Beiträge von Lila

    Liebe Aurora,

    ich habe alles gelesen und möchte Dir danken für diesen Thread.

    Obwohl wir unterschiedlich unterwegs sind, Du als Co, ich als Alk, sind da so viele Parallelen. Du hast mir ganz viel Mut gemacht, mir manchmal die Augen geöffnet, mir Denkanstöße gegeben - und tust Du ja immer noch.

    Du bist eins meiner Vorbilder hier.

    Viele liebe Grüße,

    Lila

    Hallo,

    Ich habe mir einen Termin ausgemacht bei einem suchtberater um seine Meinung zuhören um gegebenenfalls dort Hilfe zubekommen oder Erkenntnis.

    Hat jemand Erfahrung damit ? Sind diese Gespräche sinnvoll ?

    Ich bin Alkoholikerin und gehe zur Suchtberatung. Habe einen sehr erfahrenen Berater. Es ist mehr Therapie als Beratung, ich geh da regelmäßig hin. Und dort wird sich auch um Angehörige gekümmert.

    Wie Hartmut schrieb: dort wird Dir nicht gesagt werden, wie Du ihn trockenlegen kannst. Aber vielleicht kann Dir dort gesagt werden, was Du für Dich tun kannst. Im Prinzip wird es das sein, was Dir hier in Deinem anderen Thread schon gesagt wurde.

    Vielleicht tut Dir das Reden gut. Das kannst Du nur wissen wenn Du es ausprobierst. Und wenn der Termin nicht gut läuft, dann hast Du es versucht.

    Liebe Grüße,

    Lila

    Hallo an alle.

    Diesen Thread im öffentlichen Bereich habe ich wiedergefunden und mit gedacht, daß ich auch hier mal ein Update gebe.

    Hatte im Dezember einen Rückfall, eine Weile rumgewurschtelt, bin dann in die Klinik zur Entgiftung und seit dem 12.2.26 wieder nüchtern. Schreibe hauptsächlich im geschützten Bereich.

    Ich kann nur für mich sprechen, vielleicht hilft es aber einigen Menschen, vielleicht denen, die noch unsicher sind oder am Anfang stehen.

    Was mir sehr wichtig ist, noch wichtiger als letztes Jahr, ist dieses Forum. Schreibe nach Möglichkeit mindestens 2 mal täglich in meinem Tagebuch, auch wenn es nichts zu berichten gibt. Es gibt mir Halt, dieses Hier-Sein.

    Das Forum, bzw. natürlich die Menschen hier, das Schreiben, das Lesen, das damit verbundene Nachdenken, das Reflektieren, es ist unschätzbar hilfreich. Auch wenn es nicht um Alkohol geht oder Probleme geht. Anfangs hat sich mir das nicht so wirklich erschlossen. Bin hartnäckig geblieben.

    Im Laufe der Tage und Wochen verstehe ich so vieles besser, von dem ich dachte, es schon längst verstanden zu haben. Habe das Gefühl, daß das so weitergehen wird, daß ich noch mehr verstehe und vor allem verinnerliche. Es erschließt sich immer mehr.

    Ich werde weiterhin im geschützten Bereich schreiben, wenn aber jemand Fragen oder Anregungen hat, lese ich das natürlich und werde reagieren.


    Liebe Grüße und alles Gute,
    Lila, ehemals Seiltänzerin

    "Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. "Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." (Hans Christian Andersen)

    Das übertrage ich für mich: Nicht zu trinken ist nicht genug, da gehören auch andere Dinge dazu. Unter anderem ein tolles Forum.


    Liebes Forum, liebe Menschen, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und Danke für alles an alle!

    Hallo. Hab das jetzt alles gelesen, auch in dem anderen Thread, und mir schwirrt der Kopf. Das Thema "Outen am Arbeitsplatz" beschäftigt mich ja schon eine gute Weile.

    Als ich Mitte der 90iger zur LZT ging, wusste mein AG Bescheid und hielt mir die Stelle frei, ich hatte auch Telephonate mit einem direkten Vorgesetzten, der mir von der Alkoholproblematik eines engen Freundes erzählte und mir sein Verständnis zusicherte. Warum auch immer, ich habe mich nach den 16 Wochen LZT so geschämt, daß ich nicht zurück bin :-/

    Vielleicht war das auch ganz gut. Es folgten 19 abstinente Jahre, in denen ich anderweitig gearbeitet habe und sehr viel Gutes und Spannendes erlebt habe, das ich nicht erlebt hätte, wäre ich beim AG geblieben.

