Beiträge von Wichtelmama

    Liebe Sonnenschein,

    du hast schon so viel durchgemacht, du warst und bist unglaublich stark. Schritt für Schritt vorwärtsgehen und den Kopf über Wasser halten ist doch gut nach allem was ihr durchgemacht habt. Mehr kannst du doch nicht von dir verlangen. Ein langer Prozess, alles kommt zu seiner Zeit. Du durchlebst gerade so viele Gefühle, so vieles will verarbeitet werden, wie könnte man da keine Federn lassen. Und ja, sowas verändert einen und macht was mit einem.

    Auch die Trauer ist ein Prozess und braucht ihren Raum, Wut gehört übrigens auch zu den Trauerphasen. Du darfst wütend sein, solange du es brauchst. Ob du dann letztendlich vergeben möchtest, wird sich zeigen. Aber gib dir und deinen Gefühlen Zeit um alles zu verarbeiten.

    Es werden sich neue Wege ergeben, da bin ich mir sicher. Ich wünsche es euch von Herzen! Wege die wieder etwas mehr Glück und Zufriedenheit bringen.

    Liebe releaseme,

    ich wünsche dir viel Kraft für morgen. Das schaffst du jetzt auch noch! Danach könnt ihr hoffentlich dann wieder etwas zur Ruhe kommen.
    Die Schuldzuweisungen und Schuldumkehr kenne ich. Mir wird vom Ex auch immer vorgehalten, dass ich ja unbedingt ausziehen wollte. Die Gründe für den Auszug werden gekonnt ignoriert. Und ein paar andere Dinge.

    Lass dich nicht beirren! Du bist auf dem richtigen Weg. Alles Gute dir!

    Hallo Baerenmama,

    du kannst auf der Seite von nacoa nach Literatur schauen. Dort gibt es auch Bücher für die Kleinen, wie z.B. Nono im Taumeltraumel.

    Ich rede mit meinen Kindern über das Thema Alkohol, sie sind jetzt aber auch schon etwas älter wie deine. Kinder bekommen viel mit, können es aber nicht einordnen. Besonders das wechselhafte Verhalten des Suchtkranken Elternteils ist schwer zu verstehen. Kinder beziehen sowas gern auf sich und suchen das Problem bei sich selbst.
    Ich persönlich finde, man sollte ehrlich und kindgerecht mit den Kindern sprechen und nichts verheimlichen. Eine wie ich finde, nicht sehr leichte Gradwanderung.

    Liebe Grüße, Wichtelmama

    Er will seine Sachen nicht holen, weil er will in die Wohnung zurück. Wenn ich will, mit mir. Ansonsten könnte ich ja auch ausziehen und er bleibt mit den Kindern in der Wohnung.

    Ok, das ist natürlich eine ganz andere Hausnummer. Wenn mich nicht alles täuscht, hat er nach einem halben Jahr oder Jahr nach Auszug glaube eh kein Recht mehr in die Wohnung zurückzukehren. Und so wie er sich benimmt, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass er jemals das Recht zum Zurückzug bekommt.

    Diese ganze Hinhaltetaktik ist aber wirklich zermürbend. Ich kann dich verstehen mit seinen Sachen. Noch mehr Reibungspunkte braucht keiner von euch.
    Aber irgendwann will man ja auch einfach mal abschließen mit dem ganzen Mist.

    Kannst du da nicht verlangen, dass er die Kinder nur unter Aufsicht sehen darf.

    Solange die Kinder nur ein paar Stunden unter Tags bei ihm sind, reißt er sich zusammen. Das letzte Mal waren sie über Nacht bei ihm. Da ist es natürlich dann immer schwer zu schauen, was dort passiert. Oft erzählen die Kinder auch erst Wochen später, dass der Papa wieder so fest geschlafen hat, dass er nicht aufgewacht ist😕.Sollte er das nächste Mal offensichtlich betrunken sein, werde ich die Kinder wieder mitnehmen. Mehr kann ich nicht tun.

