Beiträge von Wichtelmama

    Wie geht es dir damit, wenn die Kinder bei ihm sind? Kontrollierst du vorher ob er was getrunken hat oder gehen die Kinder einfach so zu ihm.

    Wie sollte ich ihn kontrollieren?
    Ich merke ja an der Tür wie die Stimmung ist. Davon mal abgesehen kann er ja auch trinken sobald er allein mit den Kindern ist.
    Es ist ja auch nicht verboten zu trinken. Die Frage ist dann nur immer, wie viel wird getrunken und ist derjenige noch in der Lage gut aufzupassen.


    Wie es sich bei euch entwickelt kann ja niemand sagen, das bleibt abzuwarten. Ich weiß, dass man sich tausend Gedanken in alle Richtungen macht. Aber alles zu Zerdenken bringt nichts. Abwarten wie es sich entwickelt. Was wirklich hilft ist ein gutes soziales Netzwerk, dass im Zweifel mal einspringen kann wenn man Hilfe braucht(wie halt bei allen Alleinerziehenden auch ohne Suchtprobleme).

    Im Kindergarten- und Grundschulalter, ähnlich wie bei dir.
    Das große Kind hat den Papa anfangs sehr vermisst, im Moment möchte es kaum noch zum Vater. Ich vermute dort sind einige Dinge vorgefallen, Äußerungen und Abwertungen, Verhaltensweisen etc. Vermisst ihn aber auch, natürlich auch die „intakte“ Familie.

    Das kleine Kind geht gerne zum Vater. Die machen halt Papa Sachen, ist klasse für das Kind. Die beiden haben etwas mehr Kontakt, daher ist das Vermissen nicht ganz so arg.

    Die Kinder vermissen den Vater insgesamt mal mehr mal weniger. Je nach Lebensphase. Insgesamt tut sich das große Kind mit der Trennung schwerer, es ist sensibler.

    Nein, ich vermisse ihn nicht. Ich bin froh meine Ruhe zu haben. Die Zeit zum Schluss bis zum Auszug war aber auch wirklich schlimm.

    Er ist jetzt ein anderer Mensch. Ob jetzt durch den Alkohol, durch Lebensumstände oder das Lebensalter an sich. Ich habe mich auch verändert. Es passt einfach nicht. Vor allem passen mir seine Einstellungen nicht. Da gibt es nichts zu vermissen. Wir kommen meistens gut miteinander aus, helfen uns gegenseitig. Das passt so ganz gut.

    Finanziell war es bei mir anfangs auch echt knapp. Es gibt aber Hilfen. Irgendwie geht’s immer. Aber ja, vorher war es finanziell natürlich deutlich entspannter.

    Ich kenne das gut mit den tausend Gefühlen, dem Gefühlswechsel, der Trauer und der Wut. Das ist auch völlig in Ordnung, das gehört dazu. Das wird mit der Zeit besser. Ich habe mindestens ein halbes Jahr gebraucht, um wieder halbwegs in der Spur zu sein. Jetzt nach einem Jahr geht es mir wieder gut. Ich bin in vielen Dingen deutlich entspannter.

    Alles braucht seine Zeit. Auch die Loslösung vom Alkoholiker.

    Mit einer Trennung endet natürlich auch die gemeinsame Zukunft, gemeinsame Pläne und Ziele. Ich denke das spielt auch immer eine Rolle. Man hat sich zusammen etwas aufgebaut und will natürlich lieber sein rosarotes Schloss weiterträumen.
    Plötzlich steht man da und die gemeinsamen Zukunftspläne sind weg. Das ist echt hart.

    Ich bin jetzt seit einem Jahr mit den Kindern ausgezogen. Die Finanzen sind natürlich jetzt deutlich schlechter. Die Zukunft? Keine Ahnung. Hier kann ich mir nichts leisten, Immobilien sind unerschwinglich. Wegziehen auch keine Option. Wir werden sehen was kommt.


