Alex_aufdemweg Das sind diese Pumpkannen, die oft auf Vereinsfesten neben dem Kuchenbuffet stehen. Trägt man nicht mit sich herum und braucht man im Alltag normal nicht, aber bevor ich zwei Stunden Lärm mit dem Kaffeeautomaten mache, um alle Gäste mit Kaffee zu versorgen, erledige ich das lieber vorher (lasse erledigen ☺️)und befülle das Teil.
Beiträge von Mattie
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ich mir ganz bestimmt keine "normale" Frau suchen würde, warum sollte ich das tun. (...) ich würde dann eher zu meinesgleichen tendieren.
Deine Ratschläge sind Gold wert, lieber R/no *kleiner Spaß*ich bin Alkoholiker, was der Dame dann in dem Moment keine hitzewallungen verschafft und sie dich vertrösten wird.
Mit Hitzewallungen ist generell nicht zu spaßen

Auch wenn ich R/nos Post unterhaltsam finde, stimme ich ihm zu:
Bevor du wieder auf Brautschau gehst wäre es besser du wärst schon etwas gefestigt,
Liebe Grüße
Mattie
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Hallo zusammen,
eine Feier zur Volljährigkeit des Kindes steht an. Dafür kehrt das Kind sogar vom Studienort in die alte Heimat zurück. Was tun? Vor fünf Monaten hätte es eine große Party mit allen und allem gegeben, diesmal musste ein neues Konzept entwickelt werden.
Weiterhin gilt selbstverständlich: Kein Alkohol in unserem Haus. Also geht das Kind mit den alten Freunden und einem kleinen finanziellen Zuschuss von den Eltern ins Brauhaus. Da können sie tun und trinken, was ihnen gefällt. Die Verwandtschaft fällt dann tags darauf bei uns ein. Ich hatte ja erzählt, dass ich gerne Gäste bewirte und dafür mit Geschirr und Besteck und Deko auch ausgestattet bin. Die engste Verwandtschaft ist mit den Eltern, Geschwistern, Neffen und Nichten mit zwanzig Leuten recht groß. Nun aber habe ich sämtliche Wein- und Biergläser weggeräumt, und zum Weiterverschenken in Kartons verpackt. Schnüff, das tut mir ein bisschen leid um die Weingläser, das sind so große farbige Kelche. Man könnte meinen, kann man ja auch Saft draus trinken, aber dieser Anblick erscheint mir zu gefährlich. Dafür habe ich mir nun zwanzig besonders hübsche Kaffeebecher und eine edle Fünf-Liter-Thermoskanne gegönnt, die haben den Platz der Alk-Gläser eingenommen. Und jetzt mache ich mich ans Backen. Schokotorte, Schmandkuchen und Donauwellen sollen auf den Tisch. Dazu gibt es dann Kaffee, Tee und diverse Säfte.
Die Gästebewirtung ist so einer der wenigen Aspekte, mit denen ich mich erst einmal arrangieren musste. Wie baue ich das weiterhin in mein Leben ein, ohne ein Risiko einzugehen? Ich glaube, wenn es künftig im Hause Mattie Kaffeetafeln und Frühstückbuffets gibt, kann ich langfristig gut damit umgehen. Und ausgerüstet bin ich ja nun

Liebe Grüße, schönes Wochenende
Mattie
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Herzlichen Glückwunsch, liebe Bibi 🍀Ich wünsche dir weiterhin einen so zufriedenen Weg und lese dich sehr gern hier.
Alles Liebe von
Mattie
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Weihnachtsmarkt kann ich meiden.
Silvester kann ich meiden.
Aber den Alltag? Geht nicht.So empfinde ich es auch. Mein größtes Risiko bin ich selbst, nicht die gängigen Veranstaltungen, nicht saufende Freunde. Den Alltag muss ich meistern und andere Wege finden, um runterzukommen - und ja, ich bin auch selbständig mit allen Höhen und Tiefen.
