Es gibt immer ein Wechselspiel zwischen Wurzelmasse in der Erde und grüner Masse an Ästen oberhalb. Kappt man Wurzeln, dann kümmern Astpartien oder sterben ab...
    So im übertragenen Sinne gehören alte Freunden zu unseren wichtigsten Wurzeln. Daher würde ich da eben sehr gut überlegen und abwägen, bevor eine richtige Freundschaft abstirbt.

  • Daher würde ich da eben sehr gut überlegen und abwägen, bevor eine richtige Freundschaft abstirbt.

    Ich bin mit den Freunden auf der Arbeit schon seit 20 Jahren eng befreundet beim MDF sind es dagegen 5 und ja ich habe nur diese 4 Freunde der Rest läuft bei mir unter Bekanntschaften was aber nicht abwertend klingen soll.

    Ich werde nicht auf ihn zugehen, warum auch. Es gab an dem Abend keinen Vorfall ich bin ja nicht ausfällig geworden oder einen anderen Grund weshalb er mich jetzt schneidet. Seine Frau ist auch manchmal hier (seltener) und sein Sohn durfte auch schon wieder ein paar mal mit meinem Sohn spielen aber er holt ihn nicht mehr ab, in meiner nassen Zeit war die Familie mehrmals die Woche bei uns wir wohnen ja ca. 200 m auseinander und haben auch einen Garten zusammen gekauft.

    Ich glaube es hat eher was mit Alkohol zu tun, ich bin sozusagen nicht mehr attraktiv :), sein Konsum war/ist auch nicht ohne, zwar hat er nie die Countenance verloren aber 10 Stück hat er auch weggesteckt und wir wissen ja das dass nicht ohne ist.

    Irgendwann treffe ich ihn bestimmt im Supermarkt und da wird sich ja zeigen aus welchem Holz er geschnitzt ist 10 Monate sind schon ein Haken da wüsste ich auch nicht was ich meinem "Freund" sagen soll.

  • aber 10 Stück hat er auch weggesteckt

    Da hat er ja schon eine ordentliche Alkoholtoleranz aufgebaut. Das schafft ein "Normalo" gar nicht ohne unter dem Tisch zu liegen (oder schlimmeres).

    Kann auch sein, dass ihm seine Frau Vorhaltungen macht und Dich als Beispiel, wie man es besser macht, heranzieht. Jetzt hat sie es ja bei Dir gesehen. Alles möglich. Ich denke, es ist ihm einfach mächtig unangenehm. Wäre es mir auch gewesen.

    Ich habe bei meinem besten Freund nie mehr nachgefragt. Er ist halt nasser Alkoholiker und das passt nicht mehr. Da braucht es keine Erklärung mehr.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald damit abschließen kannst.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Guten Morgen,

    Gestern ist ein Kollege nach 40 Jahren in Rente gegangen mit der üblichen Feier. . Ich hatte das nicht mehr auf dem Schirm und bin quasi überrascht worden. Ich musste eine halbe Stunde lang mit trinkenden Menschen verbringen und auf das offizielle Dienstende warten, Triggermomente 0%, meine Gedanken waren absolut klar, fragen ob ich ein Bier möchte wurden ohne seufzen mit >Nein danke ich trinke doch keinen Alkohol mehr< beantwortet und ich hab mich dann zügig aber sehr herzlich von ihm verabschiedet, die Kinder als Vorwand genutzt und hab die Feier dann ohne Wehmut frühzeitig verlassen.

    Heute hab ich auch meinen Termin beim Neurologen zum messen der Nervenleitgeschwindigkeit, ich bin wirklich gespannt ob da etwas brauchbares rauskommt und ich klarheit bekomme was meinen Beinen Probleme bereitet.

    Bald kann ich auf mein erstes trockenes Jahr, ich bin recht zuversichtlich, zurück blicken und werde dann die 1000 Tage als nächsten Wegpunkt setzen und danach dann die 10.000, das dürfte dann vielleicht + - auch mit meiner restlebenszeit überein stimmen. Mir geht es jedenfalls momentan gut und ich gehe keine Risiken ein, auch wenn ich manche Dinge anderst sehe oder für manche zu blauäugig mit der Abstinenz umgehe ist mein Weg für mich gerade der richtige, ich nehme mir aber die Einwände oder Ratschläge anderer erfahrener User zu Herzen und denke darüber nach auch wenn das vielleicht manchmal nicht so rüberkommt.