    ABER: alles ist noch deutlich besser als mit einem nassen Alkoholiker unter einem Dach zu leben! Gerade die emotionale Abwesenheit oder auch die schwankende Gemütslage ist für die Kinder Gift. So sollten sie nicht aufwachsen müssen.
    Und was haben sie von einem Vater, der zwar körperlich anwesend ist, aber sonst auch nichts weiter bzw. sich ständig zurückzieht.

    wäre er trocken geworden nach unserem Auszug, hätte es mich zumindest für die Kinder sehr gefreut und sie hätten endlich einen zuverlässigen Vater gehabt. Die eigenen Gefühle und Emotionen( und davon gab und gibt es reichlich, man hat ja viel mit seinem Alkoholiker erlebt), darf man dann ruhig auf die Seite schieben und an anderer Stelle rauslassen.

    Ich würde das nicht kommunizieren. Warum auch?! Sollte der Fall der Fälle eintreten, musst du im Zweifel eh handeln und das Auffangnetz aktivieren. Das wird er dann schon merken.

    Ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich habe aber Gott sei Dank Rückhalt beim Arbeitgeber und eben auch besagtes Auffangnetz.

    Mit der Zeit finden sich die Dinge und auch die Wege. Ich habe meine Arbeitszeiten z.B. komplett verändern müssen.

    Liebe Sonnenschein,

    es freut mich sehr, dass deine Kinder die Abschlüsse gemeistert haben. Es klingt doch wirklich schön, dass eurer Leben langsam mehr Normalität bekommt.
    Es dauert alles seine Zeit, bis die geschehenen Dinge verarbeitet sind. Vieles wird auch sicher nach vielen Jahren noch immer wieder aufploppen.

    Ich denke du und die Kinder gehen da den richtigen Weg. Hilfe suchen und annehmen. Das ist viel wert und sehr hilfreich bei der Bewältigung der entstandenen Probleme.

    Zum Thema Dating und sich selbst finden. Nach den ganzen Jahren im Stress braucht es einfach Zeit. So zumindest geht es mir. Ich hab das Gefühl, dass ich erst jetzt, nach über einem Jahr Auszug, langsam wieder bei mir selbst ankomme. Ich habe weder Platz noch Raum für jemand anderes(gut, meine Kinder sind auch noch kleiner und fordern mich genug). Ich genieße einfach meine Freiheit. Das ist so viel Wert!

    Dieser Krampf im Bauch, die schnelle Atmung,

    Das konnte ich beim Lesen fast körperlich fühlen. Das tut mir sehr leid für dich. Solche Gefühle überkommen einen einfach, ob man will oder nicht.
    Aber lass dir bitte nichts einreden, also von dir selbst. Dein Ex hatte genug Chancen. Er hätte ein anderes Leben haben können.
    Du hast dich und die Kinder vor diesem Abgrund gerettet, das einzig Richtige. Dein Ex ist für sich selbst verantwortlich.

    Ich hoffe du kannst auch nachts bald wieder mehr zur Ruhe finden. Wenn die Scheidung durch ist, kehrt vielleicht auch nochmal ein wenig mehr Frieden ein. Wieder ein Kapitel mehr, dass abgeschlossen ist. Ich drücke dir die Daumen.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Liebe Silberstreifen,

    du hast alles richtig gemacht, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Mir geht es ähnlich. Mein Ex-Mitbewohner wollte auch nicht ausziehen, also sind wir einen Ort weiter. Auch meine Kinder vermissen das alte Zuhause sehr. Besonders das große Kind. Auch ich habe so oft Gewissensbisse. Wegen vielen Entscheidungen. Man kann es nicht ändern, wir haben es uns ja nicht bewusst so ausgesucht.

    Außenstehende können (und wollen) die Situation oft gar nicht verstehen. Niemand weiß wie es ist mit einem Alkoholiker zu leben(wenn nicht selbst mitgemacht).

    Es gibt genug Unwissende. Lass dich nicht beirren. Niemand weiß wie das Leben kommt. Man kann nur immer für den Moment das Beste aus der Situation machen.

    Liebe releaseme,

    herzlichen Glückwunsch zu eurem neuen Heim! Das ist doch ein toller Start in ein neues besseres Leben! Du wirst es dir und den Kindern langsam ganz gemütlich machen. Nichts muss von Anfang an perfekt sein, Schritt für Schritt. Und du hast doch tatkräftige Unterstützung vor Ort.