Alkohol habe ich benutzt, um runterzukommen. Das ist jetzt weg.
Ich habe für mich Alternativen gefunden - laute Musik aufs Ohr mit den ganz dicken Kopfhörern, im Relaxsessel mit Kuscheldecke schmökern, Schwimmen, Yoga, Badewanne, aber ich bin auch immer noch offen für neue Ideen, die mir so einfallen. Eine längerdauernde Suche, aber ich denke, es lohnt sich. Und manchmal ist es tatsächlich einfach ein Durchatmen und Durchhalten. Die Stimmung verfliegt auch wieder. Wenn man das oft genug erlebt hat, weiß man, dass man sich darauf verlassen kann.
Ich mit einem Berg Bierflaschen im Flur.
Was hat das noch an offenbar so prominenter Stelle im Flur zu suchen? Jetzt bring das Zeug halt mal zum Container.
Mattie
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vom obersten Weinfach zur Bückware...
Rechtzeitig den Rücken geradegemacht und korrekt abgebogen


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Lieber Theel,
da bist du ja in einer schmerzhaften Phase. Das tut mir leid, aber umso mehr Respekt dafür, dass du in dieser Lebenskrise den Alk stehen lässt und deinen Weg in die Abstinenz begonnen hast. Ich kann mit meinen schlappen vier Monaten Nüchternheit noch keine große Erfahrung beisteuern oder aus dem Nähkästchen Tipps & Tricks präsentieren, aber ich kenne Lebenskrisen, wenn auch mit einem anderen Hintergrund als bei dir.
Ob deine ehemalige Partnerin zurückkommt, wenn du fitter bist und nüchtern lebst, oder nicht, ob es sich lohnt, darauf zu hoffen, oder nicht - das alles kann niemand von uns beurteilen. Das weißt nur du selbst. Aber dass es sich lohnt, nüchtern zu bleiben - das würden vermutlich die meisten hier unterschreiben. Dein Selbstmitleid blitzt hier und da durch, und, ehrlich, ich finde das vollkommen nachvollziehbar und angemessen. Mit einem Freund in dieser Situation hätte man ja auch Mitgefühl. Für mich liest du dich aber dennoch vollkommen reflektiert.
Trauere halt noch. Hintern hoch ist dann morgen wieder.
Mir gefällt das, und ich drücke dir fest die Daumen, dass du in deinem Sinne weiterkommst. Bleib dran. Du bist hier nicht allein.
Alles Liebe
Mattie
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Hallo zusammen,
hier ist ja was los

Ich melde mich zurück, war eine gute Woche sehr weit weg von der Tastatur, raus aus der Empty-Nest-Melancholie, rein in die Sonne. In die Lichttherapie, sozusagen.
Alkoholfreier Urlaub ist nicht wirklich etwas grundlegend Neues für mich: Ich kenne ihn noch aus den über zehn alkoholfreien Jahren, die wir mit dem Kind verreist sind. Das ist nun schon ein paar Jahre her. Aber damals lag der Fokus nicht auf mir, sondern auf dem Wohlergehen des Kindes. Damals habe ich mir längst nicht so viele Gedanken gemacht wie heute, da ich ja, nur für mich selbst verantwortlich, unkontrolliert in mich hineinschütten könnte.
Ich werde jetzt hier nicht ins Schwärmen geraten, erzähle euch nur, bei welchen Gelegenheiten mir in diesem Urlaub der Alk in den Sinn kam (wie für ein Alkoholiker-Forum angemessen), und Spoiler: Er war kein überwältigendes Thema, aber Momente gab es.
Wir haben uns etwas wirklich Phänomenales gegönnt: Das Geld, das wir in anderen Jahren an der Poolbar ausgegeben hätten, haben wir investiert in ein Upgrade und ein Zimmer mit Blick über den Atlantik. Was für ein umwerfendes Gefühl, am Vormittag mit dem Kaffeebecher in der Hand hellwach und klar auf den Balkon zu treten. Da kann das Suchtgedächtnis aus dem Verstand heraus spinksen und herumnölen, es hätte doch viel bessere Alternativen anzubieten. Nein, hast du nicht, und nicht nur das: Du bist zu toppen!
