theel, Erfahrungen gesucht :)

  • Hallo Bibi,

    sie sagt es natürlich nicht, also ich weiß es nicht. Aber sie hat während der Beziehung schon gesagt, dass sie eigentlich eine andere Art von Mann wollte. Ich war halt auch ihre erste richtige Beziehung. Gab schon auch Anzeichen dafür in der letzten Zeit der Beziehung. Aber vielleicht wollte sie auch einfach von dem Stress weg, den wir in der Beziehung hatten. Sie kam ja aus Kenia und war erst ein paar Monate in Deutschland. Ich glaube jetzt nicht, dass sie sich direkt jemand anderen gesucht hat, aber sie hat in der letzten Zeit schon vermehrt Kontakt zu anderen Männern gehabt. Davor meinte sie von sich aus, dass sie eher Freundinnen sucht. Ist ja auch egal eigentlich. Sie wird mir den echten Grund nicht sagen. Sie sagt zwar, dass es wegen der Eifersucht war, aber das war halt der Anlass für sie das zu beenden.

    Ja, ich würd da auch gern wieder rauskommen. Momentan erinnert mich halt noch alles an die verpasste Chance und die Zeit mit ihr. Fitnessstudio und Schwimmen hab ich bspw. in der Beziehung schon angefangen um abzunehmen und fitter zu werden (war wirklich unfit und übergewichtig). Mach ich jetzt trotzdem weiter, aber natürlich zieht es mich dann runter, wenn ich dann allein im Auto sitz und denk, dass ich das alles hätte schneller und besser machen können, wenn ich nur den Alk früher weggelassen hätte.

    Tut mir auch leid, dass ich da grad nicht raus komme. Eigentlich bin ich ein positiver Mensch, aber das was da passiert ist, hat mich total aus dem Gleichgewicht gebracht. Kann gerade irgendwie keinen Spaß haben oder Freude empfinden. Ich hoff, dass das der psychische Entzug ist und das wieder vorbei geht, aber ich hab mich seelisch irgendwie selbst tief verletzt durch das was ich getan hab. Glaub das trifft es am besten. Ich hoff der Psychologe kann da helfen.

  • . Also auf lange Sicht gesehen ist meine Motivation eine Familie, auf kurze Sicht will ich mich mit mir selbst wieder wohl fühlen

    Hallo Theel, erstmal Hallo hier im Forum.

    Ich denke die kurze Sicht ist jetzt die einzige Sicht, die wichtig ist. Kleine Schritte, Tag für Tag. Heute trinke ich nicht. Ich finde Du machst Dir viel zuviel Gedanken um das was gewesen ist. Kannst Du eh nicht ändern! Der Weg geht nach vorn und nicht zurück. Alles andere findet sich, wenn die Zeit dafür kommt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg für Deinen Start in die Abstinenz.

    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Hallo Theel, erstmal Hallo hier im Forum.

    Ich denke die kurze Sicht ist jetzt die einzige Sicht, die wichtig ist. Kleine Schritte, Tag für Tag. Heute trinke ich nicht. Ich finde Du machst Dir viel zuviel Gedanken um das was gewesen ist. Kannst Du eh nicht ändern! Der Weg geht nach vorn und nicht zurück. Alles andere findet sich, wenn die Zeit dafür kommt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg für Deinen Start in die Abstinenz.

    René

    Ja, ich denk ich muss sie einfach noch loslassen. Ist halt auch "erst" 3 Wochen her jetzt. Hatte auch schon bessere Tage, aber wenn so ne Welle kommt, überspült die mich noch recht einfach. Geht auch wieder vorbei, aber heut will ich zum Beispiel einfach im Bett bleiben und traurig sein.

  • aber heut will ich zum Beispiel einfach im Bett bleiben und

    Willst Du das oder Dein Suchtgedächtnis, welches Gründe zum Trinken sucht?

    Sie ist garantiert nicht traurig, also sei glücklich. Du weißt ja nicht, was Dir eventuell mit ihr erspart geblieben ist. Sehe es doch mal so rum.

    Ich hatte es bei Dir im Thread irgendwo schon mal gelesen. Hintern hoch, Arschbacken zusammenkneifen und Abmarsch. Heute beginnt der Rest Deines Lebens. Vergeude keine Zeit.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Willst Du das oder Dein Suchtgedächtnis, welches Gründe zum Trinken sucht?

    Sie ist garantiert nicht traurig, also sei glücklich. Du weißt ja nicht, was Dir eventuell mit ihr erspart geblieben ist. Sehe es doch mal so rum.

    Ich hatte es bei Dir im Thread irgendwo schon mal gelesen. Hintern hoch, Arschbacken zusammenkneifen und Abmarsch. Heute beginnt der Rest Deines Lebens. Vergeude keine Zeit.

