Beiträge von foxi58

    Guten Morgen, habe eben mit meinem Mann telefoniert......er geht ja am Freitag in eine Gruppe für Angehörige von Alkoholikern...Dort wurde nochmal erwähnt dass die ortsansässige LVR Klinik eine Katastrophe sei, unterbesetzt, ewige Wartezeiten und kaum Nachsorge.....Da fragt man sich natürlich wie unser Sohn das schaffen soll wenn er irgendwann den Willen entwickelt....Er war ja schon bei 2 Ärzten die ihm lediglich eine Einweisung im die Klinik in die Hand gaben, das wars....Da fühlt sich wohl auch niemand verpflichtet, die machen wohl auch nur ihren Job....Ich werde versuchen das auch von mir fernzuhalten, aber es ist schwer, selbst im Kurzurlaub holt mich dieses Thema immer wieder ein.......

    Hallo Simsalabim , EllaDrei und Morgenrot ,ja ich bin in den Urlaub gefahren heut morgen. Bei der Fahrt kreisten meine Gedanken um all eure Tips und Anmerkungen, ich werde mich bemühen hier etwas Abstand und auch Klarheit zu gewinnen. Ihr sagt so viel Wahres, ich weiß das.....Ich glaube ich denke im Geheimen dass ich es falsch gemacht habe und ihn nicht in die Bahn leiten konnte.....Ab 15 Jahre sprach er dem Alkohol zu und ich habe alles versucht das zu unterbinden, ich denke ich kämpfe mit Versagensängsten.....obwohl ich weiß dass ich wirklich alles versucht habe, er war nach dem ersten Führerscheinentzug mit 18 bei der Drogenberatung und hat damals gesagt dass er Verstecke in seinem Zimmer hatte die ich nicht finden konnte und er hatte sich daraus wohl einen Sport gemacht....Bücher von hinten ausgeschnitten und die Bierdosen reingestellt......Wie krank er damals schon war, und ich hatte wohl keine Chance........Immer wenn ich mir das alles vor Augen führe was passiert ist durch den Alkohol sitze ich da und heule....er hatte sich im Zimmer eingeschlossen, machte nicht auf, ich habe die Türe eingetreten und er ist auf mich losgegangen.....alles das ist in jungen Jahren schon passiert.......Ich hatte keine Chance.....und trotzdem fällt es mir schwer ihn loszulassen.....

    Ich denke gerade es ist egal was alles an Sauf-Horror für mich über viele Jahre passiert ist, ich muss das irgendwie ausradieren in meinem Kopf, es zeigt mir eigentlich nur dass er es richten muss für sich, und grade die furchtbaren Sachen zeigen mir dass ich weg muss von ihm......

    PS: Auch ich war in jungen Jahren lange von diesem (und einem weiteren) Geschwister co-abhângig, das war neben meiner ungeliebten Ausbildung mit ein Anlass (nicht Grund!), mich endgültig in die Sucht zu flüchten.

    Wegen meiner eigenen Sucht bin ich vor über zwei Jahren in dieses Forum gekommen, hab aber eben auch starke Co-Anteile und muss deshalb aufpassen, hier nicht zur "Forums-Co" zu werden.

    Deshalb versuche ich mich jetzt mal hier mal für eine Weile rauszuziehen, Foxi, auch wenn ich weiter mitlese. Hat nichts mit Dir zu tun, sondern mit mir. Alles Gute!

    das habe ich gelesen@Rennschnecke, danke und alles Gute

    Liebe foxi58 ,

    Ich habe den Eindruck, dass du immer neue Sachen findest, die dich an ihn binden und die du für ihn tun kannst.

    Diese Co-Sache ist ja keine Einbahnstraße. Auch du als Mama hast einen ‚Gewinn‘ Aus der Situation und ‚brauchst‘ dieses Kümmern irgendwie- auch wenn du klar unter der Situation leidest.