Die Ausgaben, die wir beim Abendessen und in der Bar gespart haben, weil uns eine Flasche Wasser gereicht hat, statt wie üblich reichlich Wein, Bier und Mojitos zu bechern, sind ohne weitere Umstände in Wellness & Massage geflossen. Was für ein Gewinn.
Ich erinnere mich noch daran, wie ich früher mal dachte: Wie soll ein Urlaub schön sein, wenn man nicht das Bier an der Strandbar trinkt oder den Wein beim Essen? Wenn man nicht den Cocktail im Sonnenuntergang postet? Der Gedanke war so dermaßen fest, dass alle anderen Visionen oder Vorschläge („Trink doch einen schönen Tee“) für mich absolut lächerlich klangen. Heute weiß ich (und nicht erst seit diesem Urlaub), sich zu erholen und die Zeit zu genießen bedeutet etwas grundlegend anderes, als sich ab Sektfrühstück volllaufen zu lassen.
Ich hatte mich vorab bei der Buchung versucht, darüber zu informieren, ob es in diesem Hotel Minibars gibt (lieber Gruß an Alex_aufdemweg ), und ich habe nicht den geringsten Hinweis darauf gefunden. Gut so, dachte ich. Dann die Überraschung: Es gab doch eine! Ich habe mich geweigert, das Zimmer zu betreten, bis nicht nur sämtlicher Alk, sondern auch die dazugehörenden Wein- und Sektgläser sowie der Eiskübel entfernt worden waren und das Zimmer mit Cola, Fanta, Wasser und Saftgläsern clean war. Ansonsten gab es einen Wasserkocher mit hinreichend Kaffeetütchen und Teebeuteln (hatte ich auch noch von daheim mitgebracht), was ich generell für eine feine Sache halte und was wir auch ausgiebig genutzt haben.
Auf dem Hinflug, frühmorgens, habe ich mich mit Schaudern daran erinnert, dass ich mir früher um diese Zeit im Flieger gleich mal das erste Bier bestellt hätte. Ist doch Urlaub, macht doch jeder, hoch die Tassen! Diesmal habe ich mich genauer umgesehen, und nein, es macht kaum einer, jedenfalls nicht die Paare, die um diese Zeit auf die Kanaren reisen. Nur einen hab ich gesehen, der hatte eine von diesen kleinen Flaschen Weißwein neben seinem Schinkenbrötchen. Armer Tropf, hab ich gedacht.
Vor unserem Hotel gab es einen ‚Scheideweg‘: Nach links ging es zur Strandpromenade mit all den Kneipen und Bars, in denen die Leute mit ihren Bierhumpen und Sundownern herumlungerten. Nach rechts ging es zum kilometerlangen Strand und zu den Dünen. Keine Frage, dass wir auf dem rechten Weg geblieben sind

Es ist so bereichernd und wohltuend, die eigenen Sinne deutlich wahrzunehmen: den körnigen, kalten Sand unter den Füßen, die schäumenden Wellen an den Knöcheln, den Wind in den Haaren, das Rauschen und Sandsingen im Ohr, die schnell ziehenden Wolken am Horizont, das Gesicht in der wärmenden Sonne. Und als dann nach langem Marsch doch eine Strandbar mit ein paar Plastikstühlen davor aufgetaucht ist, haben wir uns angesehen und der eine hat gesagt: ‚Da hätten wir jetzt ein Bier getrunken‘, und die andere hat geantwortet: ‚Und es wäre nicht unser erstes gewesen.“ Und zufrieden, uns unserer Nüchternheit aufs angenehmste bewusst, sind wir dann weiter marschiert, und ich habe mich auf das abendliche Buffet gefreut und auf die süßen kleinen Köstlichkeiten, die man sich zum Dessert auf den Teller häufen kann. Oder auf die ausgiebigen Runden im beheizten Pool.