    Will ja nicht trinken. War heute auch schon draußen, aber ist mir einfach zu viel heute. Kann da nicht einfach so auf glücklich umschalten, auch wenn sie nicht traurig darüber ist und ihr Leben weiterlebt. Hab nicht vor dabei zu bleiben, aber heut ist bei mir halt ein schlechter Tag. Hab aber auch nicht das Gefühl, dass ich Zeit vergeude. Trauere halt noch. Hintern hoch ist dann morgen wieder.

  • Lieber Theel,

    da bist du ja in einer schmerzhaften Phase. Das tut mir leid, aber umso mehr Respekt dafür, dass du in dieser Lebenskrise den Alk stehen lässt und deinen Weg in die Abstinenz begonnen hast. Ich kann mit meinen schlappen vier Monaten Nüchternheit noch keine große Erfahrung beisteuern oder aus dem Nähkästchen Tipps & Tricks präsentieren, aber ich kenne Lebenskrisen, wenn auch mit einem anderen Hintergrund als bei dir.

    Ob deine ehemalige Partnerin zurückkommt, wenn du fitter bist und nüchtern lebst, oder nicht, ob es sich lohnt, darauf zu hoffen, oder nicht - das alles kann niemand von uns beurteilen. Das weißt nur du selbst. Aber dass es sich lohnt, nüchtern zu bleiben - das würden vermutlich die meisten hier unterschreiben. Dein Selbstmitleid blitzt hier und da durch, und, ehrlich, ich finde das vollkommen nachvollziehbar und angemessen. Mit einem Freund in dieser Situation hätte man ja auch Mitgefühl. Für mich liest du dich aber dennoch vollkommen reflektiert.

    Trauere halt noch. Hintern hoch ist dann morgen wieder.

    Mir gefällt das, und ich drücke dir fest die Daumen, dass du in deinem Sinne weiterkommst. Bleib dran. Du bist hier nicht allein.

    Alles Liebe

    Mattie

  • Hintern hoch ist dann morgen wieder.

    Ok, das ist eine Aussage, sonst bleibst du in dem Selbstmitleidmodus und mit dem kommst du nicht weiter.

    Als meine Reha mit Einzeltherapie begann, war ich in einem ähnlichen Modus. In der 2. Sitzung hat mir mein Therapeut gesagt,
    "Selbstmitleid war gestern, jetzt arbeiten wir an heute und morgen". So war es dann auch, denn jedesmal, wenn ich wieder zurückgefallen bin,
    hat er mir klar und bestimmt die neue Richtung gewiesen. Da fielen auch mal Sätze wie, "Ach heute wieder Selbstmitleid" oder "Ich dachte das hätten wir erledigt, hier geht es um Akzeptanz und das Rüstzeug für eine stabile Abstinenz, deswegen bist du hier, oder?". Später habe ich gemerkt, wie hilfreich das war.
    Du hast ja selbst schon erkannt, dass Selbstmitleid im Spiel ist. Rede mit dir, Selbstmitleid ist jetzt keine Option mehr. Schau nach vorne und organisiere dein neues Leben, Stück für Stück, Tag für Tag. Da gab es auch Tage, in denen ich 2 Schritte zurück gemacht habe, aber die Tendenz geht immer nach vorne. Die Psyche arbeitet und das kann sehr anstrengend sein, also sei auch gut zu dir, gebe dir auch Ruhe und die Zeit, die du brauchst.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Theel,

    Du hast Liebeskummer, du bist von einer Frau - die irgendwann nichts mehr auf deine -:oops:leeren-Versprechungen gegeben hat,

    verlassen worden. Dieser Schmerz ist zutiefst nachvollziehbar.( Diese Frau wird - wahrscheinlich- nie in eine Coabhängigkeit

    geraten:lol:)

    Und, alle Achtung für das konsequente Angehen deines Alkoholismus trotzdem.

    Hat jemand Erfahrungen mit Antidepressiva in der Zeit des psychischen Entzugs?

    So, der körperliche Entzug ist durch.

    Aber: der psychische „ Entzug“ als Alkoholiker…..was soll das sein?

    Psychisch bin und bleibe ich mein Leben lang Alkoholiker…..

    Dagmar

  • Danke dir. Ja, ich kann es mir einfach auch nicht leisten jetzt noch tiefer zu fallen. Ist wirklich eine Lebenskrise diesmal. Bei anderen Trennungen konnte ich immer irgendwie bei beiden den Fehler sehen, aber diesmal war wirklich nur ich schuld und das passiert natürlich bei der Frau auf die ich irgendwie mein Leben lang gewartet hatte. War jetzt noch eine Runde laufen, aber wirklich was geholfen hat das auch nicht. Kann auch nicht weinen, das macht das ganze noch schlimmer irgendwie.

