Beiträge von theel

    Du kannst auch eine ambulante Reha vor Ort machen, je einmal wöchentlich Einzel- und Gruppentherapie (mehrfach verlängerbar), kann ich nur empfehlen.

    Ja das gibt es hier wohl als offenes Angebot. War jetzt gestern beim Psychologen und geh das mal mit ihm an. Mein Problem grad ist, dass ich denke ich hab den Anschluss verloren mit 40. Wo lernt man da noch jemand kennen? Ich denk die meisten stehen da einfach schon im Leben und haben ihr Umfeld.

    Hallo@theel,

    Musst oder willst du unbedingt in die Therapie/Psychologe ? Bei Liebeskummer können die dir ja auch nicht helfen, versuchen wird es der Psychologe aber bestimmt, für 95€, vielleicht genügt dir ja aber auch die SHG hier?

    Der Psychologe wurde mir empfohlen. Also soll wohl gut sein. Ich denke ich sollte eine Therapie machen, weil ich im Moment alles noch vermische. Also den Versuch für sie aufzuhören und zu scheitern und das was ich jetzt gerade mache. Ich merk, dass ich nicht wirklich loslassen oder mir das verzeihen kann und will das jetzt nicht internalisieren in meinen Kopf. Aber mir ist auch klar, dass ich dafür selbst die meiste Arbeit leisten muss. Erwarte mir nicht, dass der Psychologe das für mich macht. Ich kenn mich nur und will nicht wieder Zeit verlieren indem ich jetzt 6 Monate das gleiche denke und da nicht rauskomme. Aber ja, merke schon, dass meine Psyche deutlich stabiler ist, ohne den Alkohol und sich auch mein Körper erholt. Ich weiß nicht wirklich, ob ich eine Therapie brauche, aber schaden kann es ja nichts mal hinzugehen. Habe keine finanziellen Verpflichtungen außer mir selbst gegenüber.

    Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung sich hier anzumelden. Aber es ist eben "nur" digital. Denke es ist wichtig, nicht nur digital Hilfe zu haben. Und wenn ich ehrlich bin, schau ich grad, dass ich jeden Strohhalm den es gibt greife, da ich es bisher immer allein versucht habe, was dann zu verstecken und heimlich trinken geführt hat. Je offener man sich macht, desto einfacher ist es auch dran zu bleiben, denk ich.

    Hey R/no,

    ich würde euch auch einen Mediator oder eine Paartherapie empfehlen. Ihr müsst da was aufarbeiten denke ich, aber dazu müssen natürlich beide bereit sein. Ich hoff ihr bekommt das hin oder findet eine Lösung. Ihr solltet vor allem an die Kinder denken und nicht an euch. Ich arbeite mit Jugendlichen (Soz.Päd.) und seh auch in meinem Umfeld, was solche Situationen mit Kindern machen. War auch ein Auslöser dafür, dass ich mich kiffend in mein Zimmer zurückgezogen hab als 16jähriger. Da waren meine Eltern auch nur noch mit sich und einem Streit beschäftigt. Bin mir auch sicher, dass da der Ursprung meiner Sucht liegt, weil damals das Elternhaus und die Familie plötzlich zerstritten waren und in mir das Vertrauen und diese liebevolle Sicherheit, nenn ich es mal, zerbrochen ist. Jedenfalls fing meine Sucht damals an, denke ich, weil ich viele Gefühle einfach verdrängt hatte.
    Ich weiß, dass wenn man in so einem Beziehungsstreit steckt, es nicht einfach ist einen Kopf für sowas zu haben, da man ja selbst Teil des Streits (mit allen Gedanken, Gefühlen etc.) ist, aber versuch mal aus dir raus zu gehen gedanklich. Ich weiß nicht inwiefern deine Frau dazu bereit ist, aber sie sollte das auch tun, so wie sich das anhört hat sie sich ja auch nicht so ganz im Griff im Moment. Sorry für die direkte Frage, aber warum hat sie das Glas Wein vor dir versteckt? Hattet ihr ausgemacht, dass sie auch nichts mehr trinkt?