    Das soll alles andere als ein Angriff sein, denn ich kenne diese Situation sehr gut und verstehe wie schwer es ist, sich aus der CoMama Rolle zu lösen.

    Denn das ist über die Zeit zu deiner Mutterrolle (nur auf diesen Sohn bezogen) geworden. Aber seine Mutter sein geht auch anders. Wie entscheidest Du.

    Das mag sein, zumal ich durch unseren behinderten Sohn zum Kümmern gezwungen werde......und seit 10 Jahren auch bei meinem Vater, der total hilflos war als meine Mutter vor 10 Jahren starb und nun dement ist seit ein paar Monaten......Und ich bin in einem Kümmer-Beruf, der mir sehr Freude macht....Wahrscheinlich muss ich das lernen mich nicht mehr um den Alkoholabhängigen Sohn zu kümmern, du hast sicher Recht AnnaBlume

    Der Abschied ist ja nicht für immer, sondern hat eine klare Befristung.

    Nur so hat er die Chance, zur Besinnung zu kommen - und Ihr sowieso.

    Sei mir nicht böse, aber was habt Ihr mit seinem Hänger zu tun? Wenn Ihr ihm wirklich die Verantwortung für sein Leben zurückgeben wollt, dann gehört der Hänger doch auch dazu.

    Er muss sich selbst um seinen Besitz kümmern - und wenn er das nicht macht, mit den Konsequenzen leben.

    Anders lernt er es doch nicht ... Und das muss und kann er, denn er ist weder dement noch sonstwie geistig beeinträchtigt, und Ihr lebt nicht ewig ...

    Ja, aber der steht bei meinem Vater auf dem Grundstück seit ewigen Zeiten, er darf ihn bei sich nicht abstellen und er hat keinen Führerschein. Das war einfach immer so, wir bringen ihn jetzt zu einer Werkstatt wo er stehen bleiben kann........wir bringen ihn weil er keinen Führerschein mehr hat, ich weiß was du meinst Rennschnecke

    Sein Hänger steht auf dem Parkplatz von meinem Vater, da war Spermüll extra bestellt seit 2 Monaten...... und Heute Abend werden Sachen aus seinem Hänger entsorgt von seiner Frau, er selber kommt nicht......mein Mann regelt das vor Ort und will ihr dann auch sagen dass wir keinen Kontakt mehr haben möchten....Ich sitz hier nur und heule, und morgen muss ich auch noch in den Kurzurlaub....ich habe so gar kein Gefühl für irgendwas...den Hänger werden wir bei einem Autohändler im ort unterstellen damit wir den nicht mehr sehen müssen und nix mehr damit zu tun haben......Dieser Abschied vom Kind frisst mich total auf......

    Vielen lieben Dank Aurora, ich bin froh über eure Gedanken und Meinungen, ihr habt mir ja einiges voraus…. Oft denke ich woran liegt das alles dass es so kam, hätte ich ihn bremsen können… Aber immer wieder komm ich zu dem Schluß das ich keine Chance hatte… Er hat im Teenie Alter angefangen und ich könnte Ein Buch über meine Versuche schreiben ihn vom Alkohol wegzuholen…. Alles vergebens, nie hörte er auf mich… keine Chance, auch bei uns zuhause hatte er alles versteckt usw… ich darf da wahrscheinlich nicht zu oft drüber nachdenken., sonst fühl ich mich noch schlechter……

    Danke euch allen❤️🌸

    Lies Deinen Faden und unsere Beitrâge immer wieder, Foxi, bis es irgendwann bei Dir Klick macht. Liest Du auch bei anderen (ggf. Nur ähnlich) betroffenen Müttern? Das kann Dich im wahrsten Sinne des Wirtes auf andere Gedanken/Sichtweisen bringen!

    Denn Co-Abhängige müssen vor der Sucht ähnlich kapitulieren wie die Abhängigen selbst, bevor sie etwas für sich ändern können.