    So jetzt bin ich vom Neurologen zurück und bin ein bisschen schlauer. Meine Nervenleitgeschwindigkeit ist nicht auffällig da ist alles normal. Auf das Thema Alkohol ist er heute aber richtig angesprungen und ich habe nochmal richtig reinen Tisch gemacht, >ich bin Alkoholiker zumindest sehe ich mich so<, ich wurde nach der Menge gefragt und der Dauer des Konsums. Er hat mich richtig befragt und ernst genommen. Am Ende meinte er das es eine Schädigung des Kleinhirns sein könnte worauf das MRT vom Kopf aber auch keine Rückschlüsse gibt, auf jedenfall ist es sehr gut das ich kein "Gift" (seine Worte) mehr konsumiere denn darauf läuft es seiner Meinung nach raus, bzw. es könnte wahrscheinlich die Ursache sein. Er hat mich auch befragt wie es mir geht und war ganz erstaunt über die Reaktion vom Freund (MDF), das ich stolz auf mich sein kann was ich erreicht habe und hat mir noch den Rat gegeben dem Betriebsarzt nicht alles zu beichten bzw. er wird in seiner Diagnose nicht den Alkohol erwähnen.

    Ich denke das reicht mir erstmal und hab mir gleich eine Buttermilch gekauft soll ja gut fürs Gehirn sein...:)

    Gruß R/no

  • Was mir aufgefallen ist war seine erste Reaktion, es ist zuerst schon ein Unterschied ob man eine Therapie gemacht hat oder am 1.1. aufgehört hat Alkohol zu trinken weil man sich als Alkoholiker betrachtet.

    Er meinte dann >jetzt mal Butter bei die Fische< und ich hab ihm alles nochmal haarklein erzählt, vom ersten Suff mit 13 bis zum 1.1.25, die Menge und was ich konsumiert habe etc. erst dann hat er mir geglaubt das ich Alkoholiker bin.

  • Hi R/no ,

    freut mich das der Termin mit dem Neurologen gut und gründlich war. Das überschreibt dann ja vielleicht Deine negativen Erfahrungen mit Deiner Hausärztin.;)

    Und den Rat mit dem Betriebsarzt finde ich auch gut.

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • freut mich das der Termin mit dem Neurologen gut und gründlich war. Das überschreibt dann ja vielleicht Deine negativen Erfahrungen mit Deiner Hausärztin. ;)

    Hallo Kazik, ja der Neurologe hat gestern einen guten Job gemacht auch wenn ich jetzt nicht schlauer bin wie davor. Das mit dem Betriebsarzt ist doch nur eine Bestätigung das ich nicht so falsch liege mit meiner Einschätzung der Halbgötter in Weis, als ich meinte der Betriebsarzt hätte ja auch Schweigepflicht hat er nur die Augenbrauen hoch gezogen und meinte er schreibt nichts bzgl. Alkohol in den Bericht.

    Auf jedenfall ist er richtig auf die Erkrankung eingegangen und hat mir gut zugesprochen.

  • Für mich hat diese Arztgeschichte aber vorläufig erstmal ein Ende, ich bin Alkoholiker mit oder ohne Nervenerkrankung oder irgend einem Schaden am Kleinhirn. Ändern kann ich es sowieso nicht mehr und deshalb schaue ich besser nach vorne und versuche meine motorischen Probleme wieder in den Griff zu bekommen so gut es geht. Ich möchte nicht darüber nachdenken was sein könnte und von Pontius zu Pilatus rennen nur um danach genauso schlau zu sein wie davor. Es ist besser nach vorne zu schauen und die Sache im Auge zu behalten, zum Arzt kann ich ja immer wieder.

    Ansonsten hab ich meine raucherei schon ziemlich eingeschränkt, ich rauche auf der Arbeit überhaupt nicht mehr und werde am ersten Geburtstag hoffentlich ganz damit abschließen können. Ich hab mir ja immer mal wieder gerne Energydrinks gekauft von der Marke ohne Alk was ich jetzt aber auch nicht mehr mache nachdem ich einen Artikel über die enthaltenen Zuckerarten und ihre Auswirkungen auf die Leber gelesen hatte und meine Söhne müssen ja auch nicht sehen was für eine Plörre ich mir da hinter die Binde kippe bzw. gekippt habe.

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