    Die Streiterein in der Beziehung haben mich auch aus der Bahn geworfen, aber in meinem Fall hab ich es eher grob fahrlässig zugelassen, eben nicht aus mir rauszugehen und das zu sehen, was ich dann im Nachhinein gesehen hab. Also was bei mir nie wieder passieren darf, ist das ich in so einem Fall meinen Kopf mit Alkohol noch unfähiger mache, sich mal von außen zu betrachten. Aber ja, für mich ist das Recht einfach, eben weil ich jetzt verstehe, dass Alkohol alles nur noch schlimmer macht und der Körper und die Psyche in so einer Art Kampfmodus gefangen sind. Alkohol erhöht die Stresshormone die eh schon da sind, also macht alles nur noch schlimmer und einen unfähig was dagegen zu machen, da man unbewusst eigentlich ums Überleben kämpft. Also egal was noch kommt in meinem Leben, die Lektion hab ich gelernt.

    Hallo an alle.

    Hier mal ein kurzes Update von mir. Ich habe gestern mit der Suchtberatung telefoniert und die Tagesreha ist eine Therapie. Also man muss einen Antrag stellen und die Dauer hat die Dame mir mit 12 Wochen angegeben. Ist in meiner Situation schwer zu realisieren, da ich meinen Job behalten will. Klar, kann ich mich krank schreiben lassen und das machen, aber in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, ist mir das Risiko zu hoch meinen Job zu verlieren. Ich frage mich auch ehrlich gesagt, was ich in dieser Zeit machen soll. Das wäre eher ein Rückschritt für mich, da nicht weiß, ob ich wirklich eine Therapie brauche, also eine teilstationäre. Habe heute noch einen Termin beim Psychologen, der mich aber 95€ die Stunde kostet. Einen der über die Kasse abrechnet zu finden ist um die Zeit des Jahres so gut wie unmöglich. Es gibt aber wohl eine App edit , die die Suche erleichtert. Aber ja, ich bin jetzt auch nicht mehr total depressiv oder verzweifelt. Was mir fehlt ist halt die Beziehung, aber ich darf halt auch nicht vergessen, dass es einfach erst 3 Wochen her ist und ich Liebeskummer habe. Denk ich habe schon mit meinen Gefühlen ein wenig aufgeräumt und muss da halt dran bleiben.

    Ansonsten läuft es ganz gut. Hab zu vielem was ich früher getan hat Tschüß gesagt, also was meinen Alltag angeht. Die Arbeit tat auch gut und ich bin eigentlich zuversichtlich, wenn da der Liebeskummer nicht wäre. Aber mittlerweile kann ich das ganz gut trennen, was jetzt Liebeskummer ist und was vom Alkoholentzug kommt. Bekomm es auch immer besser hin auf meine Ernährung zu achten, hab an manchen Tagen nichts gegessen und eigentlich nur Kaffee und Alkohol getrunken früher und war meist zu verkatert um morgens etwas zu essen. Da ich abnehmen will, kann ich nicht zu meinen alten Gewohnheiten zurück was essen angeht, aber ist ja auch eine Aufgabe. Denk die brauch man auch um nach vorne zu blicken. Mein Selbstvertrauen baut sich langsam wieder auf, weil nicht alles stillsteht und zumindest langsam voran geht. Wollte heute eigentlich Sport machen, aber bin erkältet. Früher hätte ich trotzdem Abends Bier getrunken, nicht viel, aber die Sucht hätte mich dazu gebracht meinen Körper noch mehr zu vergiften. Der Gedanke mit dem Gift hilft mir immer noch. Glaub es braucht einfach bis das Hirn das wirklich gelernt hat.

    Also ja, bin heut eigentlich ganz zufrieden mit dem Fortschritt des Projektes. Was die Selbsthilfe Gruppen angeht, bin ich da viel digital unterwegs, also bin nicht nur hier angemeldet, aber glaub auch, dass es was anderes ist, wenn man die Leute auch sieht. Hab von der Suchtberatung Infos bekommen was es alles gibt. Finds irgendwie schade, dass es nicht "die eine" gibt. Gibt ja eigentlich genug Menschen mit dem Problem, aber Einsamkeit ist wohl eins der größten, wenn es darum geht durchzuhalten. Für mich zumindest.

    Alles gute dir :) Mit der Einstellung schaffst du das.