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Mir ging es bei meinem Auszug auch ähnlich. Es ist ein Riesen Schritt, eine Tür die endgültig zugemacht wird. Dabei hatte man doch eigentlich andere Pläne für die Zukunft, eine gemeinsame Zukunft als Familie.

    Das ist schon ein dicker Kloß der in der Magengegend liegt. Mir ging es erst besser, als wir endlich in der eigenen Wohnung angekommen sind, alle Sachen dort waren und ich beginnen konnte abzuschließen. Das dauert seine Zeit, nichts geht von jetzt auf gleich.

    Am Anfang hatten wir übrigens nichtmal einen Tisch. Wir haben einige Zeit auf einem Umzugskarton gegessen. Die Kinder fanden das super! Geschlafen haben wir auf Matratzen am Boden. War gar kein Problem!

    Jetzt 1 Jahr nach Auszug kann ich sagen: die Welt ist noch immer nicht rosa, das wird sie auch lange nicht werden. Der Alkohol ist weiterhin Bestandteil unserer Welt, denn der Vater der Kinder säuft ja weiter. Mal mehr, mal weniger. Solange der Kontakt besteht, werden wir Teil davon sein. Aber wenigstens sind wir dem nicht mehr täglich ausgesetzt! Das ist viel wert.

    Liebe releasme, irgendwann wirst du den Punkt erreichen, wo du nicht mehr hadern musst mit deiner Entscheidung zum Auszug. Es braucht nur alles seine Zeit.

    Liebe Grüße

    Liebe Sonnenschein,

    du hast schon so viel durchgemacht, du warst und bist unglaublich stark. Schritt für Schritt vorwärtsgehen und den Kopf über Wasser halten ist doch gut nach allem was ihr durchgemacht habt. Mehr kannst du doch nicht von dir verlangen. Ein langer Prozess, alles kommt zu seiner Zeit. Du durchlebst gerade so viele Gefühle, so vieles will verarbeitet werden, wie könnte man da keine Federn lassen. Und ja, sowas verändert einen und macht was mit einem.

    Auch die Trauer ist ein Prozess und braucht ihren Raum, Wut gehört übrigens auch zu den Trauerphasen. Du darfst wütend sein, solange du es brauchst. Ob du dann letztendlich vergeben möchtest, wird sich zeigen. Aber gib dir und deinen Gefühlen Zeit um alles zu verarbeiten.

    Es werden sich neue Wege ergeben, da bin ich mir sicher. Ich wünsche es euch von Herzen! Wege die wieder etwas mehr Glück und Zufriedenheit bringen.

    Liebe releaseme,

    ich wünsche dir viel Kraft für morgen. Das schaffst du jetzt auch noch! Danach könnt ihr hoffentlich dann wieder etwas zur Ruhe kommen.
    Die Schuldzuweisungen und Schuldumkehr kenne ich. Mir wird vom Ex auch immer vorgehalten, dass ich ja unbedingt ausziehen wollte. Die Gründe für den Auszug werden gekonnt ignoriert. Und ein paar andere Dinge.

    Lass dich nicht beirren! Du bist auf dem richtigen Weg. Alles Gute dir!

    Hallo Baerenmama,

    du kannst auf der Seite von nacoa nach Literatur schauen. Dort gibt es auch Bücher für die Kleinen, wie z.B. Nono im Taumeltraumel.

    Ich rede mit meinen Kindern über das Thema Alkohol, sie sind jetzt aber auch schon etwas älter wie deine. Kinder bekommen viel mit, können es aber nicht einordnen. Besonders das wechselhafte Verhalten des Suchtkranken Elternteils ist schwer zu verstehen. Kinder beziehen sowas gern auf sich und suchen das Problem bei sich selbst.
    Ich persönlich finde, man sollte ehrlich und kindgerecht mit den Kindern sprechen und nichts verheimlichen. Eine wie ich finde, nicht sehr leichte Gradwanderung.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Er will seine Sachen nicht holen, weil er will in die Wohnung zurück. Wenn ich will, mit mir. Ansonsten könnte ich ja auch ausziehen und er bleibt mit den Kindern in der Wohnung.