    Ab und an sind die Kinder bei ihm, wenn ich arbeiten muss, sie bleiben dann über Nacht. Ich muss schauen wie es sich entwickelt. Das ist wieder dieser Eiertanz wie vorher, als wir noch zusammen gewohnt haben. Nur habe ich dort mehr Kontrolle und Aufsicht/Übersicht gehabt.

    LG

    Hast du den Anwalt mal gefragt, ob du seine Sachen aufbewahren musst? Gibt es da keine Fristen oder sowas? das ist ja wirklich lästig. Dinge mit denen man sich gar nicht beschäftigen mag. Genauso wie das Ding mit dem Schlüssel. Nach all dem, was bei euch schon passiert ist, würde mich das wohl immer etwas beunruhigen.

    Leid tut es mir für die Kinder. Die stehen ja so zwischen den Stühlen. Ich kann sie schon verstehen, ist ja der Papa. Egal was er getan hat. Kinder sind loyal. Aber ich denke auch das wird sich irgendwann ändern. Er tut zumindest alles dafür.

    Ich hoffe die Lage beruhigt sich bald bei euch wieder. Es klingt zumindest alles sehr zeitraubend. Aber deine Kinder werden es dir danken(und du dir selber auch).

    Ich finde es noch immer erschreckend, wie sehr eine Familie unter der Sucht eines einzelnen leiden kann. Auch lange nach der Trennung noch.

    Uns geht es gut. Ich habe mich mit dem Ex-Mitbewohner gut arrangiert. Er reißt sich zusammen, wenn wir uns sehen.
    Nur das eine Mal, als die Kinder bei ihm waren, war er stockbesoffen. Ich muss mir da noch überlegen, wie ich das in Zukunft handhaben werde. Es bleibt abzuwarten, wie sich sein Trinkverhalten entwickelt.

    Insgesamt muss ich sagen, fühle ich mich endlich wieder wie ein normaler Mensch. Also meistens. Der Alkohol hat keinen so hohen Stellenwert mehr in unserem Leben, aber er ist immer wieder präsent. Das Erlebte kann man nicht so einfach vergessen. Und bei den Kontakten die wir haben, schaue ich immer ganz genau hin, höre hin wie sein Zustand gerade ist. Sowas kann man nicht abschalten.

    LG

    Hallo Sonnenschein,

    kannst du deinen Noch-Mann nicht blockieren auf allen Kanälen oder wie schafft er es, dass er euch noch immer so zusetzen kann? Ich finde es wirklich furchtbar. Du hast schon so viel Mist durchmachen müssen. Ich hoffe so sehr für euch drei, dass ihr bald mal zur Ruhe kommen könnt.

    Ich schick dir ein großes Paket Krafg und Nerven. Und Schoki, die geht immer🫣

    Kann mich erinnern, wie mir oft meine Wahrnehmungen abgesprochen wurden. Wie oft sah ich etwas falsch, oder verstand es angeblich nicht.

    Wenn mir dann das Trinken meines Mannes auffiel und ich es ansprach, war es so, wie es bestimmt fast alle erlebt haben: täuschen, tarnen, tricksen.

    Mir ging es ähnlich in meiner Kindheit. Eine sehr dominante Mutter. Wahrnehmungen oder Erlebnisse wurden abgetan.
    Da gibt es eine ganze Bandbreite, erst jetzt langsam erkenne ich viele Muster und kann vieles zuordnen. Solche Dinge prägen einen, das kann man nicht so einfach abschütteln. Ich habe lange gebraucht, um mein Selbstbewusstsein etwas aufzupäppeln.

    Bei mir war es auch so, dass ich den Flascheninhalt beim Mitbewohner kontrollieren musste. Ich habe unzählige Fotos von Flaschen gemacht. Teils mehrmals täglich. Als Beweis für mich, dass ich dem Ex-Mitbewohner nicht unrecht tue. Und auch aus Angst, dass mir nicht geglaubt wird. Tarnen, Täuschen, Tricksen, das funktioniert am Besten außerhalb der eigenen vier Wände. Hätte doch niemand geglaubt, dass der Ex-Mitbewohner ein Alkoholiker ist.