    Und das kann im besten Fall sogar den Abhängigen selbst zur Besinnung bringen. Vielleicht würden ein paar Nächte im Obdachlosenheim oder auf der Parkbank ihm die Augen öffnen, wo er nicht hin will?

    Denn irgendwann sind auch die aufopferungsvollsten Eltern nicht mehr da, an wen wendet er sich dann?

    Hast Du ihm das so geschrieben? Dann besteht die Gefahr, dass er sich irgendwann auf Entzug und Reha nur einlässt, um einen Fuß in die Wohnung und Dein Leben zu bekommen, und dann früher oder später wieder anfängt. Es reicht doch, wenn er sie später mal erbt ...

    Ja, das hab ich so geschrieben, ich bin noch nicht so sicher und gedankenvoll wie ihr erfahrenen Hasen🙈 ich hoffe ich bekomme mal etwas Ruhe, das ist ja alles noch frisch und ich muss soviel berücksichtigen, den behinderten Bruder dem ich die Abwesenheit von ihm und seiner Frau und jetzt auch von Opa nicht erklären kann… den Opa der immer nach ihm fragt trotz seiner beginnenden Demenz…

    Ganz ehrlich? Gar nicht! Nimm unbedingt deinen Kurzurlaub wahr und mach das Handy aus. Warum bekommst du mit was deine Schwiegertochter im Internet macht? Schutzwalle aufbauen!

    Sie ist natürlich im Facebook in den Gruppen wo ich bin…. Ich hab den Sohn jetzt blockiert, überlege ob ich das auch mit ihr machen soll, nach einer Erklärung warum ich das tum muss…

    Guten Morgen, es hört nicht auf....im Gegenteil.......nachdem meine Schwiegertochter erst im Internet für beide eine Wohnung suchte wurde gestern wieder umgestellt auf alleine Wohnung suchen. Durch das Internet bekomme ich immer wieder die Infos mit, ob ich will oder nicht.....Ausserdem hatte der Sohn mir vor ein paar Tagen geschrieben dass er sich einen Arzttermin gemacht habe und eine Gesprächstherapie machen wolle, er wollte mir mitteilen dass er aktiv wird....Ich habe ihm geantwortet dass das nichtausreiche......das Therapie Gequassel bringt in seinem Fall nichts, er soll in eine Klinik.......

    Dann rief gegen Mittag heute mein Sohn auf dem Handy an, ich war arbeiten und telefoniere da nicht....Sofort verfalle ich dann in die totale Panik, reagiere sogar körperlich. Ich konnte mir ausdenken was er wollte, nach einigen furchtbaren Stunden wo sich mein Kopf immer nur um ihn dreht habe ich ihm aufgesprochen aufs Handy. ich habe ihm wiedermal gesagt dass er in eine Klinik eine Reha muss, und dass er uns nicht mehr anrufen soll. Ich habe ihm wieder mal gesagt dass wir es nicht mehr aushalten und habe ihn jetzt sowohl für Anrufe und auch für Chat blockiert.....Wieder, wieder, wieder.....

    Mein Mann kam von der Arbeit, weinte und sagte er könne sich kaum noch konzentrieren bei der Arbeit, er geht gott sei Dank Freitag wieder zur Co Abhängigen Selbsthilfegruppe und wird sich dort einen Ansprechpartner für Notfälle erfragen...... Ich habe einen Kurzurlaub gebucht schon letztes Jahr und würde morgen ein paar Tage wegfahren, habe aber nicht mal die Kraft den Koffer zu packen....WIE schaffen wir das den innerlichen Abstand zu bekommen? Ich habe ihm bevor ich blockiert habe noch geschrieben dass ich für ihn bete dass er nicht unter der Brücke landet, denn wie soll er eine Wohnung finden, 3 Monate Sperre beim Arbeitsamt, wie soll das gehen? Ich weiß das wir nichts tun können und denke immer wie soll das gehen wenn er keine Wohnung bekommt. Unsere bekommt er definitiv nicht, das hab ich ihm geschrieben, nur später nach Entzug und Reha...... WIE schaffen wir das, ich weiß nicht ob ich den Kurzurlaub antreten soll, wir sind so am Ende innerlich....