    Dir auch. Bin jetzt 1 Monat trocken. Das Saufhirn wird ruhiger. Habe soviel Abstand zum Alkohol. Ich sehe und rieche ihn und die Leute nicht. Das hilft mir sehr!! Mir geht es immer besser. Es wird von Woche zu Woche leichter. Aber ich passe trotzdem sehr auf und setze alles um!!

    Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber was mir ein wenig geholfen hat, ist den Alkohol nicht mehr als normales Getränk zu sehen, sondern als eine Flasche mit Chemikalien, die einen töten auf Dauer. Braucht eine Weile bis man das verinnerlicht hat, aber mir hat es geholfen. Bleib auf jeden Fall dran.

    Also heute ist es deutlich besser. Fühl mich recht stabil. Danke für eure Worte gestern, war wohl einfach ein mieser Tag. Bin heute morgen mit klarem Kopf aufgewacht und bin froh, dass ich ihn noch habe :) Ist natürlich trotzdem schade, dass die Beziehung in die Brüche gegangen ist, aber mehr als das was ich mache, kann ich dafür auch nicht mehr machen. Bin trotzdem dankbar dafür, dass ich es dadurch da raus geschafft habe. Ist echt ein anderes Leben und es lohnt sich.

    Nj es waren nicht nur leere Versprechungen, sonst wär ich jetzt auch nicht an diesem Punkt an dem ich bin. Es war halt dieser eine Streit der dann zu viel war leider. Ging ihr auch primär um die Eifersucht, nicht um das betrunken sein. Ich war halt wirklich unzurechnungsfähig in dem Moment und hätte nie mit ihr schreiben dürfen. Hab mich auf direkt dafür entschuldigt, aber da wars schon zu spät. Aber versteh schon wie du das meinst. Es wär aber nie eine Option gewesen so weiter zu machen. Aber sie kennt mich nicht wirklich bzw. das gute was ich gezeigt hatte, hat nicht gereicht, dass sie nochmal an mich glaubt. Kann ich ihr auch nicht vorwerfen, aber ich weiß was ich anders machen würde jetzt. Also zumindest nehme ich das mit. Und ja, eigentlich sollte ich froh sein, dass ich aufgehört habe, aber es vermischt sich halt mit dem Liebeskummer.

    Psychischer Entzug sind für mich Einschlafprobleme, Angstattacken, Depressive Phasen und Verzweiflungsgedanken. Hatte ja schon vorher reduziert und dann das gleiche Gefühl bekommen. Das war auch der Grund für die Eifersucht. Damals hab ich aber gedacht, dass das durch die Beziehung kommt und nicht durch den Alkohol. Es wird auch weniger aber hab gelesen dass das 2 Monate lang gehen kann. Das Gefühl von heute Mittag ist auch wieder weg. Aber das kommt bei mir wellenartig. Weiß nicht wie das bei anderen ist.

    Danke dir. Ja, ich kann es mir einfach auch nicht leisten jetzt noch tiefer zu fallen. Ist wirklich eine Lebenskrise diesmal. Bei anderen Trennungen konnte ich immer irgendwie bei beiden den Fehler sehen, aber diesmal war wirklich nur ich schuld und das passiert natürlich bei der Frau auf die ich irgendwie mein Leben lang gewartet hatte. War jetzt noch eine Runde laufen, aber wirklich was geholfen hat das auch nicht. Kann auch nicht weinen, das macht das ganze noch schlimmer irgendwie.

    Bin auch froh darüber reden zu können, anstatt allein damit zu sein. Aber dieser Gedanke in meinem Kopf, dass ich mir diese Chance auf einen neuen Lebensbeginn mit Ihr kaputt gemacht habe, weil ich einfach zu blöd war aufzuhören, geht halt nicht weg. Ist halt auch die bittere Wahrheit. Will jetzt nicht ausdrücken, dass trinken daran irgendwas verändern würde, außer es schlimmer zu machen. Versuch halt einen Weg zu finden mir das zu vergeben.

    Willst Du das oder Dein Suchtgedächtnis, welches Gründe zum Trinken sucht?

    Sie ist garantiert nicht traurig, also sei glücklich. Du weißt ja nicht, was Dir eventuell mit ihr erspart geblieben ist. Sehe es doch mal so rum.

    Ich hatte es bei Dir im Thread irgendwo schon mal gelesen. Hintern hoch, Arschbacken zusammenkneifen und Abmarsch. Heute beginnt der Rest Deines Lebens. Vergeude keine Zeit.