Ein Urlaub, der mich von Grund auf mit Licht und Wärme durchflutet hat. Und ich bin nur für mich selbst, für niemand anderen nüchtern geblieben. Ich hoffe, ich trage dieses Wohlbefinden auf meinem abstinenten Weg noch lange in mir. In diesen Tagen bin ich knapp vier Monate nüchtern. Es geht immer weiter

Ich habe in der Zeit immer mal wieder hier mitgelesen. Wie sollte es auch anders gehen – das Forum hat sich wie ein Krake in meinen Gehirnwindungen festgekrallt und hilft mir, mein Bewusstsein für die überall lauernde Gefahr sehr wach zu halten. Ich grüße von Herzen alle Neuen und wünschte euch allerbestes Gelingen auf eurem Weg. Und ein Extra-Gruß geht an R/no Immer schön, dich zu lesen. Für mich gehörst du zur Seele des Forums.
Allen weiterhin eine entspannte Vorweihnachtszeit. Man liest sich.
Liebe Grüße
Mattie
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Meine letzen Weihnachtserinnerungen sind, dass ich wartete, bis die Bescherung und das Singen endlich zu Ende sind, damit ich in die Kneipe gehen konnte, um mit den Kumpels zu saufen.
Das hört sich übel an. Wie gut, dass es vorbei ist und ihr so einen entspannten Umgang mit Weihnachten für euch gefunden habt.
Und so macht mich das auch nicht mehr wütend, es hat nichts aufgesetzes und keine vorgespielte Idylle.
Aufgesetzt und vorgespielt geht wohl immer nach hinten los. Das will keiner.
Liebe Grüße
Mattie
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Lieber Boss

Deine Probleme hätte ich gerne.
Möglicherweise gibt es Momente, in denen ich auch lieber darüber nachdenken würde, ob ich ins Stadion gehe oder Battlefield spiele
Wir alle sind nicht nur unterschiedliche Persönlichkeiten, wir stecken auch in unterschiedlichen Lebensphasen, und jeder hat sein Päckchen zu tragen
Kleinreden gilt nicht.Liebe Grüße
Mattie
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Danke für deine Antwort, lieber Stromer
Dir darf es auch mal schlecht gehen. Das ist vollkommen normal und erlaubt.
Das ist ein wichtiger Satz, finde ich. Nicht jedes Unwohlsein ist darauf zurückzuführen, dass mir gerade der Alk fehlt. Du hast ganz recht: Die Gefühle erlebt man jetzt ungefiltert, und in vielen Fällen wären sie vielleicht auch unter Alk aufgetreten, nur nicht so gefühlt worden, weil betäubt.
Für mich ist eine Beleuchtung oder ein Schmuck nicht die Definition von schönen Weihnachten.
Ich hatte ja noch gar keine Definition von Weihnachten gegeben
Für mich gehörten all die vergangenen Jahre Beschwingtheit und Lachen, gemeinsames Musizieren und Gesellschaftsspiele, gutes Essen, Kerzen und Lichter allüberall, Düfte und große Weihnachtsbäckerei dazu. Einiges davon fällt nun aus, wird ersetzt oder verändert wg. leerem Haus. Die Familie wird erstmals erst an einem der Feiertage komplett sein. Insofern 'ruckelt' es bei mir ein bisschen. Das gemeinsame Trinken gehörte übrigens nie dazu, eher ich für mich, wie oben beschrieben alleine beim Dekorieren.Bei uns gibt es keinen Weihnachtsbaum oder Weihnachtsbeleuchtung. Ein paar Kerzen reichen uns. Aber es ist gemütlich bei uns und sehr, sehr heimelich.
Das hört sich klasse an und wird bestimmt ein wunderbar harmonisches Familienfest. Das wünsche ich dir jedenfalls von Herzen.
Liebe Grüße
Mattie
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Ich vermisse deine Beiträge auch Kater Stanislaus . Ich hoffe, alles in Ordnung bei dir?