    Die Blicke von anderen haben doch Bände gesprochen, so nach dem Motto: „die Alte gönnt ihm auch kein Bier“.

    Für mich bedeutet Co nicht nur das klassische Handeln, wie z.B. den Betroffenen zu schützen, hinterherbetteln, versuchen ihn trocken zu legen etc.

    Ich habe mich auch als Co bezeichnet. Ich habe den Ex- Mitbewohner nie bei der Arbeit entschuldigt, habe nie versucht ihn trocken zu legen oder habe ihm Standpauken gehalten. Ich wusste ja, dass er sich nur selbst trocken legen kann und ich gar nichts ausrichten kann. Mein Vater ist Alkoholiker, Ich wusste also wie der Hase läuft(so in etwa jedenfalls).

    Aber mein ganzer Tag hat sich irgendwann nur noch um den Alkohol gedreht. Ich saß im Karussell unfähig auszusteigen. Von morgens bis abends waren nur die Gedanken in meinem Kopf, wie viel er wohl getrunken hat, in welchem Zustand er ist, ob ich mich verlassen kann, wie er mit den Kindern umgeht etc.

    In der Situation haben mich aber vor allem die Umstände gehalten. Gemeinsames Sorgerecht, Finanzen, Arbeit etc.
    Ich wäre früher ausgestiegen, hätte ich (vermutlich jedenfalls) andere Mittel gehabt.

    Für mich ist fast jeder Co, der mit einem Suchtkranken unter einem Dach lebt. Der Alltag und das Leben wird doch meistens in irgendeiner Weise beeinflusst durch den Alkohol.

    dass er so viel gemacht hat in den letzten Wochen für eine Veränderung,

    Was hat er denn gemacht? Außer einer Trinkpause? Was hat sich wirklich geändert? Was hat er geändert? Ich konnte da bisher nicht wirklich was lesen.

    Es hat sich angefühlt wie damals nur dass er heute nicht betrunken gewirkt hat und nicht so geschrieen hat wie sonst. Er versucht über mein Leben zu bestimmen..

    Es ist ja in all den Monaten so viel passiert. Diese verbalen Entgleisungen mir und den Kindern gegenüber. Er meint mit seiner Entschuldigung und Reue könne man das alles vergessen. Dann dieses uns Hängenlassen- sich nicht mehr um die Familie kümmern, alleinerziehend verheiratet zu sein,

    Und dann sind da die Gedanken, ob ich ich da was anders hätte machen sollen...

    Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Denk mal darüber nach, ob wirklich DU was hättest anders machen sollen….

    Liebe releaseme,

    ich denke es ist gut so wie es ist. Ihr seid ohne deinen Mann besser dran. Deine Eltern werden dich unterstützen. Du hast mehr Hilfe und Hilfen als du jetzt vielleicht siehst und bedenkst.

    Lass dich so schnell wie möglich anwaltlich beraten.

    Ich wünsche euch einen guten Start in ein hoffnungsvolles und besseres neues Jahr! Es wird alles gut werden!

    Liebe Johanna,

    Was du schreibst, klingt furchtbar. Euer Kind tut mir Leid. Es lernt doch gerade auch, dass die Mama sich alles gefallen lässt. Bloß nicht auffallen. Immer dem Papa gefallen. So oder so ähnlich liest es sich für mich.

    Dein Sohn liebt seinen Vater. Meine Kinder lieben ihren Vater auch. Aber sie werden größer und verstehen mehr. In einer solchen Dynamik groß werden ist nicht unbedingt schön. Kinder nehmen viel mehr auf als man denkt. Das kommt nur alles später raus, nicht unbedingt gleich.

    so wie du deinen Mann beschreibst, vor allem mit seiner Wut, hätte ich Angst vor ihm. Ich hätte Angst was im Suff noch alles passieren könnte.