    Will ja nicht trinken. War heute auch schon draußen, aber ist mir einfach zu viel heute. Kann da nicht einfach so auf glücklich umschalten, auch wenn sie nicht traurig darüber ist und ihr Leben weiterlebt. Hab nicht vor dabei zu bleiben, aber heut ist bei mir halt ein schlechter Tag. Hab aber auch nicht das Gefühl, dass ich Zeit vergeude. Trauere halt noch. Hintern hoch ist dann morgen wieder.

    Hallo Theel, erstmal Hallo hier im Forum.

    Ich denke die kurze Sicht ist jetzt die einzige Sicht, die wichtig ist. Kleine Schritte, Tag für Tag. Heute trinke ich nicht. Ich finde Du machst Dir viel zuviel Gedanken um das was gewesen ist. Kannst Du eh nicht ändern! Der Weg geht nach vorn und nicht zurück. Alles andere findet sich, wenn die Zeit dafür kommt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg für Deinen Start in die Abstinenz.

    René

    Ja, ich denk ich muss sie einfach noch loslassen. Ist halt auch "erst" 3 Wochen her jetzt. Hatte auch schon bessere Tage, aber wenn so ne Welle kommt, überspült die mich noch recht einfach. Geht auch wieder vorbei, aber heut will ich zum Beispiel einfach im Bett bleiben und traurig sein.

    Hallo Bibi,

    sie sagt es natürlich nicht, also ich weiß es nicht. Aber sie hat während der Beziehung schon gesagt, dass sie eigentlich eine andere Art von Mann wollte. Ich war halt auch ihre erste richtige Beziehung. Gab schon auch Anzeichen dafür in der letzten Zeit der Beziehung. Aber vielleicht wollte sie auch einfach von dem Stress weg, den wir in der Beziehung hatten. Sie kam ja aus Kenia und war erst ein paar Monate in Deutschland. Ich glaube jetzt nicht, dass sie sich direkt jemand anderen gesucht hat, aber sie hat in der letzten Zeit schon vermehrt Kontakt zu anderen Männern gehabt. Davor meinte sie von sich aus, dass sie eher Freundinnen sucht. Ist ja auch egal eigentlich. Sie wird mir den echten Grund nicht sagen. Sie sagt zwar, dass es wegen der Eifersucht war, aber das war halt der Anlass für sie das zu beenden.

    Ja, ich würd da auch gern wieder rauskommen. Momentan erinnert mich halt noch alles an die verpasste Chance und die Zeit mit ihr. Fitnessstudio und Schwimmen hab ich bspw. in der Beziehung schon angefangen um abzunehmen und fitter zu werden (war wirklich unfit und übergewichtig). Mach ich jetzt trotzdem weiter, aber natürlich zieht es mich dann runter, wenn ich dann allein im Auto sitz und denk, dass ich das alles hätte schneller und besser machen können, wenn ich nur den Alk früher weggelassen hätte.

    Tut mir auch leid, dass ich da grad nicht raus komme. Eigentlich bin ich ein positiver Mensch, aber das was da passiert ist, hat mich total aus dem Gleichgewicht gebracht. Kann gerade irgendwie keinen Spaß haben oder Freude empfinden. Ich hoff, dass das der psychische Entzug ist und das wieder vorbei geht, aber ich hab mich seelisch irgendwie selbst tief verletzt durch das was ich getan hab. Glaub das trifft es am besten. Ich hoff der Psychologe kann da helfen.

    Na klar. Wahrscheinlich versprichst du dir davon, dass, wenn du jetzt alles möglichst schnell auf die Kette bekommst, deine Herzdame dich wieder nimmt.

    Kannst du aber knicken.

    Sie liebt dich nicht mehr, und genau das hat sie dir auch gesagt. Sie ist da längst raus und macht innerlich drei Kreuze, dass du nicht mehr Teil ihres Lebens bist.

    Erzähl mal was ist deine Motivation. Knall hart ohne drumherum zu reden.