Viele Grüße
Mattie
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30 Bahnen und einen Notfall-Schokoriegel später ...
Stimmungstief überwunden. Wie froh bin ich, dass ich im Zuge der Abstinenz das Schwimmen wieder für mich entdeckt habe. Das ist echt generell ein Highlight für mich.In meiner Abwesenheit hat mein Mann, der meine deprimierte Verfassung bemerkt hatte, den Rest der Deko aufgehängt und sogar passende Batterien für den verdammten Leuchtstern gefunden. Der Gute. Jetzt ist alles schön, obwohl es längst nicht mehr mit dem zu vergleichen ist, was ich in früheren Jahren, als die Kinder klein waren, angestellt habe. Damals hat man unsere Haus-Illumination aus dem Weltall sehen können
Es gibt also durchaus Veränderung, aber Weihnachten wird nicht in die Tonne getreten. Dazu liebe ich das Fest viel zu sehr, und ich stresse mich auch nicht: Ich hatte mich aufs Dekorieren gefreut - und hatte dann eben überraschend die Begegnung mit der Suchtstimme.Zeiten ändern sich
So ist das wohl, lieber Bolle Die sich ändernden Zeiten waren im August einer der Hauptgründe für mich, dem Alk abzuschwören. Ich wusste, dass ich mit dem Auszug meines jüngsten Kindes (zum Studium in eine 500 km entfernte Stadt) in eine Situation gerate, in der es für mich alkoholholmäßig kein Halten mehr geben könnte. Deswegen habe ich zeitgleich die Reißleine gezogen und bin in die lebenslange Abstinenz gestartet. Bisher hat das alles gut funktioniert, und nun mit Vorweihnachtsbeginn ohne das geliebte Kind in Ruf- und Sichtweite bin ich möglicherweise ein Stück weit fragiler. Ich weiß das nun, habe das heute gespürt und nehme zur Kenntnis, dass mich Verzichtsgedanken anspringen können und dass ich das aushalte.
Ich denke anfangs ist es enorm wichtig Dinge eben genau anders zu tun, als während der nassen Zeit. Und darüber nachgrübeln raubt nur Energie und Zeit.
Ja, die Dinge ändern, anderes tun - das sehe ich wie du Rene72 Vieles hat sich bei mir in den vergangenen Monaten geändert, manches konnte und kann ich als riskant vorhersehen und meiden oder verändern, aber das weihnachtliche Dekorieren hatte ich als riskantes Unterfangen nicht auf dem Zettel. War es ja letzten Endes nicht wirklich - nur ein Aufblitzen vom Suchtgedächtnis, das sich ja ansonsten erstaunlich zurückhält. Insofern vielleicht sogar ganz nützlich, weil es meine Wachsamkeit weiter stärkt. Davon abgesehen halte ich aber Nachdenken generell nicht für Zeitverschwendung

Liebe Grüße
Mattie
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Unerwartete Risikosituation, über die ich mal hier schreiben will: In den vergangenen Jahren war das weihnachtliche Schmücken des Hauses und das Anbringen der Beleuchtung eine beschwingte Aktion für mich (ganz allein) mit lauter Musik und Bier. Dieses Jahr schleppe ich mich herum wie mit Bleischuhen ausgestattet, schiebe den Deko-Engel von links nach rechts, ohne dass es passt, und zieh mir für eine Stunde bedrückt die Decke über den Kopf, weil keine Batterien für den Leuchtstern in den üblichen Schubladen zu finden sind. Alles sehr schwerfällig, mit tiefen Seufzern untermalt, lustlos. Ich habe keine Strategie dagegen, ich halte es aus, schreibe und lese im Forum und versuche mich darüber zu freuen, dass ich am Abend noch zum Schwimmen gehen kann. Ist auch alles nicht so wichtig. Die Kinder sind aus dem Haus, meinem Mann ist Weihnachtsdeko piepegal. Ich mache einfach zu einem späteren Zeitpunkt weiter. Es hetzt mich ja keiner. Alkohol ist keine Option, Obwohl er heute, ohne Craving, in meinen Gedanken auftaucht. Mir wird einmal mehr deutlich, dass jeder seine eigenen Risiken definieren muss.
