Melde mich auch wieder mal.
Ich habe nun die Therapie durchgezogen, zumindest das mindeste und das waren 6 Wochen. Länger hätte ich es nicht ausgehalten.
Ich bin danach gleich wieder arbeiten gegangen und es geht mir richtig gut.
Melde mich auch wieder mal.
Ich habe nun die Therapie durchgezogen, zumindest das mindeste und das waren 6 Wochen. Länger hätte ich es nicht ausgehalten.
Ich bin danach gleich wieder arbeiten gegangen und es geht mir richtig gut.
Hallo Eva, klingt nach einem super Plan.
Warum muss man das überhaupt gegeneinander aufwiegen? Für mich bedingen sich beide Dinge gegenseitig und verstärken sich –
Das liegt wohl am mensch, er muss immer 1. 3. 3. sagen können, schauen wir zum Sport, dort geht es sogar ins Hundertstel oder mehr.
R/no ich bin auch Vater von zwei wunderbaren Töchtern. Trotzdem muss und bleibt es immer so, dass die Abstinenz an oberster Stelle steht.
Meine Nüchternheit ist an erster Stelle , nicht weil ich mir der wichtigste bin, sondern nur wenn ich nüchternen bin, kann ich meine Kinder versorgen, für sie da sein, also profitieren sie von mir.
Am Anfang war natürlich die Abstinenz das wichtigste inzwischen sehe ich das anderst, 1. Familie 2. Abstinenz alles andere führt jedenfalls bei mir, nicht zum Erfolg und ehrlich gesagt will ich auch kein Sklave meiner Abstinenz sein so wie ich Sklave des Alkohols war. Nein ich bin jetzt frei! Zwar Alkoholiker aber halt frei.
Also für mich steht ganz klar an Nummer 1 die Nüchternheit ohne wenn und aber, die N.2 N.3 und so weiter da könnte ich abwägen, Kompromisse eingehen.
Die Frage war immer: Wer ist man?
Klar, ich sag manchmal „man macht das so“ aber nicht bei der Sucht.
Hartmut ich hatte mal eine Deutschlehrerin in einer Fortbildung, die hat jedem eine Note schlechter gegeben, der nicht in der Lage war, das "man" mit einem anderen wort auszutauschen. Damals gab's eine unendliche Diskussion, jeder versucht auf biegen und brechen das "man" zu begründen.
Für mich ist es ganz einfach.
Ein richtiger Alkoholiker ist einfach ein richtiger.
Ein falscher Alkoholiker ist einfach ein gefälschter, so wie beim Geld😃
Alles gut und ganz liebe Grüße
bibi das hört sich ja super gut an, nur weiter so 😊
Hallo
Es wird immer wieder von dem besagten Tiefpunkt geredet/geschrieben, dass es ihn braucht um sich aus der sucht zu befreien.
Wie seht ihr das, was ist der Punkt?
Ist der überhaupt irgendwo festzumachen?
Ich denke dass es nicht ein Tiefpunkt ist, eher ein Prozess der durch irgendein Ereignisse ausgelöst wird.
Was meint ihr?
Warum?
In denke dass da, zwischen den Menschen ohne den Problemen und dehnen mit dem Warnschuss kein Unterschied besteht.
Daher glaube ich dass die Aussage gefährlich ist. Denn für die Süchtigen ohne den körperliche oder psychische Probleme würde das bedeuten, dass die mit Wahrscheinlichkeit einen Rückfall haben und sie glauben, dass es eh normal sei und den Rückfall nicht so ernst nehmen.
Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich geschrieben.
LG
Ich meine das so, jemand ohne körperliche oder psychische Probleme die durch Alkohol verursacht wurden ist eher gefährdet nach ein paar Monaten wieder rückfällig zu werden als jemand der einen richtigen Warnschuss erhalten hat.
Ich glaube, dass die Aussage genauso gefährlich ist.
Hallo Matcha,
mir geht es ähnlich,vielleicht nicht so schlimm, ich kann dich gut verstehen. Ich hatte mal eine Depression, in der trank ich dann etwas weniger und bei den Therapien kam dann raus, dass ich von meiner Familie und vielen Freunden, damals noch viele Sauffreunde sehr oft enttäuscht wurde. Seit ich das weiß habe ich viele Kontakte abgebrochen (schon bevor ich aufgehört habe zu trinken) und damit geht es mir viel besser. Allerdings, neue gute Kontakte finden ist viel viel schwerer. Seither hab ich auch 2 neue Hobbys angefangen, aber da bin ich dann auch viel alleine.
Und doch, wenn ich zurückdenke, an die Zeit mit den falschen Menschen um mich, geht's mir heute viel besser und ohne Alk noch mal besser.
Ich wünsche dir viel Kraft.
LG Michl
Hallo Kecke und willkommen,
es wird schon so sein, dass alles schon einmal geschrieben wurde und doch ist es wichtig, immerwieder über Themen zu reden/schreiben. Ich bin auch nicht jemand der alles schreibt aber dafür sehr dankbar, dass es andere machen und ich lesen darf. Es ist auch so, zumindest bei mir ist es so, wenn ich manches von Leuten lesen die trocken sind und die auch schreiben, es änderst wirkt, als von Leuten die etwas vor langer Zeit geschrieben haben und ich nicht weiß ob der Mensch noch trocken.