    Nein, die Hoffnung hab ich beerdigt. Ich denk mittlerweile, dass das auch ein Zeichen war, dass es eh nicht gehalten hätte. Ich weiß wo meine Fehler lagen, aber wenn sie sich sicher gewesen wäre, wäre sie noch da. Hab ihr alles erklärt und gesagt was ich gerade mache. Die Probleme die wir in der Beziehung hatte, wären nicht mehr da, aber wenn sie mich nicht mehr will, muss ich das ja akzeptieren. Bin mir auch eigentlich sicher, dass sie das schon eine Weile geplant hatte und sich nebenher jemand für den Absprung gesucht hatte oder gefunden wurde. Jedenfalls war ihre Liebe schon länger weg als sie sagt. Kann man jetzt so oder so sehen, aber ihre Sicht bringt mir da nicht viel, weil sie davon ausgeht, dass ich mich eh nicht ändere auf Dauer.

    Meine Motivation ist ein nüchternes Leben zu führen und mich wieder wohl zu fühlen mit mir. Anders wirds mit einer Frau eh wieder nur auseinander gehen. Also auf lange Sicht gesehen ist meine Motivation eine Familie, auf kurze Sicht will ich mich mit mir selbst wieder wohl fühlen und mich nicht mehr selbst kaputt machen.

    Das Bild mit der Spalte trifft es ganz gut. Will auf jeden Fall nicht mehr zurück. Im Moment will ich halt den Job behalten, daher versuch ich es ambulant hinzubekommen. Bin aber soweit, dass ich in eine Klinik will, wenn ich mich im neuen Jahr immer noch so fühle.

    Die Frage ist ehrlich gesagt Quatsch. Eine Depression stellt dich ruhig. Punkt. So wie eine Grippe dir Fieber verpasst. Das ist ein Zustand, den du nicht einfach mit einer Tablette abschaltest.

    Kein Medikament macht eine Depression weg. Benzos schon gar nicht. Die würden dich noch mehr sedieren und den ganzen Müll verstärken. Die nimmt man im Notfall bei einer Panikattacke. Nicht um den Alltag „ruhig zu stellen“.

    Antidepressiva brauchen Zeit, um zu wirken. Und sie schalten die Depression nicht aus. Sie sorgen dafür, dass deine Grundstimmung stabiler wird, damit du überhaupt wieder ins Handeln kommst. Und selbst da wirken sie nicht bei jedem. SSRIs helfen ungefähr einem Drittel der Patienten. Dazu gibt es reichlich Studien.

    Ich verstehe den Wunsch, jetzt irgendwas einzuschmeißen, das den Schmerz wegdrückt. Ein kleiner Zaubertrank, einmal Ruhe im Kopf. Aber genau das hast du jahrelang mit Alkohol versucht. Und das war nicht die Lösung. Das war das Problem.

    Auf gut Deutsch. Du musst deinen Arsch hochbekommen und etwas tun. Medikamente können unterstützen. Sie können aber nicht dein Leben für dich aufräumen. Das gibt es nicht.

    Ja, ich denk da liegt mein Problem. Will einfach zu viel in kurzer Zeit und das auf einem möglichst leichten Weg. Ich hatte schonmal eine Depression und bin da wieder rausgekommen. Sollte eher daran denken anstatt mich selbst fertig zu machen.

    Ja, deshalb will ich Benzodiazepine ja vermeiden. Als ich damals auf Entgiftung war, wurden sie mir angeboten und ich bin froh nein gesagt zu haben. Damals wusste ich noch nicht was das ist.

    Ich will das ja nicht dauerhaft nehmen. Geht mir eher darum mich zu stabilisieren emotional, merke schon, dass die Tendenz in ein Loch zu fallen da ist. Ich bin mir nicht sicher, ob das Selbstmitleid ist, irgendwie zementier ich damit eher, wie schlecht ich bin. Aber werde das mit dem Psychologen und dem Arzt besprechen. Morgen gehts wieder mit Arbeiten los und Donnerstag ist der Termin beim Psychologen.

    Ich kann deine „Ängste“ verstehen, aber medizinische Fragen sollten immer mit den Ärzten besprochen werden, da es individuell ist. Darauf achten wir hier genau. Erfahrungen lassen sich ja nicht einfach übertragen.

    Ja, ich werde das in der Psychotherapie auch ansprechen. Die Frage ging eher in die Richtung, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Depressionen "ruhig" zu stellen für eine Weile. Klar muss man sich mit sich selbst auseinander setzen und die Realität aushalten, aber Selbstgeißelung muss ja auch nicht sein.