Viele Grüße
Mattie
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Liebe Bibi,
wenn mal für eine Kampagne 'Ohne Alk ist alles besser' authentische Erfahrungsberichte gesucht werden, bewirb dich bitte. Niemand schildert die Vorzüge des abstinenten Lebens anschaulicher als du

Weiterhin alles Liebe - ich lese dich sehr gern.
Mattie
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Und darin liegt meine Angst: Nur weil es heute leicht ist, heißt das nicht, dass der Teufel nicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten wieder anklopft.
(...) Ich möchte NIE, NIE wieder Alkohol trinken, und die Sucht soll sich einfach verpi**en. Ich habe Angst, dass ich vergesse, in welche Misere sie mich gebracht hat.
VG
Hallo, Boss,
ich bin gerade mal seit gut drei Monaten abstinent, und mir geht es jetzt noch so wie dir: Es macht mir Angst, weil die Abstinenz so problemlos verläuft. Ich habe Angst davor, das alles auf die leichte Schulter zu nehmen, Angst vor einem Anfall von 'Übermut', weil mir der Verzicht auf Alkohol zum Beispiel weniger Mühe bereitet als der Entzug von Nikotin vor zwanzig Jahren. Neben meiner Überzeugung, dass ein Leben ohne Alk absolut das Bessere ist, und den Grundbausteinen ist es vor allem das Lesen im Forum, das meine Sensibilität für das Thema ganz weit oben hält. Obwohl Meinungen und Erfahrungen auseinandergehen können, erfahre ich hier tagtäglich einen mitreißenden 'Sog'. Das hilft mir enorm.
Viele Grüße
Mattie
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Willkommen im Forum, Boss!
Schau bei dem Melatonin, ob da kein Alk drin ist. Ich hatte mal eines mit 10 % hier, zufällig im Apothekenschränkchen entdeckt. Das wäre wie ein Spühstoß Wein gewesen. Man findet das aber auch alkfrei.
Gutes Gelingen für dich!
Mattie
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Hi Chapa,
ich erlebe das auch, dass sich die Beziehung verändert. Alkohol ist ein so entscheidender Faktor in Partnerschaften ... Wenn er wegfällt, steht man vor einer völlig neuen Situation. Bei uns ist es auch so, dass wir beide gleichzeitig abstinent geworden sind.
Ich weiß, dass meine Partnerschaft es wert ist, sie bis an mein Lebensende zu leben, und deswegen warte ich nicht darauf, dass irgend etwas passiert, sondern ich bemühe mich aktiv darum, neue Gemeinsamkeiten zu finden. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, manchmal sind wir beide auch zu müde oder zu träge für irgendwas, aber ich lasse da nicht locker. Ich mag das Wort eigentlich nicht, aber hier passt es für mich: Ohne 'Beziehungsarbeit', das Entwickeln von neuen Gewohnheiten zu zweit, laufen wir ins Leere, und das wäre jammerschade.
Alles Liebe
Mattie
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*Rina* Bibitor 66 Ich reihe mich ein in den Club der mit den Stimmen im Kopf
Für mich liegt der größte Wert des Forums in der Dauerpräsenz in meinem Bewusstsein.Liebe Grüße
Mattie
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Hallo Abstinenzler, es tut mir sehr leid, dass du in die Falle getreten bist! Kopf hoch, weitermachen! Meinen Respekt hast du dafür, dass du dich wieder hier gemeldet und dich nicht still davongeschlichen hast. Das habe ich hier noch nicht häufig erlebt.
Ich wünsche dir, dass du wieder in die Spur kommst, und freue mich auf weitere Beiträge von dir.
Alles Gute
Mattie