    Gut, dass Du hier bist und hier immer wieder schreibst, Foxi! Irgendwann wird sich der Knoten lösen, auch wenn er jetzt unentwirrbar scheint.

    Guten Morgen,

    manchmal denk ich ich schaff das alles nicht mehr.......das ist so ein Kak Leben das da grade abläuft....mit unserem Sohn, meinem Vater , alles wird uns aufgebürdet..... unser behindertes Kind haben wir damals gut angenommen und das ist eine Bereicherung, aber das was zur Zeit abläuft .......sorry fürs jammern.....heut morgen ab 4 Uhr war die Verzweiflung wieder so groß.......

    Zumindest wäre es gut,sich nicht verpflichtet zu fühlen, ihm nun eine Wohnung zu stellen, nur weil er jetzt wieder eine braucht. Er hat den Polizeieinsatz ausgelöst und jetzt schlägt seine Frau wieder Alarm, weil die Wohnung weg ist. Beide sind erwachsene Menschen. Wie weiter oben schon geschrieben: Sie wissen, dass Du Dich verantwortlich fühlst und nutzen das für sich aus.

    Dieser Glaubenssatz mit Kindern und Partnern mag ja stimmen, aber ich glaube, er hält Dich in dem steten Gefühl fest, letztlich doch immer parat stehen zu müssen, wenn es brennt.

    Liebe Ella, da ist wohl was dran mit dem verpflichtet fühlen..... und auch mit dem parat stehen. Wir haben grade gesprochen dass unsere Schwiegertochter uns ja angerufen hat in der Notsituation letzten Montag und auch beim Geburtstag hat sie uns wieder die Sache geschrieben wie das mit der Kündigung.....Ich merke dass sie oft diejeige ist die uns kontaktiert und Dinge mitteilt.....ich glaube da müssen wir auch wirklich raus,denn so gehts nicht...

    Wir sind beide zu sozial, mitfühlend und haben beide das sogenannte Helfersyndrom, mein Mann und ich....wir müssen da wirklich drüber nachdenken wie wir mit der Situation umgehen wenn sie sich wieder meldet, denn unser Sohn wird sich nach dem Brief garantiert nicht mehr melden.....jetzt sitzen wir hier wieder, fast weinend und mit Bauchschmerzen wegen dieser Situation, es ist ätzend wie wir da so drinhängen....Und dann noch der Vater der dement wird, da haben sich auch mittlerweile Krater aufgetan was er mir hinterlassen hat mit Nießbrauchrecht wo ich mich jetzt kümmern muss, ob ich will oder nicht...

    Ella Drei, danke für den Gedankenanstoss

    Liebe Foxi,

    du hast doch nach wie vor Kontakt, nur über einen kleinen Umweg, über seine Frau, darum kommst Du auch nicht zur Ruhe....

    Sie hatte mir zum Geburtstag gratuliert am Mittwoch, das kann ich nicht ändern...ich habe ihr den Brief an meinen Sohn zum weiterleiten geschickt, das wars.....Ist halt nicht so einfach....wir geben uns alle Mühe

    und ehrlich gesagt: Ob ich als Mutter irgendwann in diesem Leben zur Ruhe komme was meinen Sohn angeht weiß ich nicht......Wie schon gesagt: von Partnern kann man sich trennen, bei Kindern find ich es schwer....ich habe nicht die Hoffnung von zur Ruhe kommen.......

    Ich habe nicht gefragt wegen der Kündigung, da ich keinen Kontakt habe, das war die Aussage seiner Ehefrau über whatsapp.....ob und wie die Kündigung vonstatten ging habe ich nicht nachgefragt, nur die Nachricht zur Kenntnis genommen........