    Der Vater meiner Kinder wurde im Suff teils aggressiv gegenüber den Kindern. Mein großes Kind erinnert sich noch gut an eine Situation, wo der Vater sie auf die Treppe geworfen hat. Trotzdem lieben sie ihren Vater.

    Ich hatte Angst vor dem Auszug, vor allem wegen der Finanzen. Es hat sich alles gefügt, wir kommen zurecht. Du kannst viele Hilfen beantragen.

    Ich hoffe du findest den Mut um die ersten Schritte zu gehen.

    Liebe releasme,

    du musst dich mit deiner Entscheidung gut fühlen. Es ist schon sehr viel Wert, dass du bei deinen Eltern bleiben kannst mit den Kindern, vor allem ohne Zeitdruck.

    Ich verstehe dich mit der letzten Chance. Vielleicht brauchst du das einfach als letzten Schritt in deinem eigenen Prozess.
    Ich sehe es ebenso kritisch wie du, wenn dein Mann alkoholfreies Bier trinkt und auch die Entgiftung weiter rauszieht. Ausreden über Ausreden.

    Beim Ex- Mitbewohner war es ja ähnlich. Es wurde weiterhin alkoholfreies Bier getrunken. Er nichts verändert. Er hat nichts verstanden oder wollte es nicht.
    Im Endeffekt trinkt wieder, wie ich vermute auch wieder das harte Zeug. Aus dem alkoholfreien Bier wurde erst das ein oder andere normale Bier. Vor kurzem war er wieder stockbesoffen. Das sicher nicht vom Bier.

    Nach all den Zweifeln, der kurzen Trinkpause die er nach unserem Auszug gemacht hat, bin ich so froh über unseren Rückzugsort, unsere eigene Wohnung.

    Schau dir an was dein Mann macht. Aus sicherer Entfernung.

    Liebe Grüße

    Ja das glaube ich dir sofort. Es ist wirklich traurig zu sehen, wie der Partner der Sucht verfällt und man das nüchterne Ich einfach nur vermisst.

    Es wird ja auch nicht leichter mit der Zeit. Der Konsum hinterlässt seine Spuren. Bei allen Beteiligten.

    Du hast ja schon angefangen etwas für dich zu tun. Das ist doch was. Du musst auch dringend auf dich selbst schauen, sonst bist du auch irgendwann völlig am Ende. Deinen Mann kannst du nicht ändern, aber du kannst was für dich tun.
    Schritt für Schritt. Veränderung kommt meist nicht von heute auf morgen, es ist ein Prozess.

    Während der Woche (wo wir arbeiten) habennwir zwei Wohnungen. Da kann ich mich zurückziehen.

    Was hält dich davon ab, auch die Abende vor den freien Tagen deines Mannes dort zu verbringen?

    Ein Versuch wäre es wert, meinst du nicht? Zumindest mal einen Abend dem Theater entkommen? Oder hast du Sorge, was in der Zeit zuhause passieren könnte. Was die Leute denken? Oder gar, was dein Mann dazu sagen würde, wenn du dich dem Ganzen entziehen möchtest?

    Hallo Somadi,

    ich habe eine Frage an dich. Warum hilfst du deinem Mann vom Boden auf und bringst ihn ins Bett? Du hast schon körperliche Schäden davongetragen. Und dennoch stehst du wieder parat wenn es wieder soweit ist.

    Morgens im Bett aufzuwachen ist ja auch praktisch für ihn. Dann kann es ja auch nicht so schlimm gewesen mit der Sauferei. Er hat es ja ins Bett geschafft.
    Du unterstützt ihn da in seiner Sucht, zumindest sehe ich das so. Du machst es ihm bequem.

    Hast du jemals versucht ihm nicht ins Bett zu helfen? Ihn nicht zu unterstützen?
    Oder kommt das für dich gar nicht in Frage?

    Liebe Grüße, Wichtelmama