    Ok, das ist natürlich eine ganz andere Hausnummer. Wenn mich nicht alles täuscht, hat er nach einem halben Jahr oder Jahr nach Auszug glaube eh kein Recht mehr in die Wohnung zurückzukehren. Und so wie er sich benimmt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass er jemals das Recht zum Zurückzug bekommt.

    Diese ganze Hinhaltetaktik ist aber wirklich zermürbend. Ich kann dich verstehen mit seinen Sachen. Noch mehr Reibungspunkte braucht keiner von euch.
    Aber irgendwann will man ja auch einfach mal abschließen mit dem ganzen Mist.

    Kannst du da nicht verlangen, dass er die Kinder nur unter Aufsicht sehen darf.

    Solange die Kinder nur ein paar Stunden unter Tags bei ihm sind, reißt er sich zusammen. Das letzte Mal waren sie über Nacht bei ihm. Da ist es natürlich dann immer schwer zu schauen, was dort passiert. Oft erzählen die Kinder auch erst Wochen später, dass der Papa wieder so fest geschlafen hat, dass er nicht aufgewacht ist😕.Sollte er das nächste Mal offensichtlich betrunken sein, werde ich die Kinder wieder mitnehmen. Mehr kann ich nicht tun.

    Ab und an sind die Kinder bei ihm, wenn ich arbeiten muss, sie bleiben dann über Nacht. Ich muss schauen wie es sich entwickelt. Das ist wieder dieser Eiertanz wie vorher, als wir noch zusammen gewohnt haben. Nur habe ich dort mehr Kontrolle und Aufsicht/Übersicht gehabt.

    LG

    Hast du den Anwalt mal gefragt, ob du seine Sachen aufbewahren musst? Gibt es da keine Fristen oder sowas? das ist ja wirklich lästig. Dinge mit denen man sich gar nicht beschäftigen mag. Genauso wie das Ding mit dem Schlüssel. Nach all dem, was bei euch schon passiert ist, würde mich das wohl immer etwas beunruhigen.

    Leid tut es mir für die Kinder. Die stehen ja so zwischen den Stühlen. Ich kann sie schon verstehen, ist ja der Papa. Egal was er getan hat. Kinder sind loyal. Aber ich denke auch das wird sich irgendwann ändern. Er tut zumindest alles dafür.

    Ich hoffe die Lage beruhigt sich bald bei euch wieder. Es klingt zumindest alles sehr zeitraubend. Aber deine Kinder werden es dir danken(und du dir selber auch).

    Ich finde es noch immer erschreckend, wie sehr eine Familie unter der Sucht eines einzelnen leiden kann. Auch lange nach der Trennung noch.

    Uns geht es gut. Ich habe mich mit dem Ex-Mitbewohner gut arrangiert. Er reißt sich zusammen, wenn wir uns sehen.
    Nur das eine Mal, als die Kinder bei ihm waren, war er stockbesoffen. Ich muss mir da noch überlegen, wie ich das in Zukunft handhaben werde. Es bleibt abzuwarten, wie sich sein Trinkverhalten entwickelt.

    Insgesamt muss ich sagen, fühle ich mich endlich wieder wie ein normaler Mensch. Also meistens. Der Alkohol hat keinen so hohen Stellenwert mehr in unserem Leben, aber er ist immer wieder präsent. Das Erlebte kann man nicht so einfach vergessen. Und bei den Kontakten die wir haben, schaue ich immer ganz genau hin, höre hin wie sein Zustand gerade ist. Sowas kann man nicht abschalten.

    LG

    Hallo Sonnenschein,

    kannst du deinen Noch-Mann nicht blockieren auf allen Kanälen oder wie schafft er es, dass er euch noch immer so zusetzen kann? Ich finde es wirklich furchtbar. Du hast schon so viel Mist durchmachen müssen. Ich hoffe so sehr für euch drei, dass ihr bald mal zur Ruhe kommen könnt.

    Ich schick dir ein großes Paket Krafg und Nerven. Und Schoki, die geht immer🫣