Diese Woche war wirklich nicht besonders. Dienstag Nacht muss der Mitbewohner einen Absturz gehabt haben. Ich war arbeiten. Er hat noch geschlafen als ich heim kam und die Kinder waren natürlich auch noch im Bett. Ich habe die Kinder versorgt und in Schule und Kindergarten gebracht. Er war noch sehr „müde“. Das Bier stand noch auf dem Tisch, haben die Kinder natürlich gesehen. Ich war so sauer. Ich habe seiner Mutter mitgeteilt, in welchem Zustand der Mitbewohner ist. Sie darauf nicht reagiert. Erst abends kam dann eine Nachricht, dass das Wetter toll gewesen ist und sie spazieren waren. So kann man sich die Welt auch schön reden.
Abends habe ich dem Mitbewohner eine Ansage gemacht. Er hat natürlich gleich aggressiv reagiert, die Medikamente wären schuld die er nimmt und ich sollte nicht so aggressiv sein und aufpassen wie ich mit ihm rede. Gott sei Dank war an dem Abend pokerabend bei uns zuhause, da musste er sich ja zusammenreißen. Den anderen Tag war er dann auch wieder friedlich.
Nach diesem Vorfall habe ich viel gegrübelt. Die Vorschläge mit dem Wohnen auf Zeit habe ich mir durch den Kopf gehen lassen. Fakt ist, ich kann und will mir das nicht leisten und es macht absolut keinen Sinn, das wäre kopflos und würde mich finanziell ruinieren.
Ich habe mit zwei Freunden gesprochen, bei der einen Familie könnten wir unterkommen in der Not. Da sie aber ein Stück weit weg wohnen, wäre es wirklich nur eine Notlösung. Beide Freunde kennen zudem Vermieter bzw jemanden aus der Hausverwaltung. Sie fragen mal nach ob es dort Möglichkeiten gibt. Ich stehe jetzt auf der Warteliste für Wohnungen vom Arbeitgeber.
Das Ding mit dem Jugendamt. Ich scheue mich aus Gründen noch davor. Für den Vater der Kinder würde das enormen Schaden bedeuten aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Ich glaube das kann ich einfach nicht und kann das auch schlicht mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Oder noch nicht. Ich glaube nach wie vor, dass die räumliche Trennung der für mich einzig richtige Weg ist. Alles was danach kommt, wird sich zeigen. Ich sag ja, vielleicht denke ich später mal anders, das kann man nie wissen.