    Bin auch froh darüber reden zu können, anstatt allein damit zu sein. Aber dieser Gedanke in meinem Kopf, dass ich mir diese Chance auf einen neuen Lebensbeginn mit Ihr kaputt gemacht habe, weil ich einfach zu blöd war aufzuhören, geht halt nicht weg. Ist halt auch die bittere Wahrheit. Will jetzt nicht ausdrücken, dass trinken daran irgendwas verändern würde, außer es schlimmer zu machen. Versuch halt einen Weg zu finden mir das zu vergeben.

  • Nj es waren nicht nur leere Versprechungen, sonst wär ich jetzt auch nicht an diesem Punkt an dem ich bin. Es war halt dieser eine Streit der dann zu viel war leider. Ging ihr auch primär um die Eifersucht, nicht um das betrunken sein. Ich war halt wirklich unzurechnungsfähig in dem Moment und hätte nie mit ihr schreiben dürfen. Hab mich auf direkt dafür entschuldigt, aber da wars schon zu spät. Aber versteh schon wie du das meinst. Es wär aber nie eine Option gewesen so weiter zu machen. Aber sie kennt mich nicht wirklich bzw. das gute was ich gezeigt hatte, hat nicht gereicht, dass sie nochmal an mich glaubt. Kann ich ihr auch nicht vorwerfen, aber ich weiß was ich anders machen würde jetzt. Also zumindest nehme ich das mit. Und ja, eigentlich sollte ich froh sein, dass ich aufgehört habe, aber es vermischt sich halt mit dem Liebeskummer.

    Psychischer Entzug sind für mich Einschlafprobleme, Angstattacken, Depressive Phasen und Verzweiflungsgedanken. Hatte ja schon vorher reduziert und dann das gleiche Gefühl bekommen. Das war auch der Grund für die Eifersucht. Damals hab ich aber gedacht, dass das durch die Beziehung kommt und nicht durch den Alkohol. Es wird auch weniger aber hab gelesen dass das 2 Monate lang gehen kann. Das Gefühl von heute Mittag ist auch wieder weg. Aber das kommt bei mir wellenartig. Weiß nicht wie das bei anderen ist.

    Einmal editiert, zuletzt von theel (8. Dezember 2025 um 19:24)

  • Ich hab meinen besten Freund an Drogen verloren (Überdosis) und auch sonst viele Freunde verloren, weil mein Lebensstil nicht mehr passend war bzw. ich eine Depression hatte über mehrere Jahre, die ich mit dem Alkohol genährt habe.

    Bei mir auch ein Freund verstorben an Drogen

    Heute trinke ich nicht

  • Dir auch. Bin jetzt 1 Monat trocken. Das Saufhirn wird ruhiger. Habe soviel Abstand zum Alkohol. Ich sehe und rieche ihn und die Leute nicht. Das hilft mir sehr!! Mir geht es immer besser. Es wird von Woche zu Woche leichter. Aber ich passe trotzdem sehr auf und setze alles um!!

    Heute trinke ich nicht

  • Also heute ist es deutlich besser. Fühl mich recht stabil. Danke für eure Worte gestern, war wohl einfach ein mieser Tag. Bin heute morgen mit klarem Kopf aufgewacht und bin froh, dass ich ihn noch habe :) Ist natürlich trotzdem schade, dass die Beziehung in die Brüche gegangen ist, aber mehr als das was ich mache, kann ich dafür auch nicht mehr machen. Bin trotzdem dankbar dafür, dass ich es dadurch da raus geschafft habe. Ist echt ein anderes Leben und es lohnt sich.

  • Dir auch. Bin jetzt 1 Monat trocken. Das Saufhirn wird ruhiger. Habe soviel Abstand zum Alkohol. Ich sehe und rieche ihn und die Leute nicht. Das hilft mir sehr!! Mir geht es immer besser. Es wird von Woche zu Woche leichter. Aber ich passe trotzdem sehr auf und setze alles um!!

    Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber was mir ein wenig geholfen hat, ist den Alkohol nicht mehr als normales Getränk zu sehen, sondern als eine Flasche mit Chemikalien, die einen töten auf Dauer. Braucht eine Weile bis man das verinnerlicht hat, aber mir hat es geholfen. Bleib auf jeden Fall dran.

  • Guten Morgen,

    habe heute nen Termin bei der Suchtberatung. Hoffe mal der ist hilfreich. Ansonsten geht's mir immer noch okay. Hat jemand Erfahrung mit einer Tagesreha? Also wie ist das der Ablauf bzw. was macht man da?

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