    Und dann wollte ich wieder in meinen Beruf zum selben AG zurück und hab mich beworben mit den Worten "... seit 15 Jahren trockene Alkoholikerin ...". Und wurde eingestellt.

    Anfangs ging ich sehr offen mit meiner Sucht um, wurde aber immer wieder gewarnt. Von verschiedensten Kollegen und Kolleginnen. Ich solle mir sehr gut überlegen, wem ich was erzähle. Das hat mich sehr verunsichert, so daß ich das Thema nicht mehr ansprach.

    Seit dem Rückfall habe ich mit einer direkten Vorgesetzten, der ich 100%ig vertraue, gesprochen, die mir privat Hilfe anbot, mich aber dringend gebeten hat, es niemanden zu sagen, da weiter höhergestellte Personen krasse Vorurteile haben.

    So sind meine Erfahrungen mit dem Thema: Unterschiedlich.

    Aktuell tendiere ich dazu, nichts zu sagen und die beantragte Reha wird eine psychosomatische Reha sein.

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo. Das mit der Euphorie kenne ich vom Sommer, da hab ich Entzug gemacht, war dann ziemlich euphorisch, hab euphorisch mein Leben wie vorher gelebt, nur halt ohne Alk, und war nach 6 Wochen rückfällig. Nach erneutem Entzug bin ich jetzt seit 5 Wochen nüchtern und es ist anders. Ruhiger, bedachter. Neben dem Forum hilft mir auch ein früheres Hobby, an dem ich die Freude völlig verloren hatte (auch im Sommer während der nüchternen 6 Wochen). Langeweile hab ich somit nicht, eher zu wenig Zeit. Die Suche nach dem Hochgefühl kenne ich auch von früher, sowohl in nüchternen als auch in nassen Phasen, eine Art von Sensation Seeking ... jetzt bin ich froh und zufrieden, wenn es in und um mich rum ruhig ist. Erinnerungen an schlimme Dinge hab ich natürlich auch, aber die helfen mir eher nicht beim nüchtern bleiben, sie entsetzen mich vor allem ...

    Ist nicht immer einfach. Fühlt sich für mich aber richtig an.

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo Alex_aufdemweg , Kazik , stef2303 und Oskar , vielen Dank für eure Beiträge! Finde das Thema interessant und spannend, ich träume seit Kindertagen sehr intensiv, oft schräg, und erinnere mich meistens gut an die Träume. Ich denke, daß sie Hinweise geben können, was sich im Unterbewusstem abspielt, also nicht "nur" Träume sind. Damit meine ich nicht irgendwelche Symboliken, die man in Traumbüchern "gedeutet" bekommen kann, sondern die Träume bezogen auf mein Leben, auf meine Situation.

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo, ich will mich hier kurz zu Wort melden. Hätte ich nicht schon lange was mit Freunden, die ich selten sehe, für dieses WE ausgemacht, wäre ich sehr, sehr gern gekommen. Finde es toll daß ihr so ein Treffen organisiert! Nächstes Jahr, falls wieder ein Treffen stattfindet, bin ich dann dabei :)

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo. Ein kurzes Update von mir: seit ich wieder arbeite bin ich oft sehr, sehr müde. Das ist so arg, daß ich das Gefühl hatte, während des Trinkens war es bei Weitem nicht so schlimm, das hat mich irritiert. Nun hat es aber "Klick" gemacht und ich hab festgestellt, wie trügerisch dieses Gefühl ist. Weil während des Trinkens hab ich ja nichts anderes gemacht, im Gegensatz zu jetzt. Während des Trinkens hab ich getrunken, gearbeitet und mit viel Müh und Not eine halbwegs funktionierende Fassade aufrechterhalten. Jetzt trinke ich nicht, arbeite, bin hier, denke nach, habe Kontakt mit lieben Menschen, beschäftige mich mit meinem Hobby und geh meine Probleme an - das ist die Müdigkeit auf jeden Fall wert! Und sie ist ja nicht dauerhaft, wechselt sich ab mir Phasen in denen ich Energie habe, z.B. jetzt während des Schreibens fühle ich mich zunehmend besser.

    Hab auch das erste Mal seit ich wieder nüchtern bin von Alkohol geträumt. Das ist nicht schön, aber ich kenne es. Glaube daß diese Träume zum Verarbeitungsprozess dazu gehören. Kennt ihr das auch, träumen von Alkohol, und falls ja, wie kommt ihr damit klar und wie schätzt ihr das ein?

    Liebe Grüße,

    ST