LG Michl
Hallo ihr lieben,
erstmal danke für die rege Teilnahme an meiner Frage, ich bin echt froh, dass ich so viele Meinungen bekommen habe.
Ich habe mich entschlossen offen mit meiner Krankheit umzugehen und mich in der Arbeit zu outen.
Habe das auch heute gemacht, zumindest beim Chef.
Guten Morgen marc01, ich freue mich über einen guten Austausch.
LG Michl
Das mit Hilfe holen fällt mir schwer.
Hi, da tu ich mir auch schwer, allerdings fällt es mir immer leichter, da ich merke, dass es mir nach dem "Hilfe holen" immer besser geht.
Gelernt habe ich Zimmermann, zu der Zeit war es normal um 9:00 das 1. Bier zu trinken, als Lehrling durfte man es ab dem 2. Lehrjahr auch schon. Ist so eine interne Regel gewesen.
Damals hatte ich ein paar Arbeitsunfälle miterlebt die ohne Alk eher nicht passiert währen.
Bei drei hatte ich selbst schaden bekommen, muss dazu aber sagen, dass ich bei den Unfälle nie was getrunken hatte und auch nie Schuld.
Und heute, schau ich noch ab und zu in Betriebe rein, durch Bekannte und da muss ich sagen, im Hinterzimmer Aufenthaltesraum... siehe ich immer Bier. Letztens hab ich sogar in einem Krankenhaus Personal bei Sekt gesehen!
Trifft das denn auch auf Dich Michl zu?
Alk ist bei mir in der Firma nicht normal, aber es kommt nicht selten vor, dass Kollegen auch mal was in der Arbeitszeit trinken. Da war ich auch dabei.
Sollte aber nicht so sein, Vorgesetzte haben da noch nie was gesagt.
Wenn Du das machst. Ist das ein vollständiges Outing. Glaub mir. Jeder kennt jemanden, dem er vertraut und der kennt wieder jemanden. Und zwar jemandem, dem Du vielleicht nicht vertraut hättest. Usw. Das nennt man "Flurfunk".
Ja das stimmt, das sind genau meine Worte.
Ist es nicht auch so, dass der Chef auch jemanden kennt.....?
Ja, wie beim Roulette mit 20 Kugeln
Das mit dem Roulette war auf das bezogen, ob ich dann stigmatisiert werde oder nicht.
Meine Verhaltensveränderung ist geklärt.
Was meinst du mit Verhaltensveränderungen?
Und meine (Sauf-)Freunde waren auch ganz schnell weg.
Das hab ich auch gemerkt, die fallen selbst ab wie welke Blätter. Bei einer Sportart hab ich, nach dem Hobby, oft sehr viel getrunken, dort bin ich seit ich nichts mehr trinken auch nicht mehr hin, da kommt auch von dehnen nichts obwohl der Verein weit über 100 Leute hat. Da muss ich aber mir noch was einfallen lassen denn das Hobby kann ich nicht einfach so lassen.
Das Problem beim Outen liegt nicht im Akt selbst, sondern im Kopf des Alkoholikers. In dem Bild, das man selbst von sich als Alkoholiker hat. Das sich eingebrannt hat. Und das man nicht loslässt.
Genau das ist das, das hat sich eingebrannt und ich muss es ändern. Wenns doch einfach so leicht gehen würde.
Michel ;entschuldige, dass ich jetzt sehr viel Allgemeines geschrieben habe.
Das allgemeine, wie du schreibst, ist für mich sehr wichtig! Das macht das Gesamtbild aus und ich muss sagen, ich wäre nicht so weit, ohne die vielen Meinungen.
Du wirst wissen, was zu tun ist, und es ist eben individuell.
Der Satz ist gut! Da hat mal jemand gesagt, "und sie wissen nicht was sie tun".
als ersten würde ich mir die Frage stellen, ob du diese Reha machen möchtest.
Das steht außer Frage, als die Dame mich damit "überrumpelt" hat, das ist nicht das richtige Wort, auf jeden Fall war ich total überfordert. Hab ich für mich, auf dem doch längeren Heimweg, entschieden dass ich die machen will. Das ist eine riesen Hilfe und steigert somit die Prozente für mich trocken zu bleiben.
Eine Interessante Sache gibt es da auch noch.
Als ich damals mich über die Angebote bei der Beratung informiert habe, hab ich auch gefragt, wie ich eine so lange Abwesenheit erklären sollte. Sie meinte dann, einfach als Krankenstand da der Arbeitgeber ja nichts wissen muss.
Beim zweiten Gespräch, nachdem ich mich über das Krankenhaus informiert habe, meinte sie auf einmal, ich soll es auf jeden Fall ansprechen und offen damit umgehen. Hätte ich zu dem Zeitpunkt noch getrunken, hätte ich mit Sicherheit gemeint, dass ich das nur nicht richtig verstanden habe.